Forum: Kultur
Wohnen in Deutschland: Sind Sie Rassist? Bitte ankreuzen.
DPA

Neben Boateng wohnen? Klar, will jeder. Millionenschwere Nationalspieler haben sowieso kein Problem, eine Unterkunft zu finden. Wer aber unbekannt ist, ausländisch aussieht und den falschen Namen oder Akzent hat, kann lange suchen.

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Lisa_can_do 31.05.2016, 16:41
10. falsch - Frau Stokowski

sehr aktuell: in einer (West-) Grossstadt passiert: Bundesliga-Fussball-Profi schwarze Hautfarbe bekommt keine Wohnung wegen der Hautfarbe. So erlebt als zunächst gejubelt wurde (Bundesliga-Profi) und dann abgesagt wurde (Hautfarbe: "dann würden wir doch lieber Abstand nehmen."). Und die Gauland-Meinung ist weit verbreitet. Wir Deutschen sind nur so lange tolerant, so lange die Toleranz nicht in unserem engen privaten Umfeld geschehen muss. Der neue Schwiegersohn aus Afrika oder eben schwarzer Deutscher - Katastrophe für die gemeine deutsche Familie. Okay, viel Geld, wie vom Bundesliga-Profi könnte die Gemüter beruhigen. Etwas.

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mfeldtn 31.05.2016, 16:42
11.

hört man eigentlich nie von Leuten, die keine Rassisten sind....
Und "ich bin Rassist" hört man überhaupt so gut wie nie.
Schon komisch.

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nick-the-greek 31.05.2016, 16:43
12. @forumgehts?:

Wäre ich für Sie als Südländer mit einem Master Abschluss und eine Gehalt von > 100.000 Brutto auch eine Risikogruppe?

BIn selbst Vermieter und relevant ist füe mich das Einkommen und auftreten - egal welcher Herkunft!

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nic 31.05.2016, 16:44
13.

Ob Boateng ein angenehmer Nachbar wäre oder ich für ihn? Hautfarbe oder Rasse ist für mich nicht entscheidend sondern ob man zusammen auskommt. Für Gauland ist die Rasse entscheidend. Das ist Problematisch.

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C. Goldbeck 31.05.2016, 16:44
14.

Ich hab mal bei einem Türken zur Miete gelebt. Eine sehr freundliche, gebildete Familie. Die Eltern haben ihre Kinder bewusst auf Gymnasien mit niedrigem Anteil an Migranten geschickt.

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MathiasF 31.05.2016, 16:47
15. Vermieterrisiko

Wenn man eine oder zwei Wohnungen besitzt, die man vermietet, so ist das mit dem Mieter eine ziemlich knifflige Sache - bei dem Großteil dieser Eigentümer führt ein Fehlgriff in den Ruin... Also ist man da übervorsichtig - was für mich z.B. bedeutet, auf keinen Fall an Lehrer oder Juristen zu vermieten. Ist zwar aktive Diskriminierung dieser Berufsgruppen, aber aus puren Selbstschutz... Ausländer sind dagegen viel unkomplizierter und zuverlässiger.

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kurz&bündig 31.05.2016, 16:48
16.

Einer meiner Kollegen hat ziemlich lange eine Wohnung gesucht. Single, Nichtraucher, guter Verdienst in Festanstellung, gepflegtes Äußeres. Er ist Pakistani. Hätte nicht ein anderer Kollege ihm eine Wohnung vermitteln können, würde er wahrscheinlich noch heute suchen. Momentan sucht eine alleinerziehende Kollegin mit 2 Kindern eine Wohnung. Das ist auf dem offiziellen Wohnungsmarkt wahrscheinlich genauso hoffnungslos.

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karabas 31.05.2016, 16:53
17.

Zitat von ulli7
Mich macht stutzig, dass es von diesem Gespräch angeblich keine Tonbandaufzeichnung gibt. Die Sache ist mehr als dubios. Man kann von Alexander Gauland halten, was man will. Ein Rassist ist er jedenfalls nicht! Sonst hätte er früher nicht diese wichtigen Ämter ......
das ist mir auch aufgefallen. Plötzlich ist "seriöser" Herausgeber nicht in der Lage den O-Ton des Interviews samt Kontext wiederzugeben. Bei Ausreden kann FAZ locker mit von Storch/Petry mithalten (zwei Rekatuere hätten nur mit einem Schrift teilweise mitegschrieben).

Auch ist es nach meinem Kenntnisstand üblich, die Inhalte vor Publikation mit dem Interview-Partner abzustimmen. Vor allem, wenn angeblich nur handschriftliche, ungenaue Notitzen gemacht wurden.

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jewill 31.05.2016, 16:54
18. @ex-spiegel-abonnentin

"Ich würde meine Wohnung sofort an Boateng vermieten, aber dafür nicht an einen Berliner."

Da müssen sie sich jetzt aber entscheiden - Boateng ist doch Berliner!

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bold_ 31.05.2016, 16:56
19. Habe ich mich auch gefragt...

Zitat von ulli7
Mich macht stutzig, dass es von diesem Gespräch angeblich keine Tonbandaufzeichnung gibt. Die Sache ist mehr als dubios. Man kann von Alexander Gauland halten, was man will. Ein Rassist ist er jedenfalls nicht! Sonst hätte er früher nicht diese wichtigen ......
Aber wenn alles eindeutig wäre, gäbe es ja auch nichts zu rätseln bzw. zu verkaufen.
Nun ist Hr. G ja schon Mitte 70, und in dem Alter pflegt man seine Gewohnheiten und Anschauungen nicht mehr zu ändern.
ABER: Er ist der AFD beigetreten und führt sich gelegentlich auf wie ein Elefant im Ausländerladen. Also ist er offenbar "mutiert"!

In Talkshows ist er in keiner Weise so frech und schlagfertig wie die Petry, die es ja trefflich versteht, so lange zu reden, bis sie - scheinbar - obsiegt.
AFD-Veranstaltungen zu besuchen gehört nicht zu _meinen_ Gewohnheiten...
Wenn Herr G. also eine solche "bürgerliche" Vergangenheit hinter sich hat, könnte er seine Alterseinkünfte genießen - was auch seinem Blutdruck dienlich wäre.
Da er aber immer wieder krude Dinge von sich gibt, kann ich mich Ihrer Behauptung, er sein kein Rassist, nicht ganz anschließen.

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