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"Wonder Woman" im Kino: Yes, she can
DDP/ INTERTOPICS/ PictureLux

Das Warten auf "Wonder Woman" hat sich gelohnt: Mit der Comic-Adaption von Patty Jenkins erhält das DC-Universum eine umwerfende Heldin und ein Action-Abenteuer, das vieles anders und vor allem besser macht.

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Nania 13.06.2017, 14:49
70.

Zitat von twistie-at
aber ging es dem OP darum, dass eine bekannte Figur umgestaltet wurde oder dass es überhaupt eine Muslima als Mutantin oder Heldin gibt? Bei letzterem sehe ich weniger Kritikpunkte als bei ersterem, das nervt mich persönlich sehr, denn warum gelingt es nicht, neue weibliche Charactere einzuführen? Marvel hat beispielsweise bei den X-Men schon eine Muslima gehabt, sie hieß Dusk. Diesen Character hätte man weiterführen können, eben so wäre die Entwicklung eines neuen dunkelhäutigen Characters doch möglich gewesen, aber warum müssen z.B. die Storm-Zwillinge nun plötzlich keine Zwillinge mehr sein nur damit Johnny dunkelhäutig sein darf? Sicher gibt es immer wieder Retcons, aber diese scheinen mir einfach nur dafür da zu sein, alte Character eben umgestalten zu können statt die Kreativität dafür zu nutzen, neue zu entwickeln.
Auf der einen Seite haben Sie sicherlich recht, auf der anderen Seite ist es aber so, dass solchen Figuren selten die nötige Aufmerksamkeit zukommt und sie dann doch zu Rand- und Alibifiguren verkommen. Nach dem Motto: Aber schaut mal! Es gibt einen dunkelhäutigen Superhelden.

Einige Helden mal anzugehen und umzugestalten ist in der heutigen Zeit sinnvoll und kann durchaus als angemessen bezeichnet werden. Insbesondere bei Helden, bei denen es eigentlich schon häufiger so war, dass unterschiedliche Leute das Kostüm getragen haben.
Green Lantern ist dafür eigentlich ein gutes Beispiel, aber trotz einer hohen Präsenz in den Comics bleibt die Figur - zumindest in Deutschland/Europa - eher unbekannt.

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possumgfx 13.06.2017, 14:55
71. Bad guys

Zitat von Nania
Was Trump nun mit dem Wonder Woman Film zu tun hat, dessen Drehbuch schon lange vor seiner Präsidentschaft geschrieben wurde, erschließt sich auch nicht ganz, vor allem, da sich sehr viele Menschen in Hollywood regelmäßig gegen Trump positionieren.
Das ist ganz fix erklärt. Im 2008er Animationsfilm Wonder Woman kämpfen die Deutschen und Allierten zum Schluss gemeinsam gegen Ares. Weil sie begreifen dass sie in die Irre geführt worden sind. Im aktuellen Wonder Woman Film hingegen wird nicht nur darauf hingeweisen dass die Deutschen nicht aufhören, sie werden auch ganz konkret als genozide Massenmörder dargestellt. Und zwar einseitig. Es gibt eine absolut unfassbare Szene in der Diana durch den Schützengraben geht und dort auf eine belgische Mutter trifft die ihr Neugeborenes im Arm hält. Diese erzählt ihr unter Tränen dass die Deutschen ihr Dorf besetzt haben und dort die Zivilisten ermorden. Diese Frau sitzt in einem Schützengraben mit ihrem Kind. Wenn man einmal genauer überlegt, dann fällt einem dier Mythos des "Rape of Belgium" in den Sinn, mit dem die Briten speziell die Gräueltaten des Hunnen in Belgien überspitzt, aufgebläht und als Mittel für den Einbezug der Amerikaner in den Krieg benutzt haben. An dieser Sichtweise hat sich bis heute nichts geändert. Wonder Women ist kein feministischer Film, weil die Frauengesellschaft ohne Männer, das Utopia der Weiblichkeit nämlich nichts anderes tut als zum Krieg zu rüsten und Kämpfe zu üben. Die Vorzüge einer weiblichen Gesellschaft wären nach Wonder Woman die, dass sie besser Menschen umbringen, was Diana dann später auch ohne mit den Wimpern zu zucken tut.

Wäre der Film historisch nicht völlig abstrus, hätte Trevor bei seiner Landung auf der Amazoneninsel eine Fahne in den Boden gesteckt und das Land mitsamt seinen Bewohnern als Kronkolonie erworben. Die Amazonen hätten fortan nicht nur Horden von Einwanderern aufnehmen sondern auch Tee und Baumwolle statt Getreide anbauen müssen, ob sie deswegen hungern oder nicht. Schlimmer noch..wenn er Diana, einer Prinzessin, erzählt hätte dass der Krieg ausgebrochen ist weil der Thronfolger Österreich-Ungarns ermordet worden ist, wäre Sie sicherlich nicht für die Entente in den Krieg gezogen. Mal so ein wenig überspitzt gesagt.

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Teile1977 13.06.2017, 15:03
72. Genau

Zitat von thelix
Pssst... die sind schon was älter, die Indy-Filme! ;)
Ja, ich war damals ein Kind und habe die Filme geliebt. Ich musste nur immer schlucken wenn die dummen dummen deutschen Soldaten reienweise in irgendwelche Abgründe fielen, denn ich war mir bewußt das einer von denen mein Großvater hätte sein können.

Heute sehe ich es etwas anders, aber gerade Filme wie "Herz aus Stahl" bei denen es nur darum zu gehen scheint eine Menge "Nazis" zu töten tue ich mir nicht an.
Da fand ich "Der Soldat James Rian" wenigstens ehrlich, da wurde Freund wie Feind realistisch als desillusionierte Menschen die auch Rache nehmen, oder einfach nur überleben wollen dargestellt.

P.s. das Filme die in aktueller Zeit spielen die deutschen nicht als Nazis dargestellt werden liegt in der Natur der Sache. Wenn Filme aber in den 30-40ern spielen ist der Lieblingsgegener Hollywoods nun mal der Nazisoldat.
Oder haben sie mal einen Hoillywoodfilm gesehen (außer Staufenberg) bei denen Deutsche gut wegkamen?

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thelix 13.06.2017, 15:36
73.

Zitat von Teile1977
Ja, ich war damals ein Kind und habe die Filme geliebt. Ich musste nur immer schlucken wenn die dummen dummen deutschen Soldaten reienweise in irgendwelche Abgründe fielen, denn ich war mir bewußt das einer von denen mein Großvater hätte sein können. Heute sehe ich es etwas anders, aber gerade Filme wie "Herz aus Stahl" bei denen es nur darum zu gehen scheint eine Menge "Nazis" zu töten tue ich mir nicht an. Da fand ich "Der Soldat James Rian" wenigstens ehrlich, da wurde Freund wie Feind realistisch als desillusionierte Menschen die auch Rache nehmen, oder einfach nur überleben wollen dargestellt. P.s. das Filme die in aktueller Zeit spielen die deutschen nicht als Nazis dargestellt werden liegt in der Natur der Sache. Wenn Filme aber in den 30-40ern spielen ist der Lieblingsgegener Hollywoods nun mal der Nazisoldat. Oder haben sie mal einen Hoillywoodfilm gesehen (außer Staufenberg) bei denen Deutsche gut wegkamen?
Ich war acht oder neun beim ersten Indy, und selbst da war ich mir schon der Tatsache bewusst, dass es sich um einen Film handelt, der mit der Realität herzlich wenig zu tun hat.

Und daß Ihr Großvater im Krieg war, ist nun nicht eben etwas außergewöhnliches für einen in den siebzigern in Deutschland geborenen Menschen, nech?

Mein Oppa und sein Vadder waren auch im Krieg. Beide glühende Hitlerfanboys. So what? Ich sehe mich halt nur nicht als Mittelpunkt des Universums, der alles drumherum geschehende auf sich selbst bezieht - wie Sie es offenbar tun, wenn ein Regisseur, der Sie nicht kennt in einem Land, in dem Sie nicht leben einen der bloßen Unterhaltung dienenden Film dreht, der mit Ihrer Lebenswirklichkeit nichts zu tun hat.

Welche Nationalitäten kämen denn für einen in den 30ern angesiedelten Film als Bösewichte in Frage?

Zur letzten Frage erlaube ich mir mal eine Gegenfrage: nennen Sie doch mal bitte eine Film, auf den Ihr Argument zutrifft. Also einen Hollywoodfilm der letzten 20 Jahre, in dem "der Deutsche" schlecht wegkommt obwohl der Film nicht in WK1 oder WK2 spielt...

Darauf bin ich sehr gespannt. :)

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flaviussilva 13.06.2017, 15:55
74. Antwort !

Zitat von thelix
Zur letzten Frage erlaube ich mir mal eine Gegenfrage: nennen Sie doch mal bitte eine Film, auf den Ihr Argument zutrifft. Also einen Hollywoodfilm der letzten 20 Jahre, in dem "der Deutsche" schlecht wegkommt obwohl der Film nicht in WK1 oder WK2 spielt... Darauf bin ich sehr gespannt. :)
Marvels The Avengers, als Loki in Stuttgart auftaucht knien alle ganz schnell wieder vor ihrem neuen "Führer" !

Und das nur auf die schnelle aus dem Gedächtnis. :-)

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Teile1977 13.06.2017, 16:04
75. Hmmm

Zitat von thelix
Welche Nationalitäten kämen denn für einen in den 30ern angesiedelten Film als Bösewichte in Frage? Zur letzten Frage erlaube ich mir mal eine Gegenfrage: nennen Sie doch mal bitte eine Film, auf den Ihr Argument zutrifft. Also einen Hollywoodfilm der letzten 20 Jahre, in dem "der Deutsche" schlecht wegkommt obwohl der Film nicht in WK1 oder WK2 spielt... Darauf bin ich sehr gespannt. :)
Zum erstem Teil ihrer Nachricht sage ich nur das jeder anders empfindet, ist ja auch o.K.

Bösewichter in den 30ern, Hmmm, Stalin und der große Terror, die USA und ihr Rassismus, Großbrittanien und die Gewalt in den Kolonien, Die Kongogräul der Belgier (o.K. war 20 Jahre früher), Frankreich und die Gewalt in den Kolonien...

Zu ihrer letzten Frage: Da ich eher selten Hollywoodfilme sehe (zu wenig Zeit, meine Frau mag sie nicht, mir sind die meisten zu seicht) bin ich nicht ganz auf dem laufendem. Oft hatten aber Sadisten und andere Charaktere typisch deutsche Namen.
Spontan fällt mir Der Bondfilm "Der Morgen stirbt nie" ein, ich glaube der sadistische Helfer des Bösewichtes stellt einen Deutschen dar.

"Der deutsche Schauspieler Götz Otto bekam die Rolle als Carvers Gehilfe Stamper. Als er die Produzentin Barbara Broccoli kennenlernte, gab diese ihm zwanzig Sekunden Zeit, um sich vorzustellen. Er sagte: „Ich bin groß, ich bin böse, ich bin kahlköpfig und deutsch. Fünf Sekunden, behalten Sie den Rest."

Im übrigen ging es ursprünglich um die beiden Weltkriege, das Deutschland außer in Agententrillern nur eine geringe Rolle spielt dürfte klar sein, der neue Gegner war die Sovietunion und China, danach die internationale Mafia und der Islamismus.

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Teile1977 13.06.2017, 16:23
76. Nachtrag

Zitat von thelix
Zur letzten Frage erlaube ich mir mal eine Gegenfrage: nennen Sie doch mal bitte eine Film, auf den Ihr Argument zutrifft. Also einen Hollywoodfilm der letzten 20 Jahre, in dem "der Deutsche" schlecht wegkommt obwohl der Film nicht in WK1 oder WK2 spielt... Darauf bin ich sehr gespannt. :)
1. Iron Sky,
2. Stirb Langsam (Noch beim ersten
„Die Hard“ Abenteuer
des wackeren Bruce
Willis (1988) waren
die meisten Terroristen Deutsche,
sprachen deutsch und wurden
von einem Deutschen
namens Hans Gruber...)
3. In "Million Dollar Baby" versetzt die Boxerin aus Ostberlin, der Hauptdarstellerin während der Pause einen Schlag, so das diese vom Hals abwärts gelähmt ist.
4. Taxi (1998) bei denen sind die Bösewichte Deutsche mit typischer Nazifrisur.

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flaviussilva 13.06.2017, 16:33
77. Bitte....

Zitat von Teile1977
Zu ihrer letzten Frage: Da ich eher selten Hollywoodfilme sehe (zu wenig Zeit, meine Frau mag sie nicht, mir sind die meisten zu seicht) bin ich nicht ganz auf dem laufendem. Oft hatten aber Sadisten und andere Charaktere typisch deutsche Namen. Spontan fällt mir Der Bondfilm "Der Morgen stirbt nie" ein, ich glaube der sadistische Helfer des Bösewichtes stellt einen Deutschen dar.
...halten Sie doch den armen Bond da raus !

Seine deutschen Gegenspieler waren doch die besten der ganzen
Serie und es gibt nicht wenige Fans die sich, fast von Herzen,
gewünscht haben das Auric Goldfinger gewinnt. Und die Szene
mit Bond auf Goldplatte gilt noch heute als beste überhaupt.

Bond: " Wollen Sie das ich Rede Mr. Goldfinger "

Goldfinger: " Nein, ich will das Sie sterben Mr. Bond "

Bond: " Wenn ich sterbe übernimmt 008 den Fall "

Goldfinger: " Ich wünsche Ihm vom Herzen mehr Erfolg wie Ihnen "

Bond: " 008 weiß was ich weiß "

Goldfinger: " Sie wissen Garnichts Mr. Bond "

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flaviussilva 13.06.2017, 16:54
78. Iron Sky, wirklich !

Zitat von Teile1977
1. Iron Sky, 2. Stirb Langsam (Noch beim ersten „Die Hard“ Abenteuer des wackeren Bruce Willis (1988) waren die meisten Terroristen Deutsche, sprachen deutsch und wurden von einem Deutschen namens Hans Gruber...) 3. In "Million Dollar Baby" versetzt die Boxerin aus Ostberlin, der Hauptdarstellerin während der Pause einen Schlag, so das diese vom Hals abwärts gelähmt ist. 4. Taxi (1998) bei denen sind die Bösewichte Deutsche mit typischer Nazifrisur.
Der Film ist von sich aus als Parodie angelegt und da er in der
Zukunft spielt und die Nazi schon im Krieg auf dem Mond geflohen
sind, kann man sie wohl kaum noch als Deutsche bezeichnen, im Film
ist ja auch immer von den Mond-Nazis die Rede. Übrigens so
böse sind sie im Film auch nicht mehr, der schwarze Astronaut, nur
als Wahlwerbung dorthin geschickt ( das Black on the Moon
Wahlwerbebanner, göttlich, das gab den ersten Lacher im Saal )
wird ja dort nicht mehr getötet sondern Arisiert.
Warum sie auch De-Arisierungsmittel entwickelt haben, wissen
wohl nur die Macher des Films.
Im übrigen, die USA kamen in dem Film von allem am schlechtesten weg, so wie dümmlich wie sie dargestellt wurden.

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thelix 13.06.2017, 19:45
79.

Zitat von Teile1977
Spontan fällt mir Der Bondfilm "Der Morgen stirbt nie" ein, ich glaube der sadistische Helfer des Bösewichtes stellt einen Deutschen dar.
Sorry. Sie haben einfach zu viele Jahre verpasst, um ernsthaft mitreden zu können. ^^

Das Bild des Deutschen hat sich ziemlich gewandelt. Wurde man wider Erwarten schon in den 90ern angehimmelt, wenn man als Germane zB in den US of A unterwegs war, so ist "der Deutsche" heute nicht nur eine richtig coole Sau, nein:

Tagsüber ist man verdammt (!) intelligent & effizient, abends ist man DJ oder Künstler und nachts schmutziger Pornostar in Personalunion. Wenn Sie als Deutscher in Amerika ankommen und kein totaler Honk sind, haben Sie nach fünf Minuten 'ne Posse am Hals, die Sie anhimmelt.

:)

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