Forum: Kultur
Wulff-Movie auf Sat.1: Enttäuschende Quote für "Der Rücktritt"
SAT.1

Kaum Zuschauer für das Dokudrama über den Amtsverzicht von Ex-Bundespräsident Christian Wulff: Am Dienstagabend schalteten nur wenige Zuschauer "Der Rücktritt" ein - deutlich besser gelaufen war 2013 die Guttenberg-Satire "Der Minister".

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spon-facebook-1459922526 26.02.2014, 11:12
1. Verwunderlich?

Sat.1 hat ständig mit dem Film so sehr genervt (Vorschau in jeder Werbeunterbrechung und als Einspieler während anderer Sendungen), dass die meisten sicher deshalb diesen gemieden haben. Vor allem aber behandelt dieser Film ein Thema, welches den meisten Mitbürgern sicher überhaupt nicht interessiert.

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Kantileber 26.02.2014, 11:17
2. Strapaze Privatfernsehen

Wer tut sich schon einen Spielfilm in einem Privatsender an? Ständige Werbeunterbrechungen, ätzend.

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mactor2 26.02.2014, 11:20
3. Langweilig...

Ich habe mir die ersten 30 Minuten bis zur Werbung angeschaut. Selten so was langweiliges gesehen.
Hab dann umgeschaltet und denke das war auch besser so.

"Der Minister" war ein Spielfilm.
Das gestern mit dem Wechsel zwischen dem "echten" Wulff und den Schauspielszenen war leider nichts.

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soaring 26.02.2014, 11:22
4. Abgesägt....

Warum sollten sich die Leute auch anschauen, wie durch Intrigen und aufgeblähte Banalitäten das Leben eines Mannes zerstört wird.

Seine einzige "Schuld" bestand darin, nicht alle Rettungsschirme , EU-Fonds und Hebel sofort und kommentarlos abzunicken.

n.b.: Die selben Seilschaften haben schon Köhler zum Hinschmeißen bewegt.

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humble_opinion 26.02.2014, 11:23
5. Eigener Anspruch

ich bin einer von den 2,78 Mio Zuschauern. Für mich war der Film weder Fisch noch Fleisch und ich würde ihn mit den selben Kenntnissen aus dem Vorfeld nicht noch einmal schauen. Warum:
Die guten Darsteller haben zwar deutlich gemacht, wie der Ex-BP durch seine Fehleinschätzungen sich, seiner Frau und seinem direkten Umfeld das Leben schwer gemacht haben und sich dadurch immer mehr von ihm distanziert haben.

Aber es kamen zwei Dinge nicht in den Fokus, die den Film wirklich hätten interessant machen können.
1. Wie und warum kam es zu den Verstrickungen mit den 'reichen Freunden' aus seiner Zeit als MP von Niedersachsen und 2. Warum war die BILD-Zeitung so scharf darauf, ihm etwas ans Zeug zu flicken?

Wenn die Macher des Films sich darauf reduzieren wollten - so konnte man vorher lesen - zu zeigen, wie einsam es nach und nach um das Ex-Ehepaar Wulff im Präsidentenpalast wurde, dann war es vielleicht dieser doch sehr geringe Anspruch an den eigenen Film, der das Ganze so eindimensional erscheinen lässt. Oder anders: so etwas zu zeigen, hätte nicht das Schicksal der Wulffs bedurft.

So bleibt bei mir der Geschmack, dass der Film vom Sender aus der Kirch-Gruppe mehr weg ließ als zeigte. Die Gründe dafür mag man ahnen. Aber dann hätte man das Projekt lieber ganz sein lassen sollen.

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Thorkh@n 26.02.2014, 11:25
6. Vielleicht haben ...

... wir alle einfach die Schnauze voll vom Wulffschen Possenspiel?

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dig 26.02.2014, 11:33
7. Schade um die Zeit!

Ich hab' ihn mir auch angeschaut. Schade um die Zeit!

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thomweb 26.02.2014, 11:33
8. Perlen vor die Säue

Wer tut sich denn auf einem Privatsender so einen Spielfilm an? Dazu müsste man zum Beispiel wissen, was ein Bundespräsident ist, was eine so genannte Demokratie ist und was Wahlen bedeuten.

Bei der Stammkundschaft von Sendern die RTL und SAT1, der ich täglich über den Weg laufe, kann man elementarste Kenntnisse aus dem Bereich der Politik nicht vorraussetzen.

Dafür wissen die Mädels, deren Gespräche ich lautstark jeden Morgen deutlich verfolgen kann, über die neuesten Entwicklungen im Liebesleben von H. Klum exakt Bescheid.

Es gibt nun mal wichtigeres im Leben als Politik. In der Ukraine hat Herr Janukowitsch das falsch gemacht. Zu wenig Unterhaltung im Fernsehen.

Herr Wiesinger hat es ja auch schon mal mitgemacht, wie schnell es geht, wenn man versucht, bei einem Privatsender eine anspruchsvolle Serie zu starten. "Die Anwälte" läuft, glaube ich, gerade auf EinsFestival. Bei RTL wegen zu hoher Anforderungen an Intelligenz nach 2 Folgen euthanasiert.

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willgence 26.02.2014, 11:35
9. Jeder kleine öffentlich Bedienstete wäre

wegen einer solchen Sache aus dem Amt gekegelt worden. Nicht zuletzt weil er sich keine teuren Anwälte hätte leisten können. Sicher sind die 750 Euro vom Oktoberfest für Wulff Peanuts, ändert aber nichts an der Tatsache.
Und ich kann mich da an die abenteuerliche Geschichte auf Sylt (?) erinnern, bei der ein Dritter die "ausgelegten" Hotelkosten in Bar bezahlte . . . das hätte unser kleiner Bedienstete auch nicht durchbekommen.
Vielleicht ist es dieses wahrgenommene oder/und empfundene Gemauschel, das eine "Tatsachendoku" völlig uninteressant macht.
Die Affäre richtig in Gang gesetzt und befeuert hat aber auch der völlig stümperhafte Umgang Wulffs ganz am Anfang - wie kann man bei der BILD-Anrufen und drohen? Allein dadurch hält sich mein Mitleid in Grenzen - so trottelig taugt man auch nicht zum Bundespräsidenten.

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