Forum: Kultur
Zack! - Plötzlich sind alle flüchtlingsbesorgte Merkel-Gegner
DPA

Die Wutbürger und die Gutmenschen: Das war das Thema des Maischberger-Talks am Mittwoch. Letztere kamen nicht vor - und dank Claus Strunz wissen wir jetzt, dass erstere eine Art politisches Viagra sind.

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kritischerdenker2 15.12.2016, 09:23
10.

Zitat:
Vielleicht sollte man - nur testweise - in das Talkshow-Kontinuum zu Trump, Populismus und dem AfD-Wutbürgerkomplex mal wieder jemanden setzen, der Worte wie "Ausländerfeindlichkeit" oder "Nationalismus" in den Mund nimmt.
- Zitatende

Vielleicht sollte sich der Schreiber mal klar machen das man Populismus nicht mit "Ausländerfeindlichkeit" oder "Nationalismus" erklären kann, das das Thema viel mehr mit allgemeiner Politikverdrossenheit zu tun hat.
Nur mal ein Gedanke: Könnte es sein das der Mitgliederschwund der "alten" Parteien und der Rückgang der Wahlbeteiligung in den letzten 20 Jahren die Grundlage für den aktuellen Populismus bildet?
Ein anderer Gedanke wäre das es damit zu tun haben könnte das die Zahl der befristeten Arbeitsverträge, die Zahl der Leiharbeitsverträge, die wachsende Zahl der Hartz 4 Empfänger, der europaweit führende Anteil des niedriglohnsektors Deutschlands dazu führt das sich die davon betroffenen von der aktuellen Politik abgehängt fühlen.
Aber vielleicht ist es ja schlicht einfacher allen Kritikern pauschal "Ausländerfeindlichkeit" und "Nationallismus" zu unterstellen. Das spart aufwändige Recherchen.

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RenegadeOtis 15.12.2016, 09:26
11.

Zitat von 360°
Ich finde die Seite der Willkommensjubler in den Medien überproportional hoch vertreten. Verglichen mit der Stimmung bei den nicht-Journalisten.
Finden Sie das? Ich finde es schwer, einen Artikel in den letzten drei Monaten zu finden, der sich mit den sogenannten "Willkommensjublern" (was immer das ist) beschäftigt.

Gleichwohl kann ich Ihnen fast täglich neue Artikel zu Wutbürgern, Hassrede und unverhohlenem Rassismus präsentieren.

Welche Seite da jetzt "überproportional vertreten" ist - ganz simpel anhand der nachzählbaren Artikel und nicht eines vagen Gefühles - ist nun keine arithmetische Meisterleistung mehr.

Ich mag Fakten.

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Leser161 15.12.2016, 09:28
12. Respekt

"...damit sie sich ja ernst genommen fühlen?"

Jemanden ernst nehmen, ist etwas, dasss man einfach macht. Aus Respekt voreinander. Es geht nicht darum den Eindruck des ernst genommen werdens zu simulieren oder durch Illusion herbeizuführen.

Wie will der Autor mit so einer verächtlichen Grundeinstellung an einer offenen gleichberechtigten Diskussion teilnehmen können?

Und Diskussion ist das, womit wir ind er Demokratie Probleme lösen. Denn wir glauben eben nicht das irgendwer die absolute Wahrheit kennt und den Kurs diktieren darf.

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winterlied 15.12.2016, 09:29
13.

Das Gesagte, vor allem das von Precht, hatte durchaus Gewicht. Angesichtes einer epochalen Veränderung der Welt verharrt die Politik, egal ob regierend oder in Opposition befindlich in alten Mustern und gibt keine Richtung vor. Diese Analyse ist sachlich richtig und trifft genau die Empfindungen der Menschen, die sich dann den Alternativen zuwenden, die wegen eines mangelnden politischen Diskurses ausschließlich aus Extremen besteht.

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kenterziege 15.12.2016, 09:31
14. Die den Witbürger mit Empathie abholenden leisen, linken ....

... Einlassungen von Precht sind köstlich beschrieben. Ja und was die Wutbürger betrifft: Die meisten sind doch leise, ballen die Faust in der Tasche und warten auf den nächsten Wahltermin. Die Leute, die "dagegen" sind, immer zu den abgehängten Globalisierungs- und Digitalisierungsverlieren zu sortieren, ist nicht nur zu kurz gegriffen sondern arrogant bis dümmlich. Inzwischen sprechen sogar schon die Moderatoren des DLF in hydromechanischen Kategorien, wenn sie, wie heute früh über Flüchlingsströme sprechen, die Erdogan beliebig an - oder abschalten kann und damit droht Europa mit Flüchtlingen zu "fluten"!
Im Übrigen ist die stille Wut vieler Bürger nicht nur den Migranten und schon gar nicht den echten Flüchtlingen geschuldet, sondern dem permanenten Schönreden der Dinge. Ich denke da nur an den Euro. Inzwischen ist jedem, der nur halbwegs etwas von Währungen und Geld versteht klar, dass der Euro eben nicht funktioniert. Vor zwei Jahren waren solche Aussagen noch als EU-feindlich eingestuft! Aber wie gesagt: Nächstes Jahr wird gewählt, da wird man sehen!

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gehdoch 15.12.2016, 09:31
15. @olaf.hathusten

Ein "Haufen Invasoren" ? Echt jetzt ?
Was mir bei der ganzen Debatte um den Umgang mit Flüchtlingen fehlt, ist das offenbar völlige Desinteresse an der URSACHE! Die Welt ist in Bewegung und wir erleben gerade den größten Flüchtlingsstrom seit Jahrzehnten. Das hat Gründe! Und an denen sind wir ganz sicher nicht unbeteiligt.
Davon unbenommen ist, dass die schiere Anzahl an Menschen Probleme mit sich bringt und dass Fehler gemacht wurden. Auch stimme ich zu, dass eine Bereitschaft sich unserem Wertesystem anzupassen erwartet werden darf, sowohl auf Seiten der vielen Menschen die hier Hilfe erwarten und erhalten, aber auch auf Seiten der Gesetzgebung.
Aber trotz der Anzahl schwarzer Schafe, die es mit Sicherheit gibt, gleich alle Flüchtlinge in Sippenhaft zu nehmen und als "Invasoren" zu betiteln, ist schon ziemlich perfide...

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nummer50 15.12.2016, 09:31
16. Strunz

Ich sehe in Talkshows immer gerne den Herrn Strunz. Er ist ein Journalist der die Tatsachen auch ausspricht und nicht versucht, seine Meinung den anderen Bürgern als die absolute Wahrheit zu verkaufen. Lojewski ist z.B. so ein Journalist, der meint alles besser zu wissen.

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fam.weber11 15.12.2016, 09:32
17. Elite-Versagen

Eine illustre Runde mit feinsinnigen Sätzen und wohlfeilen Argumenten, dennoch am Thema vorbei geredet. Angst und Wut vieler Bürger speisen sich derzeit aus dem Versagen der Eliten. Beispiele dafür werden tagtäglich geliefert. Pars pro toto: Der erbärmliche Eiertanz des Justizministers gegenüber der US-amerikanischen Hate-Maschine Facebook. Oder die Manipulation des Armutsberichts der Bundesregierung. Ich könnte wahrscheinlich die nächsten Tage, Wochen und Monate weitere Beispiele dieser Art anführen.

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Moni Merz 15.12.2016, 09:36
18.

Zitat von Palmstroem
Wieviele Bürger haben an Pegida-Demonstrationen teilgenommen. In Dresden 80.000, im Rest der Republik vielleicht nochmals 80.000. Und wieviele Bürger/innen haben sich an der Willkommeskultur für Flüchtlinge aktiv beteiligt - laut eines SZ-Artikels etwa 8 Millionen. Nur wer die Medien verfolgte, hatte den umgekehrten Eindruck. Und auch bei Maischberger hatten die Wutbürger wieder einmal mehr Aufmerksamkeit als sie es wert sind.
Dann sollen die Willkommensrufer bitte einen Verein gründen und mit ihren Beiträgen/Spenden für Merkels Gäste aufkommen. Ich habe keine Lust, mich kapputtzuschuften, damit mit meinem sauer verdienten Geld sich Wirtschaftsmigranten aus aller Herren Länder sich hier ein schönes und bequemes Leben machen - und zum "Dank" noch meine Sicherheit gefährden!

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hanswurst3838 15.12.2016, 09:37
19. Christoph Twickel hat nichts verstanden

Ich bin keineswegs ein Wutbürger, aber gerade die These von Strunz zur erschlafften Demokratie ist vollkommen korrekt. Es gibt keine Partei außer der AfD, die andere Meinung als den Einheitsbrei vertritt. Das war mal anders. So stimmte die Linkspartei damals im Bundestag gegen die Einführung des Euro. Heute will sie davon nichts mehr wissen und stattdessen weitere Milliarden nach Griechenland schicken.

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