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ZDF-Fernsehrat: Im Reich der Festgelegten

Eine offene, scharfe Diskussion über die Staatsnähe des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wäre gerade jetzt bitter nötig - aber wie soll man sie führen, wenn es neben schwarzen und roten nun auch schon grüne Freundeskreise in den Fernsehräten gibt?

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schwarzer Schmetterling 17.06.2011, 17:14
10. Als

Zitat von sysop
Eine offene, scharfe Diskussion über die Staatsnähe des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wäre gerade jetzt bitter nötig - aber wie soll man sie führen, wenn es neben schwarzen und roten nun auch schon grüne Freundeskreise in den Fernsehräten gibt?
Ex-Zonenbewohner kritischen Geistes bekomme ich in der letzten Zeit immer mehr DejaVu´s.

Tatsache ist doch, dass ein Oligopol aus vier Parteien samt den sie steuernden Wirtschaftsverbänden das Land fest im Würgegriff hält.

Wer allerdings mehr Bürgerbeteiligung fordert, wer gegen Obrigkeitsbeschlüsse auf die Strasse geht, der kann froh sein, dass laut GG der Einsatz der BuWe im Innern (noch) verboten ist bzw. schwer bewaffnete Polizei jeden Widerstand erstickt.

Was sich in den ÖR abspielt ist leider nur ein Abbild der Gesellschaft. Insofern sollten die Fragen tiefer gehen. Und was die grün angestrichenen Gelben, die Partei müslimampfender Oberlehrer und biologisch orientierter Beamter angeht - das hat Herr Özdemit in seinem Privatleben eindrucksvoll demonstriert, als er die Moschee im Hinterhaus entsorgte und die Fixerstube verhinderte. Komisch nur, dass er nicht in den gentrifizierten Prenzlberg zog, wo seine gutbetuchten Bio-Wähler wohnen.

Die Grünen sind eine Mogelpackung geworden, die sich von den Wurzeln weit, weit entfernt hat.

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hoppeditz2 17.06.2011, 17:15
11. Die Rundfunkanstalt als Beute- und Wirtstier

Zitat von sysop
Eine offene, scharfe Diskussion über die Staatsnähe des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wäre gerade jetzt bitter nötig - aber wie soll man sie führen, wenn es neben schwarzen und roten nun auch schon grüne Freundeskreise in den Fernsehräten gibt?
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind längst zur Beute der Parteien geworden.

Für die Grünen, die schon aufgrund ihrer Herkunft den Staat größtenteils nie anders als als Amme oder Beutetier wahrgenommen haben, ist das Ausweiden und die parasitäre Inbesitznahme solcher Wirtstiere die natürlichsten Sache der Welt.

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SNA 17.06.2011, 17:22
12. Ach SPON....

die übliche Schelte der Druckmedien von DuMont bis SPON.

Ich kann nichts regierungsfreundliches bei den öffentlich-rechtlichen erkennen.Wohl erkenne ich massive wirtschaftliche Interessen bei den Kritikern... Hier geht's um Werbeeinnahmen und nicht um Demokratie.
SPON kann sich wohl kaum als demokratischer als die öffentlich-rechtlichen bezeichnen... oder sitzen gewählte Volksvertreter in der Redaktion?

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immediator 17.06.2011, 17:29
13. ..oder an Margot Honecker

Zitat von Frieda_Hockauf
>>Bellut war der einzige Kandidat. Was er denn von Claudius Seidls Kandidatur halte, wurde Özdemir damals bei der Diskussion aus dem Publikum heraus gefragt. Özdemir schien erst verwirrt und stieß dann .....
Sie lassen in Ihrer Aufzählung ein paar Kandidaten für die Begünstigung weg, Frau Hockauf, das mag an Ihrer Historie liegen. In der Tat gilt: nahe am Politbüro, mitten in der Monokultur, fern der Demokratie - das ist die Politik der Anstalten.

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GerhardFeder 17.06.2011, 17:30
14. Presse und Freiheit

Zitat von Transmitter
O Bald wird vom Volk ab- und aufgerechnet, wie es so weit kommen konnte, mit der grundgesetzlich geschützten Presse- und Meinungsfreiheit hierzulande.
Man kann nicht Pressefreiheit erwarten solange es Journalisten gibt. (frei nach D.Hildebrandt)

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Transmitter 17.06.2011, 17:36
15. Ja, und das überall!

Zitat von hoppeditz2
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind längst zur Beute der Parteien geworden. Für die Grünen, die schon aufgrund ihrer Herkunft den Staat größtenteils nie anders als als Amme oder Beutetier wahrgenommen haben, ist das Ausweiden und die parasitäre Inbesitznahme solcher Wirtstiere die natürlichsten Sache der Welt.
Schauen wir uns die Parteienstiftungen an, Bundesbank wie die Landesbanken, Regierungsbezirksbehörden, Bundes- und Landesverwaltungen, Bundesämter und -organisationen aller Art. Dazu die unzähligen Firmen, wiss. und jur. Institute, Unternehmensberater, NPOs, Unis, Landgerichte und, von Post bis Bahn, staatsabhängige Verlagen usw. usw. usw. an, wisssen wir doch, wie perfide dieses ex-demokratische System beherrscht wird. Nach Proporz!

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Zephira 17.06.2011, 17:45
16. Kommentar

Zitat von sysop
Da werden einem, wie vom ZDF-Mann Theveßen, sehr schnell "Interessen" unterstellt, wenn man das öffentlich-rechtliche Fernsehen kritisiert: Ganz so, als sei das etwas Schlechtes, als sei das etwas, das sie nicht hätten, als sei man damit wahlweise ein Handlanger seiner Chefs (Theveßen) oder jemand, der das Land im "Säurebad des Neoliberalismus" versenken wolle, wie mein S.P.O.N.-Kollege Jakob Augstein vergangene Woche schrieb.
In einem Land, welches Freiheit, Eigenverantwortung und Nachhaltigkeit als tödliche Bedrohung betrachtet, kommen derartige Interessen in der Tat einer verbrecherischen Orientierung gleich.

Deutschland hat zu 99% die Regierung, welche es verdient. Einschließlich des Staatsfernsehens. Und die übrigen 1% suchen ihr Glück nicht selten in anderen Ländern...

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euroman 17.06.2011, 18:38
17. .

Nun ja, offene Debatten bräuchten wir über vielerlei, aber ist wohl nicht so einfach hierzulande, 'ne, oh edle Mods? ;). Dass die öffentl.-rechtl. nun ausschließlich regierungsfreundliche Propaganda betreiben, kann ich so nicht unterschreiben. Aber ja, es liegt trotzdem Einiges im Argen.

Abgesehen davon hab ich häufig in Sendungen das Gefühl, als ob man die Zuschauer generell für minderbemittelt oder Kleinkinder hält. Und da meine ich nicht den unsäglichen Musikantenstadl (wer würde da nicht seine letzten Kröten für die TV-Gebühren locker machen?), sondern die sog. "seriösen" Polit-Talks zur Hauptsendezeit. Eigentlich meist Zeitverschwendung. Die Politmagazine - naja, Meinung haben kann ich selbst.

Eben alles bissel schade, weil TV - ob man's mag oder nicht - numal viele Leute erreicht. Besser sind schon Phönix-Runden, immerhin auch öffentlich-rechtlich... Tagesthemen als IMO gute "Nachrichtenzentrale" ist ok für kompakte Info, aber insgesamt zu wenig für Sender, die soviel auf ihr Image als seriöse Infovermittler mit Bildungsauftrag geben.

Schön auch wenn die oh so wichtigen Info-Flaggschiffe bei jeder Gelegenheit Fußball beiderlei Geschlechts, Leichtathletik oder Biathlon weichen müssen. Auch für das Wohlergehen der jeweiligen Sportverbände zahle ich als Zuschauer gern, soll ja niemand hungern bei der FIFA.

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enrico3000 17.06.2011, 18:43
18. Italien

Ist doch komisch wie sich alle über Berlusconi und dessen Einfluss aufs italienische fernsehen aufgeregt haben.
Hier ist es doch nicht anders. Kein Politiker dürfte in den Gremien der Fernsehsender sitzen um politische Einflussnahme im Ansatz auszuschließen. Dasselbe gilt auch für die schreibende Zunft.
Gottseidank gibt es ja noch das freie Internet. Wer weiß wie lange noch. An der Einflußnahme daran wird ja auch schon heftig gearbeitet.
Ich möchte eine offene und korrekte Berichterstattung ohne Tabus aber davon sind die ÖR meilenweit entfernt.
Wahrscheinlich wird auch schon vor Beginn der Talkshows festgelegt was man auf gar keinem Fall ansprechen und fragen soll. So kommen mir diese Sendungen zumindest vor.

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onkel hape 17.06.2011, 19:07
19. Wahl??

T. Bellut ist ein erfahrener, langdienender, typischer Vertreter der ZDF-Clique, der m.E. durchaus die notwendige Qualifikation für den lukrativen Intendantenposten mitbringt.

Wenn es aber, wie in diesem Fall nur einen Kandidaten gibt, ist das Ganze keine Wahl, damit eine alternativlose Veranstaltung u. somit eine Farce, die mit wahrer Demokratie nichts zu tun hat u. an DDR-Verhältnisse erinnert, traurig.

Dass das gesamte Wahlvolk nur aus Angehörigen der zu Recht so bezeichneten "Funktionärsrepublik" bestand u. damit in keiner Weise die bundesrepublikanische Wirklichkeit/die Nutzer/Zuschauer/GEZ-Zwangszahler abbildet, ist ein nicht hinnehmbarer Skandal, der zeigt wie u. was bei uns abläuft u. wer wirklich was zu sagen hat

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