Forum: Kultur
ZDF-Fernsehrat: Im Reich der Festgelegten

Eine offene, scharfe Diskussion über die Staatsnähe des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wäre gerade jetzt bitter nötig - aber wie soll man sie führen, wenn es neben schwarzen und roten nun auch schon grüne Freundeskreise in den Fernsehräten gibt?

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derandersdenkende 17.06.2011, 19:10
20. Im Reich der ideologischen Betonköpfe

Zitat von sysop
Eine offene, scharfe Diskussion über die Staatsnähe des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wäre gerade jetzt bitter nötig - aber wie soll man sie führen, wenn es neben schwarzen und roten nun auch schon grüne Freundeskreise in den Fernsehräten gibt?
Wär wohl die richtige Überschrift gewesen. Während östlich der alten Mauer eine neue Kultur Einzug hält, werden westlich die alten Schützengräben gepflegt. Man kann sie ja nicht umsonst errichtet haben und schließlich waren sie mal zu was nütze. Ja , liebe Damen und Herren sie haben tausenden von ihnen den Wohlstand gesichert und ein bischen auch vor der Wahrheit. Was ihr verkündet habt, war die Wahrheit oder besser, das was der Bürger glauben sollte, daß sie es ist. Mit den neuen Wahrheiten wanken Machtstrukturen. Es ist an der Zeit den Beton durchlässiger zu gestalten.
Wie sagte doch Gorbi : " Wer zu spät kommt..."

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Hubert Rudnick 17.06.2011, 19:10
21. Was soll denn das?

Zitat von sysop
Eine offene, scharfe Diskussion über die Staatsnähe des öffentlich-rechtlichen Fernsehens wäre gerade jetzt bitter nötig - aber wie soll man sie führen, wenn es neben schwarzen und roten nun auch schon grüne Freundeskreise in den Fernsehräten gibt?
Ich frage mich, in welchem Land und in was für ein System glaubt wohl dieser Kolumnist Georg Diez zu leben?

Gibt es bei den Privaten denn eine andere offene und freie Meinungsbildung?

Ich bin der Auffassung, dass das so wie es in den öffentlich-rechtlichen-Medien abläuft auch nicht viel anders ist als in allen anderen auch.

Eine wirklich freie Meinungsbildung und somit die benennung der Spielfiguren die dahinterstehen kann es doch wohl nirgens geben, alle sind sie abhängig und denken auch nur an ihren Posten.
Das ist nur eine Art Konkurrenzgejammere und kein guter Kommentar.
HR

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recardo 17.06.2011, 20:01
22. .

Zitat von hoppeditz2
Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sind längst zur Beute der Parteien geworden. ...............
Das ist Falsch! Der ÖRR war schon immer! Beute der Parteien, dafür ist der konzepiert worden; das ist der nicht erst jetzt geworden.

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Pyr 17.06.2011, 20:17
23.

Verzeihung, ich habe schlechte Laune... aber wenn ich diesen ganzen geschwurbelten Mist der ganzen "Kritker" hier wieder lese... schonmal in einer Partei aktiv gewesen? Sich mal längerfristig politisch engagiert, abseits des neubürgerlichen Volksevents "im Mob auf die Straße laufen"? Anscheinend nicht, sonst wüssten einige hier wisssen, dass die "Ein-Personen-Wahl" durchaus usus ist, wer bitte lässt sich freiwillig aufstellen, wenn in parteiinternen Übereinkünften vorher schon klar ist, wer gewählt wird? Gleiches gilt für alle anderen internen Gremien. Wissen Sie, was das für ein Gefühl ist bzw. für ein Bruch, mit bspw. 10 Pro-, 50 Contrastimmen plus X Enthaltungen abgestraft zu werden? Und das hat durchaus seinen Sinn, wenn es um interne Belange geht. Und ja, ich bin dagegen, dass wir alles im klassisch athenischen Stil der zweiten Hälfte des 5. vorchristlichen Jahrhunderts demokratisieren... es hat an vielen Stellen durchaus Sinn, dass nicht jeder Hans mitmischen darf, der nichtmal von hier bis um die nächste Ecke denken kann oder will. Gute Nacht allerseits.

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starhemberg_sei_dank 17.06.2011, 20:56
24. Soso...

Zitat von Pyr
Verzeihung, ich habe schlechte Laune... aber wenn ich diesen ganzen geschwurbelten Mist der ganzen "Kritker" hier wieder lese... schonmal in einer Partei aktiv gewesen? Sich mal längerfristig politisch engagiert, abseits des neubürgerlichen Volksevents "im Mob auf die Straße laufen"? Anscheinend nicht, sonst wüssten einige hier wisssen, dass die "Ein-Personen-Wahl" durchaus usus ist, wer bitte lässt sich freiwillig aufstellen, wenn in parteiinternen Übereinkünften vorher schon klar ist, wer gewählt wird? Gleiches gilt für alle anderen internen Gremien. Wissen Sie, was das für ein Gefühl ist bzw. für ein Bruch, mit bspw. 10 Pro-, 50 Contrastimmen plus X Enthaltungen abgestraft zu werden? Und das hat durchaus seinen Sinn, wenn es um interne Belange geht. Und ja, ich bin dagegen, dass wir alles im klassisch athenischen Stil der zweiten Hälfte des 5. vorchristlichen Jahrhunderts demokratisieren... es hat an vielen Stellen durchaus Sinn, dass nicht jeder Hans mitmischen darf, der nichtmal von hier bis um die nächste Ecke denken kann oder will. Gute Nacht allerseits.
Interessantes Demokratieverständnis das Sie hier an den Tag legen. Wohl die Meinungshoheit gepachtet.

Guten Abend

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sfb 17.06.2011, 21:06
25. Zeit läuft aus

Zitat von Pyr
schonmal in einer Partei aktiv gewesen? Sich mal längerfristig politisch engagiert,
In diesem System? Ganz bestimmt nicht. Höchstens, wenn es um seine Beseitigung ginge.

Zitat von Pyr
Gleiches gilt für alle anderen internen Gremien.
Gremien sollten sofort abgeschafft werden.

Zitat von Pyr
Und ja, ich bin dagegen, dass wir alles im klassisch athenischen Stil der zweiten Hälfte des 5. vorchristlichen Jahrhunderts demokratisieren...
Klar sind Sie das, aber Ihre und Ihresgleichen Zeit läuft aus.

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homeuser 17.06.2011, 21:11
26. GEZ ist das Problem

Zitat von Hubert Rudnick
Gibt es bei den Privaten denn eine andere offene und freie Meinungsbildung? Ich bin der Auffassung, dass das so wie es in den öffentlich-rechtlichen-Medien abläuft auch nicht viel anders ist als in allen anderen auch. Eine wirklich freie Meinungsbildung und somit die benennung der Spielfiguren die dahinterstehen kann es doch wohl nirgens geben, alle sind sie abhängig und denken auch nur an ihren Posten.
Der Unterschied ist dass das Privatfernsehen nicht pauschal 20€ im Monat dafür verlangt - selbst wenn man es gar nicht guckt oder gucken möchte!

Soll man die Öffentlich-rechtlichen doch zum PAY-TV machen - wer das tolle Staatsfernsehen sehen will, muss dafür zahlen.

Aber Pauschal jeden Besitzer eines Fernsehers oder Radios blechen zu lassen ist einfach nur schäbig und dreist.

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Hubert Rudnick 17.06.2011, 21:40
27. Freie Meinungen

Zitat von homeuser
Der Unterschied ist dass das Privatfernsehen nicht pauschal 20€ im Monat dafür verlangt - selbst wenn man es gar nicht guckt oder gucken möchte! Soll man die Öffentlich-rechtlichen doch zum PAY-TV machen - wer das tolle Staatsfernsehen sehen will, muss dafür zahlen. Aber Pauschal jeden Besitzer eines Fernsehers oder Radios blechen zu lassen ist einfach nur schäbig und dreist.
Ich habe darüber geschrieben, dass es zwischen Medien kaum einen Unterschied gib und damit meine ich die Meinungsfreiheit bei der Angestellten, sowie den Bürgern.
Ich selbst meide es die Privaten anzuschauen, verarschen lassen muss ich mich nicht noch in der wenigen Zeit die ich fern schaue.
Ein Gebürenfernsehen ist mir viel mal lieber, als das ich mich die alle 12 Minuten wiederkehrende Werbung ansehen muss.
Ich möchte ein vielseitiges Programm erleben und nicht Werbefernsehen mit den total blöden Sendungen.
Jeder sollte das schauen können was ihm genehm ist, aber ohne der Bezahlung geht es nicht.
Übrigens muss jeder Kunde einer Ware auch diese blöden Werbungen teuer mitbezahlen.
Die Privaten sind für mich keine Bereicherung, sondern eher ein Grund um aufs Fernsehen zu verzichten.
Auch wenn ich mit den öffentlichen Medien nicht immer zu frieden bin, aber so ist nun mal das Leben, ich kann damit leben.
HR

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quimbes 17.06.2011, 21:55
28. Altes Spiopoliel-neu aufgelegt: Medienmonopli!

Zum Lindener-Zitat:"Politiker haben dort nichts zu suchen...
Aber so lange eben diese entscheiden, wird sich auch nichts ändern und die öffentlich-rechtlichen in ihrer Berichterstattung eingeschränkt bzw. gar parteiisch sein.....
Ein absolut klasse Bericht, Danke!"

Richtig, werter Forist!
Die Intendanten-Wahl - nur eines Bewerbers - erinnert an die Mediendiktatur ala-DDR. Dort bestimmte die SED wer Intendant bzw. Chefredakteur wird. Und bei den "Blockparteien" lief es ähnlich.
Im seit gut 20 Jahren geeinten Deutschland hat sich fast nichts im Dirigat der Massenmanupulierung geändert.Doch: Jetzt mischen auch die Grünen, z.B Özdemir,mit im Medienmonopoli. Man hat von den einst Alleinherrschenden aus CDU und SPD gelernt...
So wird in Fernsehbeiräten nicht nur von CDU/CSU,SPD und Grünen gekungelt. Natürlich mischen neben Kirchenvertretern auch Apologeten der kranken parlamentarischen Demokratie und des sichenden Förderalismus mit. Beides sind Hemmschuhe einer gesellschaftlichen Entwicklung,die es für die sichere Zukunft Deutschlands im 21. Jahrhundert braucht.
Die Welt bewegt sich, das Land der Denker und Dichter ist erstarrt.
Kein Wunder, wenn die Kritik an Politik und Programmen öffentlich-rechtlicher Anstalten wächst. Oft seicht,kritikleicht,parteinah. Inhaltschweres, gute Beiträge kommen meist erst gegen Mitternacht.

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bloßich 17.06.2011, 22:16
29. @ Glossolalia

Zitat von Glossolalia
[...] Aber was ist die alternative? Die Privatsender produzieren zumeist unsägliches von unterirdischem Niveau und sie sind zudem vom Wohl der dort werbenden abhängig und damit noch viel unfreier, als es der öffentlich-rechtliche Rundfunk je je war.

Ich gebe ihnen was das Niveau der Privaten - zumindest was die Nachrichtensendungen u.ä. betrifft - recht(N-TV mal ausgenommen). Allerdings muss man auch da die Frage nach Ursache und Wirkung stellen.
Gäbe es den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mit seinen Gebührenmilliarden nicht, wäre es evtl. auch für die private Konkurrenz möglich qualitativ hochwertige Nachrichetensendungen zu produzieren.
Einen Markt erobern zu wollen, für den es schon ein quasi-gesetzliches Monopol plus Zwangsbezahlung gibt, macht aus Sicht der Privaten dagegen natürlich auch keinen Sinn.

Ich denke man müsste sich auf die vom Verfassungsgeber gewollten Ziele besinnen und dementsprechend den öffentlich-rechtlichen Rundfunk umbauen. Vulgo: Zusammenstreichen.
Denn Bundesligaliveübertragung, Soapoperas, ZDF-Fernsehgarten, Lottoziehung und Musikantenstadel hatte die Herrenchimsee-Konferenz bestimmt nicht im Blick, als sie die öffentlich-rechtlichen in der Verfassung garantierten !

Warum nicht drei Nachrichenensendungen pro Tag ?
Je eine Morgends, Mittags und Abends. Und dann noch je eine Sendung am Abend: Mal Polittalk, mal Kultur, mal Sport, mal was zu einem aktuellen Anlass ?
In der Zwischenzeit halt einfach mal nicht senden oder die Nachrichten in Endlosschleife ...
Und dann auch nur ein solcher Sender bundesweit + je einen Regionalen für die Länder.
DLF kann auch gerne bleiben; ist ja eh das einzige im öffentlich rechtlichen Bereich was sein Geld auch wert ist.

Kostet dann vielleicht 10% von dem was heute zwangsweise eingetrieben wird. Entlastet die Bürger massiv ohne den Haushalt zu belasten. Und macht - mal Hand auf's Herz - doch auch einfach viel mehr Sinn als das Monstrum was wir inzwischen haben.
Fussballfans müssten dann halt für ihr Hobby zahlen ...

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