Forum: Kultur
ZDF-Gala "Auf der Flucht - Deutschland hilft!": Die Verteddybärisierung der Flüchtlin
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oliversievers 11.09.2015, 10:16
140.

Zitat von keith61
Bestätigt mich in meiner Ansicht, grundsätzlich ALLE Sendungen mit Kerner zu meiden. Nichts im deutschen Fernsehen ist unerträglicher.
Aber Reinhold Beckmann ist schon nah dran...

Diesen berufsbetroffenen Pseudointellektuellen mit seinen kalkulierten Sprechpausen (die Nachdenklichkeit oder Intelligenz suggerieren sollen) kann ich auch nur schwer ertragen...

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michfisch00 11.09.2015, 10:21
141.

Wie von mir schon in einem früheren Kommentar beschrieben. Aktuell wird das Thema in der "Benefiz-Phase" medial vermarktet.
Der Song fehlt noch.
Läuft immer nach dem gleichen Muster ab.
In dieser Phase wird es natürlich übertrieben schön dargestellt, damit das Thema in der nächsten Phase , der "Kritik-Phase" besonders aufregt und sich wieder optimal finanziell abschöpfen lässt. Man schafft somit schon gleich das hohe Interesse für die nächste Phase mit.

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zweifler 11.09.2015, 10:22
142.

Und ich dachte Johannes B. Kerner hatte den Höhepunkt seiner Peinlichkeit als Sportmoderator erreicht. Immerhin, Ehrgeiz hat er ! Nun hat er das noch überboten. Danke Herr Frank für den Artikel !

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mbodef2014 11.09.2015, 10:23
143. Was soll die Aufregung?

Das ganze ist doch nur Merkel als Operette...

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kovskie 11.09.2015, 10:23
144.

Für die selbsternannten Gutmenschen unserer Republik sicherlich die richtige Sendung, um sich kollektiv selbst zu feiern.

Für die, die sich mitfühlend aber sachlich/realistisch und kritisch mit der Thematik auseinandersetzen wollen, hingegen eine unerträgliche Farce der kollektiven Selbstinszenierung, die spätestens bei der „Ode an die Freude“ die Freude darüber, Teil dieser Gesellschaft zu sein, abhanden kommen ließ und zum Brechen animierte.

Wohl wahr – dieses Land/diese Gesellschaft steht vor einer Riesen Herausforderung....

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ulkuelli 11.09.2015, 10:24
145.

Bravo Spiegel, mehr solche Artikel und ihr werdet vielleicht wieder ein Nachrichtenmagazin.

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ichliebeeuchdochalle 11.09.2015, 10:29
146.

Arno Frank irrt. Beste Szene war das von ihm gar nicht erwähnte Kindergarten-Mädchen im Einspielfilm. Frage: "Waren im Kindergarten auch Ausländer?" Antwort: "Nein, nur Kinder." Widerlich war vor allem, daß ein Chor angereist ist, der dann zwei Minuten singen durfte, bevor er ausgeblendet wurde. Widerliches Gebaren, ZDF. Ich gönne Euch den Quoten-Flop.

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gruenbonz 11.09.2015, 10:29
147.

In der Ludwigsburger Kreiszeitung wurden Flüchtlingsmänner gezeigt, die mit geschenkten Malstiften Bäume usw. zeichneten. Erwachsene Männer, eine mehr oder beschwerliche Flucht hinter sich und sicher auf der Suche nach wesentlichen existentiellen Dingen. Der Begriff "Teddybärisierung" trifft das hervorragend.

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schelle 11.09.2015, 10:31
148.

So wichtig deutliche (manchmal auch einsichtige) Worte von Politikern und die vielen (manchmal auch sensiblen) Berichte über Qualifikationen, Fähigkeiten und Schwierigkeiten der Migranten und die vielen Zeugnisse von Hilfsbereitschaft und gelingender Willkommens-Kultur sind, so wenig finden wir in den verschiedenen Medien darüber, wie die "Einheimischen" die Verwandlung unserer Dörfer und Städte in „bunte multikulturelle Territorien“ wirklich erleben. Die Medien setzen uns unter Druck, einen gesellschaftlichen Wandel von nie erlebten Ausmaß zu akzeptieren, ohne die eigenen Sorgen, Vorbehalte und Bedürfnisse, angemessen in den öffentlichen Diskurs einbringen zu können. Das aber ist in einer offenen Gesellschaft zwingend notwendig und Voraussetzung für eine nachhaltige Integration der Zuwanderer.

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Peter Bernhard 11.09.2015, 10:34
149. Lebensstandarten

Zitat von kasam
"...zerfällt Euroland in viele kleine Stückchen, weil jetzt ja auch nur jeder an sich denkt..."
Heute las ich, dass tatsächlich Bulgarien als "Grenzland" der Türkei sich zum Aufnehmen bereit erklärt habe. Das ist mir aber dort nicht der Punkt. Um "Geisterwanderer" auf Autobahnen zu verhindern, gehört eine ordentliche Registierung bei Grenzübertritt hinzu - oder aber man verlässt sich wie die USA früher in Mexico-California auf die Meldung nach Arbeit - weil die Leute wegen des Erwerbs kommen. Und Geld nicht auf der Straße liegt. Dann aber - Rosinen-picking wahrsten Sinnes - zieht schon das Konzept Asyl nicht: das will nur Menschen ziehen lassen, deren Lage im Herkunftsland nicht nur ökonomisch desolat ist - womit ich also schon sage: auch humanitäre Hilfe bei Naturkatstrophen könnte ein "Asyl" noch umfassen. Ausgeschlossen ist also somit nur "the economy" - was mir gerade recht seltsam vorkommt, iss aber so. Nicht unzufällt war also Bulgarien zitierend die Rede gleich davon, dieses Land "könne aber nicht denselben Sozialstandard bieten" wie z.B. Dänemark. Wo angeblich im selben Atemzug gelesen im Unterschied zu Schweden sehr wenige blieben - das muss aber wohl umso ernsthafter verstanden werden: es geht zunächst mal um die Anerkennung - um das Wegbleibendürfen vom Bombentrichter. Hierzu noch die Umkämpfung der Küstenzone in Syrien: man könnte dort direkt zu Wasser lassen - das ruft in mir wach: Ägypten nimmt viele Flüchtlinge auf, wohl ohne diese in Lager zu pferchen - und das soll kein sicheres Herkunftsland im Sinne des Asylrechts sein?

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