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ZDF-Show "Mann, Sieber!": Neokabarett, das niemand vermisst hat
ZDF/ Frank W. Hempel

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gronek 16.09.2015, 05:08
1. Nun ja,...

dass sowohl Sieber als auch Mann mehr können, haben sie doch schon oft genug unter Beweis gestellt. Die Frage muss aber lauten, ob sie mit hochintellektueller durchgeistigter Systemkritik die kritische Masse an Zuschauern zusammenkriegen um nicht sofort abgesetzt zu werden. Diesen Kompromiss wird man immer eingehen müssen: das Niveau etwas absenken, um beim cognitiv durchschnittlich begabten Publikum zumindest einen kurzen Moment der Reflexion zu induzieren.

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GinaBe 16.09.2015, 05:50
2.

Der Kommentar ist wirklich super geschrieben!
Die Show aber habe ich gar nicht gesehen...

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The_Laser 16.09.2015, 06:27
3.

"Mann, Sieber!" sollte noch ein paar Ausgaben die Chance bekommen, sich zu entwickeln. "Ein Fall fürs All" wurde auch zu früh abgesetzt. Auch die "heute-show" war anfangs noch längst nicht so gut wie jetzt.

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winki 16.09.2015, 06:44
4.

Kabarett ohne Ende, nun auch Sieber mit einer eigenen Sendung. Die Themen sind inzwischen überall die gleichen. Man zieht die Politik und deren Macher durch den Dreck bis kein Fleckchen mehr sauber bleibt. Das suggeriert Meinungsfreiheit und kommt gut an. Der Zuschauer haut sich begeistert auf die Schenkel und kommentiert "Denen hat er's aber gegeben!" Nur die, die damit gemeint sind interessiert das absolut nicht und verändert wird damit auch nichts. Es ist eben Gaudi für das Volk, mehr nicht. Sieber macht sich damit billig und bald interessiert sich keiner mehr für ihn.

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rosskal 16.09.2015, 06:57
5.

Keinesfalls sehenswert, eher niveaulos! Klamauk gibt es genug, mittlerweile auch in den Öffentlich-Rechtlichen. Aber so wird wenigstens die Vorfreude auf die nächste Sendung der "Anstalt" noch weiter verstärkt.

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michael_knothe 16.09.2015, 07:30
6.

Die Sendung hätte durchaus etwas bissiger sein können (und gerne auch länger), bei der Aufzeichnung lief auch noch nicht alles rund. Dennoch erschließt sich mir die geäußerte Kritik in ihrer Stärke nicht. Es wirkt viel mehr wie kindliches Verhalten ("Du bist doof!" - "Selber doof!"). Hat die Analyse über die Spiegel-Redaktionskonferenzen etwa getroffen? Wenn man überhaupt noch Artikel findet, die nicht einfach von Reuters oder dpa vorformuliert werden, so sind die thematisch leider wahrlich oft auf dem Niveau... Wie wäre es mit einem neuen Titelthema: "So hätte der Führer die Flüchtlingsströme verhindert"...

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majestic51 16.09.2015, 07:47
7.

Endlich! Endlich treffe ich mal wieder auf so eine typische Neuwortschöpfung, mit der die Neo-Liberale Presse gerne unliebsame Kritiker umettikettieren möchte, die nicht der vorgegebenen Kurslinie "transatlantischen Bündnispartner" folgen - "Neo-Kabarett" - Klingt doch fast so ähnlich wie "Neu-Rechts" oder "Neo-Nazi" - und genau das soll es auch... Vielen Dank, liebe Spiegel-Redakteure, dass ihr uns immer wieder zeigt, wie "fremdgesteuert" ihr in Wahrheit seid.

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fatherted98 16.09.2015, 07:48
8.

Schon peinlich für was für einen Schrott unsere GEZ Zwangsgebühr rausgeschmissen wird...ich möchte nicht wissen was die beiden Kasper für diese Auftritte bekommen...aber was will man machen...noch nicht mal ausschalten hilft.

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bs2509 16.09.2015, 07:58
9.

Wie SPON selber seit Jahren kein kritisches Nachrichten-Magazin mehr ist und nur noch Wert darauflegt, seine Werbekunden und Interviewpartner nicht zu vergrätzen, so ist das Politische Kabarett nicht müde geworden, diese von den meisten Zeitungen und Magazinen vernachlässigte Aufgabe zu übernehmen.

Und gerade bei einer - auch vom Spiegel/SPON teilweise mit Beiträgen eingeschläferte Gesellschaft - ein Publikum zu finden oder zu halten, bedarf es der Satire - aber nicht einer Klamauk-Riege von Comedians.
Und Hugo Egon Balder und Hella von Sinnen ( manchmal ist sie es wirklich ) sind auch nicht der Weisheit letzter Schluss.
Die Schwierigkeit des Kabaretts, auch unter den jüngeren Zuschauern etwas mehr Aufmerksamkeit auf politische Vorgänge in der BRD und dem Rest der Welt zu erwecken, ist nicht von der Hand zu weisen.
Dadurch änderte sich die Herangehensweise der Kabarettisten in den jeweiligen Formaten.

Doch eine mittlerweile "sturmreif" geschriebene Gesellschaft mit Themen, die als " endlich verständlich"
dargeboten werden, muss sich fragen lassen, ob sie sich weiter verblöden lassen will.

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