Forum: Kultur
Zeitungssterben: Das Jahr 2019 wird bitter
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Journalismus in der Krise: Geschäftsmodelle von Traditionshäusern wie DuMont brechen weg, jungen digitalen Angeboten fällt es schwer, neue zu entwickeln. Was geschieht, wenn sich die gedruckte Zeitung verabschiedet?

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ichiban01 26.02.2019, 19:58
10. Bestens informiert

Abo Kölner Stadtanzeiger gekündigt, Kioskkauf des SPIEGEL eingestellt, analoges Abo des CICERO und digitales Abo der NZZ geschlossen. Qualität wird immer überleben (also nicht der SPIEGEL).

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blödbacke 26.02.2019, 20:00
11. Die Zeitungen sind selbst schuld!

Ich bin schon lange Abonnent des Spiegels, und früher auch von Stern und Die Woche (die ich immer noch vermisse). Die Abos hab ich von meinen Eltern übernommen. Und: brauch ich sie noch? Nein, eigentlich nicht. Ich lese SPON, ZON, gucke bei heise.de und beim Tagesspiegel vorbei, auch bei NYT und Aftonbladet und beim Freitag. Und dann sind die 24h des Tages um. Facebook ignoriere ich mittlerweile, keine Zeit. Die verbringe ich eher im Forum bei SPON. Der Print-Spiegel wird kaum angerührt, ausser die Nachrufeseite... Und wenn mal ein interessanter Artikel bei SPON nicht im Laufe der Woche auftaucht, lese ich den dort. Darum hab ich jetzt auch Spiegel+ abonniert, da hab ich dann alle Artikel. Früher habe ich auch das Hamburger Abendblatt gelesen, online, aber seitdem es fast komplett hinter einer Paywall ist, hab ich die Seite nicht mehr aufgesucht. Wenn die Zeitungen noch was retten wollen: sämtliche Inhalte hinter eine Paywall. Konzertiert: sämtliche Medien mit großer Reichweite! Von heute auf morgen. Ohne Vorankündigung! Vielleicht dann als Abo: ein Abo, sämtliche Tageszeitungen Deutschlands. Man liest dann eh die lokalen Medien.

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and4444ka 26.02.2019, 20:04
12.

Die Verlage leben immer noch auf einem hohen Stand. Um Print am Leben zu erhalten müssten die Verlage zum Kaufanreiz die Preise für Zeitungen und Zeitschriften auf ein mindestens viertel Preis ändern, damit Print gekauft wird. Das sind zwar Einbußen, aber sicher nicht anders zu retten. Hinzu kommt das sich Verlagshäuser von ihren gewaltigen, kostspieligen Verlagshäusern trennen sollten. Einen Verlag kann man heute moderner und wirtschaftlich, kosten günstiger führen. In dem man sich wenige und kleinere Räumlichkeiten anmietet. Die meisten Arbeiten können heute von Mitarbeitern sehr gut auch von Zuhause online ausgeführt werden. Redaktion Besprechungen kann man online, oder auch in kurz dafür angemietete Räumlichkeiten machen. Der Verlagsrest Rest kann über Outsourcing betrieben werden.

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flying_elephant 26.02.2019, 20:05
13. Abopolitik

Schon einfach die Tatsache wie Geld ausgegeben wird. 10€ monatlich wären schon Ok für eine Tageszeitung die mir etwas bietet. Ich möchte wenn die Zeitung mit meiner Familie teilen und evtl. mehrere Zeitungen gleichzeitig lesen. Momentan gibts für mich sowieso keine Zeitung die alles abdeckt. Arbeitet bitte weiter an euren Bezahlmodellen. Die Idee von LaterPay ist ja schön, aber kein so richtiges Netflix/Spotify-Bezahlmodell. Sicherlich ist das schwierig, sicherlich ist so ein Preis nicht für alle Artikel verfügbar. Abe bitte denkt das alles etwas abstrakter, wenn das Medium günstiger wird kann ich evtl. auch mehr Leute begeistern. Letztlich lässt sich dieses Problem (wie bei meinen Vorrednern angesprochen) aber sicherlich nicht nur übers Geld beheben - es fehlen schlicht die Inhalte bei denen man sagen würde "hey, dafür lohnt sich ein Abo".

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Stefan B. 26.02.2019, 20:06
14. Flickenteppich der online-Abos

Ich wünsche mir eine Art Netflix der online-Zeitungen. Ich habe nix gegen eine Playwall, wünsche mir aber, dass ich nicht bei jedem Magazin ein eigenes Abo abschließen muss. Nicht eins bei Spiegel, eins in der Lokalzeitung, eins hier und eins da ... das ist nämlich viel zu teuer, wenn man nur sporadisch Artikel im Monat liest je Magazin.

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msfreigeist 26.02.2019, 20:08
15. Qualitätsjournalismus

ich habe etliche Qualitätszeitungen abonniert. auch wenn ich nicht alle lesen kann.
Das gebietet der Respekt vor klugen Reportagen, die man im Netz nicht oft findet.
Ich habe mich aber von allen Zeitungen getrennt, die mich durch permanente und undistancierte Belehrung nerven.
zuletzt auch vom Spiegel.
Ich achte bei meinem wunderbaren Portefolio auf Ausgewogenheit der Meinungen. links, liberal und konservativ.
Das alles gibt es auf dem deutschen Zeitungsmarkt. wunderbar, eloquent und intelligent. ein Vergnügen.
Die regionalen Tageszeitungen, immer schlechter, ein Blatt für 5 Millionen, 2 dürre Blätter für die eigene Großstadt. schlampig und schlecht, falls überhaupt, recherchiert. aber Hauptsache, links belehrend.
jeden Tag 1 Minute, dann Kopfschütteln über diese grottige Qualität. Zum Ausgleich richtig teuer.
vielen Dank.

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RuprechtNikolaus 26.02.2019, 20:08
16. Papier-Zeitungsmann

Ich lese täglich meine Zeitung aus Papier! Und das wird hoffentlich noch lange so bleiben! Wenn ich nach einem Arbeitstag im Büro und gefühlten 30 Stunden Computer-Arbeit abends noch ein paar Seiten der Tageszeitung lese, brauche ich nicht noch privat diesen blöden Bildschirm anzuschauen!

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gluonball 26.02.2019, 20:13
17. Wird nicht vermisst

Da man es eh nicht mit der Objektivität hat werde ich keine Träne nachweinen.

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Andi P 26.02.2019, 20:15
18. Krise

Ich sehe das etwas anders. Ich bin für guten Journalismus bereit zu zahlen. Dafür hab ich eine ABO der NZZ (online) und mehrer kleiner unabhängiger Blogs. Den Spiegel hab ich das letzte mal vor über 15 Jahren gekauft. Wenn ich Haltung statt kritischer Recherche haben will, kann ich SZ, Spiegel, Zeit, TAZ, Tageschauch und Heute lesen. Da bekomme ich aber nur das gleiche serviert, denn alle schreiben nur von der DPA ab. Das Problem haben sich die Redaktionen selber eingebrockt. Wenn hier in Zukunft auch bei dem eine oder anderen Blatt das Licht ausgeht, weine ich keine Träne nach. So ist der Markt. Wer keine Topprodukt hat, geht unter.

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sven2016 26.02.2019, 20:18
19. Abos sind so eine Geschichte.

Die Verlage leben von der Anzahl der Abonnenten wegen der daraus errechneten Werbepreise, ich möchte aber inzwischen nicht immer die gleiche Zeitung oder das gleiche Magazin lesen.

Also: Täglich morgens in Kürze Internet-Zeitungen, abends auch eine Printzeitung und am WE ein politisches Magazin (oder Donnerstags. Daneben Print nach Interessenlage.

Bei den Titelseiten gerade der Sonntagszeitungen erkennt man dann, wer alles zusammengehört.

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