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Zombie-Comic-Saga: "The Walking Dead" geht überraschend zu Ende

Wirklich tot: Nach 16 Jahren endet "The Walking Dead" - die Comicvorlage zur erfolgreichen TV-Serie über Zombies. Warum hört Erfinder Robert Kirkman nach 193 Heften auf?

Meckerameise 03.07.2019, 19:06
1.

Ich denke, es war anfangs etwas besonderes, da man die jeweiligen Figuren begleitet hat, als es aus dem normalen Leben in die Apokalypse ging und sich an die neuen Umstände so gut es geht angepasst haben. Dadurch, dass alles nicht in Filmlänge gepresst werden muss, kann man eine gewisse Tiefe erreichen, die in diesem Genre vorher nicht existiert hat. So lief die TV-Serie Fear The Walking Dead ja ebenfalls an. Neue Charaktere erhielten Zugkraft durch die jeweils aktuelle "Besetzung", bis sie soweit integriert sind, dass alte Hauptcharaktere sterben können und die Neuen für den Leser oder Zuschauer die neue alte Gruppe ergeben.
Mit diesem Konzept könnte man das wahrscheinlich theoretisch endlos laufen lassen, bis die Urgruppe nur noch Erinnerung sind, aber man müsste für eine Fortführung im TWD-Universum den jeweiligen Start der Apokalypse erleben oder irgendwie eine Verbindung mit bisherigen Charakteren herstellen, sonst ist TWD nichts anderes mehr als die unzähligen anderen Zombiegeschichten und endet.

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Andi.Relok 03.07.2019, 20:19
2. Hmmmm

Mit der letzten Ausgabe verabschiedete sich bereits der langjaehrige Inker Stefano Gaudiano (seit Ausgabe 115) und davon abgesehen das eine GRAVIERENDE Ueberraschung in der Geschichte passierte (von der selbst der Autho meiner Meinung nach nicht wirklich ueberzeugt wirkte...) hatte man irgendwie das Gefuehl das noch mehr passieren wuerde.

Trotzdem, damit hab auch ich nicht gerechnet...

So long, war interessant genug geblieben, auch nach 192 Ausgaben!

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Grummelchen321 04.07.2019, 15:25
3. Die Serie

muss auch mal enden.Es wird sonst langweilig.

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hup 07.07.2019, 07:59
4. Das dürfte viel einfacher sein

Inzwischen ist das ganze zu einer Maschine geworden auf die Kirkman - nachvollziehbarer Weise - keine Lust mehr hatte. Und da er inzwischen reich ist muss er nicht im selbstgeschaffenen Hamsterrad laufen. Inzwischen gibt es von tausend Seiten und durch eine Hardcore Fankultur, die selbst wie eine militante Zombieherde wirkt, ziemlich extreme Erwartungen an die Story, insbesondere durch die TV Serie.
Auch aus der scheiden die Hauptdarsteller inzwischen bereits freiwillig aus - ein deutliches Zeichen, dass der Zenith überschritten ist. Auf dem Weg nach unten wird zwar noch kräftig ausgecasht, aber kreativ gesehen ist der Drops gelutscht. Wer auf dem sinkenden Schiff bleibt, dessen Karriere gerät in den Sog seines Untergangs. Und all diejenigen, die wirtschaftlich nicht mehr darauf angewiesen sind sagen sich deshalb inzwischen davon los und suchen neue Projekte - inklusive Kirkman.
Und das hat ja wirklich auch etwas gutes, ich traue dem Mann zu, noch gute Ideen in der Schublade zu haben, die nichts mit Zombiemetaphern zu tun haben. Jetzt ist der beste Punkt die Popularität zu nutzen, diese umzusetzen - der Erfolg ist ja fast garantiert. Die Zombienummer lief so lange (der ganze Hype, nicht nur TWD), die roch am Ende schon selbst etwas streng nach Zombie.

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