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Zukunft der Arbeit: Gebt den Leuten einfach das Geld
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Sie haben keine Lust mehr auf ihren Job? Sehr fortschrittlich von Ihnen. Das findet zumindest Rutger Bregman. In seinem Buch "Utopie für Realisten" plädiert er für eine Welt ohne Arbeit.

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dks4000 20.08.2017, 14:00
1. Kopfschütteln...

...über diese unsäglich dumme Debatte. Ein nicht zu widerlegendes Totschweigargument zu diesem kruden Trendthema (niemals irgendwo gesprochen und somit von mir hier zwangsläufig niederzuschreiben - und dann redet künftig über anderen Stumpfsinn):
Die Befürworteter propagieren, das bGE sei finanzierbar, weil alle anderen teuren Wohlfahrts- und Transferleistungen des Staates wegfallen.
Nein, nein, mitnichten!!! Es gibt da Draußen ein Heer von Transferleistungsbeziehern, die an Tag 2 nach Auszahlung bereits erneut hilfsbedürftig sind. Das ist so und wird immer so sein. Es gibt in jeder Gesellschaft einen Prozentsatz an hilfsbedürftigen, nicht geschäftsfähigen, kranken und zu unterstützenden Menschen. Ich will und ein Sozialstaat darf diese Gruppe nicht alleine lassen mit einem wie auch immer hohen bGE! Das bGE ist eigentlich asozial, wird aber von Leuten gehyped, die das mal wieder nicht begreifen.

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der_weisse_wal 20.08.2017, 14:05
2.

Man mag seine Augen davor verschließen, die Sonne scheint trotzdem vom Himmel.
Ohne Grundeinkommen und Neudefinition der Arbeit an sich wird es keine Zukunft geben. Die Alternative wäre uns ins Mittelalter zurück zu bomben, um der Automation zu entgehen und klassische Arbeitsplätze zu schaffen.

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peterbruells 20.08.2017, 14:30
3.

Zitat von dks4000
Nein, nein, mitnichten!!! Es gibt da Draußen ein Heer von Transferleistungsbeziehern, die an Tag 2 nach Auszahlung bereits erneut hilfsbedürftig sind.
Die dürfen dann gerne finanziell entmündigt werden.

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hansfri 20.08.2017, 14:32
4. "dks 4000" Sie wissen natürlich ganz genau wie der Hase läuft.

1. Kopfschütteln...
...über diese unsäglich dumme Debatte. Ein nicht zu widerlegendes Totschweigargument zu diesem kruden Trendthema (niemals irgendwo gesprochen und somit von mir hier zwangsläufig niederzuschreiben - und dann redet künftig über anderen Stumpfsinn): Die Befürworteter propagieren, das bGE sei finanzierbar, weil alle anderen teuren Wohlfahrts- und Transferleistungen des Staates wegfallen. Nein, nein, mitnichten!!! Es gibt da Draußen ein Heer von Transferleistungsbeziehern, die an Tag 2 nach Auszahlung bereits erneut hilfsbedürftig sind. Das ist so und wird immer so sein. Es gibt in jeder Gesellschaft einen Prozentsatz an hilfsbedürftigen, nicht geschäftsfähigen, kranken und zu unterstützenden Menschen. Ich will und ein Sozialstaat darf diese Gruppe nicht alleine lassen mit einem wie auch immer hohen bGE! Das bGE ist eigentlich asozial, wird aber von Leuten gehyped, die das mal wieder nicht begreifen.
Meine Antwort:
Warum ist der Eine klug, der Andere dumm, der eine Schöne, der Andere häßlich, der Eine reich, der Andere arm???? Zum allergößten Teil liegt es daran ob man Glück oder Pech hat. Die anderen Faktoren wie Erzeihung oder Umwelt geben nur noch einen kleinen Beitrag zum Lebensverlauf dazu.
Und was den Einfluss des Christentums zum Sinn der Arbeit anbelangt genügt ein Blick in die Bibel: "Im Schweiße deines Angesichtes sollte Du Dein Brot essen.....". Es ist Bestrafung! Und wer mehr wissen will über den protestantischen Arbeitsethos soll Max Weber lesen. Auch die Begrenztheit des freien Willens darf nicht vergessen werden. Zu empfehlen hierzu Wolf Singer.
Aber klar, wer auf der unteren Gesellschaftsstufe steht ist selber Schuld.
Ich glaube auch nicht, dass die Gesellschaft jedem ein gutes Mittelklasseleben ermöglichen kann. Aber es sollte jeder mindestens soviel haben, dass er eine anständige Behausung, gesundes Essen und Teilhabe am öffentlichen und kulturellen sich leisten kann. Und er soll nicht mit dem Gefühl der Minderwertigkeit leben, die er heutzutage immer mehr spürt.
Wem es gut bis besser bis am besten geht sollte nicht denken, dass er das vor allem sich selbst zuzuschreiben hat - er hat vorwiegend Glück gehabt.

I

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RainerCologne 20.08.2017, 14:34
5. @1 dks4000

Sie wissen scheinbar nicht, dass Geld vom Menschen erschaffen wurde. Es gibt unendlich Geld. Man drückt auf einen Knopf und es gibt 50 Millionen mehr. Man drückt auf einen anderen Knopf es gibt 1 Milliarde mehr... Lesen Sie sich mal ins Thema Schuldgeld und Giralgeld ein. Und die Kartoffel wächst auch ohne Geld. Das Rind wird auch ohne Geld groß. Die Erde schenkt uns alles umsonst.

Zum anderen: Es gibt durch aus Gesellschaften, wo es keine Armut gibt. Diese Gesellschaften haben aber keinen Kapitalismus.

Brecht wusste schon: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich. Das war 1934. 2017 haben Sie den Kapitalismus noch immer nicht verstanden. Es liegt am System, dass es weniger Gewinner (8) und viele Verlierer (3.500.000.000) gibt. Es haben übrigens 8 Menschen soviel Vermögen wie 50% der Menschheit. Alleine das zeigt doch schon Fehler im System.

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p.philippen 20.08.2017, 14:35
6. Ich hätte da mal eine Idee

Wie wäre es mit einer radikalen Vereinfachung des Steuersystems in Kombination mit einem bGE? Mein Vorschlag wäre es, die Differenz des Einkommens zu einem Betrag (sagen wir mal 2000€) durch Steuern zu 50% auszugleichen. Als Rechenbeispiel:

Einkommen 0€ -> 1000€ Grundeinkommen
Einkommen 1000€ -> 500€ Zuschuss -> 1500€ Netto
Einkommen 2000€ -> keine weiteren Zuschüsse/Abgaben
Einkommen 3000€ -> 500€ Steuern -> 2500€ Netto
Einkommen 4000€ -> 1000€ Steuern -> 3000€ Netto

Der Grundbetrag und die Quote können natürlich angepasst werden.

Die wesentlichen Vorteile sehe ich darin, dass jeder zum bGE hinzuverdiente € eine Steigerung des Nettoeinkommens zur Folge hätte und sich dadurch Arbeit und jede Steigerung des eigenen Einkommens lohnen würde. Auf der anderen Seite blieben alle Vorteile des bGE erhalten.

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ttvtt 20.08.2017, 14:35
7. Und wer macht dann die Arbeit?

Wer ein Grundeinkommen erhält, stellt sich nicht mehr an die Friteuse im Imbiss, trägt nachts Zeitungen aus, wühlt im Abwasserkanal rum, buckelt auf dem Bau. Es mag sein, dass Journalisten, Grafik- oder Modedesigner, Innenarchitekten vielleicht auch mit Grundeinkommen weiter "arbeiten" werden, aber ob jemand noch ehrliche Arbeit macht, wage ich zu bezweifeln. Viele Arbeiten werden nur aus finanzieller Not heraus getan.

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biber555 20.08.2017, 14:37
8. Finanzierung? Nachtschichten?

Fragt sich nur wie das finanziert werden soll und wie soll z.B. ein Gesundheitswesen funktionieren....wer macht denn freiwillig die Nachtschicht? Wer macht die unattraktiven Jobs? Wer strengt sich ueberhaupt noch an? Und finanziert das?
Leider nicht durchdachte Idee.

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Marut 20.08.2017, 14:38
9. Warum soviel Boshaftigkeit

Zitat von dks4000
...über diese unsäglich dumme Debatte. Ein nicht zu widerlegendes Totschweigargument zu diesem kruden Trendthema (niemals irgendwo gesprochen und somit von mir hier zwangsläufig niederzuschreiben - und dann redet künftig über anderen Stumpfsinn): Die Befürworteter propagieren, das bGE sei finanzierbar, weil alle anderen teuren Wohlfahrts- und Transferleistungen des Staates wegfallen. Nein, nein, mitnichten!!! Es gibt da Draußen ein Heer von Transferleistungsbeziehern, die an Tag 2 nach Auszahlung bereits erneut hilfsbedürftig sind. Das ist so und wird immer so sein. Es gibt in jeder Gesellschaft einen Prozentsatz an hilfsbedürftigen, nicht geschäftsfähigen, kranken und zu unterstützenden Menschen. Ich will und ein Sozialstaat darf diese Gruppe nicht alleine lassen mit einem wie auch immer hohen bGE! Das bGE ist eigentlich asozial, wird aber von Leuten gehyped, die das mal wieder nicht begreifen.
Die Menge der fast schon Schimpfworte , die der Forist benutzt, die fast schon beleidigende Bewertung derjenigen, die sich mit so etwas positiv beschäftigen, zeigt mir doch, dass es ihm hier mehr um die Verteidigung einer Ideologie geht, als um die ernst zu nehmende Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Auch die ablehnenden Argumente im letzten Absatz leitet er aus dem momentan destehenden Systems ab,berücksichtigt aber nicht, dass eine Veränderung der "Arbeitswelt" ja auch einen Teil diese Argumente in Frage stellt.
Genauso, wie er die Veränderung der Rolle der Arbeit in der Gesellschaft für unveränderbar annimmt, übersieht er, dass ein Teil dieser Debatte gerade dadurch wieder hochkommt, weil die Kapitalismus- Arbeitsorientierte Welt gerade deutlich zeigt, dass sie so nicht weiter funktioniert, bzw. zunehmend immer mehr nur noch auf Kosten anderer.
Mit etwas weniger reflexartiger und aggressiver Spontanreaktion auf solch ein Thema und etwas mehr Auseinandersetzungsbereitschaft und Neugier, wäre diesen sehr zukunftrelevanten Thema erheblich mehr gedient.

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