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Zukunftsanalyse: Was nach der Leistungsgesellschaft kommt
DPA

Bedingungsloses Grundeinkommen und wahre Gleichstellung: Deutschland könnte auf der Schwelle zu einem neuen Zusammenleben stehen. Warum, erklärt ein entwicklungspsychologisches Konzept.

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leberhart 10.02.2019, 08:25
180. Oh ihr Kleingeistigen

An alle, die so sehr auf ihrem Leistungsprinzip beharren:
1. Immer mehr, vor allem junge, Menschen denken kritisch darüber nach, ob es das wert ist, das eigene Leben"wegzuschmeißen", nur um sich einen Porsche kaufen zu können.
2. Die Verteilung wird immer ungerechter oder zumindest wird es den Leuten bewusster. Dadurch schwindet der Reiz sich für die Dividenden aufzuopfern.
3. Wer sagt denn, dass von Kategorie 7 keiner mehr arbeiten will. Stundenreduzierung oder "ich komme doch aus mit meinem Geld, wozu Karriere?" gehen doch auch.
?4. Bitte mal R.D. Precht bei YouTube eingeben.

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koech 10.02.2019, 08:27
181. Ichismus

Hey! Waren wir uns nicht schon mal einig, die Menschen NICHT nach ihren elterngegebenen Eigenschaften auseinanderzusortieren? Nasenform, Kopfgröße, Augenstellung, Haarfarbe, Hautfarbe, Geschlecht ... jetzt also das "Ich"???

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benj.will 10.02.2019, 08:29
182. Der Mensch lernt nicht dazu

Interessant, wie alternative Lebensmodelle bei den Leuten hier sofort auf Widerstand stoßen. Damals fragte ich mich, wieso die Menschen im Mittelalter es tolerierten und praktizierten, anders denkende auf den brennenden Holzhaufen zu werfen. Heute wird, zumindest hierzulande, niemand verbrannt, aber dennoch an den Pranger gestellt, wenn auch nur ein alternativer Gedanke aufkommt, der von der bekannten Situation abweicht. Demnach wundert mich die Lebenseinstellung mancher Leute in früheren Zeiten keineswegs.

Die meisten Kommentare spiegeln die Angst der Menschen vor Veränderung wider. Neues, fremdartiges ist bedrohlich und muss abgelehnt, im Zweifel bekämpft werden.

Aber das schöne daran: Veränderung geschieht unabhängig von den 'weisen Leuten', die ihr Leben lang den Untergang der Gesellschaft in die Zukunft projizieren :-)

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Outdated 10.02.2019, 08:29
183. und wieder einer

der seine persönlichen Wünsche für eine Zukunft ohne jedes ernsthafte Studium des Menschen oder der Geschichte in den Wind schreibt.
traurig für uns alle, denn wer nicht bereit ist zu lernen scheitert immer wieder und wer genügend von seinem Quark überzeugt...

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geilundgemein 10.02.2019, 08:30
184. es gibt keine lineare Entwicklung

So interessant dieser Essay auch war, die Theorie dahinter unterstellt, dass sich die Gesellschaft quasi zwangsläufig in eine Richtung entwickelt. Dem ist aber nicht unbedingt so. vielmehr laeuft die gesellschaftliche Entwicklung in Zyklen ab, und auf liberale Phasen, wie in den 20ern und den 90er und Nuller Jahren folgen Phasen, wo die Normen rigider sind. in so eine Phase scheinen wir langsam wieder reinzulaufen

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kuac 10.02.2019, 08:32
185.

Zitat von curiosus_
.....Der Artikel hier sieht mir doch etwas zu sehr nach "wir sind die Guten, und die Zunkunft ist mit uns" aus - Blasen-Journalismus für die Peer-Group
Jede Zeitung ( auch jede politische Partei) hat ihre eigene Peer-Groups. Es sind die Abonnenten bzw. Mitglieder.

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mr_stagger_lee 10.02.2019, 08:40
186. vom Mensch zum Über-Ich

Interessantes Konzept. (...) "dann sollten führende Politiker und obere Führungskräfte sich am besten schon auf Stufe E8 befinden". Also geht es doch um eine Hierarchie! Um eine moralische Bewertung von Menschen. Scientology hat ein vergleichbares System, wenn auch ein paar Unterschiede bestehen. Nur werden die Grünen dort nicht als E7 und damit höchste Klasse (oder Kaste?) bezeichnet. Wenn jemand ehrlich ist erkennt er alle Aspekte von E1-E7 in sich und jeder kann sich an mindestens eine Situation erinnern, in der er von seiner Umwelt als solches wargenommen wurde.

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ruhrpottsonne 10.02.2019, 08:40
187. Theorie und Praxis

Wenn man die Methoden der IchEntwickungstheoretiker betrachtet, stõßt man sehr schnell auf die Schwachpunkte ihrer Untersuchungen. Bewertet werden relevante Äußerungen in Satzergänzungstests und kein eigentliches Handeln. Was man sagt, entspricht allerdings sehr häufig so gar nicht der letztendlichen Handlungslogik. Desshalb ja auch der alte Spruch: an den Tagen sollt Ihr sie messen. Würde ich das Handeln der Menschen beobachten und bewerten, wäre das Ergebnis vermutlich, daß die Mehrheit nicht über E3 hinausgewachsen ist.

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newdealsozialstaat 10.02.2019, 08:43
188.

Zitat von spmc-12355639674612
Ich zitiere: "Der Wandel der Arbeitswelt durch Künstliche Intelligenz, Robotik und Automatisierung kann im besten Fall die Produktivität von Volkswirtschaften so stark erhöhen, dass die Regierungen sich ein bedingungsloses Grundeinkommen für ihre Bürger leisten können." Roboter und Software verrichten die Arbeiten, die sich automatisieren lassen. Das Problem ist dann allerdings, dass die Softwareentwickler die Weltherrschaft übernehmen werden, falls sie das nicht schon längst getan haben. Aber nehmen wir z. B. die aristokratischen Gesellschaften des 15. bis 18. Jahrhunderts: Damals investierten die, die das Geld hatten, einen großen Teil ihres Geldes in ... Schönheit, also in Kunst, schöne Gebäude und herrliche Parkanlagen. Die Ergebnisse können Sie in Versailles, in Florenz und Venedig, in den sächsischen Schlössern, in München, am Chiemsee etc. bewundern. Dieser ästhetische Aspekt des Menschen ist in den Jahren der Industrialisierung bis heute ein wenig verlorengegangen. Wir sollten ihn wiederbeleben.
Dazu braucht man keine Reichen. Franklin Delano Roosevelt's progressiver New Deal hat unzählige Künstler im Rahmen des Public Works of Art Projects subventioniert und Kunstprojekte initiiert, im Rahmen der WPA (Works Progress Administration) wurden in wenigen Jahren mehr als 1700 Parks geschaffen, aber auch Museen, Bibliotheken, Spielplätze, und vieles mehr..........

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kuac 10.02.2019, 08:45
189.

Zitat von curiosus_
Es gibt nicht nut...quantitatives Wachstum. Das gibt es immer nur kurzfristig, nennt sich logistisches Wachstum. Ganz im Gegenteil, das wesentliche ist qualitatives Wachstum. Das macht uns die Evolution schon seit Jahrmilliarden vor.
Die Evolution begünstigt ja nur die überlebensfähigeren. Ein knallhartes Selektionsprinzip.

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