Forum: Kultur
Zukunftsanalyse: Was nach der Leistungsgesellschaft kommt
DPA

Bedingungsloses Grundeinkommen und wahre Gleichstellung: Deutschland könnte auf der Schwelle zu einem neuen Zusammenleben stehen. Warum, erklärt ein entwicklungspsychologisches Konzept.

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freeclimber 10.02.2019, 09:54
220. Die grosse Umverteilung

Mit dem Verweis auf die Summe der Sozialausgaben hierzulande von ca 918 Milliarden wird auch in diesem Forum behauptet, dass ein monatliches Bürgergeld von mehr als 900 Euro problemlos finanzierbar sei. Dabei werden Äpfel mit Birnen verglichen! In den Sozialausgaben sind Leistungen der Renten-, Kranken-, Pflege- und Unfallversicherungsträger enthalten. Leistungen, nicht Einnahmen! Die solcherart von einigen Foristen ermittelten 933 Euro monatlich, die an Hinz und Kunz hierzulande verteilt werden sollen, Stammen somit in erster Linie aus den Rentenkassen und aus den Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen. In diesem Gedankenspiel heilen sich die Menschen hierzulande dann mit Gänseblümchentee und pflegen sich bei Bedarf einfach selber oder?

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Beat Adler 10.02.2019, 09:55
221. Was ist wichtig? Das Fuehren der Debatte ueber unsere nahe Zukunft!

Was ist wichtig? Das Fuehren der Debatte ueber unsere nahe Zukunft! Das ist viel wichtiger, wie das Einteilen der Personen in Kategorien, wir Alle sind schliesslich von der nahen Zukunft betroffen, werden geradezu davon uberrollt!

Die Debatte ist zu fuehren, auf allen Ebenen: Kindergarten, Schule, am Ausbildungsplatz, in der Uni, in allen Gemeindeverwaltungen, im Parlament, in allen Medien, bei den Mitgliedern der Regierung, Gewerkschaften, dem Kaninchenzuechterverein. Schlicht bei Allen, mit Allen, durch Alle! Selbst im Stadion, auch denn wenn die Bayern gerade am Gewinnen sind;-)

Es gibt zu diesem Thema, Industriegesellschaft 4.0, das noch vor 2035 brennend heiss wird, keine "Wahrheiten", erst Recht keine Absoluten, keine Dogmen, keine Axiome, Religion hilft auch nicht! Das Einteilen in verschiedene Ichs hilft auch nicht! Die Debatte ist offen. Ausgang ungewiss.

Nur Eines ist sicher: Ohne Anpassung fliegt die Gesellschaft auseinander.

Wie sehen die besten Regierungsformen der freiheitlich-rechtsstaatlichen Demokratie im Zeitalter der Industriegesellschaft 4.0 aus?

Der Ersatz der Demokratie durch GAFA ist, fuer mich persoenlich, KEINE wuenschenwerte Loesung!
mfG Beat

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Reba12 10.02.2019, 09:57
222. Ins Schwarze getroffen

Ein elektrisierender Beitrag. Beim Lesen wurden die Zusammenhänge auf einer anderen Ebene klar. Endlich mal eine Betrachtung die sich behebt. Nur so können wir weiter denken und uns nicht immer nur im Kreis drehen. Die Vielzahl der Kommentare zeigt ja das große Interesse daran. Vielen Dank

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zauberer2112 10.02.2019, 10:00
223. Da gibt es nur mehrere Probleme

Nicht alle sind auf dem gleichen Level - wie soll das dann z. B. mit Zuwanderung funktionieren? Das wäre ja geradezu ein MUSS zur Abschottung, obwohl es den eigenen Werten widerspricht. Ganz abgesehen davon stellt sich die Frage, ob diese Fortentwicklung auch ein Fortschritt ist. Da haben nicht nur Anhänger von Trump oder AfD ihre Zweifel, s.o. Und auch eine Masse von Idealisten muss geführt werden, sonst herrscht bald Anarchie. Und wie lassen die sich am besten führen? In einer Diktatur. Fragen über Fragen, aber man wird ja noch mal träumen dürfen...

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Beat Adler 10.02.2019, 10:06
224. Warum sollen Regierungen viel Geld haben?

Zitat von MarkusW77
der Part mit, was machen die Regierungen mit dem vielen Geld, welches durch KI, Robotik usw verdient wird, war lustig. Als wenn die Firmen dann mehr Steuern zahlen würden, als heute mit Arbeitnehmern. Sie Apple und Co. Die gehen mit einem Briefkasten nach timbuktu, und die jeweilige Regierung guckt zu, weil ja sonst die letzten beiden Arbeitsplätze auch noch gestrichen würden.
Warum sollen Regierungen viel Geld haben?

Ist eine Regierung mit wenig Geld nicht viel effizienter?

Warum sollen Steuern gezahlt werden, und von wem, wenn die Automaten und Roboter, die das Zeugs herstellen in China produzieren? Wer geht nach China und holt dort die Steuern ab?

Arbeit, so wie sie heute definiert wird, gibt es in der Industriegesellschaft 4.0 kaum noch. Heute haengt aber Alles daran: Loehne, Gehaelter, Pensionen, Steuern, Abgaben, Krankenversicherung, Arbeitslosengelder, etc. etc.

Das "arbeitslose" Zeitalter stellt dies auf den Kopf. Wir Menschen, ob in Ich-Kategorien eingeteilt oder nicht, stehen also Kopf!

Die Fragen, die sich dazu stellen, sind:

Wer reguliert besser? Der Staatsapparat oder seine Einwohner? Die Regierungsform des Proporzes oder des Mehrheitswahlrechtes oder die Basisdemokratie?

Unter welchen Umstaenden sind Regulierungen durch eine Regierung und ihr Parlament unabdinglich und wo sind sie nicht angebracht?

Wie sehen die besten Regierungsformen der freiheitlich-rechtsstaatlichen Demokratie im Zeitalter der Industriegesellschaft 4.0 aus?

Diese Fragen MUESSEN beantwortet werden!
mfg Beat

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newdealsozialstaat 10.02.2019, 10:06
225.

Zitat von krautrockfreak
Vorteil interessiert und deshalb wird es immer so sein, dass auch die Masse nach dem eigenen Vorteil strebt. Alles andere ist ein netter Gedanke, wird aber niemals funktionieren.
Nur, was ist denn der eigene Vorteil? Ist der eigene Vorteil tatsächlich nur materieller Zugewinn? Dem widersprechen Erkenntnisse im Bereich behavioural economics, die immer wieder zeigen, daß der Mensch vor allem an seiner relativen Position in der Gruppe interessiert ist, und eben nicht einfach an der Maximierung materiellen Konsums.
Seit Thorstein Veblen beginnen wir zu begreifen, daß conspicuous consumption oder Statuskonsum ein Nullsummenspiel ist, weil zwar der notwendige materielle Aufwand zur Signalisierung des eigenen sozialen Ranges beständig zunimmt, dadurch aber nichts gewonnen wird, schon gar keine Lebensqualität. Alle konkurrieren vielmehr über ihren Konsum, und alle müssen immer mehr materiellen Aufwand betreiben, um ihre relative gesellschaftliche Position auch nur beizubehalten. Im Grunde ist es ein Negativsummenspiel, denn dabei werden öffentliche Güter wie eine intakte Natur und Lebensqualität vernichtet, sozialer Druck und sozialer Streß erhöht, das Wohlbefinden gemindert.
Der nach seinem Vorteil strebende Mensch täte also gut daran Vorkehrungen für eine gleichere und aufgeklärtere Gesellschaft zu treffen, die sich nicht in ruinösen Negativsummenspielen selbst vernichtet.

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Mara Cash 10.02.2019, 10:10
226. Entlassungen

Zitat von itgamer
Somit Müsste jeder der auf dem Arbeitsplatz nix bringt.. entlassen werden...Im leben sollten jede verfehlunge mit voller Härte bestraft werde....das was für Migranten dann Gilt , gilt dann für alle...willst du solch ein System, für dich selbst ? Sobald du nix mehr taugst wirst du aussortierst
Sie übertreiben. Natürlich wird jeder, der in seinem Beruf nichts bringt, irgendwann entlassen werden. Dieses System existiert längst und es gilt natürlich auch für mich selbst.

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mars55 10.02.2019, 10:10
227. Man kann

Zitat von Schartin Mulz
aber ausgerechnet die Grünen auf der höchsten Entwicklungsstufe zu sehen, ist ja wohl ein wenig absurd. Habe ich mich denn so sehr getäuscht, wenn ich gerade dort z.B. ein ausgeprägtes Freund-Feind-Denken erkannt habe. Eine Dogmatik, die andere Meinungen nicht akzeptiert? Und einen großem Opportunismus, wenn ich z.B. bedenke, dass die Grünen selbst mit der CSU koalieren wollten? Überhaupt, wenn ich so die Diskussionen verfolge, ist es doch gerade ein Zeichen unserer Zeit, dass Argumente Andersdsenkender überhaupt nicht in die eigene Betrachtungsweise einbezogen werden. Ob das jetzt in Fernsehtalkshows ist oder nur hier im Forum. Ein ausgeprägtes Freund-Feind-Denken prägt den Diskurs. Entweder der andere ist meiner Meinung oder er ist wahlweise linksgrünversifft oder ein Nazi.
man kann natürlich immer alles negativ auslegen bei den Grünen. Aber Ihr Beispiel zeigt doch zumindest mir, dass die Grünen eben doch über ihre eigenen ideologischen Grenzen hinaus Bündnisse (hier ihr Beispiel CSU) eingehen können und wollen, um ihre Ziele zu erreichen. Sie nennen es Opportunismus. Ich nenne es Gelegenheit und Chancen über den eigenen Suppentellerrand hinaus neue Perspektiven zu entwickeln.
Die bisher in der Vergangenheit gegensätzlichen Lager haben die Chance ins Gespräch zukommen und von einander zu lernen.
Das passt eigentlich nicht in Ihr eigenes Chema des Freund.Feind-Denken, welches Sie den Grünen unterstellen.

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Beat Adler 10.02.2019, 10:13
228. Abschottung in einer voll globalisierten Welt? LOL

Zitat von zauberer2112
Nicht alle sind auf dem gleichen Level - wie soll das dann z. B. mit Zuwanderung funktionieren? Das wäre ja geradezu ein MUSS zur Abschottung, obwohl es den eigenen Werten widerspricht. Ganz abgesehen davon stellt sich die Frage, ob diese Fortentwicklung auch ein Fortschritt ist. Da haben nicht nur Anhänger von Trump oder AfD ihre Zweifel, s.o. Und auch eine Masse von Idealisten muss geführt werden, sonst herrscht bald Anarchie. Und wie lassen die sich am besten führen? In einer Diktatur. Fragen über Fragen, aber man wird ja noch mal träumen dürfen...
Abschottung in einer voll globalisierten Welt? LOL

Keine Auslaender rein und keine Staatskarossen mit dem Stern raus! Das ist Abschottung.

Wenn jeder Staat wieder zur egoistischen Nation wird, nur Buerger mit der eigenen Staatsangehoerigkeit bei sich zu Hause haben will, marschieren wir zurueck in die unsaeglichen Zeiten der Konflikte und Kriege!
mfG Beat

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eichenbohle 10.02.2019, 10:14
229. Kenne ich doch irgendwie.

Klingt nach kommunistischer Utopie, wie schon von Marx, Lenin und den Linken des 20. Jahrhunderts propagiert wurde.
Da gibt es aber noch ein Problem: Die Pfeffersäcke, die auf Teufel komm raus nicht mal einen Fingernagel und damit auch nur ein Stück ihrer Macht freiwillig hergeben würden.

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