Forum: Kultur
Zukunftsanalyse: Was nach der Leistungsgesellschaft kommt
DPA

Bedingungsloses Grundeinkommen und wahre Gleichstellung: Deutschland könnte auf der Schwelle zu einem neuen Zusammenleben stehen. Warum, erklärt ein entwicklungspsychologisches Konzept.

Seite 32 von 47
wahrsager26 10.02.2019, 11:49
310. An Beat Adler. Nr275

Dank für Antwort,doch sie ist nicht zutreffend.Grautöne sind Ihnen nicht geläufig? Mit Abschotten wird meiner Ansicht nach nicht gemeint,das die Tür zuzunageln ist.Gehen Sie mal in die Zeit vor 2015.Eine Firma wie Siemens hatte in allen Staaten der Welt Vertretungen schon in den Sechziger Jahren .Sie erkennen nicht,das etwas forciert wird,herbeigeführt wurde und wird ? Das ist ein Überspringen des natürlichen Wachstums und einer in dich gefestigten Weiterentwicklung.Danhe

Beitrag melden
spmc-12355639674612 10.02.2019, 11:51
311. In Berlin

Zitat von freeclimber
Über die Berliner StartupSzene können Sie zum Thema Fakekultur zur Zeit einige interessante News lesen. Erinnert stark an Dotcom! Stolz muss man darauf nur bedingt sein. Investieren Sie lieber im leisen München oder Stuttgart! Da ist es nachhaltiger.
sind erstens die Renditen höher und zweitens hat Berlin noch weit mehr Luft nach oben als München - Hauptstadt geht immer. Außerdem als kleiner Tipp: Sie dürfen nie dort investieren, wo alles schon aus Gold und Marmor ist, sondern dort, wo alles heruntergekommen ist, die Gegend aber hohes Potential hat. Berlin Wedding ist ein gutes Beispiel: 2012-2014 konnten Sie sich dort billig einkaufen. Schauen Sie die Preise heute an. Zwar immer noch günstiger als München, dafür in den letzten 5 Jahren viel stärker gestiegen.

München ist jedoch vergleichsweise langweilig: Dort gehen nur Leute hin, die es sich leisten können, es gibt kaum diese kreative Subkultur wie in Berlin, die man unbedingt benötigt, um neue Produkte zu entwickeln und Märkte zu erschließen. Dass in der Startup-Szene immer wieder evolutionär korrigiert wird und es viele Kreative gibt, die von Kalkulation und Buchhaltung weder etwas halten noch verstehen, ist ein alter Hut. Die Dotcom-Blase ist aus anderen Gründen geplatzt, im Wesentlichen, weil zwar die Technik o.k. war, aber Inhalte fehlten. Inzwischen ist dieser Makel behoben und Dotcom funktioniert.

Aber keine Angst: Ich wohne in Oberbayern und bin in Berlin hauptsächlich als Immobilieninvestor unterwegs.

Beitrag melden
ruhepuls 10.02.2019, 11:51
312. Schlaraffenland?

Zitat von ds10
Vom Himmel fallen werden sie nicht, aber ab einem bestimmten Punkt der KI-Entwicklung können vorhandene Maschinen, neue Maschinen bauen. Das wird ja gerade heiß diskutiert in der Philosophie, ob das eine gute Idee wäre Maschinen zu bauen, die Entscheidungen treffen, die wir nicht nachvollziehen können, weil die Maschinen intelligenter sind als Menschen. Man würde sich darüber kaum Gedanken machen, wenn die Möglichkeit dazu nicht im Raum stehen würde. Ziehen Sie also in Betracht, dass die Menschheit auf dem Weg ist, ihre eigene Arbeitskraft überflüssig zu machen, im Grunde genommen ein Traum vieler Generationen, die verdammte Maloche loszuwerden. Erst der Mensch des Industriezeitalters ist dermaßen auf Erwerbsarbeit gepolt, dass ihn der Wegfall der Erwerbsarbeit den Angstschweiß auf die Stirn treibt und zwar nicht nur weil angenommen wird, dass man dann kein Geld mehr hat, sondern auch nicht mehr weiß, was man mit dem Tag anfangen soll.
Ich nehme an, Sie kennen die Geschichte vom Schlaraffenland? Damals - Nahrung war knapp und nur unter Schweißeinsatz zu erlangen - träumten die Menschen vom Schlaraffenland, wo einem die gebratenen Tauben in den Mund liegen und der Wein in Bächen fließt, so dass man sich nur bücken braucht. Ansonsten konnte man faul herumliegen.

Nun, das haben wir heute fast erreicht. Die Kühlschränke sind voll, die Bäuche dick - und ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten füllen die Arztpraxen, Kliniken - und Friedhöfe..

Alles hat Vor -und Nachteile. Hunger kennen wir heute nicht mehr, dafür machen wir Däten, schlucken Pillen und hoffen, dass uns der Infarkt nicht zu früh erwischt.

Vielleicht werden wir uns mal nach der Maloche sehnen, die uns zwar oft nervte, aber auch Struktur gab - und Sinn.

Drogen dürften in ihrer "schönen neuen Welt" sicher ein Verkaufs- (sorry Verteilungs-)schlager werden.

Beitrag melden
ds10 10.02.2019, 11:53
313.

Zitat von im_ernst_56
"Erst der Mensch des Industriezeitalters ist dermaßen auf Erwerbsarbeit gepolt, dass ihn der Wegfall der Erwerbsarbeit den Angstschweiß auf die Stirn treibt und zwar nicht nur weil angenommen wird, dass man dann kein Geld mehr hat, sondern auch nicht mehr weiß, was man mit dem Tag anfangen soll." Das ist Unsinn. Der Mensch hat für Unterkunft und Nahrung immer hart arbeiten müssen, und zwar härter als vor der industriellen Revolution. Die hat - im Ergebnis - das Leben erleichtert. Die Menschen haben früher, vor Beginn des 19. Jahrhunderts, von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gearbeitet, allenfalls der Sonntag war frei (jedenfalls zum Kirchgang!), allein für's nackte überleben. Urlaub war ein Fremdwort. Es ist immer wieder erstaunlich, wie wenig Geschichtskenntnisse Menschen haben, die hier mit Inbrunst irgendwas behaupten. Schalten Sie mal den Rechner aus und gehen Sie ins Museum !
Ja und? In wie weit widerspricht das dem was ich geschrieben habe? Außer einem Ad-hominem-Angriff kann ich Ihren Ausführungen nichts entnehmen. Zeigen Sie mir doch bitte die Stelle auf, an der ich behauptet habe, die Menschen hätten früher nicht hart arbeiten müssen. Wenn Sie meinen Beitrag verstanden hätten, anstatt mich persönlich als unwissend anzugreifen, dann würden Sie erkennen, dass ich genau das Gegenteil von dem was Sie mir unterstellen geschrieben habe.

Beitrag melden
haiti 10.02.2019, 11:53
314. Evolution

Nur ml zur Klärung: survial of the fittest bedeutet mit das überleben des Stärkeren, sondern des am besten Angepassten. Erfolgreich sind Gemeinschaften dann, wenn sie Kooperationen eingehen. Das wusste schon und meinte auch Darwin und in Folge auch Humboldt, etc.

Beitrag melden
ruhepuls 10.02.2019, 11:54
315. Wenn das "Ich" nicht mehr so wichtig ist, was dann?

Zitat von ontwoone
Wir leben bereits zu viel im Zentrum unseres Ichs und denken es wäre Selbstbewusstsein. Dabei ist es unser größtes Hindernis für eine echte Entwicklung, wenn wir unseren Fokus zu stark auf unsere persönlichen Bedürfnisse richten. Mein Hunger, mein Zorn, mein Neid, mein Verlangen, mein Recht, mein Glaube, mein Gefühl, mein Ziel, mein Sein, meine Angst...! Narzissmus ist nicht nur das ständige Betrachten meines Äußeren. Erst wenn jeder Einzelne sich vornimmt ein wichtiger und verantwortungsvoller Teil des Ganzen zu sein, werden wir Menschen uns aus unserer evolutionären Pubertätsphase heraus entwickeln und erwachsen werden und den Blick von innen wirklich nach aussen richten. In den sozialen Medien hat man übrigens keinen Blick nach aussen, sondern in fremde Ichs hinein. Ein erster und sehr ernster Blick nach Aussen sollte jetzt sofort auf unsere Welt gerichtet werden. Bevor wir uns darauf einigen, wie wir leben wollen, sollte wir klären, wo wir leben wollen. Wenn wir weiterhin unseren einzigen Planeten den wir haben kaputt machen, wird unser nächstes Lebensmodell das pure Überleben werden. Das ist dann wieder E1: ich zuerst!
Früher war der Stamm (die Gemeinschaft) wichtiger als der Einzelne, weil der Einzelne ohne die Gemeinschaft nicht überlebensfähig gewesen wäre. Heute geht es auch ohne Gruppe - und das Ergebnis ist zunehmender Egoismus, der - durch den Wohlstand - meist auch Hedonismus ist.
Was aber soll einem "Ich" wichtiger sein als eben das "Ich", wenn die Gemeinschaft nicht mehr wichtig ist?

Beitrag melden
wahrsager26 10.02.2019, 11:55
316. An danoli. Nr270

Vorsicht mit dem Vorwurf zu träumen! Man kann nicht unbedingt in die Zukunft sehen was kommen wird,es sind bestenfalls Annahmen .Erschreckend ist es aber zu sehen,wie recht man hatte mit Einschätzungen zur Politik,Wirtschaft und anderem.Eine Rückschau,so man nicht vergesslich ist,auch bei seinen Ansichten, zeigt nur eines: die Wahrscheinlichkeit ist groß, sehr groß,das vieles hier genannte entweder wirklich Fantasterei ist ,unfinanzkerbar ist,dem menschlichen Wesen zuwiderläuft und damit so nicht kommen wird .Iffenbar hat der Mensch in Teilen sein Wesen nicht begriffen .Danke

Beitrag melden
wahrsager26 10.02.2019, 12:01
317. An ds10. Nr282

Dank für Antwort! Ja,die Philosophie....Den Traum fernab der Maloche gibt es sein wann? Seit ewigen Zeiten .....und noch jede Weiterentwicklung brachte was bitte? Wobei eines zu fragen wäre: was ist Selbstverwirklichung ? Gibt es die in der Arbeit vielleicht? ( bei mir ist das so ) .Eigenarten des einzelnen und Charakterzüge lassen sich doch nicht vereinheitlichen ,Empfindungen gleichschalten.Danke

Beitrag melden
curiosus_ 10.02.2019, 12:01
318. Na ja, ein...

Zitat von Immanuel K.
...die diese Thesen in Bausch und Bogen ablehnen, können vermutlich nicht rechnen - oder haben zumindest noch nie was von Grenzwertrechnung gehört: wenn man nämlich die ständige Produktivitätssteigerungen zu Ende denkt, dann produziert zuletzt einer Alles - die Idee, dass einfach immer mehr produziert wird, also, dass die Produktionerhöhung größer ist, als die Produktivitätssteigerung, funktioniert in einem geschlossenen System natürlich auch nicht. und im Übrigen, selbst wenn das begrenzt möglich wäre, dann müssen die Dinge ja auch an jemanden verkauft werden (nach Stand des heutigen Wirtschaftssystems). - Statt zu produzieren, könnten wir uns natürlich gegenseitig Dienstleistungen verkaufen, wie z.B.: Hamburger, die Fingernägel machen oder Jogakurse... Der m.E. einzige Ausweg ist, dass wir unser Verhältnis zum Wert der Arbeit neu bemessen - so wie im Artikel beschrieben.
...etwas verengtes Blickfeld. Verengt rein aufs quantitative. Das wesentliche Wachstum ist qualitativ, und das ist mit einer irgendwie gearteten "Grenzwertrechnung" gar nicht betrachtbar. Ganz einfach deshalb, weil es mit neuen Erkenntnissen zu tun hat. Und die entziehen sich nun mal prinzipiell einer mathematischen Betrachtung (außer man ist der Meinung alles wäre vorherbestimmt).

Beitrag melden
ruhepuls 10.02.2019, 12:03
319. Politische Korrektheit nicht mit Überzeugung verwechseln...

Zitat von enfield
Das kann nicht das Ziel sein und ist es ja auch nicht. Wie im Artikel beschrieben, geht es nur um Schwerpunkte und nicht um ein Ranking. Unabhängig von den hier definierten Ich-Entwicklungsstufen, neigen die Menschen halt grundsätzlich zum kompetitiven Vergleich. Möglicherweise weniger bei mehr E8...aber das zu begreifen würde dann wieder deutliche Tendenz zu E8 bedingen...usw. ;-) Man sieht das ja auch viel deutlicher bei der Intelligenz: Körperliche Defizite werden mittlerweile in der Breite nicht mehr negativ bewertet, mangelnde Intelligenz (“Dummheit”) führt unmittelbar zu Ausgrenzung und Diskriminierung - gesellschaftlich weitgehend ungeächtet, ja sogar befürwortet. Grundsätzlich denke ich, dass es eine klitzekleine E8(+) Gesellschaft mittlerweile gibt, angeführt (obwohl es da vermutlich keine Anführer mehr gibt) von Gates, mit prominenten Mitgliedern wie Brin, Musk, Bezos gibt sich Mühe... und noch viele andere, bekannte und unbekannte Menschen. Zuckerberg aber z.B. (noch lange) nicht. Unermesslicher privater Reichtum ist momentan hilfreich zur Entstehung dieser E8-Zelle aber keine Zugangsvoraussetzung. Diese Menschen leben schon jetzt in der bevorstehenden Welt ohne Geld. Bis wir alle dahin kommen, vergehen aber leider noch einige Dekaden oder gar Jahrhunderte - auch wenn wir wohl kurz vor dem technologischen Durchbruch sind um zumindest mal alle Menschen zu ernähren, wird das schwerste sein, die reaktionären Kräfte zu bezwingen - es wird aber wohl irgendwann passieren :-)
Verwechseln Sie politische Korrektheit (so tun als ob) nicht mit echter Überzeugung. Sobald uns einer "verfängliche" Fragen stellt (wie: Sind sie für Gleichberechtigung? Sind Sie für Umweltschutz? Sollen Behinderte gleiche Arbeitschancen haben?) mutieren wir zum "Heiligen". An der Supermarktkasse allerdings sieht es dann anders aus. Da sind die "Biokäufer" eine Minderheit. Die Autofirmen melden steigende Verkaufszahlen von PS-starken Autos - und wenn ein Altenheim oder ein Kindergarten gebaut werden soll. bildet sich sofort eine Bürgerinitiative, die "wegen des Lieferverkehrs" dagegen protestiert. Ähnliches gilt für den Umgang mit Behinderten.

Wir heucheln heute einfach mehr als früher, weil wir wissen, was man von uns erwartet. Schauen Sie in die USA, die haben schon viel länger Erfahrungen mit "political correctness". Auf den ersten Blick sind die Leute in der Regel super freundlich. Kaum jemand wird da beispielsweise einen Ureinwohner ("Indianer") offensichtlich ablehnen. Aber wenn man sie näher kennt, dann lassen sie auch mal die Sau raus - und dann klingen da ganz andere Töne an.

Und das ist bei uns nicht anders. Oder woher denken Sie kommen die "man wird doch noch sagen dürfen"-Äußerungen?

Beitrag melden
Seite 32 von 47
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!