Forum: Kultur
Zukunftsanalyse: Was nach der Leistungsgesellschaft kommt
DPA

Bedingungsloses Grundeinkommen und wahre Gleichstellung: Deutschland könnte auf der Schwelle zu einem neuen Zusammenleben stehen. Warum, erklärt ein entwicklungspsychologisches Konzept.

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tom2strong 10.02.2019, 12:16
330. Jesus E10 - Merkel E8

E10 - Fließende Stufe
Bedürfnis, Dinge und Personen zu bewerten, wird aufgegeben. Verschmelzen mit der Welt, kein weiteres Festhalten, sondern sich auf den Fluss der Dinge einlassen. Spielerische Abwechslung zwischen Ernst und Trivialem, Ineinanderübergehen unterschiedlicher Bewusstseinszustände, Denken in Zeitzyklen und historischen Dimensionen, volles Akzeptieren von Andersartigkeiten und Menschen, wie sie sind.

Na, ab dieser Stufe hat man dann wohl die entstandene Misere durch das Essen vom Baum der Erkenntnis überwunden (seitdem "wissen" wir was wahr und falsch bzw. was gut und böse ist - laut Bibel). Auf der E10 fügt man sich dem Lauf der Dinge, ist Wasser und fällt der Schwerkraft entlang.

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ruhepuls 10.02.2019, 12:17
331. Einzelne...

Zitat von newdealsozialstaat
Welcher Stufe gehörten denn Diogenes und die Kyniker ihrer Auffassung nach an? Will sagen: Wer sagt denn, daß Selbstverwirklichung nicht einhergehen kann mit relativer materieller Bescheidenheit? Die Bereitschaft der Selbstverwirklicher weniger zu arbeiten und mit weniger Geld auszukommen deutet ja in diese Richtung.
Einzelne Asketen gab es immer. Ob man die nun Schamanen, Philosophen, Heilige oder sonstwie nennt ist eine Frage der jeweiligen Kultur. Nur, ein Massenphänomen waren die nie. Zu keiner Zeit. Und oft wurden sie ja auch ziemlich angefeindet von ihren materialistischen Zeitgenossen.

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eurobrasil 10.02.2019, 12:18
332. Wertende Einteilung

Diese Einteilung ist sehr wertend und scheint Wahlkampfhilfe für die Grünen und andere infantil-dogmatische Hedonisten zu sein, die ich eher auf Stufe E1 (Kindergarten) verorten würde.

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ds10 10.02.2019, 12:20
333.

Zitat von ruhepuls
Ich nehme an, Sie kennen die Geschichte vom Schlaraffenland? Damals - Nahrung war knapp und nur unter Schweißeinsatz zu erlangen - träumten die Menschen vom Schlaraffenland, wo einem die gebratenen Tauben in den Mund liegen und der Wein in Bächen fließt, so dass man sich nur bücken braucht. Ansonsten konnte man faul herumliegen. Nun, das haben wir heute fast erreicht. Die Kühlschränke sind voll, die Bäuche dick - und ernährungsbedingte Zivilisationskrankheiten füllen die Arztpraxen, Kliniken - und Friedhöfe.. Alles hat Vor -und Nachteile. Hunger kennen wir heute nicht mehr, dafür machen wir Däten, schlucken Pillen und hoffen, dass uns der Infarkt nicht zu früh erwischt. Vielleicht werden wir uns mal nach der Maloche sehnen, die uns zwar oft nervte, aber auch Struktur gab - und Sinn. Drogen dürften in ihrer "schönen neuen Welt" sicher ein Verkaufs- (sorry Verteilungs-)schlager werden.
Sie zeigen doch mit Ihrem Beitrag, genau das, was ich ausgeführt habe. Der moderne Mensch fürchtet sich davor keinen Arbeitsplatz mehr zu haben, der Struktur vorgibt eben weil man er selbst keine Ideen für den Tag hat. Das ist aber kein Zwang und Drogen braucht man auch nicht, um den Tag zu füllen. Außerdem ist der Drogenkonsum in der heutigen "Leistungs"gesellschaft schon sehr verbreitet, Alkohol ist nämlich auch eine Droge oder nehmen Sie die Opiumkrise in den USA.

Wir wissen dass durch die Evolution der Mensch als ausdauernde Bewegungs"maschine" mit hoher Intelligenz und wenigstens der Illusion eines Selbstbewusstseins ausgestattet wurde. D.h. wenn wir unserem biologischen Programm nicht folgen, was viele zwangsweise aufgrund künstlichen Zeitmangels tun, werden wir schneller krank. Die Forschung zeigt ja dass Menschen gesünder sind, wenn sie sich viel bewegen und gerade die moderne Arbeitswelt mit oft sinnloser Büroarbeit mit langen Anfahrtswegen hemmt die Bewegung, weil extrem viel Zeit des Tages bereits verplant ist. Jemand der nicht arbeitet hat auch mehr Zeit sich zu bewegen, ob er das tut, bleibt ihm selbst überlassen. Stress ist ja übrigens auch ein Faktor bei der Entstehung von Herzinfarkten und fremdbestimmte Arbeit ist ein auch Stressfaktor.

Wie meine "schöne neue Welt" am Ende aussehen wird, weiß ich nicht, aber sie bietet eine Chance dass sich die Lebensbedingungen der Menschheit verbessern und die Menschen generell glücklicher sein werden. Bloß weil es keine Erwerbsarbeit für die breite Masse mehr gibt, heißt das nicht, dass die breite Masse zu Hause vorm Fernsehen rumsitzen und Chips fressen muss. Man kann auch ohne Bezahlung sinnvoll tätig sein, was schon heute viele tun.

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Dengar 10.02.2019, 12:22
334. Berlin

Zitat von spmc-12355639674612
sind erstens die Renditen höher und zweitens hat Berlin noch weit mehr Luft nach oben als München - Hauptstadt geht immer. Außerdem als kleiner Tipp: Sie dürfen nie dort investieren, wo alles schon aus Gold und Marmor ist, sondern dort, wo alles heruntergekommen ist, die Gegend aber hohes Potential hat. Berlin Wedding ist ein gutes Beispiel: 2012-2014 konnten Sie sich dort billig einkaufen. Schauen Sie die Preise heute an. Zwar immer noch günstiger als München, dafür in den letzten 5 Jahren viel stärker gestiegen. München ist jedoch vergleichsweise langweilig: Dort gehen nur Leute hin, die es sich leisten können, es gibt kaum diese kreative Subkultur wie in Berlin, die man unbedingt benötigt, um neue Produkte zu entwickeln und Märkte zu erschließen. Dass in der Startup-Szene immer wieder evolutionär korrigiert wird und es viele Kreative gibt, die von Kalkulation und Buchhaltung weder etwas halten noch verstehen, ist ein alter Hut. Die Dotcom-Blase ist aus anderen Gründen geplatzt, im Wesentlichen, weil zwar die Technik o.k. war, aber Inhalte fehlten. Inzwischen ist dieser Makel behoben und Dotcom funktioniert. Aber keine Angst: Ich wohne in Oberbayern und bin in Berlin hauptsächlich als Immobilieninvestor unterwegs.
Berlin lebt ja auch auf Kosten anderer. Prosaisch könnte man das Schmarotzen nennen. Einmal vom Manna Bayerns abgeschnitten, werden auch die Berliner in die Mühen der Ebene zurückgescheucht. Was kommt denn Nennenswertes aus Berlin, dass die Gesellschaft irgendwie vorangebracht hätte? MW macht der "Geniestrich" einen großen Bogen um Berlin herum.

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curiosus_ 10.02.2019, 12:23
335. Na ja, Klärung?

Zitat von haiti
Nur ml zur Klärung: survial of the fittest bedeutet mit das überleben des Stärkeren, sondern des am besten Angepassten. Erfolgreich sind Gemeinschaften dann, wenn sie Kooperationen eingehen. Das wusste schon und meinte auch Darwin und in Folge auch Humboldt, etc.
Der Schlüssel des Erfolges ist eine gesunde (ausgewogene) Mischung aus beidem. Nur Kooperation ohne Konkurrenz war z.B. auch ein Ziel Deutschlands von 1933 bis 1945, nannte sich Gleichschaltung. Oder eines der DDR. Beides mit bekanntem Ergebnis, und das war zum Glück nicht "Erfolg".

Wie so oft ist auch hier "Der Schlüssel des Erfolges" eine Gratwanderung zwischen Kooperation und Konkurrenz. Wobei das Pendel derzeit sicher zu sehr auf die Seite der Konkurrenz ausgeschlagen hat, in angelsächsischen, osteuropäischen und asiatischen Ländern noch mehr als bei uns.


Beides gehört dazu, und das "wusste schon und meinte auch Darwin und in Folge auch Humboldt, etc.". Gruppen die intern eher kooperieren und extern eher konkurrieren.

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ruhepuls 10.02.2019, 12:23
336. Die erste Generation war die zweite...

Zitat von Knacker54
M.E. haben Sie etwas vergessen: Die erste Generation (oder das was Sie so bezeichnen) haut alles kurz und klein mit der erklärten Absicht, bestimmte Gruppierungen restlos zu vernichten. So jetzt kommen Sie: " Die erste Generation arbeitet hart, um zu überleben, um etwas aufzubauen, zu erschaffen. Die zweite Generantion hat das noch selbst mitlerlebt und bemüht sich redlich das Erreichte zu erhalten." Sorry, das ist Schwachsinn! Ihre erste Generation ist die, die alles kaputt gehauen und für 60Mio Kriegstote und anderweitig ermordeter Menschen verantwortlich ist. Ihre Schlussfolgerungen, die auf einer falschen Grundlage fußen, können Sie sich somit sontwohin schieben. Abgesehen davon hat Ihr Beitrag m.E. nichts mit diesem Artikel zu tun - Sie sind nur wieder einer von diesen Nebelkerzenwerfern.
Nicht ganz richtig: Die Generation, die alles kaputt schlug, war bereits die zweite oder dritte nach Beginn der Weimarer Republik. Es waren vor allem die Jungen, die AH an die Macht brachten. Sie waren auf der Straße und zwangen die etablierten Parteien letztlich abzudanken.
Außerdem war der Beitrag auf den Sie reagiert haben, vermutlich anders gemeint. So viel zum Thema Nebelkerzen...

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chrylle 10.02.2019, 12:25
337.

Zitat von matbhmx
... dummes Zeug gelesen! Tief in jedem Organismus und also auch im Menschen steckt der bedingungslose Überlebenswille. Und dieser wiederum geht damit einher, sich möglichst den eigenen Vorteil zu sichern, darüber hinaus mit Rücksicht auf die nicht absehbare Zukunft zu sammeln und Rücklagen zu bilden. Und in einer vom Autor beschriebenen "heilen" Welt genügen ja schon 5 %, die nicht mitmachen. Im Übrigen: In einer arbeitsteiligen Welt wäre es fatal, wenn wir den Leistungsgedanken aufgäben.
Glückwunsch zum Erreichen der Entwicklungsstufe 3 :)

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5Minute 10.02.2019, 12:25
338. Traum

Wie kommen die KI und Robotik Propheten eigentlich auf die Idee, dass die Erfinder der Technik (wenn es dann so käme) mit euch freiwillig teilen werden? Diese Annahme ist doch das Grundaxiom für eure Thesen an dem alles scheitern wird.
Wenn ihr diese dazu zwingen wollt (in Deutschland) .. die Welt ist groß.. Asien ist sowieso schon an uns vorbeigezogen. Und was kümmert den Chinesen wenn in Deutschland ein Sack Kartoffeln umfällt.

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ruhepuls 10.02.2019, 12:25
339. Utopie der Satten...

Zitat von so-long
Dieser Utopie liegt ein Menschenbild zugrunde, wie es nur in einem (wissenschftlich-universitären-intelektuellen) Wolkenkuckucksheim entstehen kann. Der Utopist schlussfolgert von sich aus auf den Rest der Welt. Der würde dann völligst seinem Konsumdrang fröhnen. Plopp! Umgekehrt würde ein Schuh daraus: Verknappung materieller Ressourcen, um den Massenkonsum einzudämmen
Wissenschaftler sind - entgegen eigener Einschätzung - in der Regel gut versorgt. Zumindest so gut, dass sie sich wenig materielle Sorgen machen müssen - und die leben in einem "intellektuellen Umfeld", in dem sich bestimmte Ideen gut verkaufen lassen.

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