Forum: Kultur
Zukunftsanalyse: Was nach der Leistungsgesellschaft kommt
DPA

Bedingungsloses Grundeinkommen und wahre Gleichstellung: Deutschland könnte auf der Schwelle zu einem neuen Zusammenleben stehen. Warum, erklärt ein entwicklungspsychologisches Konzept.

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thorsten.munder 10.02.2019, 12:41
350. In den USA

Sieht es noch Bescheidener aus als bei uns , in old Germany mag man vielleicht zu Doof sein einen Flughafen zu Bauen oder Angela Merkel macht Politik für Rentner , was ganz normal ist da das ja die jenigen sind von denen sie Gewählt wird aber in Super Amerika sind die noch nicht mal in der Lage eine Krankenkasse ein zu Führen geschweige denn eine Rentenversicherung geschweige denn das sogenannte Grundeinkommen, wie vorbereitet werden die sein wenn Roboter auf Arbeit gehen?

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ruhepuls 10.02.2019, 12:42
351. Planungen und Realität...

Zitat von olli0816
Das Modell zeigt doch sehr anschaulich, dass es sehr unterschiedlich agierende Menschen gibt und jeder nicht nur die eine Schublade E5 oder welche auch immer besitzt. Das steht doch im Artikel genau drin. Das Modell möchte doch nichts anderes erklären, wie sich die Gesellschaft zusammensetzt und wie die Entwicklungen über die Jahre sich gestalten. Und ja, die Leute sind heute im Schnitt anders als vor z.B. 40 Jahren. Und in 40 Jahren werden sie widerum anders sein. Es wird wohl immer Grundkomponenten geben, die für den Einzelnen wichtig sind. Sex, Macht, Status, Familie, Konsum sind wesentliche Bestandteile. Aber auch diese Bestandteile ändern sich mit den Möglichkeiten. Heute haben wenige Familien 7 Kinder in Europa, in Afrika schaut das ganz anders aus. Vor kurzem habe ich gelesen, das Südkorea nur noch auf 0,95 Kinder/Frau kommt. Alle beschriebenen Gesellschaften haben also unterschiedliche Werte. Gerade in Japan und Korea scheint es immer weniger junge Leute zu geben, die momentan (kann sich natürlich wieder ändern) keine Lust auf verbindliche Partnerschaften und Familie haben. Die Gründe sind vielfältig. Konsum z.B. ist nur wichtig, wenn es ein stetiger Mangel ist. Je selbstverständlicher es ist, desto unwichtiger wird es. Sie können nur ein Schnitzel essen, so einfach ist das. Einziger Ausbruch ist der Status. Jeder Reiche weiß, dass eine Luxusyacht vom finanziellen Standpunkt Unsinn ist. Da geht es dann nur darum, seine Schwanzverlängerung zu zeigen. Und finanziell wird es dem ziemlich egal sein. Warum sollten eigentlich die Ressourcen verknappt werden? Der Mensch wird über kurz oder knapp sowieso nicht nur auf irdische Ressourcen zurückgreifen. Dafür gibt es bereits Planungen. Und das Weltall ist für den Menschen unendlich, Ressourcen gibt es auch in Zukunft mehr als genug. Wenn noch eine Technologie entwickelt wird, dass man aus unterschiedlichen Elementen andere machen kann, wird Gold zwar komplett wertlos, aber man kann fast alles endlos recyclen. Heute noch eine Utopie, in 100 Jahren vielleicht Alltag. Denken Sie langfristiger, der heutige Stand ist in 10 Jahren nicht mehr interessant.
Sicher Planungen gibt es viele - und Träume auch. Manche davon werden eintreffen, andere nicht.
Von einer - massenwirksamen - Ausbeutung des Weltalls sind wir - zeitlich - noch meilenweit entfernt. Gleichzeitig wächst die Menschheit immer noch rapide - und die aufstrebenden ehemaligen Dritte-Welt-Länder wollen ihren Anteil am Massenwohlstand, was mit drastisch steigendem Ressourcenverbrauch einhergeht, weil es sich dabei oft um große Völker (China, Indien...) handelt.
Ein Verknappung der Ressourcen ist also eher wahrscheinlich, als eine Versorgung, wie gewohnt. Die letzten 50 Jahren sind zwar für viele die einzige Zeitspanne, die sie erlebt haben, aber in der Menschheitsgeschichte nicht mal eine Sekunde. Und Knappheit war in 99,999% der Zeiten die Regel.

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wahrsager26 10.02.2019, 12:44
352. An Ruhepuls. Nr319

Ja,da kommt die Sau zum Vorschein.......Eine gute Betrachtung von Ihnen.Der Vorwurf an unsere Politik geht ja dahin,das unter Ausschluss des menschlichen Wesens Entscheidungen getroffen werden von großer Tragweite,die letztlich dann zu einer gewissen Partei führen. Vorhersehbar, wie ich meine.Das diktiert bekommen sollte uns auf die Palme bringen....dafür aber nicht der Roboter,der von Menschenhand geschaffen wurde. Davon ist nichts auszumachen .Die, die hier der sogenannten Zukunft das Wort reden werden die ersten sein,die in die alte Rolle zurück fallen würden( die sie nie verlassen haben)., sobald eine tatsächliche Änderung käme. Danke

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JaIchBinEs 10.02.2019, 12:44
353. Was ist Leistung

Zitat von Nordstadtbewohner
Nationale Grenzen werden verschwinden, das Leistungsideal niemals. Und das ist auch gut so.
Was ist "Leistung"?
Wie wollen Sie diese bewerten?
Ich lade Sie mal zu einem Gedankenspielvergleich zum Thema ein.
Betrachtet sei der "Output" folgender "Gruppen":
Welt 1: Alle Mütter (eines Kleinkindes) fallen auf der Stelle tot um.
Welt 2: Alle Anwälte fallen auf der Stelle tot um.
Was meine Sie, welche Auswirkungen für die jeweilige Gesellschaften kurz und mittelfristig fataler wäre?

Anmerkung: Ich will kein Bashing von bestimmtem Berufsgruppen.
#1 könnten auch Händler, Handwerker, #2 Finanzbeamte, oder Grenzpolizisten sein.

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Myrlin 10.02.2019, 12:46
354. Redet

Redet hier nicht so manch einer am Thema vorbei?
Menschen werden doch nicht als E7-E10 geboren, sondern entwickeln sich dorthin, oder?
Müsste unser System somit nicht E10 sein, aber Platz für alle E's geben?
Jeder darf sich doch so realisieren, wie er möchte!
Das wichtige ist doch nur, das wir uns gegenseitig Platz/Möglichkeit dafür geben!
Ich denke, dieser Aspekt kommt hier ein bisschen kurz.

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lautlos 10.02.2019, 12:48
355. Bisher

Bisher hatte ich nur einen Verdacht. Jetzt bin ich mir aber sicher: In unserem Land gibt es eine Schicht von Akademikern, dessen Denken von den physischen und ökonomischen Grundlagen unseres Wohlstandes und dessen Einbettung in einen globalen Zusammenhang vollkommen abstrahiert. Dieses Denken ist komplett ahistorisch und geht von großen Veränderungen aus. In diesen Gedanken über große Veränderungen wird aber alles was mit Marktwirtschaft zu tun hat komplett ausgeklammert. Ein unglaublich kurzer Moment des unglaublichen Wohlstandes wird kurzerhand zur Normailität erklärt......................

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peterpicasso 10.02.2019, 12:49
356. Schöner Beitrag

Wir leben in einer Zeit der radikalen Umbrüche. Eine Welt voller Extreme. Das Denken wird durch starke Polarisierung bestimmt, grautöne verschwinden. Daher darf jeder für sich selber entscheiden, ob man sich auf die extrem positive oder negative Seite stellt, Stufenunabhängig. Daraus resultieren extreme zwischenmenschlichen Spannungen. Um dem Vorzubeugen gilt es Gleichgesinnte zu suchen und ein warmes Nest zu bauen, um den trotzenden Gefahren zu widerstehen.

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newdealsozialstaat 10.02.2019, 12:53
357.

Zitat von Dengar
Berlin lebt ja auch auf Kosten anderer. Prosaisch könnte man das Schmarotzen nennen. Einmal vom Manna Bayerns abgeschnitten, werden auch die Berliner in die Mühen der Ebene zurückgescheucht. Was kommt denn Nennenswertes aus Berlin, dass die Gesellschaft irgendwie vorangebracht hätte? MW macht der "Geniestrich" einen großen Bogen um Berlin herum.
Bayern wurde lange Zeit von anderen Bundesländern (bis 1987) unterstützt, und verdankt seinen heutigen Erfolg auch der Abwanderung Berliner Unternehmen wie Siemens, also historischen Umständen, und nicht etwa dem überragenden Fleiß der Bayern. Die Bedeutung der Umsiedlung von Siemens für die technologische Entwicklung sollte man nicht unterschätzen. Hunderte Unternehmen wanderten aus der Ostzone nach Bayern ab, und brachten ihr Know-How mit, darunter Audi.
Fangen sie hier also besser nicht an von "Schmarotzen" zu erzählen.

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derfeinemilde 10.02.2019, 12:54
358. Endlich eine aktualisierte Version.

Sowohl Handwerkern und Händlern im tiefsten Mittelalter, als auch den Kleinkindern im Kindergarten heute, kann und konnte man das Schlaraffenland noch mit in der Luft schwirrenden gebratenen Täubchen und Flüssen mit Mich und Honig erklären. Eine zunehmende Zahl von Akademikern verlangt mittlerweile nach handfesteren Erklärungen, die auch die Herkunft der Speisen und Getränke besser erklären. Sehr löblich!

Im weltweiten Vergleich leben wir schon heute im Schlaraffenland, neu sind die Gendertoiletten. Doch wie rechtfertige ich moralisch, dass bei mir das beste Trinkwasser der Welt aus dem Hahn kommt, während andere für gesundheitskritische Brühe lange laufen müssen? Wohnten die Sklaven im alten Rom noch im selben Haus, lasse ich meine Kleidung heute von Sklaven in fernen Ländern fertigen, von dort wird ja auch meine vegane kulinarische Vielfalt eingeflogen. Hier hat der Artikel mich sehr erhellt: Das ist nur eine Übergangsphase, bis Roboter und KI meine Zeitungsartikel, meine Kleidung, meine Möbel, mein Essen, kurzgesagt alles was ich will herstellen. Das Geld das sie damit erwirtschaften wird auf mein Konto überwiesen. Was ist daran schon schwer zu verstehen?

Schon heute befreit von schnöder, eintöniger, sinnvoller oder gar harter körperlicher (Kinder-)arbeit, langweile ich mich im Schlaraffenland BGE allerdings wahrscheinlich zu Tode. Auch hier wurde nachgedacht. Gut, das mich die harte Arbeit der ICH-Entwicklung der mir innewohnenden Instanz erwartet. Da gibt es immer was zu tun und endlich arbeite ich mal nur für MICH. Das Beste: Keine ICH-Stufe ist besser oder schlechter! In manchen Stufen lässt sich nur besser leben ;-) Die präkonventionelle Stufe E7 hatte ich persönlich schon in der Pubertät abgearbeitet, mittlerweile habe ich dazugelernt, das alle CO² sparen sollen, nur Politiker der Grünen dürfen für einen einzigen Urlaubs(!)flug das zigfache dessen verblasen, was mein Schuhsklave in seinem gesamten Leben verbraucht. Das kann eigentlich nicht postkonventionell sein, eher asozial.

Man sieht: auf E7 oder höher (wissenschaftlich korrekt: anders) angekommen, braucht es dringend gute Argumente, meinen bar jeder Arbeit verwöhnten, egoistischen, parasitären Lebenswandel zu rechtfertigen. Denn, Zitat: Menschen früherer bis mittlerer Entwicklungsstufen fürchten zu Recht, auf der Strecke zu bleiben. Solche Menschen fühlen sich fundamental in Ihrem ICH bedroht. Da muss eine kluge Regierung her, deren Sitzungen endlos dauern können, Lösungen sind noch nicht absehbar.

Wie das läuft, wenn manche im bedingungslosen Grund-Schlaraffenland leben während andere (E1?) die Trauben lesen, sortieren, waschen und servieren lässt sich der Geschichte entnehmen. Wer die asoziale Ungerechtigkeit des Artikels bis hier immer noch nicht erkannt hat, dem erklär ich das Schlaraffenland noch mal andersherum: Wenn Sie für 1000,-€ zur Miete wohnen und ihr Vermieter erfährt, das Sie 2000,-€ BGE bekommen, was glauben Sie was mit der Miete passiert? Sie wohnen im eigenen Haus? Betrifft Sie nicht? Was kosten die Brötchen?

Es gibt kein Perpetuum mobile. Und ich bin E42!

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moritz27 10.02.2019, 12:54
359. Wenn Sie diese,

Zitat von Knacker54
M.E. haben Sie etwas vergessen: Die erste Generation (oder das was Sie so bezeichnen) haut alles kurz und klein mit der erklärten Absicht, bestimmte Gruppierungen restlos zu vernichten. So jetzt kommen Sie: " Die erste Generation arbeitet hart, um zu überleben, um etwas aufzubauen, zu erschaffen. Die zweite Generantion hat das noch selbst mitlerlebt und bemüht sich redlich das Erreichte zu erhalten." Sorry, das ist Schwachsinn! Ihre erste Generation ist die, die alles kaputt gehauen und für 60Mio Kriegstote und anderweitig ermordeter Menschen verantwortlich ist. Ihre Schlussfolgerungen, die auf einer falschen Grundlage fußen, können Sie sich somit sontwohin schieben. Abgesehen davon hat Ihr Beitrag m.E. nichts mit diesem Artikel zu tun - Sie sind nur wieder einer von diesen Nebelkerzenwerfern.
nicht von mir stammenden, Zeilen nur auf Deutschland 1939-1945 einengen, dann haben Sie sicher recht. Wenn sie das aber ohne geistigen Trichter weltweit betrachten, also auch anerkennen, dass es auch Opfer kriegerischer Auseinandersetzungen gibt und nicht nur Täter (oder z.B. auch große Naturkatastrophen), dann werden Sie feststellten dass die "Selbstverwirklichung" bei der 1. Generation keine große Rolle spielt. Es geht um das tägliche Überleben. Während die dritte Generation jetzt vom bedingungslosen Grundeinkommen träumt und auch Drogen gern frei kaufen und nutzen möchte. Wie hatte einst noch Müntefering formuliert: "Wer nicht arbeiten will, braucht auch nichts zu essen bekommen." Heute würde man ihn dafür medial steinigen. Warum sollte jemand arbeiten müssen? Es reicht doch völlig, wenn es andere tun.

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