Forum: Kultur
Zukunftsanalyse: Was nach der Leistungsgesellschaft kommt
DPA

Bedingungsloses Grundeinkommen und wahre Gleichstellung: Deutschland könnte auf der Schwelle zu einem neuen Zusammenleben stehen. Warum, erklärt ein entwicklungspsychologisches Konzept.

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Beat Adler 10.02.2019, 13:41
380. Im SPON Forum steht es geschrieben, es wird Nichts vergessen;-)

Zitat von wahrsager26
Dank für Antwort und ich stimme wieder nicht zu! Fremdbestimmt? Man hat gewisse Regeln zum Beispiel einzuhalten .Erkennt man deren Sinn-was ist daran fremdbestimmt? Darüberhinaus( Beispiel Beruf) kann ich in meiner Tätigkeit gestalten...man muss nur wollen, werter Forist und nicht warten, bis es andere tun und darf nicht bequem sein. Der gesunde Menschenverstand speist sich aus vergangenem Erleben,dem damaligen Einschätzen der Lage ( man muss sich erinnern können) und verhindert so zukünftige Katastrophen und Schwierigkeiten.Sie waren doch die ganze Zeit seit 2015 in den Foren unterwegs und konnten lesen, was alles prognostiziert würde, zur Zuwanderung.Oder nicht? Was denken Sie, wie es zu Warnungen kommen konnte,? Danke
Im SPON Forum steht es geschrieben, es wird Nichts vergessen;-) Bitte gehen Sie ins Archiv und lesen meinen ersten Beitrag vom Oktober 2010 zur Fluechtlingskrise! Sie werden staunen, was ich damals als Loesungsweg vorschlug!

Migration ist KEINE Katastrophe sondern eine Herausforderung. Seit es Menschen gibt, wandern Gruppen von Menschen dorthin, wo das Gras gruener ist. Das ist sozusagen UR-menschlich! In unserer DNS ist das tief eingegraben! Wir sind so progammiert!

Aus dem Programm, aus KEINEM genetischen Fakt, kann auch niemand aussteigen! Inwiefern Verhalten genetisch bedingt ist, zeigt die Zwillingsforschung. Nachlesen hilft!

An der vorprogrammierten Genetik aendert weder die Ich-Einteilung noch die Industriegesellschaft 4.0 etwas! Erst wenn Eltern das Ei kurz nach der Befruchtung so progammieren, wie sie es sich wuenschen aendert sich etwas, und wie! Schoene neue Zeit;-)
mfG Beat

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im_ernst_56 10.02.2019, 13:41
381.

Zitat von ds10
Ja und? In wie weit widerspricht das dem was ich geschrieben habe? Außer einem Ad-hominem-Angriff kann ich Ihren Ausführungen nichts entnehmen. Zeigen Sie mir doch bitte die Stelle auf, an der ich behauptet habe, die Menschen hätten früher nicht hart arbeiten müssen. Wenn Sie meinen Beitrag verstanden hätten, anstatt mich persönlich als unwissend anzugreifen, dann würden Sie erkennen, dass ich genau das Gegenteil von dem was Sie mir unterstellen geschrieben habe.
Sorry, aber ich habe Sie wörtlich zitiert: "Erst der Mensch des Industriezeitalters ist dermaßen auf Erwerbsarbeit gepolt, dass ihn der Wegfall der Erwerbsarbeit den Angstschweiß auf die Stirn treibt..."
Das heisst um Umkehrschluss, dass vor dem industriellen Zeitalter der Mensch aus Lust und Neigung gearbeitet hätte. Dieser ihrer historisch nicht zutreffenden Eingangsaussage habe ich in der Sache widersprochen. Vielleicht sollten Sie zukünftig etwas sorgfältiger formulieren, damit sich nicht der Eindruck aufdrängt, Sie hätten von Geschichte wenig Ahnung. Man findet in diesem Forum gelegentlich Äußerungen zu historischen oder rechtlichen Fragen, die von wenig Sachkenntnis getrübt sind. Wenn ich Ihnen Unrecht getan haben sollte, dann bitte ich um Entschuldigung.

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merenlähellä 10.02.2019, 13:45
382. Selbstverständlich

Zitat von newdealsozialstaat
Sie müßten schon noch näher erläutern, wie es zu diesem Kaufkraftschwund kommen soll. Die kompetitiven Prozesse der Marktwirtschaft sind nicht ausgesetzt. Geschäfte und Produzenten können nicht einfach die Preise für alle Produkte erhöhen. (Selbst dann gäbe es Mittel und Wege dies zu verhindern.) Die Geldmenge würde nicht erhöht, es handelt sich um eine Redistribution bereits vorhandener Mittel. Wo soll da also die Inflation über alle Bereiche herkommen? Die Antwort lautet natürlich Regulation. Wir lassen Angebot und Nachfrage sprich. den Markt beileibe nicht über alle Produkte und Dienstleistungen entscheiden. Sie dürfen zum Beispiel keine Waffen oder harten Drogen kaufen, nicht mit einem Panzer durch die Gegend fahren, keine Spielzeuge die Blei enthalten in Verkehr bringen, und Kinder nicht in Bergwerksstollen einsetzen - weil es entsprechende Regulationen und Gesetze gibt. Mit Regulationen und Gesetzen können bestimmte umwelt- bzw- sozialschädliche Produkte verboten werden, oder es werden Anreize geschaffen, die solche Produkte unattraktiver machen bsw. eine höhere Besteuerung. So entscheide natürlich nicht ich darüber, was als umwelt- und sozialschädlich gilt. Vielmehr rege ich an, daß es eine demokratische Diskussion darüber geben sollte.
werden Geschenke immer eingepreist - und wenn es möglich ist, diese abzuschöpfen, tun Geschäfte und Hersteller das. Die Mittel und Wege, die Sie da erwähnen, greifen schädigend in die Preisbildung ein und sorgen abschließend dafür, dass erforderliche Investitionen unterbleiben. Darüber hinaus müssen Sie zur Finanzierung einer solchen Sozialleistung exorbitante Konsumsteuern erheben. Das wiederum führt zu schrumpfendem Verbrauch oder Ausweichen auf Nachbarstaaten mit herkömmlichen Systemen, sprich Konsumtourismus, der nicht toleriert werden kann. Sie sehen schon, wohin das führt. Was Sie sich da denken, setzt eine (ab)geschlossene, ja abgeschottete Gesellschaft mit einer ungeahnten Portion Zwang voraus. Werfen Sie mal einen Blick auf die gerade veröffentlichten Ergebnisse aus Finnland in diese Richtung, das wird Sie ernüchtern.
Das mit Waffen und Drogen führt mir gerade zu weit, diese Produkte gibt es zuhauf auch mit Verboten auf ihren Märkten, und vergessen Sie nicht, dass "demokratische Diskussionen" auch zu unerwünschten Resultaten führen können, sprich, wer beißt sich in den Allerwertesten, wenn SUVs in deren Rahmen nicht verboten werden?

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Guerilla_79 10.02.2019, 13:47
383. ...

Zitat von krautrockfreak
Vorteil interessiert und deshalb wird es immer so sein, dass auch die Masse nach dem eigenen Vorteil strebt. Alles andere ist ein netter Gedanke, wird aber niemals funktionieren.
Sofort der erste, hätte ich nicht mit gerechnet...

"Vorteil" lohnt sich eventuell im Überlebenskampf, was aber passiert wenn den Überlebenskampf die Technik(genauer automatisierung und Roboter) übernommen hat und es garkeinen Grund mehr zum "kämpfen" gibt?
Abgesehen natürlich von ein paar Charakterkrüppeln die es zu allen Zeiten gab.

Die Menscheit entwickelt sich, man nennt das zivilisation und stellenweise wohl auch noch immer evolution.
Schliesslich verbrennen wir auch keine Hexen mehr, Häuten andere Menschen, Brandschatzen Länder oder geben der angebeteten eines mit der Keule drüber um zum zuge zu kommen....

Die Ansicht das "Endziel" der menschlichen Zivilisation sei ein auf Egoismus, Ellenbogen, Kampf und Wettbewerb konzentrierter Kapitalismus halte ich, persönlich, für Rückständig, sorry.

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blinkythebrain 10.02.2019, 13:47
384. Leistungsgesellschaft?

Es gibt keine Leistungsgesellschaft!
Das würde ja gleiche Voraussetzungen voraussetzen!
Die gibt es nicht!
Ein Grundeinkommen würde aus meiner Perspektive heraus zu einer besseren Leistungsgerechtigkeit führen. Dazu aber an anderer Stelle mehr!

Ich finde den beschriebenen Ansatz sehr interessant und kann die Entwicklungsstufen auch gut nachvollziehen. Daraus aber Prognosen für die Zukunft zu ziehen finde ich durchaus fragwürdig!! Der Mensch ist ein komplexes Wesen!
Allein den Fokus auf die Entwicklungsstufen zu richten gefährdet eine aussagekräftige Prognose und führt letztendlich auch zu abwertendem Verhalten gegenüber niedriger abgegrenzten Entwicklungsstufen!

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Sick_of_it_all 10.02.2019, 13:54
385.

Zitat von femdoc
und wer verdient das Geld?
Eine typisch Frage von Leuten die noch auf Stufe E3 (Untertanenstufe) sind:)

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obstroc 10.02.2019, 13:58
386. Illusion

Dann können wir ja ganz unbedarft die neue globale Weltordnung, one love, one world, one peace ausrufen und alle sind happy. So einen verkorksten Illusionismus mußte ich selten lesen. Das Gegenteil wird passieren und die Menschheit befindet sich gerade auf einem chaotischen Abstiegsweg, die Zurückentwicklung hin zum Tier. Die Verteilungskämpfe nehmen an Dramatik zu. Eine Ordnung, die danach kommt wird diktatorisch sein, das zeichnet sich mehr und mehr ab. Wie kann man die wachsenden Ungerechtigkeiten einfach ignorieren und wegwischen?
Die Gleichmacherei und Vermeidung von Unterscheidung führt lediglich zu einem getrübten Urteilsvermögen. Es gibt einflussreiche Kreise, die genau das vorantreiben und erreichen wollen. Dazu gibt es klare Hintergedanken, mehr sage ich nicht dazu.

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im_ernst_56 10.02.2019, 13:59
387.

Zitat von newdealsozialstaat
Ihre Kritik ist nicht richtig. Ich habe anhand einer groben Modellrechnung aufgezeigt, daß das Grundeinkommen in Deutschland finanzierbar ist, und das sogar bei einem reduzierten BIP. Ferner habe ich verschiedene Arten der Besteuerung genannt, die NICHT abhängig sind von Erwerbstätigkeit. Steuereinnahmen unterliegen konjunkturellen Schwankungen, diese können aber durch verschiedene Maßnahmen abgefedert werden. Das Grundeinkommen selbst würde, im Keynesianischen Jargon, als automatischer Stabilisierer wirken. Die globalisierte Weltwirtschaft ist nicht aufgrund von Naturgesetzen entstanden, sondern politisch gewollt und hergestellt, und die race-to-the-bottom-Konkurrenz hinsichtlich Arbeitsbedingungen und Umweltgesetzgebungen, die wir heute erleben, ließe sich ohne Probleme etwa durch Zölle regulieren. Free Trade ist seit jeher ein Irrweg, das wußten auch die Amerikaner und die Engländer, die erst dann free trade von anderen forderten, als ihre eigene Wirtschaft im Schutze von Schollschranken konkurrenzfähig geworden war. Free Trade war dann entsprechend eine Methode der Engländer andere Länder unterentwickelt und als abhängige Rohstofflieferanten und Aufnahmemärkte für Industrieerzeugnisse zu halten. Ihr Denkmodell ist in neoklassischen Kategorien und Vorstellungen verhaftet, die sich auch erst seit den Achtzigern durchgesetzt haben, und deren intellektueller Bankrott nicht erst die Finanzkrise zur Schau gestellt hat.
Dass Sie das wirklich durchgerechnet haben, bezweifele ich. Schon weil auch in der schönen neuen Welt der Unternehmer nicht altruistisch ist und Maschinen nur anschafft, wenn sie sich auch amortisieren. Wenn ich alles so stark besteuere, dass es sich nicht mehr lohnt, dann zieht das Kapital weiter. Ein wesentlicher Standortvorteil Deutschlands war in den vergangen 70 Jahren besonders qualifizierte Arbeitnehmer, eine gute Infrastruktur und ziemlich vernünftige Gewerkschaften. Das würde alles in der schönen neuen Welt natürlich nicht mehr zählen. Warum sollte jemand in Deutschland investieren? Also funktioniert ihr Model nur bei einer Art Staatswirtschaft, die Abschaffung des Wettbewerbs der Volkswirtschaften, und einer weltweiten Staatswirtschaft. Ich erinnere mich dunkel, dass es sowas ähnliches schon mal gegeben hat (wenn auch nicht weltweit, aber doch in vielen Ländern) und nicht so sonderlich erfolgreich gewesen ist. Und was die globalisierte Weltwirtschaft angeht, es handelt sich zwar nicht um ein Naturgesetz, aber auch nicht um eine Verschwörung böser Kapitalisten.

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cave68 10.02.2019, 14:04
388.

Zitat von reverend.speaks
Selbstverwirklichung hat nichts mit inszenierten Urlaubsreisen zu tun. Das ist das genaue Gegenteil, nämlich Ablenkung. Unsere Entertainmentindustrie sorgt dafür, dass sehr viele Menschen nicht mehr wissen, wer sie eigentlich sind und was sie könnten, weil der Blick nach innen durch allerlei Zuckerwerk verstellt ist. „… Was hebt uns von den anderen Ländern dann noch ab,wenn es nicht der Faktor Fleiss ist …“ Warum sollen wir uns abheben? Und warum durch Fleiß? Wollen wir mal schnell im Artikel nachgucken, auf welcher Entwicklungsstufe solches Denken ist?
na dann sagen sie mir doch mal,was sie unter Selbstverwirklichung verstehen.
Nichtstun mit Sicherheit nicht...viele Menschen bringen es ja jetzt noch nicht mal fertig einfach mal Musse zu tun und es einige Minuten ohne Blick aufs Smartphone aushalten.
Und ob eine Urlaubsreise inszeniert ist oder nicht ändert nichts an der weitverbreiteten Unzufriedenheit und dem Irrglauben,dass wir durch irgendeine Selbstverwirklichung unser Anspruchsdenken in normalen Grenzen halten und somit alle zufrieden werden.
Was den Faktor Fleiss betrifft:Sie würden sich wundern,auf was sie alles verzichten müssten (und da geht es mitnichten um Konsumgüter)wenn man den Faktor Fleiss ausser acht lässt.
Der Vergleich meinerseits sollte nur mal zum Denken anregen,ob wir mit dem Lebensstandard der von mir genannten Länder gerne Vorlieb nehmen würden....

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curiosus_ 10.02.2019, 14:07
389. Richtig.

Zitat von kuac
Die Evolution begünstigt ja nur die überlebensfähigeren. Ein knallhartes Selektionsprinzip.
Das gilt aber universell. Also z.B. auch für menschliche Kulturen, Gesellschaftssysteme, Ökonomien, wissenschaftliche Hypothesen, Onlinemedien, "die Wahrheit", usw. usw. Langfristig ist überall "das Bessere" der Feind des Guten.

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