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Zukunftsmarkt Bioökonomie: Alles Leben wird zu Geld gemacht
DPA

Unter dem harmlos bis nett klingenden Label "Bioökonomie" kämpft die Industrie für die maximale kommerzielle Nutzung aller biologischer Ressourcen. Ihr Verbündeter ist die Bundesregierung unter Angela Merkel. Und die Leidtragenden könnten wir sein.

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Marc Aber 17.03.2014, 21:22
40. Bitte an Alle!

Schauen Sie sich zuerst dieses Video an, und die Meinungsmache kommt NACHHER. Es dauert nur 7 Minuten und ist aus einer seriösen Quelle.

http://blog.br.de/report-muenchen/2014/7545/die-eu-und-der-wundermais.html

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kumi-ori 17.03.2014, 21:40
41.

Zitat von olleolsen
Fraglich ist nur noch, warum der gentechnisch und gegen den Maiszünsler resistente Genmais nach 2 Jahren in Südamerika wirkungslos ist und wieder mit Pestiziden behandelt werden muss.
Dies ist ein besonders einfaches Beispiel, weil es das BT-Toxin auch so als Pulver zu kaufen gibt, und es damit in jeder beliebigen Konzentration eingesetzt werden kann, und selbst, wenn dies nicht beabsichtigt wäre, könnten "zones of selective pressure" beim Ausschleichen geschaffen werden.

Wenn Sie Dupont und Angela Merkel eins reinwürgen möchten, dann können Sie leicht folgendes Experiment machen. Sie benötigen (1) ein Maisfeld, auf dem Mais wächst, (2) ein paar Maiszünsler, (3) einen Sack BT-Toxin. Dann teilen Sie das Maisfeld in vier Parzellen, auf die Sie von 0 ansteigende, aber sehr niedrige Dosen BT und die Tiere geben. Irgendwann werden auch in der Parzelle mit der höchsten Konzentration teilresistente Maiszünsler leben. Dann erhöhen Sie in allen Parzellen die BT-Dosis etwas und warten, bis wieder auch in der höchst konzentrierten Parzelle Mailszünsler leben. Sie haben immer eine Parzelle, in der Selektionsdruck herrscht, und eine, in die die Tiere ausweichen können, um sich zu vermehren.so züchten Sie immer resistentere Tiere, ganz ohne Gentechnik. Aber bitte nicht nachmachen, denn das ist möglicherweise illegal.

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cassandros 17.03.2014, 21:40
42.

Zitat von Marc Aber
Schauen Sie sich zuerst dieses Video an, und die Meinungsmache kommt NACHHER. E
Wieso sind hier eigentlich so viele auf das bekannte Reizthema Gentechnik fixiert?
Ein einfacher Schnappreflex?

Das Thema heißt BIOÖKONOMISIERUNG. Das ist die Vermarktung von Lebewesen und Lebensvorgängen.

Wenn mir ein Biobauer ein Ökoei verkauft, beitreibt er ... Bioökonomie!

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L_P 17.03.2014, 21:42
43. Ausgeschlossen, abgehängt, links und arm

1. Gentechnisch veränderte Pflanzen sind im Grunde thematisch durch. Wenn Unternehmen jetzt nocht schnell Marktzugang wollen, dann weil sie wissen, daß die neuen Züchtungsmethoden ohne gentechnische Veränderungen im Sinne der aktuellen Gesetzgebung auskommen.
http://www.bvl.bund.de/SharedDocs/Do...cationFile&v=3

2. Die neue Weltordnung ist keine Verschwörungstheorie.

3. Menschen überschreiten Grenzen idR um Geld zu machen, nicht um sozial zu sein. Das Wesen des Internationalismus dieser Welt ist mehrheitlich asozial, weil sich am schnellsten und einfachsten Geld mit dem Unterwandern von regionalen Sozial- Sicherheits- und Umweltstandards machen lässt.

4. Wie heißt also die Lösung, wenn linke Ideale nicht bis in alle Ewigkeit Utopien bleiben sollen und für die Anhänger nicht permanent in Ausgrenzung und Armut enden sollen? Kleiner Tip: Es ist nicht mehr asozialer Internationalismus.

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grommeck 17.03.2014, 21:53
44. Wir werden von Kriminellen regiert...

leider wird es bis zum bitteren Ende für die Mehrzahl der Bürger getrieben. Die Zeiten unserer Demokratie und Kontrolle der Lobbypolitiker ist leider schon vorbei. Der Wähler hat es verpennt. Nun lebt mit diesen von Konzernen gesteuerten Puppen, voran mit unserer leider absolut unfähigen Kanzlerin. Das Volk interessiert die einen Dreck!

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kumi-ori 17.03.2014, 21:54
45. Sie sind mir ein Spaßvogel!

Zitat von querulant1892
Frage! Wie hoch ist denn der der resistenten Maiszünsler an der Gesamtpopulation?
Der quantitative Anteil der resistenten Population hängt selbstverständlich von der Verbreitung des BT-Mais ab.

Wenn nur sehr wenige Bauern BT-Mais anbauen, dann werden sich die resistenten Sorten ausdünnen, weil die nicht-resistenten im Wildtyp-Umfeld natürlich einen Vorteil haben. Wo aber BT-Mais angebaut wird, da leben natürlich nur 100% Resistente (sonst würde das Toxin ja gar nicht wirken). Deshalb kann sich ein einzelner Bauer, der isoliert BT-Mais anbaut, sorgenfrei zurücklehnen, die resistente Population wird immer unter Druck sein. Wo überall BT-Mais angebaut wird, da gibt es natürlich praktisc nur resistene. Welche denn sonst?

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food4thought 17.03.2014, 22:08
46. RE: einseitige Darstellung

Zitat von Corman22
Gentechnologie=schlecht natürliche Selektion=gut Leider ist das die oberflächliche Denke die von vielen Medien verbreitet wird. Eine sachliche Auseinandersetzung mit Chancen/Risiken der modernen Biotechnologie ist leider häufig nicht möglich. Diskussionen werden fundamentalistisch geführt. Die einseitige Berichterstattung Ihrer Zeitung enttäuscht auf der ganzen Linie.
Ich kann mich meinem Vorposter nur anschließen, der es auf den Punkt gebracht hat: "Wer will den Scheiß fressen?" Ich garantiert nicht und die meisten anderen Menschen wohl auch nicht, insofern ihnen die Wahl gegeben wird.

Die Chancen, von denen Sie hier sprechen, sind weitestgehend einseitig: Mehr Profit für die großen Konzerne! Die Mär vom Gensaatgut mit dessen Hilfe wir die Welt retten und den Hunger ausmerzen werden glaubt doch kein Mensch! Agrogentechnik ist nichts weiter, als eine neue Form der Sklaverei, versklavt werden die Bauern dieser Erde, geschaffen die neuen Leibeigenen des 21. Jahrhunderts. Alle Jahre wieder dürfen sie in der schönen neuen Monsanto Welt ihr Saatgut beim Hersteller kaufen und, falls sie irgendwann einmal sich dies nicht mehr leisten können und eigenes Saatgut anbauen, werden sie bis auf den letzten Heller und Pfennig verklagt. So bereits zur Genüge geschehen und dokumentiert.

Schon heute gibt es genügend Nahrungsmittel, um die gesamte Menschheit zu ernähren. Es bleibt eine Frage der Verteilung und Prioritäten. Wenn heimische Bauern in Afrika ihre Ernte nicht mehr verkaufen können, weil importiertes Gemüse aus Holland oder anderen EU Staaten günstiger auf dem lokalen Markt zu bekommen ist, zeigt sich recht anschaulich, mit welchen Problemen die Menschen vielerorts zu kämpfen haben.

Es gibt keinen Grund warum wir die Kontrolle über das was am wichtigsten ist, unser Essen, in die Hände einiger weniger Agrarkonzerne legen sollten. Im Gegenteil, wir täten gut daran uns mit Händen und Füßen dagegen zu wehren!!

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kreidebrei 17.03.2014, 22:12
47. Bezahlt

Bei vielen Koommentatoren hier die so einseitig fuer GM schreiben habe ich den Eindruck dass sie bezahlte Kommentatoren sind, ich kann mir nicht helfen. Interessant ist, dass diese Kommentare ganz oben stehen, also von Leuten geschrieben werden, die sofort Zeit haben den Artikel zu lesen (das mal als kostenloser Tip an die Agenturen, die jene bezahlen).
Ansonsten ist Mais windbestauebt, und kreuzt sehr gern aus, wie sicher ist da ein Auskreuzungsverhinderungsgen? Die Natur macht hier oft was sie will.

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kumi-ori 17.03.2014, 22:17
48.

Zitat von Marc Aber
Schauen Sie sich zuerst dieses Video an, und die Meinungsmache kommt NACHHER. Es dauert nur 7 Minuten und ist aus einer seriösen Quelle.
Das ist ein eher harmloser Aspekt des GVO-Problems. Die Bauern können den Hals nicht vollkriegen und lassen sich von Dupont bescheißen, obwohl sie es eigentlich vorher hätten kommen sehen müssen. Das ist so, wie wenn jemand Schiffsbeteiligungen kauft. Sein Problem.

Denn in diesem Falle greifen ja noch die Selbstregulierungsmechanismen der Natur. 1507 bye bye, weg mit Schaden. Das eigene Volk kann Merkel in ihrem GVO-Wahn nicht bremsen, aber der brave Maiszünsler tut es für uns. Danke.

Bei anderen Sorten sehe ich größere Probleme auf uns zukommen.

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jugendmauer 17.03.2014, 22:23
49. Schwarz-Weiß Denken

Ja natürlich die Bioökonomie ist der Teufel.

Dabei wird komplett außeracht gelassen, dass es auch Forscher gibt die an einer Bioökonomie forschen die Okologisch und Sozialverträglich ist. Mir scheint es so als verteufelen hier "Wissenschaftsjournalisten" wieder etwas was sie nicht verstehen, weil die Gesellschaft statt Bildung eben lieber palaktiven Humbug verinnerlicht. Eine Technologie ist weder böse noch gut, der Mensch ist der Anwender. Statt Chancen zu sehen in der Bioökonomie wird sie verteufelt. Statt sich damit Wissenschaftlich auseinander zu setzen, werden nur die Großkonzeren "Monsanto,Bayer,Basf" beleuchtet, die durchaus Fragwürdige Genmanipulierte Pflanzen auf den markt bringen. Aber statt zu sehen, dass man damit auch etwas gutes machen kann verteufelt man gleich alles ! Vielen Dank lieber Spiegel für den Rückschritt wo man Angst hatte die Seele zu verlieren wenn man schneller als ein Pferd sich fortbewegt.

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