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Zum Ende von "The Big Bang Theory": Spott, um den Schmerz zu ertragen
CBS/ Getty Images

"The Big Bang Theory" geht zu Ende, ProSieben zeigt das Finale im deutschen Free-TV. Anlass, eine Serie zu würdigen, die von Nerd-Klischees und rasantem Witz zu leben scheint - aber einen grimmigen Kern hat.

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hpkeul 25.11.2019, 18:02
1. Gute Analyse

Ich vermute aber, der Weltweite Erfolg beruht nicht nur auf der Überzeichnung der amerikanischen Gesellschaft. Immer wieder erwischt man sich dabei, dass die Macken der Protagonisten den eigenen nicht unähnlich sind. Das macht auch die schrägen Helden so sympatisch. Ich werde sie vermissen, obwohl es den Autoren kaum noch gelingt, neue Situationen auszudenken. Deswegen ist es wohl an der Zeit für das Finale.

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Arno Kling 25.11.2019, 18:12
2. Ich kann nur die ersten 3-4 Staffeln von BBT ertragen

Die Idee der Serie war genial, nur leider wurde es später mit Freundinnen und Hochzeiten etc etc immer mehr zu einer oberflächlichen Soap. Meiner Ansicht nach hätten sie die Serie vor dem ganzen Beziehungsunsinn einstellen sollen

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connaisseur 25.11.2019, 18:27
3. 12 jahre...

...sind dann auch mal genug. aus den zu beginn wirklich überraschenden drehbuchideen wurde in den letzten staffeln eine eher langweilig dahinplätschernde lachorgelberieselung mit beliebigkeiten.
auch wenn die frisch aus der maske kommenden akteure noch halbwegs juvenile attitüden vorzuspielen vermögen - man kauft ihnen das nerdige einfach nicht mehr in dem ausmaß ab wie zu anfangs. es wird zeit für den finalen vorhang...

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christian simons 25.11.2019, 18:44
4. Sheldon vs. Lichter

Niemals geht man so ganz.

Ich gehe mal davon aus, dass im Duell der täglichen TV-Dauerschleifen „Big Bang Theory“ (Pro7) noch sehr, sehr langfristig gegen „Bares für Rares“ (ZDF neo) antreten wird.

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Gleichstrom 25.11.2019, 18:46
5.

Die Vorurteilsmanifestierung hab ich neulich mal ins Gesicht gedrückt bekommen:

mir fiel meine Brieftasche runter an einer Kassenschlange. Hinter mir eine junge Mutter und ihre Tochter, so 6, und sehr hilfsbereit - sie hob einige der rausgefallenen Dinge auf, und gab sie mir. Fand ich nett. Den MinD-Mitgliedsausweis schaute sie länger an, fragte ihre Mutter "Was ist das?" - die schaute einmal drauf und sagte "Ach, das ist so ein Sheldon..." - es wunderte mich, daß die Tochter offenbar wußte, was sie damit meint ... und daß eine einzige Eigenschaft zur Gleichsetzung mit einem soziopathischen Egoisten ausreichen kann (bei den paar Folgen, die ich anzusehen geschafft habe, fiel mir Sheldons Intelligenz nie auf, sondern einzig seine Arroganz, sein Egoismus und die vollständige Abwesenheit jeglichen Versuchs, das oder überhaupt sich zu reflektieren). Scheint eine eher flach dargestellte Figur zu sein, man nimmt sich 2, 3 Eigenschaften, die man aus den dümmeren Vorurteilen, die jeder kennt, rausgelesen hat, und der Rest folgt dem dann schon von selbst, die starre Figur muß ja nur in unterschiedliche Situationen geworfen werden, in denen sie dann vorhersehbar tut was jeder ahnt.

Bei vielen guten Dingen ist es irgendwann auch mal schön, wenn sie enden - das haben sie mit dieser Serie gemein.

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excedrin 25.11.2019, 18:48
6.

Ich fand die Vorurteile über die Physiker-Nerds einfach total überzeichnet. Wenn man mal die autobiografischen Bücher von Feynman liest, entsteht nicht wirklich das Bild eines Nerds sondern eines sehr intelligenten und vorallem extrem neugierigen Menschen. Der dann auch mal selber ausprobierte ob erkaltende Gelatine auch dann erstarrt wenn man gleichzeitig weiterrührt. Also jemand der tatsächlich eigene Beobachtungen macheb möchte und dadurch erst in der Lage ist Thesen zu falsifizieren. Und auch öfters mal im Stripclub anzutreffen war.. ohne eine frauenfeindliche, verklemmter Nerd zu sein.

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noalk 25.11.2019, 18:59
7. rasanter Witz

Ich weiß nicht, welche Folgen der Autor gesehen hat, aber all meine Versuche in den letzten Jahren, mal die ein oder andere Folge anzuschauen, sind nach wenigen Sekunden gescheitert. Dümmliche Flachwitze, die jeder Kritiker einem deutschen Comedian um die Ohren hauen würde. Für mich war das, was ich da gesehen habe, unbegreiflich fade. Aber vielleicht reichen meine intellektuellen Fähigkeiten ja nur einfach nicht in die Sphären, in die man steigen können muss, um Gefallen an dieser Serie finden zu können.

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carlitom 25.11.2019, 19:26
8.

Zitat von Gleichstrom
Die Vorurteilsmanifestierung hab ich neulich mal ins Gesicht gedrückt bekommen: mir fiel meine Brieftasche runter an einer Kassenschlange. Hinter mir eine junge Mutter und ihre Tochter, so 6, und sehr hilfsbereit - sie hob einige der rausgefallenen Dinge auf, und gab sie mir. Fand ich nett. Den MinD-Mitgliedsausweis schaute sie länger an, fragte ihre Mutter "Was ist das?" - die schaute einmal drauf und sagte "Ach, das ist so ein Sheldon..." - es wunderte mich, daß die Tochter offenbar wußte, was sie damit meint ... und daß eine einzige Eigenschaft zur Gleichsetzung mit einem soziopathischen Egoisten ausreichen kann (bei den paar Folgen, die ich anzusehen geschafft habe, fiel mir Sheldons Intelligenz nie auf, sondern einzig seine Arroganz, sein Egoismus und die vollständige Abwesenheit jeglichen Versuchs, das oder überhaupt sich zu reflektieren).
Arroganz passt doch. SIE erwarten ja auch, dass jeder beim Hinweis auf MinD gleich weiß, dass Sie hochbegabt sind. Und Sie wollten genau das unterbringen.

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Leberwurstbrot 25.11.2019, 19:36
9. Ganz gut, aber...

TBBT war immer eine „ganz gut“ Serie. Aber niemals der grosse Wurf. Den hatte Lorre nur einmal, und das war eindeutig Two and a half men, natürlich nur die Folgen mit Sheen.

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