Forum: Kultur
Zum Tag der Pressefreiheit: Dies ist keine Sonntagsrede
Matthias Balk/ DPA

In Österreich legt eine Regierungspartei einem kritischen Journalisten nahe, in den Urlaub zu gehen, und Wahlberichterstattung wird von Trollfabriken gelenkt. Die Pressefreiheit muss stärker denn je erkämpft werden.

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mima84_84 03.05.2019, 19:01
1.

Danke für diesen wichtigen Kommentar!

Pflichtlektüre!

Was abgeht, wenn nationalistische Parteien wie AfD, FPÖ, PIS usw. an die Macht kommen sieht man blaupausenartig an der Türkei.

Es fängt mit wüsten Beschimpfungen und Hetze gegen die kritische Presse an. In dem Stadium befinden wir uns noch in Deutschland und Österreich. Es endet mit der massenhaften Inhaftierung von kritisch nachfragenden Journalisten wie inzwischen schon bei Erdogan.

Wacht endlich auf!

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eule_neu 03.05.2019, 19:10
2. Pressefreiheit und Demokratie sind unzertrennliche Brüder

Wer die Pressefreiheit angreift, greift auch die Demokratie an. Pressefreiheit und Wahrheit der Berichterstattung sind die eine Freiheit, die von allen demokratisch gesinnten Menschen gelebt werden muss. Lüge oder Unwahrheit in den öffentlichen Medien, heutzutage Fake genannt sind zerstörerisch und werden von den Feinden benutz, um sich der Bürger "habhaft" zu machen und damit die Gesellschaft ihrer "Normen" zu unterwerfen.
Links- und Rechtspopulisten sind Anhänger der "Fake-News", um den von ihnen ungeliebten Staat zu beseitigen. Deshalb ist die wahrhafte Pressefreiheit unerlässlich und wir sollten - wie um die Demokratie - jeden Tag darum überall kämpfen, dass sind wir unser Freiheit schuldig ....

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wolle0601 03.05.2019, 19:16
3. Mit allem einverstanden,

mir sind die Medien als " vierte Gewalt" auch wichtig. Nur: zur Wahrheit gehört auch, daß Journalisten in ihren Einstellungen eher links von der gesellschaftlichen Mitte sind und ihre Macht in meiner Wahrnehmung auch einsetzen. Speziell SPON scheint sich in diesem Sinn immer mehr als Kampagnenorgan für ökoreligiöse Inhalte zu begreifen.

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heinri_sch 03.05.2019, 20:08
4. @Wolle0601

Bitte hören sie auf mit dem Bullshit, dass die Redakteure links der Mitte sind. Redakteure verkaufen Artikel über Medien und sobald diese gekauft werden, und zwar in einem Maße, dass die Redakteure und das Medium davon leben können, dann sind sie in der gesellschaftlichen Mitte. Besonders SPON, welches ein überaus erfolgreiches Medium ist. Denken sie etwa die hunderttausend Menschen, die auf SPON Artikel lesen sind alle konservativ, nur haben sie kein anderes Medium? Entschuldigung, aber Sie scheinen mir speziell fehlgeleitet in ihren Annahmen zu sein.

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meresi 03.05.2019, 20:14
5. Der Angriff bzw Kritik

Zitat von wolle0601
mir sind die Medien als " vierte Gewalt" auch wichtig. Nur: zur Wahrheit gehört auch, daß Journalisten in ihren Einstellungen eher links von der gesellschaftlichen Mitte sind und ihre Macht in meiner Wahrnehmung auch einsetzen. Speziell SPON scheint sich in diesem Sinn immer mehr als Kampagnenorgan für ökoreligiöse Inhalte zu begreifen.
gegen SPON ist nicht gerechtfertigt. Ich halte sie eher für ein Blatt in der Mitte. Warum? nun, relativ humorlos und schnell mit der Zensur bei der Hand bei div. Forenberichten die offensichtlich nicht der Linie entsprechen oder vielleicht den persönlichen Geschmack verletzen. Das hat mit links der Mitte absolut nichts zu tun. Links der Mitte, falls man dazu steht, ist man fähig selbstreflektierend zu sein und Kritik ohne zu schäumen zu analysieren und wenn notwendig seine eigene Position zu div. Themen zu revidieren bzw. korrigieren. Selbst verteilt man Kritik hingegen konstruktiv soweit möglich und nur in kleinen Dosen, wg. dem Gift warats...darf natürlich mit einer Prise Ironie oder sogar Sarkasmus gewürzt sein. Uns Zynikern ist ja schließlich nichts fremd.

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Querdenker77 03.05.2019, 20:18
6. Journalisten sind nicht linkslastig

sondern in Summe in den letzten 15 Jahren eher neoliberal aufgestellt. Denn die Meinungsführer unter ihnen und damit erfolgreichen, sind meistens Freiberufler und/oder sehr gute Verdiener. Das kann man ganz gut daran erkennen, wenn der Impetus der SPD-Kampagnen kurz vor entscheidenden Phasen im Zweifel dann doch madig gemacht werden. Und zwar durch die Bank weg in allen Medien. Bürgergeld, Steuererhöhungen zur Umverteilung, Vermögenssteuer, CO2-Bepreisung etc - ist dann auf einmal alles nicht mehr so toll, denn das Hemd ist eben doch näher als die Hose und der Chef findet es auch gut. Man braucht ja Anzeigen.

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fortelkas 03.05.2019, 21:03
7. Zum Beitrag Nr. 3

Ist das wirklich ihr Ernst: ....."daß Journalisten in ihren Einstellungen eher links von der gesellschaftlichen Mitte sind und ihre Macht in meiner Wahrnehmung auch einsetzen."? Meinen sie wirklich die deutsche Presse? Ich kann mir das nicht vorstellen. Allein die Organe des Springer-Konzerns verbreiten doch machtvoll eher konservative bis rechte politische Botschaften, aber ich will die Machtverteilung in der deutschen Presselandschaft hier gar nicht aufrollen, eher linke Strömungen sind doch selten. Aber zudem hier vorliegenden Artikel: Da soll jetzt ein kritischer bohrend nachfragender Journalist mundtot gemacht werden, noch steht sein Arbeitgeber zu ihm, wie lange noch? Und gleich ein Wort zur Aufgabe von Journalisten: Sie müssen, zumindest im Kommentar- und Meinungsteil, überhaupt nicht objektiv sein, im übrigen geht das auch gar nicht, sie müssen unabhängig sein und sich auch unabhängig fühlen können, das hat die Gesellschaft, in der sie leben und arbeiten, zu garantieren, der Staat und seine Protagonisten haben sich da rauszuhalten. Ein Satz zur Weimarer Republik. Da hatte der Deutschnationale Hugenberg sich ein Presseimperium zusammengekauft und mit der so entstandenen Meinungsmacht Hitler mit zum Einzug in die Reichskanzlei verholfen. Die Linken hatten da nichts mehr zu melden. Im übrigen ist die Weimarer Republik nicht von der politischen Linken zerstört worden, sondern allein von der politischen Rechten. Und heute erleben wir doch ähnliches: Mächtige rechtskonservative Kräfte (in Deutschland macht sich die AfD auf den Weg) versuchen alles in der Presse, was sie für links halten, mundtot zu machen. Und in Österreich scheint das genau so zu sein, die Aufzählung der übrigen Länder (sie werden im Artikel genannt) will ich mir hier ersparen.
Wehret den Anfängen!
Erwin Fortelka

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Schartin Mulz 03.05.2019, 22:07
8. Die Frage,

ob deutsche Medien "linkslastig" sind, krankt einfach an der Definition von "links".
Ich kenne z.B. keine Zeitung, die positiv über die Partei "Die Linke" berichtet.
Echte linke Themen haben es in den Medien schwer, schon Diskussionen über eine Vermögenssteuer rücken einen in die Nähe des Kommunismus.
"Links" sind die Medien eher bei Themen wie Feminismus, Homoehe, Migration, Klima etc, wobei ich das nicht als typisch linke Themen ansehen würde.
"Links" sind die Medien ebenfalls bei der reflexartigen Einordnung missliebiger Meinungen als "rechts".
Positiv muss man zumindest hier beim Spiegel hervorheben, dass es z.B. aktuell zu den provokanten Thesen von Kevin Kühnert Artikel gibt, die sich tatsächlich sachlich mit den Ideen auseinandersetzen.
Oder dass ein Fleischhauer regelmäßig gegen den Strich bürsten darf.
Negativ muss man erwähnen, dass Fleischhauers Kolumnen keine Chance auf Veröffentlichung hätten, wenn es sich um Leserbeiträge handeln würde. Hier sind die Maßstäbe für Löschungen oft nicht nachvollziehbar.

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WolfThieme 03.05.2019, 22:18
9. Nie wieder !

Ich war über 60 Jahre Journalist und dachte, ich könnte jetzt meinen Ruhestand genießen. Dem ist nicht so. FPÖ, AfD, Salvini, Kaczinski, Orban und wie sie alle noch heißen, zeigen deutlich, was Journalisten bevorsteht, wenn sie nicht vor Diktatoren und Autokraten und Möchtegern-Machthabern kuschen. Für diesen rechten Warnschuss sollten wir dankbar sein und uns mit allen verfügbaren MItteln wehren. Wiglaf Droste hat gefragt: Muss man eigentlich Parteien, die demokratisch gewählt wurden, auch demokratish bekämpfen? Gute Frage.

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