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Zum Tod von Doris Day: Der Zauber der Sauberfrau
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Drei Jahrzehnte lang war Doris Day zuckersüß und allgegenwärtig als Everybody's Darling - dass sie viel mehr konnte, sahen nur wenige. Nachruf auf eine Frau, die aus der Zeit fiel.

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astaubach 13.05.2019, 19:06
10. Legende einer anderen Zeit

Es mag gehässig klingen, ist aber nicht so gemeint: Mein erster Gedanke war "Oh. Sie hat bis vor kurzem noch gelebt ?". Eine lange Karriere, dann ganz lange verschwunden. Eine der letzten Großen aus der alten Truppe.

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uh2012 13.05.2019, 19:19
11. Wenn SPON

Zu YouTube verlinkt, sollte das Video dort verfügbar sein.....

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otto_lustig 13.05.2019, 19:49
12. Das war noch richtiges Kino!

Anders als der heutige Marvel-Mist oder Jonny Depp. RIP

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monoman 13.05.2019, 19:55
13. que sera sera

Ich kannte sie eigentlich fast nur aus dem Hitchcock-Film, alleine schon dafür vielen Dank! Und bei Hitchcock ist ja bekanntlich nichts wirklich sauber ;-)

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franz.v.trotta 13.05.2019, 20:04
14.

Zitat von Watschn
Muss(te) Sie aber auch nicht sein. Sie hatte ihre eigene Aura, eine Aura der sympatischen, nicht aneckenden, zuweilen auch biederen Lebendigkeit. Manche mögen gerade dies, machen ist es ein bisschen zu angepasst. In ihrer Art, ein weibliches Spiegelbild eines Peter Alexanders. Eine grosse Entertainerin. RIP in Peace...
Zitat: "ein weibliches Spiegelbild eines Peter Alexanders".
Das hat Doris nicht verdient.

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kajoter 13.05.2019, 20:13
15. Typische Journalistenschreibe

Es gibt von Doris Day einen Probemitschnitt, auf dem ihr großes Tanztalent zu bestaunen ist. Ich wollte es zuerst überhaupt nicht glauben, dass es sich um Doris Day handelte - sie war wegen ihres jungen Alters auch äußerlich kaum erkennbar.
Warum steht in dem Artikel nichts davon, dass sie zuerst Tänzerin werden wollte und dieses wegen eines Beinbruchs aufgeben musste?

Doris Day war die Tochter eines Musiklehrers und sang in jungen Jahren in Big Bands. Sie liebte Jazz. Ihr größter Erfolg war "Sentimental Journey", das sie genauso unverwechselbar und wie selbstberständlich swingte, wie es Peggy Lee mit ihrem "Fever" tat.

Aber was macht eine Jazz-Sängerin, wenn die Big Band-Aera gerade zu Ende geht und sie das Glück hat, in Hollywood zu landen? Sie nimmt natürlich an. Doris Day kannte die harte Schule der Musik und die fast noch härtere des Tanzens. Insofern sagte sie einmal, dass sie im Schauspiel im Vergleich dazu überhaupt keine Mühe oder Arbeit erkennen könne. Aber sie machte es und war sich noch nicht einmal zu schade dafür, das kitschige "Que sera" zu singen. Ihr Einkommen war gesichert und sie musste sich für ihre Filme nicht schämen.

Und was schreibt der Herr Journalist? Er verwechselt die Privatperson mit den Filmrollen, die sie spielte. Dabei ist Hollywood dafür bekannt, Typen zu formen, sie für das Publikum mundgerecht zu machen und danach an diesem Typus festzuhalten. Der Typus der Doris Day war insofern ein Kunstprodukt, ein Käfig, aus dem sie nicht mehr herauskam und daher alles andere als die Grundlage eines Nachrufs. Aber das kommt eben dabei heraus, wenn ein Journalist Kultur nur mit Kino definiert.

Doris Day war de facto eine "Allrounderin", wie sie vor allem im Musical sehr gesucht ist. Sie hätte darin eine genauso große Karriere machen können wie Liza Minelli, wenn man ihr die Chance gegeben hätte. Aber sie war den Produzenten eben zu typbesetzt. Und sie war durch den Erfolg in ihrer Karriere zugleich zu unabhängig, um jeden Mist anzunehmen, und zu selbstbewusst, um sich auf die typischen Hollywood-Spielchen einzulassen.

Es ist traurig, dass sie mit einem derartig unwürdigen Nachruf bedacht wird. Und es ist zugleich bezeichnend: SPON und Kultur sind zwei unvereinbare Begriffe.

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Neustädter_02 13.05.2019, 20:31
16. Unmöglich!

Zitat von Watschn
In ihrer Art, ein weibliches Spiegelbild eines Peter Alexanders. Eine grosse Entertainerin. RIP in Peace...
De mortuis nihil nisi bene, heißt es doch so schön. Ihr Peter-Alexander-Vergleich ist wie Schmutzhinterherwerfen am Sarg eines Toten! Das hat DD nicht verdient!

Übrigens, in RIP steckt "in peace" schon drin. Sie haben schon bei BREXIT-Diskussionen mangelnde Sattelfestigkeit selbst bei einfachen englischen Phrasen gezeigt. Lassen Sie es besser!

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Watschn 13.05.2019, 20:34
17. Das sehe ich sehr positiv....

Zitat von franz.v.trotta
Zitat: "ein weibliches Spiegelbild eines Peter Alexanders". Das hat Doris nicht verdient.
Peter Alexander war ähnlich auch eine nicht aneckende Figur, ein toller Entertainer, welcher nie Personen öffentlich o. am TV despektierlich bis abschätzig behandelte.

...Aber er war natürlich kein weltmännischer Frank Sinatra...
Nichtsdestrotrotz, ein ganz toller fernsehabendfüllender, abwechslungsreicher Showstar mit wunderbaren, auch tiefsinnigen Liedern, wie z.B. 'Die kleine Kneipe'.

Das kann man heute, was so die TV-Kanäle aufbieten...mehr o. weniger vergessen...OK, heute ist auch eine andere Zeit; eine Zeit....eher des Voyeurismus, des anderen Überbietens/Fertigmachens, einer Cindy Marzahn, von geschleimten Sendungen wie Lanz & Co. , o. von opulent langweilig-rappenden teilkriminellen Araber-Clans...

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GyrosPita 13.05.2019, 20:35
18.

Zitat von chrismuc2011
Zeitlebens stellten sich mir die NAckenhaare auf, wenn ich Doris Day hörte oder sah.
Das kann ich gut verstehen. In einer Zeit in der in Machwerken wie "Saw" oder "Hostel" Menschen in Großaufnahme mit Flußsäure vollgepumpt oder die Genitalien abgetrennt bekommen wirkt eine Schauspielerin wie Doris Day sicher geradezu traumatisierend.

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GyrosPita 13.05.2019, 20:42
19.

Zitat von Neustädter_02
De mortuis nihil nisi bene, heißt es doch so schön. Ihr Peter-Alexander-Vergleich ist wie Schmutzhinterherwerfen am Sarg eines Toten! Das hat DD nicht verdient!
Jetzt mal ohne jeden Blödsinn, aber was ist/war an Peter Alexander so schlimm?

Ich bin gerade mal 38, ich kann mich aber noch daran erinnern mit meiner Oma Peter Alexander im Fernsehen gesehen zu haben. Klar, das war betulich-gemütlich bis dorthinaus, aber dem wäre es in drei Leben nicht in den Sinn gekommen Leute so bloß zu stellen wie es ein Stefan Raab immer getan hat. Oder Harald Juhnke, gestern erst noch ne Doku über ihn gesehen. Das waren im besten Sinne "Unterhalter" die den Leuten ein paar schöne unbeschwerte Stunden bereiten wollten. Und zwar allen Leuten, nicht nur einem Teil davon der dann über die anderen lachen konnte.

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