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Zum Tod von Lemmy Kilmister: Er war Motörhead und er spielte Rock'n'Roll
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Seine Band Motörhead spielte monumentalen Ihr-Könnt-Uns-Alle-Mal-Rock, ohne ihn hätte es keinen Heavy Metal gegeben: Lemmy Kilmister war eine Erscheinung und ein grandioser Popstar, der keiner sein wollte.

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freddykrüger 30.12.2015, 17:30
170. @bill_dauterrive @125

Also bitte,ja! Wenn schon dann gibt sich Lemmy die Kante mit Hendrix, Jim Morrison, Dio, Animal Taylor, Wendy O Williams. Bukowski und Hunter S. Thompson sind sowieso dabei sowie Jerry Garcia, falls es genug Acid gibt. Juhnke und der Mafiosi Sinatra würden wohl allenfalls einen Tritt in ihren Hintern bekommen.

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twisted_truth 30.12.2015, 19:21
171. Ähem

Ich würde den Mann überall vermuten aber sicher nicht im Himmel!

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MatthiasPetersbach 30.12.2015, 19:33
172.

Zitat von Berg
….Welche Vorstellung von Musik haben die Zuhörer/innen? Kann das jemand mal definieren?
Ich weiß nicht. Ich war kein Fan und die Musik sagt mir auch nicht hundertprozentig was.

Aber das gilt auch für unzählige andere Musikrichtungen. Gilt eigentlich für alles - alles ist irgendwie Quark, bis man sich informiert hat, reingeschmeckt/gehört/erlebt hat.

Eben bis man ein wenig ein Kenner ist.

Und dann ist das Sujet, das Thema, die Musikrichtung eigentlich völlig egal: Ob man dann Tee oder Wein trinkt, die alten Meister oder Picasso favoritisiert oder Klassik oder Motörhead hört.

Schwierig ist nur, wenn es gar keine Tiefe gibt, wo man was rausziehen kann. Aber das ist weder bei Motörhead so noch beim Heavy Metal.

Wenn ich zufällig über ne Oper oder so ein Klassikgesülze stolpere, frage ich mich auch, was Sie sich fragen. Ich rette mich aber dann lieber in die Erkenntnis: "Ich hab mich nicht damit beschäftigt/ bin da (noch) nicht dahintergestiegen" usw.

Ist fairer - und richtiger.

Im übrigen hab ich -und viele andere- Lemmy auch wegen seiner Haltung, Aufrichtigkeit, Ehrlichkeit und Moral hoch geachtet. Lebenslauf lesen, Biographie lesen, Interviews lesen.
Dann werden die Sprüche mit "lauteste Band" und "RocknRoll" ein wenig in den Hintergrund treten. Das ist eben ein wenig die Trommel gerührt….

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MatthiasPetersbach 30.12.2015, 19:34
173.

Zitat von twisted_truth
Ich würde den Mann überall vermuten aber sicher nicht im Himmel!
Wieso - der Himmel ist per Definition da, wo Lemmy ist :)

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bill_dauterive 30.12.2015, 20:11
174.

Zitat von freddykrüger
Juhnke und der Mafiosi Sinatra würden wohl allenfalls einen Tritt in ihren Hintern bekommen.
Das glaube ich nicht. Morrison war ein Hippie-Poser, Juhnke einfach nur eine coole S*u und Sinatra ist/war die Institution in Sachen Drogen.

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freddykrüger 30.12.2015, 20:44
175. @bill_dautrrive

?u Spalter. (lol). Die Namen die ich genannt habe sind aber Stilecht. Morrison ein Hippie? Der war aber nicht gerade der Friede Freude Eierkuchen Typ.Vieleicht noch Keith Richards. Der sieht schon seit Jahren recht leblos aus und ist nur zu faul zum umfallen. Juhnke und Sinatra ehr für die Spießerfraktion. Eine habe ich noch vergessen, Janis Joplin. Basta. Natürlich nicht Bierernst gemeint. Guten Rutsch aus der Elm St.

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masoni 30.12.2015, 22:07
176. No Rest no Peace, 40 Jahre auf Tour

You know I'm born to lose
And gambling's for fools
But that's the way I like it, baby
I don't wanna live forever

And don't forget the joker

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kajoter 31.12.2015, 12:12
177.

Er war wohl ein positiv Verrückter, ein Eigenbrötler und jemand, dem man nicht wirklich böse sein konnte. Keith Emerson erzählte, dass Lemmy bei "The Nice" als Roadie arbeitete. Als er den Trick in seine Bühnenshow einbaute, mit kleinen Messern die Tasten seiner Hammond festzuklemmen, so dass die Töne weiterklangen und er sich derweil akrobatischen Showeinlagen widmen konnte, fand Lemmy die Aktion komplett lächerlich, da verschenkt, und besorgte ihm große türkische Dolche, mit denen Emerson in der Folgezeit wesentlich publikumswirksamer auf die Tastaturen seiner Orgeln einstach. - Ich denke, Lemmy wusste schon sehr genau um seine Beschränkungen in spielerischer und kompositorischer Hinsicht, daher wohl seine Bewunderung für die Beatles, die quasi das Gegenteil seiner Möglichkeiten darstellten. Trotzdem und gerade deswegen machte er das Beste daraus und legte das Fundament für Heavy Metal, also eines Genres, das unter Musikern nicht gerade für den Olymp der musikalischen Finesse gehalten wird, da er mehr extrovertierte Pose und mehr Ausdruck von prolligen Exzessen beinhaltet, als musikalische Kunstform zu sein. Dort mehr hineinzudeuten, ist natürlich gern gepflegtes Hobby von Musikjournalisten, aber so leid es mir tut: Außer einer möglicherweise bestens geeigneten Hintergrundkulisse für Sauf- und Sexorgien und außer einem möglichen Reflexionseffekt für Underdogs und deren sozialpädagogische Betreuer gibt es dort nichts musikalisch Erwähnenswertes. Es wird halt alles mit viel Tempo und viel Lautstärke und mit martialischen Posen niedergewalzt. Bei Lemmy aber merkte man, dass er genau das auf ehrliche Weise verkörpern wollte. Bei den allermeisten seiner Epigonen ist es dagegen reine Show, also etwas künstlich Aufgesetztes, was es in der Regel ziemlich lächerlich erscheinen lässt. Das dürfte der große Unterschied sein.

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Aberlour A ' Bunadh 31.12.2015, 14:20
178. Olymp der musikalischen Finesse?

Zitat von kajoter
Er war wohl ein positiv Verrückter, ein Eigenbrötler und jemand, dem man nicht wirklich böse sein konnte. Keith Emerson erzählte, dass Lemmy bei "The Nice" als Roadie arbeitete. Als er den Trick in seine Bühnenshow einbaute, mit kleinen Messern die Tasten seiner Hammond festzuklemmen, so dass die Töne weiterklangen und er sich derweil akrobatischen Showeinlagen widmen konnte, fand Lemmy die Aktion komplett lächerlich, da verschenkt, und besorgte ihm große türkische Dolche, mit denen Emerson in der Folgezeit wesentlich publikumswirksamer auf die Tastaturen seiner Orgeln einstach. - Ich denke, Lemmy wusste schon sehr genau um seine Beschränkungen in spielerischer und kompositorischer Hinsicht, daher wohl seine Bewunderung für die Beatles, die quasi das Gegenteil seiner Möglichkeiten darstellten. Trotzdem und gerade deswegen machte er das Beste daraus und legte das Fundament für Heavy Metal, also eines Genres, das unter Musikern nicht gerade für den Olymp der musikalischen Finesse gehalten wird, da er mehr extrovertierte Pose und mehr Ausdruck von prolligen Exzessen beinhaltet, als musikalische Kunstform zu sein. Dort mehr hineinzudeuten, ist natürlich gern gepflegtes Hobby von Musikjournalisten, aber so leid es mir tut: Außer einer möglicherweise bestens geeigneten Hintergrundkulisse für Sauf- und Sexorgien und außer einem möglichen Reflexionseffekt für Underdogs und deren sozialpädagogische Betreuer gibt es dort nichts musikalisch Erwähnenswertes. Es wird halt alles mit viel Tempo und viel Lautstärke und mit martialischen Posen niedergewalzt. Bei Lemmy aber merkte man, dass er genau das auf ehrliche Weise verkörpern wollte. Bei den allermeisten seiner Epigonen ist es dagegen reine Show, also etwas künstlich Aufgesetztes, was es in der Regel ziemlich lächerlich erscheinen lässt. Das dürfte der große Unterschied sein.
Um Gottes Willen, das kann man so nicht stehen lassen. Gerade die Heavy Metal-Helden gelten in im Bereich der Rockmusik - wenn man diesen Oberbegriff hier verwenden darf - vielfach als diejenigen mit der größten Virtuosität am Instrument. Und damit meine ich nicht nur die notorischen 10 Finger Tapping Geschwindigkeitssünder, sondern alle diesseits und jenseits von Eddie Van Halen. Aber Sie haben in einem Recht: man muss im Leben immer das Beste aus seinen Möglichkeiten machen. Und wenn man es als junge Band nicht schafft "Phantom of the Opera" von Iron Maiden nachzuspielen, dann gründet man eben eine Thrash-Metal Band. Lemmy hat es schließlich vorgemacht - mit einem Gitarristen wie Eddie Clarke blieb ihm auch nichts anderes übrig. Allerdings war Motörhead nicht nur als "Rock'n'Roll"-Band zu begreifen - es war von Anfang an, nicht nur für Lemmy, immer auch Lebensphilosophie. Aber was wäre eigentlich passiert, wenn der famose Thin Lizzy Gitarrist Brian Robertson schon 1977 zur Verfügung gestanden hätte und nicht erst zu "Another Perfect Day"? Die Geschichte müsste umgeschrieben werden.

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freddykrüger 31.12.2015, 14:57
179. @kajoter

ich geh mal davon aus das du Vorurteilen unterliegst was Metal betrifft, wie eigentlich recht vielen die keinen Bezug zu der Szene und der Musik haben. Macht aber auch nichts. Die meist dümmlichen Vorurteile gibt es seit Ende der 70er, Anfang der 80er und man nimmt sie schmunzelt hin.

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