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1000 Fragen: Wie sterben Sprachen?

Sprache kann verbinden, trennen - und der Tod einer Sprache kann sogar traumatisieren. Derzeit gibt es etwa 6000 verschiedene Sprachen, ein Drittel davon ist bedroht. Aber warum sterben Sprachen aus?

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Königstiger87 28.08.2011, 09:43
10. kt

Zitat von tito
sollte auch mit nur noch einer Sprache sprechen. Wie sollte eine Verständigung zwischen Deutschen und Griechen möglich sein, wenn zu den komplizierten Sachthemen auch noch sprachliche Mißverständnisse kommen? Genauso wie der einheitliche Euro die Finanztransaktionen erleichtert, sollte eine einheitliche Eurosprache auch die Verständigung erleichtern. Ja, eine einheitliche Sprache ist noch wichtiger als eine einheitliche Währung. Ich plädiere für das Englische als primäre Eurosprache. Englisch ist grammatikalisch nicht so schwer und - wie die amerikanische Version zeigt - außerdem sehr flexibel. Deshalb sollte wir Europas wegen auf Deutsch verzichten und: in Kindergarten und Schule Englisch als Primärsprache einführen, Deutsch nur noch als Zweitsprache.
Bei Menschen wie ihnen könnte kot....

Haben sie denn keine Ehre im Leib? Seine eigene Kultur so zu verleugnen ist eine Schande und auch der Grund warum es mit Deutschland bergab geht.

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aldr 28.08.2011, 09:59
11. +1

Zitat von Königstiger87
Bei Menschen wie ihnen könnte kot.... Haben sie denn keine Ehre im Leib? Seine eigene Kultur so zu verleugnen ist eine Schande und auch der Grund warum es mit Deutschland bergab geht.
Sehe ich auch so. Derjenige, der Amerikanisch oder Britischenglisch sprechen will, soll einfach dorthin ziehen.

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waelder 28.08.2011, 10:03
12. Sprachensterben

"Je mehr Sprachen ein Mensch spricht, umso mehr ist er Mensch" (soll ein chinesisches Sprichwort sein)

Jede Sprache steht für eine ganz spezielle Kultur und deren Geschichte und zumeist auch für eine ganz spezielle Denk- und Betrachtungsweise.

Wer schon mal versucht hat jemanden, der nicht Deutsch spricht, "gemütlich" zu erklären, hat schon ein gutes Beispiel.

Eine allgemeine Verkehrssprache, wie derzeit Englisch hat schon Vorteile, aber sollte dafür eine Muttersprache wie Deutsch aufgegeben werden?

Es ist ja schon zu bedauern, dass die Regionalsprachen in Deutschland nahezu verschwunden sind und fast nur noch als lokale Varianten des Hochdeutschen auftreten.

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MartinS. 28.08.2011, 10:04
13. ...

Zitat von Königstiger87
Bei Menschen wie ihnen könnte kot.... Haben sie denn keine Ehre im Leib? Seine eigene Kultur so zu verleugnen ist eine Schande und auch der Grund warum es mit Deutschland bergab geht.
Kultur verleugnen... Ehre im Leib???
Na da haben wir doch einen wahrhaftigen Freund der großen Worte.
Das Sprachverständnis vieler Deutscher ist schlichtweg eine Schande. Über viele Jahre hinweg herrschte die hochnäsige Meinung, dass man es nicht einmal notwendig hat, Englisch zu lernen. Wozu auch - brauch ich ja nicht... und wenn jemand was will, dann soll er doch Deutsch lernen.
Die Generation über 30 ist diesbezüglich in weiten Teilen einfach nur ungebildet.
Das hat weder was mit Ehre, noch mit dem Abschaffen "der deutschen Sprache" zu tun, sondern ist schlichtweg eine Notwendigkeit in globalen Zeiten.
Sprachen ändern sich (haben sie auch schon immer getan) - oder erachten sie es als ehrlos, dass sie kein altdeutsch mehr sprechen und schreiben?

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r.horn 28.08.2011, 10:04
14. ...

Zitat von tito
...in Kindergarten und Schule Englisch als Primärsprache einführen, Deutsch nur noch als Zweitsprache.
Ihr Nickname spricht Bände.

Der "tolle" Vorschlag ist aber nicht auf Ihrem Mist gewachsen, das konnte man alles schon in der damaligen Sowjetunion beobachten.
Hat klasse funktioniert.
Ein einig Volk von Brüdern.

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aldr 28.08.2011, 10:06
15. Weitaus

Zitat von Forumkommentatorin
Vor allem geht die Identifikation des einzelnen mit seiner Volksgruppe verloren. Ein solches Volk lässt sich von den Machthabern leichter führen. Eine bekannte Tatsache, die von Marxisten und Sozialisten gezielt eingesetzt wurde, z. B. im Baltikum.
früher haben es Assyrer und Babyloner eingesetzt. Und auch die Deuschen östlich der Elbe. Auch im Baltikum, und zwar wesentlich eher, bevorman über Sozialisten oder Kapitalisten wusste.

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HeBru 28.08.2011, 10:07
16. La Lune ???

Zitat von Neinsowas
...der Mond - la lune - the moon....
Welche Sprache soll das sein: La Lune ?

Zumindest in Spanisch und Italienisch wäre die Kombination aus "La" und "....e" in den allermeinsten Fällen Blödsinn.
Aber wahrscheinlich haben Sie ja eine andere Sprache zitiert, die ich nicht kenne ;-)

Just My2Cents, HeBru

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Nr82136 28.08.2011, 10:08
17. ...

Zitat von tito
sollte auch mit nur noch einer Sprache sprechen. Wie sollte eine Verständigung zwischen Deutschen und Griechen möglich sein, wenn zu den komplizierten Sachthemen auch noch sprachliche Mißverständnisse kommen? Genauso wie der einheitliche Euro die Finanztransaktionen erleichtert, sollte eine einheitliche Eurosprache auch die Verständigung erleichtern. Ja, eine einheitliche Sprache ist noch wichtiger als eine einheitliche Währung. Ich plädiere für das Englische als primäre Eurosprache. Englisch ist grammatikalisch nicht so schwer und - wie die amerikanische Version zeigt - außerdem sehr flexibel. Deshalb sollte wir Europas wegen auf Deutsch verzichten und: in Kindergarten und Schule Englisch als Primärsprache einführen, Deutsch nur noch als Zweitsprache.
Ironisch-provokant gemeint, oder?
Europa ist Einheit in Vielfalt. All equal all different.
Die Währung und die Sprache kann man nicht vergleichen. Die Währung ist etwas technisches. Die Sprache ist unendlich mehr.
Eine einheitliche Währung ist sinnvoll, eine einheitliche Sprache nicht.
Ihr Nickname deutet auf ein gescheitertes Sprachvereinigungsexperiment hin. Die Illusion des Serbokroatischen.
Selbst Deutsch und Österreichisch sind nicht identisch wie Sie an Worten wie Jänner, Ananas, Tschik, Kukoriz usw. sehen können.

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ColynCF 28.08.2011, 10:14
18. Sprache

Zitat von Edgar
Sprachen sind Werkzeuge. Sie entstehen zufällig, sie ändern sich zufällig, sie vergehen zufällig, es ist eine Frage des Nutzens.
Ganz zufällig nicht. Sprachen werden schon politisch gezielt gesteuert. Aber ansonsten haben Sie recht. Eine Sprache auf Teufel komm raus am Leben zu erhalten, ist im Prinzip genau so unsinnig und falsch wie sie mit Gewalt zu unterdrücken (wie z.b. Franco in Spanien das Gallizische und Katalonische).

Mag ja Sprachwissenschaftler begeistern (bin selber einer), wenn irgendwo ein lebendiges Sprachmuseum existiert, aber die Sprecher haben in der Mehrheitskultur damit eher Nachteile.

Ein Sprachunterricht in diesen Sprachen ist aber schon gut, damit die Kinder ihre kulturellen Wurzeln verstehen. Aber das ist dann schon nicht mehr Muttersprache und 2 Generationen später empfinden die Kinder das dann nur noch als lästige und unsinnige Pflicht.

Zum Glück können wir heute mit den modernen Techniken ja Tondokumente aufnehmen, so dass die Sprache auch im Klang erhalten bleibt. Vor allem Sprachen, die keine eigene Schriftsprache haben, wäre sie sonst komplett ausgetilgt. Aber ansonsten, ja, Dinge entstehen, Dinge vergehen. Das ist der Kreislauf des Lebens. Dem sollte man sich nicht entgegenstellen.

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Edgar 28.08.2011, 10:14
19. Sehr 'völkisch'

Zitat von Forumkommentatorin
Vor allem geht die Identifikation des einzelnen mit seiner Volksgruppe verloren. Ein solches Volk lässt sich von den Machthabern leichter führen. Eine bekannte Tatsache, die von Marxisten und Sozialisten gezielt eingesetzt wurde, z. B. im Baltikum.
Genau so gut könnten Sie sagen, dass der Untergang von Sprachen ein Zeichen für die gelungene Inegration und Einheit ist: 'Völkerverständigung' im wahrsten Sinn des Wortes.

Was Sie ansprechen, trifft nur zu, wenn Sprachen gewaltsam unterdrückt werden. Wenn eine Sprache dagegen mangels Bedarf ausstirbt, ist das ein Zeichen für einen integrativen Kulturwandel.

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