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14 Wartesemester für Medizin: Länger hoffen als studieren
DPA

Wer Medizin studieren will und keine Spitzennoten hat, muss mittlerweile sieben Jahre auf einen Studienplatz warten. Das ist ein neuer Höchststand. Das Bundesverfassungsgericht prüft, ob das gegen das Grundgesetz verstößt.

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Cotopaxi 16.08.2015, 09:45
150. Stadtteilschulen Hamburg

Ganz einfach. Erste bis elfte Klasse am Gymnasium. Und dann auf eine Stadtteilschule in Hamburg. So klappt es auch mit dem Einserschnitt fürs Medizinstudium.

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wellblechstrumpf 16.08.2015, 10:13
151. Richtig lesen?

Zitat von kylling19
ist natürlich unwürdig schlecht. Faul war sie, die ganze Zeit. Bleiben Sie mal auf dem Teppich.
Ich habe nicht gesagt, dass 1.9 zu schlecht ist. Nur sehen Sie, andere haben noch ein besseres Abi geschafft und es war Platz nach oben auf der Notenskala.

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wellblechstrumpf 16.08.2015, 10:14
152.

Zitat von steffen.ganzmann
Ich hätte mit Sicherheit auch dieses ominöse 1.0 geschafft, keine Frage. Aber ich bekam genau die Note, die ich wollte und das für viel weniger Arbeit. In dem Alter hat man schliesslich auch anderes zu tun als nur zu lernen ...
Sehen Sie. Und wenn man etwas anderes als lernen zu tun hat, dann nimmt man vielleicht den Schul-Job nicht so ernst. Ist ja auch kein Problem. Nur sollte man hinterher nicht rumjammern, dass es mit dem Wunschabi nicht geklappt hat.

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lagoya 16.08.2015, 13:34
153. Noten

Mein lieber Streberverein , kann sich denn niemand vorstellen, dass es junge Menschen gibt, die studieren ( also sich bemühen) , weil sie sich für etwas interessieren oder einfach Spass daran haben und studieren um des Studierens Willen ohne die späteren pekuniären Erfolgsaussichten zu denken . Man wird so schnell älter, dass ein bisschen Divergenz nicht schadet , denn im Alter kommt die stringentere Konvergenz ganz von allein ;)

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practicus 16.08.2015, 17:27
154. noch gar nicht erwähnt:

Die Auswahl nach Abi-Note führt zu einer Benachteiligung von Männern in der Medizin. Da Frauen die Schule bei überwiegend weiblichen Lehrkräften viel glatter durchlaufen und in den Notenschnitt-steigernden "Laberfächern" wegen ihrer verbalen Geschicklichkeit leichter gute Noten schaffen, bekommen sie auch leichter die begehrte 1.0-Note
Heute sind über 60% der Studienanfänger der Medizin weiblich. Als Folge gibt es schon Nachwuchsprobleme in Chirurgie und Orthopädie, wegen der weiblichen Sonderwünsche bez. Arbeitszeit verschärft sich der Ärztemangel in den Kliniken - und Frauen sind auch als fertige Ärztinnen häufiger "nicht ärztlich tätig" als Männer.
Medizin ist ja eine Naturwissenschaft und setzt als solche natürlich Grundkenntnisse voraus, die mit einem Einser-Abi unvereinbar sind: Mathe, Chemie, Physik, Biologie.
Abiturienten ohne LK in mindestens zwei dieser Fächer sollten gar nicht Medizin studieren dürfen!
Schon in den 70ern habe ich die Studis mit dem Einser-Abi in Kunst, Sport und Religion aus NRW erleben dürfen: "Herr Professor, was ist ein Logarithmus?"

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rumsi 17.08.2015, 16:56
155. Man merke sich:

Wartesem.nicht wegen der Anforderung in der Medizin, sondern wg. des niedrigen Angebots.

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der_geraet 17.08.2015, 20:43
156.

Gute Freunde und enge Familienangehörige von mir sind Ärzte. Für das Studium benötigt man einen langen Atem und teilweise beinharte Disziplin, ein Minimum an Intelligenz sei mal vorausgesetzt. für den späteren Beruf ist der Berg an Wissen, den man sich prüfungsgerecht systematisch ins Kurzzeitgedächtnis hämmert, äußerst irrelevant. Mit einem guten Abitur beweist man diese Qualitäten schon in jungen Jahren, mehr aber auch nicht.

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ondrana 17.08.2015, 22:26
157.

Ich verstehe diese Fixierung auf die sogenannten "Spitzenabis", die für ein Medizinstudium nötig sind, in keiner Weise.

Ob ich besonders gut Spanisch spreche,Basketball spiele, oder irgendwelche Wetterkapriolen einordnen kann, ist für ein Spitzenabi von Belang. Dafür, dass man eine gute Ärztin wird, ist es nicht wichtig.

Vor 30 Jahren gab es diese Ansprüche an einen Medizin-NC nicht. Sind das alles schlechte Ärzte geworden?

Der afghanische Internist oder die Chirugin aus der Ukraine - haben die auch vor ihrem Studium in ihren Herkunftsländern eine Reifeprüfung von vergleichbarer Qualität vorweisen müssen? Wohl nicht und sie können ja wohl so schlecht nicht sein, wenn sie hier ohne Weiteres praktizieren dürfen.

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drreggie 18.08.2015, 09:43
158. Woher will sie wissen,

Dass es keinen besseren Beruf für sie gibt? Anscheinend ist sie zu fixiert darauf und hat noch nichts anderes probiert. Ich habe auch Medizin studiert und kann nur sagen, dass es deutlich entspanntere Berufe gibt. Und wenn man nur auf den Abischnitt schaut: bei einem Abiturschnitt zwischen 1,0 und 1,5 sollte man in Erwägung ziehen, eine tiefgreifende Naturwissenschaft zu studieren. Medizin kratzt an der Oberfläche und hinterher beschäftigt man sich eher mit sozialen Problemen...

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Kurbelradio 18.08.2015, 09:45
159.

dagegen zu klagen, weil das Recht auf freie Berufswahl beschnitten würde, ist wohl der falsche Weg. Wahrscheinlich fühlen sich 80% der Erwerbstätigen ihrem Traumberuf beraubt und könnten klagen (ich selbst gehöre nicht dazu).
Wie wäre es, wenn man ein Auswahlverfahren dahingehend durchführt, dass nur dann Medizin studiert werden kann, wenn Bio, Physik oder Chemie als Leistungsfach im Abi vorgewiesen werden muss mit entsprechender Note? Denn ein überragendes Abitur mit Geschichte etc...heißt ja nicht, dass die Gabe für Naturwissenschaft gegeben ist. Was dann ja auch das Versagen im Physikum etc...erklären würde.

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