Forum: Leben und Lernen
21-Jährige: Sind sie wirklich so?

Einsam und ratlos: Für den Autoren Ric Graf sind das Adjektive, die seine Generation kennzeichnen. Stimmt das Ihrer Meinung nach? Der Artikel zum Thema:

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wuwei 21.07.2006, 12:51
1.

Zitat von sysop
Einsam und ratlos: Für den Autoren Ric Graf sind das Adjektive, die seine Generation kennzeichnen. Stimmt das Ihrer Meinung nach?
Klar, aber nur auf den Autor bezogen. Aber der war ja auch schon Schülersprecher.

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Bhur Yham 21.07.2006, 13:00
2.

Zitat von sysop
Einsam und ratlos: Für den Autoren Ric Graf sind das Adjektive, die seine Generation kennzeichnen. Stimmt das Ihrer Meinung nach?
Auf jeden Fall wieder ein Buch, das niemand braucht und das im Regal verstauben wird.

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sojiti 21.07.2006, 13:01
3.

Zitat von sysop
Einsam und ratlos
...ich auch.
Sommerloch?

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arte de la comedia 21.07.2006, 13:02
4.

Zitat von wuwei
Klar, aber nur auf den Autor bezogen. Aber der war ja auch schon Schülersprecher.
Das waren viele...und trotzdem ist aus denen was geworden.

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Joe Dalton 21.07.2006, 13:16
5.

Das scheint mir aber sehr verallgemeinert.

Aus eigener Erfahrung kann ich berichten (ich bin 34 Jahre alt und als Arzt an einem Uniklinikum u.a. mit der Ausbildung von Studenten betreut), dass es - wie kann es auch anders sein - solche und solche gibt. Kein Kurs ist vollzählig - geschwänzt wird immer (insbesondere im Sommersemester...), einige stellen ihr Desinteresse offen zur Schau und andere zeigen durch ihre Mitarbeit und ihre Fragen auch nach Ende der Kurse hohes Engagement und Interesse. Insgesamt kann ich keine wesentlichen Unterschiede zu meiner (Studenten)Generation feststellen. Ich denke, es gibt in jeder Generation sowohl Menschen mit einer klaren Vorstellung vom Leben und mit festen Zielen und Menschen, die "einsam und ratlos" sind. Und das gilt sicher nicht nur für die junge Generation...!

__________________________________________________ __
"Unsere Jugend ist heruntergekommen und zuchtlos.
Die jungen Leute hören nicht mehr auf ihre Eltern.
Das Ende der Welt ist nahe!"
(Keilschrift in Ur/Chalda, ca. 2000 v. Chr.)

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Arion's Voice 21.07.2006, 13:21
6. Gut beobachtet

Zitat von sysop
Einsam und ratlos: Für den Autoren Ric Graf sind das Adjektive, die seine Generation kennzeichnen. Stimmt das Ihrer Meinung nach? Der Artikel zum Thema:
Ich habe das Buch nicht gelesen, finde aber (was ich aus dem Interview herauslesen konnte), dass Ric Graf einen wichtigen Punkt gut beobachtet: es wird Jugendlichen schwer gemacht, eine eigene Identität zu finden. Sie sind Zielgruppe großer Konzerne, die Umsatz durch eigene Meinung der Käufer bedroht sehen und so Egoismus und Trendbewusstsein propagieren. Von Seiten der Familien (am besten sollen ja beide Elternteile ganztags arbeiten) und der Schulen (Kürzungen am Bildungsetat) werden Jugendliche momentan nicht genug dagegen gewappnet. Das finde ich persönlich sehr bedenklich, auch wenn meine Vor-Poster [heißt das in einem Forum so?] das für unerheblich erachten. Außerdem breitet sich dieses Gefühl ja nicht nur auf die Jugend aus. Wir leben zwar in einer Demokratie, sind aber in der Mehrheit an Politik überhaupt nicht interessiert, was bedeutet, dass nicht der Wille der Mehrheit durchgesetzt wird, sondern derer, die sich am lautesten äußern (was leider oft diejenigen sind, die viel besitzen und noch mehr möchten). Nicht nur 21-Jährige werden zu egozentrischen Konsumenten erzogen, nur bei Ihnen wirkt die Erziehung schneller, weil sie bislang weniger Lebenserfahrung haben, durch die sie überprüfen können, ob das, was ihnen aufgedrängt wird, auch richtig ist. Mir (ich bin 30) ist auch seit längerer Zeit aufgefallen, dass Individualismus in den nachfolgenden Jahrgängen nachlässt und statt dessen Konformismus steht. Das ist ein Verlust für den politischen und kulturellen Bereich, der sich nur sehr langsam bemerkbar macht, den ich aber sehr bedauere.

[keine Haftung für Druckfehler]

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Mulharste 21.07.2006, 13:21
7. so ist es

...und es melden sich mit gegenteiliger Argumentation natürlich immer die, die es ganz genau wissen....nur leider mittlerweile nicht mehr betroffen sind vom "einundzwanzig sein".

Schauen Sie in die Clubs, Straßenkaffees, Discos, In-Lokale, Urlaubsorte, Strände...etc

Alles irrsinnig erfolgreiche, schöne, durchgestylte Menschen. Doch ist es wirklich so? Nein, es ist der Schein.
Vorgegeben durch Massenmedien und MTV...verkommen zu Opfern Ihrer eigenen Hypeness. Ziellos in die Zukunft lebend, ohne den Hauch einer Sicherheit. Ohne Idole, ohne Vorbilder...
... und trotzdem schön glücklich und wunderbar gleichgeschaltet.

Es ist keine Jugendkultur mehr,kein Aufbäumen, kein Protest gegen Althergebrachtes - sondern ein Jugenddikta, ein Mitschwimmen, ein Einrichten in bestehende Strukturen.
Unterwirf dich dem Mainstream oder stirb in Hartz IV.

Kein Mittelmaß...sondern entweder das Allerletzte, oder total coooooool.

Was sich in der Gesellschaftsstruktur abzeichnet, ist bei den 20ern längst bittere, harte Realität. Nur wahrhaben und zugeben wills keiner.

Das Buch ist vielleicht nützlicher als so machner Vorredner "ungelesen" glauben machen will.

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Iwanov 21.07.2006, 13:23
8.

So sind doch nicht nur die Zwanziger ;-)

Auch die, die kurz davor sind, sind kaum anders. Diese oberflächliche Coolness ist auch bei 17+ vorhanden.

Einsam und ratlos... ist das nicht irgendwann im Leben jeder mal? Ich finde viele von denen sehen gar nicht so einsam aus, wenn die mit ihren Freunden in den Cafés sitzen. Ratlos, mag sein dass das überspielt wird durch diese oberflächliche Coolness. (Dieses Cool-sein an sich hat schonw as abartiges...)

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Arion's Voice 21.07.2006, 13:30
9. Unterschied im Geschmack

Zitat von Joe Dalton
Das scheint mir aber sehr verallgemeinert. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten (ich bin 34 Jahre alt und als Arzt an einem Uniklinikum u.a. mit der Ausbildung von Studenten betreut), dass es - wie kann es auch anders sein - solche und solche gibt... Insgesamt kann ich keine wesentlichen Unterschiede zu meiner (Studenten)Generation feststellen. Ich denke, es gibt in jeder Generation sowohl Menschen mit einer klaren Vorstellung vom Leben und mit festen Zielen und Menschen, die "einsam und ratlos" sind. Und das gilt sicher nicht nur für die junge Generation...!
Ich stelle einen Unterschied fest:
zu meiner Schulzeit hatten fast alle Schüler eigene Geschmäcker im Bezug auf Filme, Musik, Bücher, Kleidung und Ähnliches. Es gab jede Menge Individualisten. Das hat rapide nachgelassen (meiner Meinung nach). Aus dem Überangebot an Möglichkeiten heraus scheint sich eine Konzentration auf den Mainstream zu bilden.

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