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72-jähriger Abiturient: "Meine Mitschüler wollten, dass ich zum Abiball komme"
DPA

Mit 72 Jahren hat Robert Spieß sein Abitur in Wiesbaden nachgemacht - und will jetzt noch studieren. Hier erzählt er, warum er trotz Sympathie zu seinen jungen Mitschülern keine Klassenreisen mitgemacht hat.

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dickebank 02.07.2015, 07:53
80. Quark

Zitat von IntelliGenz
sein Studium aus der eigenen Tasche finanziert, darf er gerne der Allgemeinheit einen teuren Studienplatz wegnehmen. Schon mal darueber nachgedacht wie er das bewerkstelligen will, wenn er irgendwo im Ausland beheimatet waere ? Nur in Deutschland gibt es solche irren Vorgaben, dass jederman oeffentliche Gelder zum eigenen Spass verheizen darf. Erklaere mir bitte jemand, welchen Mehrwert der Herr nach Abschluss seines Studiums fuer die Allgemeinheit erbringen will, ausser der, eine Meldung in einer Boulevardzeitung zu werden
Da er Zeit seines Arbeitslebens steuern und Abgaben gezahlt hat, hat er seinen zukünftigen Studienplatz bereits vorfinanziert.

Bildung ist übrigens immer ein individueller und kein volkswirtschaftlicher Mehrwert - außer man ist der Meinung, dass Humboldt tot sei.

Aber vermutlich gehören Sie auch zu der Fraktion, die behauptet, dass ein Mehrwert erst duch Vermarktung und nicht durch die Erzeugung von Gütern und Dienstleistungen erwirtschaftet wird. Deutlich abzulesen an den Gehältern in Produktion und Verwaltung von Unternehmen.

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alasiaperle 02.07.2015, 08:01
81.

Zitat von IntelliGenz
Erklaere mir bitte jemand, welchen Mehrwert der Herr nach Abschluss seines Studiums fuer die Allgemeinheit erbringen will, ausser der, eine Meldung in einer Boulevardzeitung zu werden
Er hat bereits was für die Allgemeinheit getan, in dem er jetzt als ein Vorbild für Menschen jeden Alters agiert.

Nicht nur hat er brav 40 Jahre durchgearbeitet, was viele heutzutage (auch Akademiker) sehr schwer von sich behaupten werden können, er hat er einen Besuch an einen Abiturkolleg sogar abgeschlossen.

Jeder der sich etwas auskennt, weiß wie schwer so was ist. 100 (meist sehr junge) Leute fangen bei so einer Schule an und nur 16-32 davon beenden diesen Besuch erfolgreich.

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siste84 02.07.2015, 08:09
82. Respekt, Herr Spieß!

Klasse, davor kann man nur den Hut ziehen.

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marcaurel1957 02.07.2015, 08:34
83.

Zitat von IntelliGenz
sein Studium aus der eigenen Tasche finanziert, darf er gerne der Allgemeinheit einen teuren Studienplatz wegnehmen. Schon mal darueber nachgedacht wie er das bewerkstelligen will, wenn er irgendwo im Ausland beheimatet waere ? Nur in Deutschland gibt es solche irren Vorgaben, dass jederman oeffentliche Gelder zum eigenen Spass verheizen darf. Erklaere mir bitte jemand, welchen Mehrwert der Herr nach Abschluss seines Studiums fuer die Allgemeinheit erbringen will, ausser der, eine Meldung in einer Boulevardzeitung zu werden
Ich nehme an, dass er die rund 300 Euro Semsterbeitrag bezahlt, evtl. auch 800 Euro besonderen Beitrag.....reicht ihnen das?

Übrigens muss ich keinen "Mehrwert" für irgendjemanden erbringen.....es reicht völlig, wenn ich das tue was mir Spaß macht!

Wie gesagt, meine Hochachtung Herrn Spieß, mögen ihm noch viele Jahre als Student verbleiben !

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astor131 02.07.2015, 09:24
84. Woher wissen sie

Zitat von Eu1ropa
Unterricht kostet Geld. Dieses Geld legt die Gesellschaft für Menschen auf den Tisch des Hauses, die in Zukunft für diese Gesellschaft Jahrzehnte hinweg arbeiten. Diesen Egotrip sollte der 72 jährige selbst zahlen
ob er nicht Schulgeld zahlen musste?!
Abgesehen davon wird er in seinem Leben mehr Steuern gezahlt haben als sie. Wo ist der Unterschied, ob er mit 20 oder mit 72 studiert?

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bauern-muenchen 02.07.2015, 09:24
85. @IntelliGenz

1. Er ist aber nicht im Ausland
2. Ein Studium ist keine Berufsausbildung, d.h. es muss sich daraus auch kein Mehrwert ergeben (klingt auch irgendwie nach 'arbeitsfähig', wie damals an der Rampe)
3. Warum sollte nicht ein 80jähriger während seines Studiums auf irgendetwas stossen, was bspw. zu einem Mittel gegen Krebs führt?

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waelder 02.07.2015, 09:28
86. Abitur mit 72

Hervorragend - tolle Leistung.
Ich hingegen bin mit 27 aufs Kolleg gegangen und hatte mit 36 mein Universitätsdiplom (heute "Masters" genannt) - allerdings mit insgesamt 67 Aushilfsjobs und dennoch am Ende mit DM 22.000 Bafög- und anderen Schulden.
Ich muss jedoch zugeben, dass ich eventuell jemanden den Arbeitsplatz weggenommen habe, da ich mit 70 Jahren noch als Berater für Projekte der Entwicklungshilfe tätig bin, wie derzeit in Manila/Philippinen. Ja, wieso eigentlich hat die Firma nicht irgendeinen dynamischen Jüngling ausgesandt?
Wer also das Gefühl hat, dass ich ihm oder ihr die Arbeit "geklaut" habe, darf sich gerne bei mir melden, sollte aber nachweisen, dass er oder sie sich mit dem Regelwerk der EU zur Beschaffung (= Procurement) besser auskennt als ich.

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Vorzeichen 02.07.2015, 09:54
87. Einfach

Zitat von IntelliGenz
Erklaere mir bitte jemand, welchen Mehrwert der Herr nach Abschluss seines Studiums fuer die Allgemeinheit erbringen will, ausser der, eine Meldung in einer Boulevardzeitung zu werden
1. Eine solche Meldung zeigt, wie leistungsfähig ein flexibles Gehirn mit 70 sein kann. Das wird viele Menschen ermutigen, selbst fit zu bleiben. Ein Mehrwert.

2. Die angeblich horrenden Summen, die ein Studienplatz verschlingt, hat der Herr Spiess durch seinen Jahrzehnte langen beruflichen Einsatz längst der "Allgemeinheit" bezahlt.

3. Erklären Sie mir nun, welchen Mehrwert Ihr in Worte gefasster Neid der Allgemeinheit bringen soll? Schließlich produzieren Sie nur Unsinn, verbrauchen dafür aber Strom und Bandbreite.

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Wofgang 02.07.2015, 09:59
88.

Zitat von Eu1ropa
Unterricht kostet Geld. Dieses Geld legt die Gesellschaft für Menschen auf den Tisch des Hauses, die in Zukunft für diese Gesellschaft Jahrzehnte hinweg arbeiten. Diesen Egotrip sollte der 72 jährige selbst zahlen
Wie schon mehrere Mitforisten geschrieben haben, wird er wahrscheinlich Schulgeld zahlen. Außerdem ist Unterricht mit gar keinem Mehrwert für die Gesellschaft zwangsweise verbunden.

Ob nun jemand die Schulbank drückt und dann in Harz4 landet, oder jemand studiert und dann im Burnout landet, darauf hat die Gesellschaft keinen Einfluß und das ist auch gut so.

Ich habe eine Zeit lang Weiterbildungen für Langzeitarbeitslose geleitet und die waren alle deutlich Jünger, hatten alle ihre Schulbildung und konnten diese Erwartungshaltung aus verschiednesten nachvollziehbaren und nicht nachvollziehbaren Gründen nicht erfüllen.

Was ist mit den Frauen, die ihr Abitur machen und sich danach "nur noch" ihre Kinder versorgen? Hätten die auch keinen Anspruch auf die begehrten Abiturplätze die Geld kosten gehabt?

Eine sehr engstirnige Sichtweise legen sie da an den Tag.

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themistokles 02.07.2015, 10:07
89.

Zitat von pacos41
Warum nimmt dieser Mensch anderen den Schulplatz weg, warum den Studienplatz? Er kann doch ohnehin keine berufliche Laufbahn mehr einschlagen, tut also alles nur fürs eigene Ego. Ich finde dieses Verhalten verantwortungslos!
Was ist denn das für ein unsinniges Gesabbel? Welchen Schulplatz soll der denn wegnehmen? Und bezüglich des Studienplatzes: Früher studierte man auch wegen der persönlichen Neigung und Interessen. Heute irgendwie nur noch "wegen des Jobs". Traurige Entwicklung.

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