Forum: Leben und Lernen
Aberkennung des Doktortitels: Schavan kämpft gegen die Höchststrafe
dapd

Annette Schavan soll ihren Doktorgrad verlieren. Mit großer Mehrheit votierte der zuständige Fakultätsrat für den Titelentzug - sie habe in ihrer Dissertation "systematisch und vorsätzlich" getäuscht. Die Ministerin kündigte prompt eine Klage an. Es ist der Versuch, sich im Amt zu halten.

Seite 16 von 21
spiegel-kommentar 06.02.2013, 10:19
150. Willkommen am Stammtisch 2

Zitat von friedel_3
Dann zählen Sie mal bitte auf was diese Dame so alles geleistet hat. Oder besser sich geleistet hat; z.B. ein teurer Flug zum Papst, Bildungscaos im Bund. ...
Bei allen politisch unterschiedlichen Ansichten sollte es zur Diskussionkultur in einem demokratischen Land gehören, die Arbeitsleistung derjenigen anzuerkennen, die jahrzehntelang in öffentlichen Funktionen Arbeit geleistet haben. Dass jemand, der keine Arbeit leistet, schnell auch von der eigenen Partei entfernt wird, haben wir in Baden-Württemberg gerade erlebt. Sie denunzieren Frau Schavans Lebensleistung. Äußern Sie sich doch öffentlich nicht anonym und lassen Sie ihre Lebensleistung so durchleuchten, wie Sie das bei Frau Schavan gerne hätten. Leider trägt das Internet so nicht zu einer besseren Demokratie bei, sondern zu Rufmord durch "Shitstorms". Ich finde es wichtig, dass unsere Regierung Kontakte zum Rest der Welt pflegt, auch wenn das Geld kostet.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ramuz 06.02.2013, 10:26
151. Naja Sie behaupten doch ...

Zitat von spiegel-kommentar
Sie denunzieren Frau Schavans Lebensleistung.
.. die Existenz des blaustreifigen Einhorns. SIE müssten den Nachweis der Lebensleistung von Frau Schavan führen.
Wenn diese nun auf einer grundlegenden Lüge basiert, wenn man sich ihr im Fortgang weiteres Wirken in BW und im Bund vergegenwärtigt - .. wie sieht denn dann das von Ihnen behauptete Einhorn aus, ddiese LEBENSLEISTUNG ?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
gegen_den_strom 06.02.2013, 10:33
152. Bäh

Zitat von running_on_empty
die Kaiserin ist nackt.
Das möchte ich aber nicht!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
berniejosefkoch 06.02.2013, 11:01
153. Gute Entscheidung

Zitat von sysop
Annette Schavan soll ihren Doktorgrad verlieren. Mit großer Mehrheit votierte der zuständige Fakultätsrat für den Titelentzug - sie habe in ihrer Dissertation "systematisch und vorsätzlich" getäuscht. Die Ministerin kündigte prompt eine Klage an. Es ist der Versuch, sich im Amt zu halten.
Es ist eine gute Entscheidung der Uni, auch wenn die viel zu spät kommt: a) denn wie kann es sein, dass jemand einen Dr. Titel erhält OHNE vorher einen Studienabschluß (heute Master, vor dem Master der Bachelor) zu haben? und b) das diejenige Person die sich so arg geschämt hat über KTzG jetzt wegen desselben "Deliktes" den Dr. Titel entzogen bekommt

Es geht hier nicht um eine Straftat, sondern um die Art und Weise, wie wissenschaftlich gearbeitet wurde. Und diese Arbeit ist diesbezüglich wohl unter aller ".....". Eine Bundesbildungsministerin ohne Dr Titel, mit nachgewiesener Plagierung die sich auch noch Professorin schimpft ist absolut untragbar. Bei aller Freundschaft von Bundesmutti zu Schavan, hier heißt es Konsequenzen ziehen und die Dame in Rente schicken. Finanziell wird es ja für diese Dame sowieso nicht eng!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
inline 06.02.2013, 11:08
154.

Zitat von Niamey
Was zum Kukuk hat der Titel mit der Arbeitsleistung der Frau zu tun?
Möglicherweise nicht viel. Wenn man aber Bildungsministerin ist sollte die eigene Ausbildung schon ungetürkt sien. Immerhin stellt sie auch ein Vorbild dar. Wie wollen sie denn vor dem aktuelle Hintergrund einer Doktorandin vermitteln dass sie nicht betrügen darf?

Zitat von Niamey
M.E. sollte jeder erst mal in den Spiegel schauen und an den Spruch mit dem Glashaus denken bevor er oder sie zur Tastatur greift
OK, hab's gemacht. Und einen gesehen, der zwar keine Doktorarbeit geschrieben aber ziemlich viel Arbeit in eine Diplomarbeit gesteckt hat. Und zwar ohne Schummeln. Warum sollte ich akzeptieren, dass jemand anderes mit Schummeln billig davon kommt?
Zitat von Niamey
Früher gab es nur Bücher und eine Schreibmaschine. Da musste jeder Satz sitzen und es gab kein Copy and Paste! Schei...
Nein, da musste gar nichts. Die Anfertigung einer solchen Arbeit war schon immer freiwillig. Wer damit beginnt wusste und weiß schon immer genau worauf er sich einlässt.

Zitat von Niamey
egoistische und missgünstige Gesellschaft in Deutschland! Plagiatejäger an den Pranger. Ich mache auch gerne eine bunte Homepage dafür auf!
Im ersten Teil gebe ich ihnen (auch aus anderen Anlass) absolut Recht, im zweiten allerdings nicht.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
hello07 06.02.2013, 12:22
155. Schavans Doktorwürde entzogen...

Zitat von sysop
Annette Schavan soll ihren Doktorgrad verlieren. Mit großer Mehrheit votierte der zuständige Fakultätsrat für den Titelentzug - sie habe in ihrer Dissertation "systematisch und vorsätzlich" getäuscht. Die Ministerin kündigte prompt eine Klage an. Es ist der Versuch, sich im Amt zu halten.
...von einer autarken Hochschule mit vernichtendem Ergebnis.
Welches Gericht könnte ihr den Titel wieder anerkennen bzw. die
Aberkennung revidieren?
Richtige Antwort in diesem Fall: Keines!
Frau Schavan bitte treten Sie sofort als deutsche Bundesbildungs-und Wissenschaftsministerin zurück!
Sie schädigen Deutschland und das Ansehen Deutschlands im
Ausland mit jedem Tag zusehens mehr,
den Sie mit ihrer Anwesenheit in diesem Amt verbleiben!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BenjaminRaiser 06.02.2013, 12:33
156. Die Bildungsministerin...

...vom Fortschritt gestürzt. Eine Ironie des Schicksals.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rainer_daeschler 06.02.2013, 13:13
157. Direktpromotion, Vor- und Nachteile

Zitat von berniejosefkoch
denn wie kann es sein, dass jemand einen Dr. Titel erhält OHNE vorher einen Studienabschluß (heute Master, vor dem Master der Bachelor) zu haben?
Nehmen Sie z.B. Helmut Kohl. Er hat auch direkt promoviert. Der Magister wurde in Deutschland erst wiedereingeführt nachdem er seine Dissertation eingereicht hatte. Zu Zeiten der Promotion Annette Schavans gab es beide Möglichkeiten, Promotion nach dem Magister, oder als erster Abschluss. Letzteres hatte auch Nachteile. Man musste zur Promotion auch die Nebenfachprüfungen ablegen. Mit einem Magister wäre der Teil des Studiums abgehandelt gewesen. Die Magisterprüfung trug auch das Risiko, dass man durch eine zu schlechte Note zur Promotion gar nicht mehr zugelassen wurde. Andererseits musst der Direktpromovierende auch gut benotete Scheine vorlegen, um zur Promotionsprüfung zugelassen zu werden. Es hatte also Vor- und Nachteile.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
zerberus und co. 06.02.2013, 13:17
158. ..... wo kämen wir da hin?

Zitat von sancho panza
Bevor die Häme zu groß wird, sollten sich mal alle outen, die sich den Doktortitel gekauft haben oder sich ihre Dissertation haben schreiben lassen.
Besser nicht, das würde selbst den Server von SPON kollabieren lassen!
Und nicht zu vergessen: Es gibt noch viele andere Varianten, sich unbemerkt mit fremden Federn zu schmücken:

Da gab es z.B. viele Jahre – und gibt es vielleicht auch heute noch? – die Promotionen zu Themen und Entwicklungen außerhalb Deutschlands, etwa den internationalen Rechtsvergleich mit Studien über Rechtsentwicklung im europäischen Ausland, die Entwicklung der Agrarpolitik oder der Entwicklungshilfe in XY für das Land YZ (Hallo, Herr Ministerialdirigent, klingelts?). Da konnte man ein halbes Jahr im schönen XY Ferien machen, ein paarmal in eine dortige Bibliothek gehen und nach den entsprechenden Dissertationen in der Landessprache suchen, sich dann einen Freund oder eine Freundin anlachen, die die Übersetzung übernimmt und schon war die Arbeit geschafft, ohne dass irgendjemand jemals auf die eigentliche Quelle gestoßen ist.
Uv.a.m.!
Wenn man die vielen wissenschaftlichen Produkte auf ihren wirklichen Kern reduzieren würde, ....... was blieb da noch?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stfns 06.02.2013, 13:38
159. Jeder schreit nun..

zurecht "entlasst die Betrügerin!", doch in einiger Zeit wird Gras über die Sache gewachsen sein und keiner kümmert sich mehr darum; es fehlt den Schreihälsen hier an initiative. "KTzG" ist freiwillig gegangen, wartet aber taktisch bis das besagte Gras gewachsen ist und wird dann seine Rückkehr vorbereiten. Wir sind eben das Land in dem es die Betrüger leicht haben. Aufgrund der Gesamtsituation sollte man sich besser eine Strategie für persönlichen Vorteil aus dieser rechtlichen- und gesellschaftlichen Situation überlegen, anstatt zu skandieren und protestieren. Es bringt ja doch nichts.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 16 von 21