Forum: Leben und Lernen
Abitur: Das raten Lehrer zur Prüfungsvorbereitung
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Sollten Abiturienten Wochen oder Monate vor den Prüfungen anfangen zu lernen? Mit Mut zur Lücke oder umfassend? Und können Eltern die Prüflinge unterstützen? Eine Umfrage unter Lehrern gibt Antworten.

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der_westfale 04.02.2017, 12:57
10. Mut zur Lücke

Mut zur Lücke macht in einigen Fächern schon Sinn. In fast allen Fächern kann man sich aus 2 oder sogar 3 Klausuren eine aussuchen. Daher habe ich für Erdkunde zum Beispiel nur für die Themen Landwirtschaft, Tourismus und Industrie gelernt, dafür umso intensiver, weil ich wusste, dass mindetens ein Thema vorkommt. Tatsächlich kam das Thema Industrie dran.

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studibaas 04.02.2017, 13:24
11. Ein Monat reicht Dicke

Abi Schnitt 3,0, ich selbst habe ca. 2 Wochen gelernt, täglich vier Stunden.
Meinen ABI Schnitt hat vor allem der Deutsch LK nach unten gedrückt (die Wahl war damals ein Fehler). Dafür kann man aber nicht lernen. Man kann sich mit dem Lehrer verstehen oder eben nicht. Ist leider so. Nach einem Guten Lehrer hatten wir eine neoliberals Kampfemanze, also zwei Sachen die ich auf einmal ablehne. Es ist kein Geheimnis, das wir fünf Jungs allesamt schlechter abschnitten als unsere dreizehn Mädels.

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rocky77 04.02.2017, 13:29
12. Bei mir ist es schon etwas her....

So genau weiß ich das gar nicht mehr.
Ich habe aber nicht auf Lücke gelernt, sondern bin die Hefter der dementsprechenden Fächer noch mal durchgegangen. Angefangen immer 1 Woche vor der Prüfung und so 2-3h am Tag.
Aber so intensiv war es nicht, weil nebenbei der Fernseher lief - Akte X war damals recht neu.
Und ich hab auch weniger alles auswendig gelernt, sondern eher auf Verständnis. Da ich über die beiden Schuljahre schon gut mit dem Stoff mitkam, war der Aufwand zum lernen nicht so groß. Ich denke das war eher zu Gewissensberuhigung, das man auch was getan hat.

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mariuscaesar 04.02.2017, 13:53
13.

Jetzt kommen wieder die Leute um die Ecke die sagen sie hätten ja nix fürs Abi gelernt...wie in der Schule damals. Ist es peinlich wenn man zugibt viel gelernt zu haben oder macht einen das blöd? Bei uns in Bayern haben damals alle 2 Monate lang vor den Prüfungen gelernt, auch die 1,0er Kandidaten die wirklich blitzgescheit waren. Dafür hat man ja extra frei vor den Prüfungen und da man dann 4 Prüfungen innerhalb von 2 Wochen hatte, wäre kurzfristig lernen gar nicht gegangen.

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Blaue Fee 04.02.2017, 13:57
14.

Zitat von studibaas
Abi Schnitt 3,0, ich selbst habe ca. 2 Wochen gelernt, täglich vier Stunden. Meinen ABI Schnitt hat vor allem der Deutsch LK nach unten gedrückt (die Wahl war damals ein Fehler). Dafür kann man aber nicht lernen. Man kann sich mit dem Lehrer verstehen oder eben nicht. Ist leider so. Nach einem Guten Lehrer hatten wir eine neoliberals Kampfemanze, also zwei Sachen die ich auf einmal ablehne. Es ist kein Geheimnis, das wir fünf Jungs allesamt schlechter abschnitten als unsere dreizehn Mädels.
Ach bei Ihnen gab es kein Zentralabitur mit externer Korrektur?
Ich hatte nur Deutsch GK, aber habe da mit nur 2 Stunden Schlaf noch 10 Punkte geschrieben.

Als Sonstige Bewerber (Privatschule) konnten wir leider keine Punkte sammeln und machten die gesamte Kollegstufe in nur 8 Monaten. Daher war die Schlussprüfung auch die einzige Prüfung und die ging komplett ans KM zur Korrektur.
Vorteil: Es gab weder Bevorzugung noch Benachteiligung.

Wir haben 2 Monate vor der Prüfung in kleinen Gruppen gelernt, ca 2 bis 3 Stunden täglich. Das war in den meisten der 8 Prüfungsfächern mehr als genug.

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Saure Gurke 04.02.2017, 14:07
15. Da würde am Rand stehen: Platte und generalisierende Aussagen

Zitat von evilbernd
Lehrer verdienen zuviel, sollten keine Beamte sein, haben keine Lebenserfahrung und generell keine Ahnung. Damit sollten die Stammtischleute jetzt abgehakt sein und man kann über den Inhalt des Artikels diskutieren.
Wieso soll eine Lehrer, der ja lebt, keine Lebenserfahrung haben?

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warholandy 04.02.2017, 14:12
16. hmm

Das kommt ja auch ganz auf das Fach an. Wenn es um das Verstehen von Sachverhalten und Prozessen geht ist eine andere Strategie notwendig als bei reinen Lernfächern.

Für die Biologieprüfung setze man sich genau 1 Woche vor der Prüfung an den Tisch, schreibe sich die Inhalte zusammen und lernt diese eben auswendig, fertig.

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lupulus 04.02.2017, 14:21
17. Auf das Fach kommt es an

Zunächst ist der Begriff 'lernen' ungenau verwendet, denn hauptsächlich dürfte es sich bei der Prüfungsvorbereitung um Wiederholung bereits gelernten Stoffes handeln, sicherlich mit Vertiefung und Erweiterung, aber das Grundlegende muss schon während der vorhergehenden Schuljahre gelernt worden sein.
Zum anderen kommt es auch auf das Fach an: In Fächern, in denen eher Können als Wissen geprüft wird - darunter verstehe ich vor allem Deutsch (Aufsatz schreiben), Fremdsprachen und auch teilweise Mathematik - ist es wesentlich günstiger, in den Schuljahren vorher gut zu lernen. Dann kann man auf aufwendige Wiederholung vor der Prüfung weitgehend verzichten. Denn Können vergisst man nicht im Gegensatz zu mehr oder weniger detailliertem Fachwissen, mit welchem man sich nur ein oder zweimal beschäftigt hat. Da ist dann eine Auffrischung sehr sinnvoll. Aus Erfahrung in der gymnasialen Oberstufe muss ich allerdings sagen, dass die Schüler eher dazu neigen, kurzfristig vor der Prüfung unter Stress zu lernen, als langfristig Fähigkeiten zu üben.

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Horst-Güntherchen 04.02.2017, 14:31
18. Kein Bulimie-Lernen!

Wer seit dem vorletzten Schuljahr regelmäßig (und nicht nur ein Tag vor den Klausuren) ins Buch geschaut hat, sollte vor dem Abitur nicht allzu lange zum Wiederholen brauchen.

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Izmir..Übül 04.02.2017, 14:36
19. Immer am Ball bleiben!

Ich hatte in Matheabi eine 1, aber nicht weil ich ein Mathegenie war (bestenfalls leicht überdurchschnittlich begabt, aber kein Vergleich mit manchen späteren Kommilitonen und Kollegen), sondern weil ich mich stets bemüht habe, erst gar keinen Verständnisrückstand, der sich nachträglich nur schwer aufholen lässt, aufkommen zu lassen. Wenn ich irgendwas nicht kapiert hatte, dann habe ich den/die Mathelehrer/in so lange genervt, bis ich es kapiert hatte.

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