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Ärger um Mathe-Abi in Hamburg: Schüler können auf bessere Noten hoffen
Armin Weigel/ DPA

Zu schwer, zu viel: Nach der Kritik an Hamburger Abiturklausuren in Mathe will die Behörde nun den Bewertungsschlüssel anpassen. Aussicht auf bessere Noten hat allerdings nur ein Teil der Schüler, die sich in Mathe prüfen ließen.

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Phil2302 05.06.2019, 13:17
1. Vergleichbarkeit nicht gegeben

Gemeinsamer Aufgabenpool deutschlandweit, und wofür? Damit die Noten in den schwächeren Ländern angepasst werden. Genau darum ging es ja eigentlich: Zu zeigen, dass manche Länder ein viel zu leichtes Abitur haben, und ein 2,0 in Bayern mehr bedeutet als ein 2,0 in Hamburg. So wird es nie was mit dem einheitlichen Abitur, denn kein Land will ja zugeben, dass die eigenen Schüler schlechter abschneiden.

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HH-Hamburger-HH 05.06.2019, 13:58
2. Die Erosion des deutschen Bildungssystems geht weiter

Bald kann sich sicherlich jeder Schüler in Deutschland in bester Arbeitnehmermanier sein Abiturzeugnis selbst schreiben und die verantwortlichen Politiker werden sich dennoch selbst auf die Schulter klopfenweil die Abiturientenquote genauso wie die erreichte Durschnittsnote immer weiter steigt

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47Pfefferkörner 05.06.2019, 14:13
3. Aldi-Abi

Es mutet doch seltsam an, wenn Prüfungen erst korrigiert und Punkte vergeben werden. Diese Punkteresultate werden offenbar dem Ministerium übermittelt und dann erst (!) wird durch das Ministerium der Notenschlüssel auf Grund der Punktevergabe festgelegt.
Das hat schon eine gewisses "Gschmäckle".

Wie schauts aus - machen wir halt ein Discount- Abi!
Die Qualitäten des Abis zeigen sich sowieso erst in der Uni innerhalb der ersten zwei Semester.

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Schartin Mulz 05.06.2019, 14:18
4. Naja,

mit der Lesekompetenz halt es noch ein bisschen.
Hier geht es konkret um 2 Aufgaben, die im Vergleich zu schwer waren.
Schüler haben nach 12 oder 13 Jahren Schulzeit ein Anrecht darauf, das sie auf dem Niveau geprüft werden, das zuvor im Unterricht erarbeitet wurde. Darum geht es, nicht um Vergleichbarkeit des Abi zwischen den Bundesländern oder darum, dass früher alles besser war und die Schüler heute doofer sind als wir damals.

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mrwatson 05.06.2019, 14:23
5. Witz

Ist doch ein Witz ! In anderen Fächern können Prüfung zu schwer sein, weil Themen abgefragt werden, die im Unterricht nicht vorkamen. Bei Mathematik sieht die Sache aber anders aus, da beim höchsten deutschen Schulabschluss alle Themen unterrichtet sein sollten. Damit können Prüfungen eigentlich nicht zu schwer sein!
Aber heutzutage scheint ja jeder mittelmässige Schüler ein 1er Abitur abzugreifen.

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Schartin Mulz 05.06.2019, 14:39
6. Sie meinen im Ernst,

Zitat von mrwatson
Ist doch ein Witz ! In anderen Fächern können Prüfung zu schwer sein, weil Themen abgefragt werden, die im Unterricht nicht vorkamen. Bei Mathematik sieht die Sache aber anders aus, da beim höchsten deutschen Schulabschluss alle Themen unterrichtet sein sollten. Damit können Prüfungen eigentlich nicht zu schwer sein! Aber heutzutage scheint ja jeder mittelmässige Schüler ein 1er Abitur abzugreifen.
im Mathematik-Abitur würde die komplette Mathematik abgefragt werden dürfen? Wozu studieren dann Mathematiker noch jahrelang, wenn man zum Abi schon alles weiß?

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diplpig 05.06.2019, 15:27
7. Heute die Mathe-Noten aus der Klasse meines Sohnes erfahren.

Es ist ein Noten-Massaker. Viele waren mit 9-10 Punkten vorzensiert, auch die Vorklausur lag in dem Bereich. Im Abi offenbar komplette Verblödung, weil solche Kandidaten mit 4-5 Punkten rausgehen. Es geht doch wohl nicht um die Schwere an sich - sondern darum, dass die Abschlussarbeit so gar nicht in das passt was 12 Jahre lang der Maßstab war. Ärgerlich für die, die sich jetzt mit solchen Noten für einen Ausbildungsplatz bewerben müssen oder den NC verpassen.

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didator61 05.06.2019, 15:41
8. Was ist der Witz?

Ich halte die Abstimmungsfrage im Artikel als Witz. Hier geht es nicht um Vereinheitlichung, sondern um Wissensvermittlung. Wenn ich schon als oft helfendes Familienmitglied den Kindern meist erklären muß, warum man etwas wissen sollte, "Man hat ja ein iPhone".
Die Diskussionen über die beste Schulbildung habe ich auch schon erlebt (die kompletten 70er), ich habe trotzdem meinen Abschluß geschafft. Aber was in den letzten 20 Jahren los ist, da zweifle ich am Verstand der Verantwortlichen und diese sind nicht nur die Schulen und ihre Profilneurotiker, sondern auch oft die Erziehungsberechtigten, die alles gerne abschieben.

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Phil2302 05.06.2019, 15:53
9. An Nummer 7

Das hängt auch davon ab, wie der Lehrer vorher benotet und wie schwer er die Klausuren stellt. Ich bin stolz darauf, immer im Abitur unter 10 Prozent Abweichungen zu haben. Dieses Jahr hatte ich keine einzige. Andere Lehrer haben eher so 30 bis 50 Prozent Abweichungaprüfungen. Die Gründe sind vielfältig: Schriftliche Noten sind immer schlechter als die mündlichen Noten (seltsam, oder?), es werden Probeklausuren herausgegeben, welche 1 zu 1 der richtigen Klausur gleichen (das geht beim Abi natürlich nicht), oder die Klausuren werden eben einfach zu leicht gestellt (auch hier kommt die Rechnung dann im Abi). Im jeder Klausur, nicht nur im Abitur muss zu einem bestimmten Prozentsatz neue Aufgaben gestellt werden, die eine Transferleistung der Schüler erfordern. Das ist der sogenannte Anforderungsbereich 3. Lassen auch einige Kollegen vor dem Abitur weg. Und noch eine Option, die sich im Abitur nicht rächt: Das Weglassen eines kompletten Themas. Spart viel Zeit im Unterricht und wird dann im Abitur vom Lehrer nicht ausgewählt. Das Problem ist, dass viele Lehrer Angst haben, vor dem Abitur richtig auszusieben. Wenn ich im Grundkurs 8 Defizite geben muss, weil 8 Schüler kein höheres Niveau erreichen, dann ist das so. Da wird nichts angehoben. Ich hatte auch schon Klausuren in schlechten Kursen, da war der Schnitt dann 4,3. Auch das ist dann so, der nächste Kurs hat in einer ähnlichen Klausur dann einen 2,8 Schnitt. Ich hebe doch nichts an, nur weil der Kurs schlecht ist. Hält aber erneut nicht jeder so.

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