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Akademikerflucht aus Portugal: Wir sind dann mal weg
DPA

Guter Uni-Abschluss, Praktika, Auslandserfahrung - und trotzdem keine Arbeit. In Portugal flüchten viele Akademiker vor der Krise, oft verlassen sie Europa. Experten warnen: Brain drain sei in dem Land keine Gefahr, sondern längst Realität.

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neuer23 03.11.2013, 20:35
40. Und wo ist der Unterschied?

Wo ist der Unterschied zu Deutschland? Die Situation ist hier im akademischen Bereich genauso übel. Wer nicht Professor werden will (und das können und wollen nunmal nicht alle) fällt mit spätestens Anfang 40 als gut ausgebildeter und erfahrener Wissenschaftler hinten runter.

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zila 03.11.2013, 21:22
41. auch Kanada

Zitat von spon-1280776601277
nun das ist nicht erst heute aktuell . schon seit ca 50 jahren wandern die bestens ausgebildeten Portugiesen aus - bei einer Einwohnerzahl von ca 9,2 mio z.Zt gibt es ca 5 mio emigrierte Portiguesen -die durch ihre arbeit im ausland das Leben vieler angehöriger in P erst möglich machen . Und das ist dieser Clique von previligierten portg.Politikern gerade recht -denn das was von der Volkwirtschaft in P noch funktioniert ist in deren Händen
Hier in Kanada gibt es zumindest in Toronto eine riesige Exilgemeinde an Portugiesen, haeufig von den Inseln. Die halten zusammen und koennen ihre Kultur und Sprache pflegen, da gerade Toronto da superliberal mit umgeht, Formulare in 35 Sprachen und kostenlose "heritage" Sprachprogramme.

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Pinky & Brain 03.11.2013, 21:47
42.

Zitat von emer38
... Das Geld wurde u.a. für völlig überdimensionierte Autobahnen verpulvert, auf denen heute nur wenige Fahrzeuge zu sehen sind (ausgenommen die Region von Lissabon und Porto)...
Die Autobahnen waren in Portugal eigentlich schon immer relativ leer (verglichen mit Autobahnen in Deutschland). Dennoch sind diese Autobahnen für Portugal extrem wichtig und es war auch richtig, dass diese (mit EU Geldern) gebaut wurden.
Wer die portugiesische Infrastruktur (Schiene wie auch Strasse, insbesondere den Zustand) noch aus den 80ern kennt, musste für eine Fahrt von beispielsweise Algarve (Südportugal) nach Lissabon gut 6 stressige Stunden auf der Strasse verbringen (einspurige Schlaglochstrecke), um die knappen 400km zu überwinden. Die Autobahn hat eine erheblich bessere Streckenfürhung, so dass es nur noch etwa 300km Strecke sind und man braucht nur noch etwa erheblich angenehmere 3 Stunden.

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klaus meucht 03.11.2013, 21:52
43. Aktive Arbeitsmarktpolitik notwendig

Zitat von darthmax
Es ist doch völlig normal, dass Menschen dorthin gehen, wo sie Arbeit finden und Geld verdienen können. Das war schon immer so und wird auch so bleiben un d solange dieses auchausgebildete Fachkräfte sind, herzlich willkommen woimmer es sie in die Welt verschlägt.
Es ist normal und verständlich. Aber es ist für das Land in der Krise ein Problem.

Im freien Markt erkennt man folgende Muster. Es konzentriert sich alles auf wenige Speckgürtel in denen es gute Arbeit gibt, und rundherum entsteht zunehmende Armut. In strukturschwachen Gebieten ist es für Firmen uninteressant anzusiedeln, obwohl die Löhne in diesen Gebieten deutlich niedriger sind.

Die Firmen ziehen i.a. dort hin wo ihre Kunden sind. Trotz Telefonkonferenzen und Internet, der persönliche Kontakt ist entscheident um Projekte zu bekommen. Ein Zulieferer für die Automobilindustrie zieht lieber nach München oder Inglolstadt statt in den Bayrischen Wald, selbst wenn in den Metropolen die Kosten deutlich teurer sind.

Wenn dann noch die besten Leute wegziehen wird der Anreiz für eine Firma noch geringer in strukturschwachen Gebieten anzusiedeln.

Die CSU in Bayern hat BMW überredet und wahrscheinlich auch viel Geld gezahlt um in Dingolfing ein Werk zu bauen. Die CSU hatte damals in Bayern nicht alles einfach dem Markt überlassen, sondern Firmen explizit finanziell angelockt.

Es ist traurig dass wir die Menschen auffordern ihre Familien und das Land zu verlassen um Arbeit zu bekommen. Die Besten werden es tun, aber das wird die Gebiete dauerhaft schwächen. Die Frage wie gelingt es uns Arbeit in die strukturschwachen Länder zu locken.

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habnichviel 04.11.2013, 23:37
44. Mal in Thüringen vorbeischauen......

regelrecht verwaiste Autobahnen und Hungerlöhne. Ach wie sich doch die Regionen gleichen. Da muß doch was nicht stimmen.

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Andrea.M 04.11.2013, 02:17
45.

Klar gehen die Portugiesen nach Brasilen. Erstmal wegen der engen kulturellen Bindung und Brasilien hat über 20 x so viele Einwohner und ist flächenmässig 90 x größer. Da ist für ein paar Portugiesen auch noch Platz und wenn es als Integrationslotse ist.
scnr

Zitat von dieteroffergeld
In wenigen Jahren schon werden auch wir hier eine sogenannte "Akademikerschwemme" generiert haben(siehe Studtentenzahlen in WS 2013/14). Wohin emigrieren eigentlich dann diese gutausgebildeten und engagierten Menschen?
Don`t Panic!
Bis dahin haben die Süd-Ost Europäer ;-) und die afrikanischen Flüchtlinge in Hamburch (die zu dem Zeitpunkt auf 105.000 anwachsen) sind 20.000 Firmen gegründet mit je 75.000 Arbeitsplätzen. Wir sollten besser schon jetzt die Grenzen weit auf machen. Das schaffen wir sonst nicht!!!!!!!!!!!!
Chinesen einladen nicht vergessen. !!!!!111 elf...

Muahahahahahhaaaköstlichloooool

Ich mag Portugal und die Portugiesen. Dort Urlaub machen lohnt sich sich. Vllt. von Porto an dere Küste entlang, über Lissabon, Setubal, Vila Nova des Milfontes (winke, winke, war immer nett bei euch) nach Sagres (Südwestlicher Punkt Festlandseuropas) weiter an der Algarve lang. Hinterland nicht vergessen.

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renee gelduin 04.11.2013, 08:23
46. optional

Na, lieber abgrundtief inkompetenter Spiegel.
Arbeitslosigkeit von 37% heißt NICHT dass 37% der Menschen arbeitslos sind. Sondern dass von den ERWERBSFÄHIGEN, zu denen Schüler und Studenten NICHT zählen, arbeitslos sind !
Kriegt das endlich in eure Birne ihr Möchtegernjournalisten.

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kenterziege 04.11.2013, 08:36
47. Bayern am Tropf?

Zitat von Florentinio
Haben sie irgendwelche Belege für ihre These. Ich meine, dass Bayern bei Einführung der DM wirtschaftlich gegenüber anderen deutschen Ländern wesentlich schwächer war. Nach Jahrzehnten der Umverteilung ist es jetzt wirtschaftlich anderen Regionen weit überlegen. Würde ihre Annahme stimmen würde Bayern immer noch am Tropf der Bundesrepublik hängen, tut es aber nicht. Außerdem erinnere ich mich, dass Portugal bereits vor Einführung des Euro und sogar vor Beitritt in die Europäische Union ein Auswanderungsland war.
Das ist ja ein verzweifelter Vergleich die Währungsunion schön zu reden! Erstens waren und sind heute noch die Zahlungen um Länderfinanzausgleich sehr gering. Zweitens hatte Bayern schon immer in Schweinfurt, Augsburg und Nürnberg eine sehr leistungsfähige Industrie und drittens war die DM von Anfang an ein gemeinsamer Erfolg , der auch auf der Basis einer unabhängigen Bundesbank erfolgte. In dieser Bank sprach man im doppelten Sinn die gleiche Sprache! Dann hat der Erfolg der Bayern auch mit den vielen Preußen zu tun, die dort hin gegangen sind. Leuchtendes Beispiel von Kuenheim (BMW). International und industriell stand Bayern vergleichsweise ganz anders da als Portugal. Das Gegenteil ist NRW. Die haben, wie die Scheichs von ihren Bodenschätzen und die dort herum aufgebaute Industrie gelebt. Nachdem die Kohle nichts mehr Wert ist, ist das das gleiche Armenhaus, Portugal ohne die Kolonien.
Ich lebe übrigens in NRW. Das Übel fängt hier schon im Schulwesen an.
Meine Meinung über Portugiesen ist sehr positiv. Aber der Euro hat ihnen die Chance zur Abwertung genommen. Das ist die Crux in allen ClubMed-Staaten, einschließlich Frankreich. Warten Sie mal ab, was sich in dem jede Reform verweigernden Frankreich noch alles entgegenstellt. Der Süden hat die Globale Entwicklung verschlafen! Schauen Sie sich nur FIAT, Renault und Peugeot an. Dann wissen Sie alles!

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jensjavea 04.11.2013, 09:35
48. optional

... und was it mit brain drain aus Deutschland? Hochschulen und Universitäten bezahlen ihre Forshcer oder junior Professoren schlechter als Dachdecker.

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karhu1 04.11.2013, 13:55
49.

Zitat von klaus meucht
Es ist normal und verständlich. Aber es ist für das Land in der Krise ein Problem..
Warum? Es ist auch eine Chance ...

Zitat von
Die Firmen ziehen i.a. dort hin wo ihre Kunden sind. Trotz Telefonkonferenzen und Internet, der persönliche Kontakt ist entscheident um Projekte zu bekommen.
Genau deswegen ziehen z.B. auch die besten Skandinavier ins Ausland um dort zu arbeiten. Wo ist das Problem?

Zitat von
Es ist traurig dass wir die Menschen auffordern ihre Familien und das Land zu verlassen um Arbeit zu bekommen. Die Besten werden es tun, aber das wird die Gebiete dauerhaft schwächen. Die Frage wie gelingt es uns Arbeit in die strukturschwachen Länder zu locken.
Das ist nicht traurig sonder sogar gut für die Gesellschaft wenn gute junge Leute im Ausland Erfahrung sammeln. Viele kehren doch wieder zurück ...

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