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Aktionsrat Bildung: Schulen müssen digitaler werden
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Grundschüler, die regelmäßig mit dem Computer arbeiten, sind besser in Mathe. Deshalb fordern Bildungsforscher nun massive Investitionen in IT-Technik an Schulen und die Fortbildung der Lehrer.

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drsteffenkleinlich 10.05.2017, 18:00
20. GPS - Breiten- und Längengrade

Zitat von narm
Die Schule muss sich den heutigen Gegebenheiten anpassen und den Schülern(innen) helfen erfolgreich die heutige Welt zu meistern. Dazu gehört selbstverständlich auch der Umgang mit Computern (Wie finde ich welche Informationen, wie validiere ich Meldungen etc.) Das selbe Beispiel mit Erdkunde. Früher wurde vermittelt wie man einen Kompass liest, wie man die Koordinatensysteme eines Atlass einordnet. Heutzutage benötigt man eher GPS Koordinaten als Höhen & Breitengrade. Die Schüler(innen) benötigen einen Grundwissenschatz um das heutige Wissen zu verstehen. Sie benötigen keine Bauernweißheiten vor 20 Jahren.
Nun ist es aber doch so, dass ein GPS genau die Breiten- und Längengrade liefert. Ich verstehe daher die Aussage nicht.

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David McB 10.05.2017, 18:27
21. Idiocracy...

... is coming. Das Gehirn wird immer mehr "entlastet" Toll, oder?! Gleichzeitig machen die Schüler es sich muckelig in der Datenwelt. Man muss nichts mehr umständlich im Hirn abspeichen. 2-3 Mausklicks später hat man ja alles auf dem Screen. Mündigkeit, Kritikfähigkeit, gesunder Menschenverstand, der universal gelehrte Bürger? Das war einmal. Dumm und agressiv, dabei auch noch stolz genau darauf, das ist in vielen Klassen Realität. Die Jugendlichen orientieren sich heutzutage am Stärksten, Lautesten, Dümmsten, der Rest sind die uncoolen Nerds. Wobei die wiederum ja später für die Schaffung und Pflege genau der Systeme zuständig sind, welche den Zurückgebliebenen das wahre (Er-)Leben abnehmen. Wie auch immer, die Kontrolle der breiten Masse wird um einiges leichter, wenn man sich a) dem Digitalen hingibt und b) sowieso nicht mehr in der Lage ist 1+1 zusammenzuzählen. Tolle Studie übrigens, haben hier ja schon einige bemerkt. Sagt nichts aus, beweisst somit nichts und wird dann aber als wissenschaftliches Fundament für Gesetze und Initiativen herangezogen. Bye the way: inzwischen erfüllt 1/3 der Schulabgänger nicht mehr den orthografischen Regelstandard.

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mrotz 10.05.2017, 18:56
22.

Zitat von Pius
App ist kein Modewort sondern die Abkürzung für Application (Anwendung). Das wurde schon im Informatik Studium (vor 15 Jahren) verwendet, damals konnte nur die Welt außerhalb des Studiums nichts damit anfangen.
Ich habe mich jetzt auch nochmal umgehört, um auszuschließen, daß es nur mir so ging...
Die Abkürzung App für Application bzw. Anwendungssoftware (außerhalb der mobilwelt) war (auch unter Informatikern) extrem unüblich. Man nannte es Anwendung. Nicht abgekürzt. Mag sein, daß dies im Englischen Sprachraum anders war.
Und als ich dieses Wort das erste mal hörte (was wiederum im Zusammenhang mobile app stand) datchte ich: "So eine bescheuerte Bezeichnung."

Auch Windows bezeichnete die Anwendungssoftware Anwendungssoftware bevor mit Windows 8 Apps einzug hielten. Wobei letztere Ihre GUI wieder aus den mobile apps entlehnten.

Mag sein, daß Sie die Abkürzung benutzt haben, aber so geläufig war dieese Abkürzung auch in Fachkreisen vor den mobile apps nicht.

mfg

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mrotz 10.05.2017, 18:58
23.

Zitat von paddy_reilly
"[...]Mit digitalen Lehrmitteln könne allerdings nur gut gearbeitet werden, wenn auch technisch aufgerüstet werde und schnelle Internetverbindungen flächendeckend vorhanden seien. [...]" Genau, technisch Aufrüsten in Soft- und Hardware, damit Gates, Zuckerberg und Kollegen noch reicher werden. Und in zwei Jahren geht dasselbe Spiel wieder los: Neue Hard- und Software braucht das Land. Woraus schließen denn die Experten, daß Kinder, die am Computer sitzen, wirklich besser in Mathematik sind als andere? Und wenn ich schon Experten höre: Welche Experten haben denn immer in ihren Prognosen recht gehabt?
3d-Drucker für den Kindergarten und auch Schule wären so schlecht nicht. Aber auch wieder weit entfernt von dem was sich hier die Politiker vorstellen.

mfg

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mrotz 10.05.2017, 19:00
24.

Zitat von drsteffenkleinlich
Nun ist es aber doch so, dass ein GPS genau die Breiten- und Längengrade liefert. Ich verstehe daher die Aussage nicht.
Außerdem ist es auch kein Schaden die Orientierungsbasics zu lernen, so daß man sich auch mit Kompass orientieren kann. Es ist nicht zwingend GPS Empfang gegeben.

mfg

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ayee 10.05.2017, 19:31
25. Nichts gegen einzuwenden

Es ist nichts gegen moderne Technik an Schulen einzuwenden. Ich denke zum Beispiel, dass VR sehr bereichernd im Bildungsbereich einsetzbar ist. Allerdings ist es nicht mit ein paar Tablets getan. Da müssen dann auch die entsprechenden Medien produziert werden. Aber eines sollte man nicht vergessen. Tablets sind gut und schön, aber zuerst sollten mal die Klassengrößen verkleinert werden (sprich mehr Lehrer eingestellt werden) und die grundlegende Infrastruktur an den Schulen stimmen. Dann kann man sich über Sachen unterhalten, die dann doch eher nice-to-have sind.

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allesamt 10.05.2017, 19:50
26. Allgemeinwissen fehlt

Zitat von narm
Die Schule muss sich den heutigen Gegebenheiten anpassen und den Schülern(innen) helfen erfolgreich die heutige Welt zu meistern. Dazu gehört selbstverständlich auch der Umgang mit Computern (Wie finde ich welche Informationen, wie validiere ich Meldungen etc.) Das selbe Beispiel mit Erdkunde. Früher wurde vermittelt wie man einen Kompass liest, wie man die Koordinatensysteme eines Atlass einordnet. Heutzutage benötigt man eher GPS Koordinaten als Höhen & Breitengrade. Die Schüler(innen) benötigen einen Grundwissenschatz um das heutige Wissen zu verstehen. Sie benötigen keine Bauernweißheiten vor 20 Jahren.
Nur ein Beispiel aus dem Fach Erdkunde: Vor über 60 Jahren habe ich die Weltkarte, die Europa-, die Deutschlandkarte mit der Hand gezeichnet und zeitlich ausdauernd ausgemalt. Ich habe Flüsse, Gebirge und Städte und einiges mehr eingezeichnet.
Ich habe einige Sinne mehr beschäftigt, als wenn ich nur den Zeigefinger auf die Tastatur drückte und den Bildschirm flüchtig überhuschte. Ich kenne noch heute fast alle Staaten und ihre Lage. Umso leichter fiel es mir, klimatische, wirtschaftliche und politische Bedingungen einzelner Staaten und Regionen zu beurteilen. (Nein, ich habe nicht Geographie studiert.) Nach jeder psychologischen Theorie ist der Lernerfolg umso größer, je mehr Sinne beschäftigt werden.
Computer als Hilfsmittel meinetwegen ab Klasse 7, aber nicht schon in der Grundschule.
Fragen Sie mal derzeit einen deutschen Abiturienten nach geographischem Allgemeinwissen (z. B.: "Mallorca? Wo liegt das nochmal genau - ja, irgendwo im Süden"). Gutes Allgemeinwissen ist da eher die Ausnahme!

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paddy_reilly 10.05.2017, 20:35
27. IT-Technik = Informationstechnik-Technik

Mich stört alleine schon der gschafftlhubrige Begriff "IT-Technik", der ausgeschrieben nichts anderes als "Informationstechnik-Technik" heißt.

Im Übrigen: Es hat doch kaum ein Mensch in seinem beruflichen oder auch privaten Umfeld mit IT zu tun. Es soll doch keiner glauben, nur weil er er einen Bankautomaten bedienen kann oder sein Navi "programmiert", sei er Programmmierer oder IT-Experte. Er ist auch kein IT-Experte, weil er Texte mit Word schreibt oder weil er irgendeinen Begriff googelt. Man ist auch keine IT-Fachmann, wenn man irgend eine EDV-Anwendung wie SAP benutzt.

Ich bin ja auch kein Buchdrucker, nur weil ich ein Buch lese.

Ich bleibe dabei: Den einzigen Nutzen haben die Soft- und Hardwarehersteller und deren Vertriebspartner.

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he-monsta 10.05.2017, 20:37
28. @#21 ... und da liegt der Denkfehler

Ich glaube, dass sich alle Leser des Artikels sich darüber einig sind, dass Computer einem bestimmte Aufgaben erleichtern, abnehmen oder (flach aber relevant) visualisieren können. Darüber einig, zum nächsten Schritt:
Wenn der Computer in der Lage ist, uns Dinge effizienter absolvieren zu lassen, als es ohne wäre, sind wir uns vermutlich auch einig darüber, dass das vehemente Ablehnen einer solchen Lösung absurd wäre.
Jeder von den hier Schreibenden/Lesenden nutzt auf irgendeine Art und Weise eben diejenige Technologie, die er nicht im Klassenzimmer sehen will. Dabei wäre der Wissenszuwachs um so vieles größer, wenn IT einem die lästigen Dinge einfach abnehmen kann.
Stellt sich dir Frage, mit welchem Grund wir diesen Effekt für uns nutzen, ihn aber unseren Kindern vorenthalten wollen!

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paddy_reilly 10.05.2017, 20:41
29. VT bereichernd?

Zitat von ayee
Es ist nichts gegen moderne Technik an Schulen einzuwenden. Ich denke zum Beispiel, dass VR sehr bereichernd im Bildungsbereich einsetzbar ist. [...]
Und was soll da bereichernd wirken und warum? Und Sie glauben wirklich, das Geld hierfür sei gut angelegt, und warum?

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