Forum: Leben und Lernen
Alarmierende Studie: Deutschland, Land der Schulabsteiger
DPA

Gibt es ein Bundesland mit zugleich guten und gerechten Schulen? Leider nein, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Im Schul-Kleinklein der 16 Bundesländer bleiben einerseits junge Menschen auf der Strecke, andererseits lernen viele viel zu wenig.

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psycheciety 12.03.2012, 06:29
1.

Zitat von sysop
Gibt es ein Bundesland mit zugleich guten und gerechten Schulen? Leider nein, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Im Schul-Kleinklein der 16 Bundesländer bleiben einerseits junge Menschen auf der Strecke, andererseits lernen viele viel zu wenig.
Interessant auch, dass der Begriff Integration vorkommt, aber von INKLUSION nirgendwo was zu lesen ist. "Förderschulen" sollten ja der Vergangenheit angehören. Niemand muss integriert werden, der durch Inklusion gar nicht erst ausgeschlossen werden soll(te). Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) spricht das deutlichst an. Aber was soll man schon erwarten, wenn ja leider, leider mal wieder "für nichts" Geld da ist... Der Sozialabbau geht weiter; jetzt sind "die Kinder" mal wieder "dran"...

psy

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VPolitologeV 12.03.2012, 06:37
2. Vorwort?

Zitat von sysop
Gibt es ein Bundesland mit zugleich guten und gerechten Schulen? Leider nein, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Im Schul-Kleinklein der 16 Bundesländer bleiben einerseits junge Menschen auf der Strecke, andererseits lernen viele viel zu wenig.
Bevor hier das übliche Hickhack der Lager losgeht, möchte ich etwas zu bedenken geben:

Gute Schulen und gerechte Schulen sind kein Gegensatz. Eine gute Schule holt das Beste aus ihren Schülern heraus und verschwendet keine Talente. Das ist auch eine gerechte Schule. Derzeit wird allerdings bei manchen gerne unmäßig gesiebt, um mit möglichst wenig Geld gute Ergebnisse zu erzielen. Die Ausgesiebten, tja, die sind dann egal.
Wir haben die theoretische Möglichkeit, aus vielen Schülern erfolgreiche Schüler zu machen - warum nur wenige? wer weiß...

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Rage-Guy 12.03.2012, 06:39
3. Fakten stimmen, unfair ist nichts

Die zusammgengetragenen Punkte mögen stimmen. Ungerecht ist das Schulsystem jedoch nicht.

Es ist heute zwar aufgrund der politischen Korrektheit verpöhnt, aber zwei Punkte müsssen angsprochen werden:

- Arme Menschen legen im Schnitt deutlich weniger Wert auf die Bildung ihrer Kinder. Diese Kinder kommen also nicht deshalb seltener aufs Gymnasium weil sie kein Geld haben, sondern weil sie aus einem an Bildung desinteressierten Umfeld kommen. Der Staat ist nicht in der Pflicht, diese familiären Versäumnise zu korrigieren!

- Bei Kindern von Ausländern verhält es sich gleich.

Es ist doch klar, dass eher die wohlhabenden Menschen ein Interesse an Bildung haben.

Ich finde es zwar auch schlimm, dass so viele arme Menschen lieber den ganzen Tag Privatfernsehen gucken, verantwortlich bin ich nicht. Das Schulsystem ist gut!

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steelman 12.03.2012, 06:44
4.

Maximale Selektion, minimale individuelle Förderung. So sieht es in unseren Schulen aus, das ist Programm.
Wenn Eltern es nicht leisten können oder wollen, ihre Kinder zu fördern und ihnen zu einer guten Ausbildung zu verhelfen, die Schule kann es sowieso nicht. Soll es wohl auch nicht.
Lestung bringen wollen und Freude am Lernen haben, daß sind Grundvoraussetzungen, die kaum noch vorhanden sind bei unseren Kindern. Woran das wohl liegt.

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nicolo1782 12.03.2012, 06:48
5. Nix Neues

von der 'Bildungsfront'. Allerdings muß man sich bei der 'Bertelsmann-Stiftung' immer fragen, was - d.h. welches Geschäft - versprechen die sich von einer solchen Studie.

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waldschrat80 12.03.2012, 06:49
6.

Zitat von sysop
Gibt es ein Bundesland mit zugleich guten und gerechten Schulen? Leider nein, zeigt eine neue Studie der Bertelsmann-Stiftung. Im Schul-Kleinklein der 16 Bundesländer bleiben einerseits junge Menschen auf der Strecke, andererseits lernen viele viel zu wenig.
Sehr schön. Mal wieder eine Studie ohne besonderen Mehrwert, da weiterführende Faktoren überhaupt nicht betrachtet werden.

Z.B. ist die Abiturientenquote in Bayern nur etwa halb so hoch, wie die in Hamburg. Also würde ein Bundesland, dass jedem Schüler unabhängig von tatsächlicher Leistung die Allgemeine Hochschulreife ausstellt in dieser Studie nahezu perfekt abschneiden, da die Anforderungen an das Abitur in den Bundesländern bzw. das tatsächliche Leistungsniveau der Abiturienten völlig unbeachtet bleibt.

Also machen wir es demnächst einfach und lösen auch alle Probleme dieser Studie. Alle Schulformen außer den Gymnasien schließen (dann erledigt sich auch das Problem der Systemdurchlässigkeit) und allen Schülern einfach nach ~12 Jahren rumsitzen den Abschluss ausstellen. Wiederholer gibt es selbstverständlich auch nicht mehr, da ja eh alle unabhängig von der erbrachten Leistung den Abschluss erhalten.

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fritzejost 12.03.2012, 06:50
7. Zustimmung!

Dem kann ich nur zustimmen. Diese Kleinstaaterei verfällt in das Mittelalter. Machtgeile Landeskultusminister wollen sich nicht nehmen lassen zu bestimmen wer und wann wieviel oder wie wenig Wissen im Ländchen vermittelt werden darf. Einheitliche Sprache, Mathematik, Physik und Chemie in einem Deutschland (auch in Bayern und Sachsen wenn sie auch Freistaaten sein wollen) macht die Deutsche Kultur aus.
Das hat nichts mit der braunen Ära zu tun. (Man traut ich ja kaum noch das Wort "Deutsch" in den Mund zu nehmen, wenn man nicht gleich als ausländerfeindlich abgestempelt werden will)

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RDetzer 12.03.2012, 06:51
8. Ich habe den Eindruck,

Alarmierende Studie: Deutschland, Land der Schulabsteiger - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - SchulSPIEGEL[/QUOTE]

Chancen im Bildungssystem werden nach unten verschlechtert. Das geht gleichzeitig einher mit einem Mangel an Kompetenz Zumessung im oberen Bildungssegment. Das heißt Bildung arbeitet nach unten, nicht nach oben, im negativen Sinn.
Da wir im Bildungssystem Hegemonie Rechte und Eigentumsvorbehalte haben, nach denen praktisch nur Leute vor einem gewissen familiären Hintergrund oder ersatzweise ausschließlich mit Parteien Bildung ausgestattet am Bildungssystem beteiligt werden, ist das vorherrschende Maß für Bildung damit definiert.
Die Ergebnisse lassen schaudern. Dennoch ist das Bildungswesen bestens ausgestattet. Es läßt praktisch nur keine Chancen, keine Möglichkeiten und nichts Neues zu. Das führende, ja geradezu allein machende und allein bestimmende Bildungswesen ist ein öffentlicher Betriebsschaden, aber davon redet hier keiner. Wir sind in Deutschland, da ändert man nichts.

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mudan 12.03.2012, 06:53
9. Klare Aussage für Deutschland

Möchte mich beim Spiegel Online für diesen Artikel bedanken, denn jetzt kann ich bei meiner Gattin besser argumentieren. Sie möchte unbedingt mit unserer Tochter (01.06.09) nach D. ziehen.
Dabei finde ich das gesamte Bildungssystem in China wesentlich besser und sehe die größeren Chancen für die Zukunft unseres Kindes hier vorort. Besucht bereits seit Sept.2011 den Kindergarten und wächst jetzt schon dreisprachig auf, 1.Chinesisch 2.English 3. Deutsch, und das "spielend"......

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