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Alternativer Bafög-Bericht: Weniger Studenten bekommen Geld vom Staat
DPA

Die Studentenzahlen steigen, doch der Anteil der Bafög-Empfänger sinkt: Der "Alternative Bafög-Bericht" zeigt, was bei der staatlichen Bildungsförderung schiefläuft.

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pfützchen 12.02.2017, 11:40
50. Bafög zu wenig

ich muss dem Beitrag schon recht geben, Bafög ist zu wenig und es muss sich was ändern. ich beziehe Bafög wohne alleine und muss gucken wie ich alles bezahle. ich Krieg mal eben 515 Euro Bafög und davon muss ich meine miete zahlen (370) Mark e kommt ja auch noch dazu sind wir schonmal bei 450 und das beste kommt zum Schluss meine Krankenversicherung muss ich auch selber zahlen 100 Euro knapp, bleibt mir so gut wie gar nichts übrig. klar man soll arbeiten gehen oder hat die Eltern müssen den Rest bis auf 735 Euro Bafög dazu geben aber was ist wenn die Eltern das gar nicht können weil sie selbst ml gerade von ihrem Lohn 200 Euro im Monat für sich haben??? und arbeiten gehen?? wie denn wenn man alle Tage zur uni muss und lernen muss, bleibt ja nur nachts arbeiten.

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kluch 12.02.2017, 12:17
51. Bafög Beziehern geht es ja sooo schlecht

Sorry Leute,
wer Höchstsatz Bafög bekommt, bekommt weit mehr, als der Durchschnittsstudent.
Ich habe von meinen Eltern am Anfang (2007-2010) 500 Euro pro Monat bekommen und später 600 Euro. Reich wird man davon nicht, aber es war ausreichend. Ich konnte sogar jedes Jahr Urlaub machen (Paris, Kalifornien, Schweden, etc.) Damals lag der Bafög-Höchstsatz bei 670 Euro.
Das nur die Regelstudienzeit gefördert wird finde ich auch akzeptabel. Wer länger braucht, kann arbeiten gehen.
Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Punkt.

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kluch 12.02.2017, 12:34
52.

Zitat von pkv_opfer
Es soll sich jeder das leihen, was er zum Leben und studieren braucht. Und später, wenn er gut in Lohn und Brot steht, zahlt er das Geld wieder zurück. Den Sinn von Bafög habe ich noch nie verstanden. Warum soll die Krankenschwester mit ihrer Einkommenssteuer die Ausbildung des Chefarztes finanzieren. Der Chefarzt verdient später 400.000 Euro im Jahr - die Krankenschwester nicht mal ein Zehntel davon. Jeder der Bafög, Bafög schreit ist offenbar einverstanden mit dieser Ungerechtigkeit und denkt nur an sich selbst.
Warum soll ich das Schwimmbad bezahlen wo ich nie hingehe?
Ich habe auch kein Auto, warum bekomme ich meinen Steueranteil für den Autobahnbau nicht zurück?
Achso, ich bin auch fast nie krank. Ich will meinen Krankenkassenbeitrag zurück!!!11!

Die Begründung nennt man Solidarität. Es geht darum zu Helfen. Es geht nicht darum "Bank" zu spielen und alle "Hilfsgelder" zurückzufordnern.

Ich bekomme schlechte Laune, wenn Leute aus purem Neid unsolidarisch werden. (Im übrigen gehöre ich als gutverdienender Ingenieur zu der Fraktion, die weit mehr ins "System" einzahlt als sie rausbekommt. Ich finde es gut, dass ich so viel einzahle und somit anderen Helfe. Das ist ein zentraler Punkt des christlichen Wertesystems! Solidarität und Hilfsbereitschaft!)

Weiterhin sind die Eltern des potenziellen Chefartztes wohl noch keine Chefärzte, deshalb bekommt das Kind ja Bafög. D.h. die Krankenschwester hilft einem jungen Menschen sein Studium zu finanzieren. Vllt. finanziert der dann ja das Studium von den Kindern der Krankenschwester.

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montecristo 12.02.2017, 14:33
53. Ach so

Zitat von Martin Winterkorn
Ich bekomem auch Bafög - ein Witz ist das alles. Erstmal muss man zig Bescheide und Nachweise besorgen, die der Staat SOWIESO über einen hat bzw. weiss (Kontostand z.B.) Und der größte Witz ist dass wir es JEDES JAHR neu beantragen müssen, obwohl die betreffende Schule natürlich länger geht. So halten sich diese Bürokraten künstlich am Leben. Dann bekommt man EINZELN Anwesenheitsnachweise zugeschickt, die jeder wieder EINZELN zur Schule tragen muss. Denen steht das Wasser natürlich bis zum Hals, wieso schafft es das Bafög-Amt nicht einfach selbst bei der Schule nachzufragen, wer denn die Fehlzeitengrenze überschritten hat? Wäre tausendmal einfacher und Entlastung für alle!
Zweites Konto wäre ein wenig zu einfach... JEDES Jahr wird nachgefragt, weil viele Jugendliche es nicht für nötig halten, sich beim Amt zu melden, wenn sie fliegen oder sitzenbleiben.
Bei uns werden die Fehlzeiten direkt an der Schule nachgefragt.
Wenn ich sehe, wie viel Bafög manche Schüler für nichts bekommen, wird mir schlecht. Nebenher noch ein wenig arbeiten, Kindergeld, und schon hat man 1.000 Euro zur freien Verfügung. Nicht selten wollen Schüler gar nicht fertig werden, ist ja schön so.
Bafög für Schüler die zu Hause wohnen bzw wohnen könnten, geht gar nicht!

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lachina 12.02.2017, 16:19
54.

Zitat von montecristo
Bafög für Schüler die zu Hause wohnen bzw wohnen könnten, geht gar nicht!
Gab es aber in den Siebzigerjahren. Nicht übermäßig viel, aber so, dass ich mir davon die Bus- und Bahnmonatskarte kaufen und in der nächstgelegenen Stadt aufs Gymnasium gehen konnte. Ohne diesen Zuschuss hätte ich eventuell heute kein Abitur, meine Eltern legten nämlich wenig Wert drauf.
Freilich hätten die Armen hierzulandedavon nichts, denn sicherlich würde Schülerbafög mit Hart IV verrechnet werden, wenn der Schüler noch in der Bedarfsgemeinschaft wohnt!

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cave68 12.02.2017, 20:10
55. Was erwartet man?

Mehr Bafög...mehr Studenten...dadurch immer mehr Menschen,die erst sehr spät ins Berufsleben einsteigen und dann wohl noch nach 35 Berufsjahren in Rente gehen wollen....wie das bezahlbar sein soll muss man mir mal erklären.

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VinW 12.02.2017, 23:25
56. Leben in der Bürokratie

Man kann jungen Menschen aus weniger betuchten Haushalten nur dringend raten, so früh wie möglich die deutsche Bürokratie zu lernen und vor allem lieben zu lernen. Junge weniger betuchte Mensch sollten sich hemmungslos mit dem deutschen Sozialsystem befassen und ohne jegliche Scham über das Bafög hinaus so viele Sozialleistungen und Förderungen beantragen, wie es nur möglich ist, also beispielsweise Wohngeld, Stipendien, Zuschüsse zu Lernmitteln, Rabatte auf Computer, etc. Das kostet zwar Zeit für Recherche und Bürokratie, aber viel weniger Zeit als ein "Nebenjob". Auf diesem Weg muss auch das Geld für Computer, Bücher, etc. beschafft werden. Es ist wichtig, sich auf ein gutes Studium (Studien- und Prüfungsordnung lesen und verstehen!), aufs Lernen und einen netten Auslandsaufenthalt zu konzentrieren. Sobald erfolgreich in einem halbwegs sinnvollen Fach studiert wurde, kann man dann gleich Beamter werden (= langfristig beste Bezahlung für abhängig Beschäftigte) oder - wenn man den Kick sucht - ein Unternehmen gründen, das dann aber von Anfang an von sicheren staatlichen Förderprogrammen und von staatlichen Aufträgen leben sollte. Wer schlau ist, wird im 3. Semester erwachsen und arbeitet von Anfang an seine Karrierewünschen, anstatt passiv mit Nebenjobs auf Studierende zu warten.

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damien98 13.02.2017, 00:58
57.

Zitat von study
So ein Quatsch: Studenten die kein Bafög bekommen müssen immer mehr arbeiten gehen und nebenbei ihr Studium absolvieren, während Bafög Studenten mehr und mehr Gelder gezuschusst bekommen ohne eine Arbeit zu leisten. Mit welchem Recht? Nur weil ich kein Anrecht auf Bafög habe heißt das noch lange nicht, dass mir der Vater jeden Monat 1000€ übereweist. Muss ich jetzt meinen Vater verklagen oder weiterhin 2 Tage die Woche arbeiten gehen um die selben Mittel wie ein Bafög Student aufbringen zu können? Danke schonmal für eure Tipps
Deine Eltern sind gesetzlich verpflichtet dir bis zum Ende der ersten Ausbildung Unterhalt zu zahlen oder bis du 29 wirst. Bafög ist für die Studenten gedacht, deren die Eltern nicht die finanziellen Möglichkeiten haben. Solltest du keins bekommen und deine Eltern dir keinen Unterhalt zahlen, kannst du sie verklagen. Den Unterhaltsatz kann man ungefähr so errechnen "Was der Unterhaltspflichtige tatsächlich zu zahlen hat, wird so errechnet: Monatsgehalt minus halbes Kindergeld minus vermögenswirksame Leistungen minus berufsbedingte Kosten. Auch Schulden aus der geschiedenen Ehe, die noch zu tilgen sind, wirken sich unterhaltsmindernd aus. Doch Vorsicht: Spätere, allein eingegangene Schulden zählen nicht. Sogar der Selbstbehalt muss angetastet werden, um den Mindestunterhalt für das Kind aufzubringen." (http://www.handelsblatt.com/archiv/unterhalt-wie-lange-eltern-zahlen-muessen/2194120.html).

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damien98 13.02.2017, 01:03
58.

Zitat von lachina
Bafög geht immer noch vom alten Familienmodell aus. Ich kenne jetzt schon drei Fälle von Studentinnen, deren Väter niemals mit den Müttern verheiratet waren. Sie haben keinen Kontakt mehr und weigern sich, ihre Vermögensverhältnisse offen zu legen. Das heißt, die Mädels bekommen kein Bafög, weil sie den Verdienst des Vaters nicht nachweisen können. Wieder gucke ich neidisch nach Dänemark mit seiner elternunabhänggen Förderung für Studenten und den selbstverständlichen Wohnheimplätzen.
Ich empfehle ihnen dazu diesen Link, es gibt durchaus Möglichkeiten, man muss den Ämtern nur auf die Füße treten. http://www.jurarat.de/bafoeg-und-weigerung-des-vaters-zur-offenlegung

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erzengel1987 13.02.2017, 07:41
59. Bafög

Das ist für mich nur eins. Wie lerne ich den Staat zu betrügen.

Allein die ungerechte Tatsache, dass das Gehalt von vor zwei Jahren der Erziehungsberechtigten und nicht das aktuelle mit reingenommen wird. Dass man seine gesamten Ersparnisse angeben muss. Sich absolut gläsern machen muss ist in meinen Augen unnötig.

Vor allem dem Staat gehen meine persönlichen Ersparnise im Prinzip nichts an. Man muss also um Bafög zu bekommen lügen und betrügen ansonsten ist man bloß der dumme. Meine Ersparnisse gingen als Schenkung an meine Verwandten und die bekam ich nach dem Studium großzügigerweise zurück.

Allein dass man so handeln muss um Bafög zu erhalten ist in meinen Augen verrückt...

Denn das Geld ist als Anlage für das spätere Haus geplant gewesen. Unrechtsbewusstsein bei mir gleich 0 weil das Geld hätte ich auch versaufen können und dann wäre ich wirklich arm gewesen und die Gesellschaft hätte nen asozialen Jugendlichen mit bafög unterstützt. So hat sie einen klugen Sparer unterstützt.

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