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Angebote für Zuwanderer: Bundesländer bieten mehr Unterricht in Herkunftssprachen an
DPA

Einst sollten Kinder der sogenannten "Gastarbeiter" Deutsch und die Sprache ihrer Eltern erlernen. Als Vorbereitung für eine Rückkehr ins Herkunftsland. Die Realität sieht heute meist anders aus.

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fördeanwohner 30.03.2019, 11:06
1. -

Wichtig ist auch, dass die Kids die Möglichkeit haben, Abschlussprüfungen wie den ESA oder MSA abzulegen, wenn sie erst drei Jahre in Deutschland leben. Dann würde Deutsch als Fremdsprache geprüft, Mathe in der Herkunftssprache und diese selbst eben auch.
Wenn man bedenkt, dass in S-H alle Kids für ESA und MSA auch noch eine bestandene Projektarbeit mit schriftlichem Teil und Präsentation auf dem Zettel haben und Flüchtlinge nach drei Jahren in Deutschland niemals in den Anforderungen nachkommen können ...
Lassen wir das. Unterricht in der Herkunftssprache sollte trotzdem nicht ausschließlich laufen, denn zur Integration gehört nun einmal, sich mit seinen Peers adäquat verständigen zu können. Wenn die Kids genügend Deutsch können, sollten sie einen solchen Unterrricht nur noch privat besuchen können.

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MagittaW 30.03.2019, 11:14
2. Es reicht der "Fremd"Sprachenunterricht

Wozu Muttersprachlicherunterricht? ALLE Bundesländer bieten Kinder mit Migrationshintergrund bereits heute kostenlosen Sprachunterricht in der Sprache ihrer Eltern an. Ein-Zwei Mal die Woche, ab der Grundschule. Das reicht doch.
Warum sollen die Bundesländer extra noch einen Lehrer bezahlen, der Mathe und Biologie oder wer weiß was noch in der ersten Sprache unterrichtet.
Damit tut man den Kindern wirklich keinen Gefallen, weil dann die Fachbegriffe im Deutschen fehlen. Förderunterricht in der Muttersprache, gerne - kompletter Unterricht in der Muttersprache - nein, Danke!

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JackGerald 30.03.2019, 12:12
3. Mehrsprachigkeit ist per se zu begrüßen

Aber wir sind hier immer noch in Deutschland, und wer hier auch nur den Hauch eines Erfolges haben will, der muss unsere Sprache beherrschen. Da eine mögliche Rückkehr ins Herkunftsland praktisch eher akademischer Natur ist, dürfte der Unterricht in Herkunfssprachen in den allerwenigsten Fällen zielführend sein - die sinkende Zahl der teilnehmenden Schüler sprciht für sich. Dann schon eher Chinesisch, als irgendeine völlig unbedeutende Sprache.

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bran_winterfell 30.03.2019, 12:25
4. "Unterricht in Herkunftssprachen"

Hm... irgendwie ist das seltsam - die ganze Zeit wird hier im Spiegel davon gesprochen, dass man Menschen NICHT danach fragen soll/darf, "woher sie denn kommen", weil diese Menschen und gerade die hier angesprochenen Schüler eben oft deutsch sind /b die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen, und nun wird hier selbst von "Herkunftssprachen" geschrieben. Richtig konsequent ist das nicht...

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amadeus300 30.03.2019, 12:27
5. Nein, Nein und nochmals Nein

Im Artikel heißt es, "dass herkunftssprachlicher Unterricht den Erwerb der deutschen Sprache nicht beeinträchtigt". Aber ist das schon ein hinreichender Grund, um diesen Sprachunterricht staatlicherseits anzubieten ?
In einer Sprache sind die Kultur, Werte, Normen und gesellschaftlichen Pflichten abgebildet. Mit dem selbstverständlichen Beibehalten und Weiterführung der Herkunftssprache wird eben diese Kultur weitertransportiert und es besteht eher die Gefahr, dass damit die Herkunftskultur "geadelt" und von Schülern und Gesellschaft unkritisch übernommen wird. Ich kann jedem nur einmal empfehlen, mit Lehrern und LEHRERINNEN einer Berufsschule mit hohem Migrationsanteil zu sprechen. Zum Teil erbärmlich schlechte Kenntnisse der deutschen Sprache und der gesellschaftlichen Werte. Niemand der Lehrer wird sagen, die Schüler müssten in ihrer eigenen Kultur unterrichtet werden.

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chrbrunswick 30.03.2019, 12:35
6.

Entweder ist ihr Beitrag ironisch durchtränkt oder Sie sind einfach bekloppt.
Im übrigen, wieviele Länder auf dieser Welt bieten eine ähnliche "Unterrichtsmethode?"

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testuser2 30.03.2019, 12:41
7. Passt eher dazu, Englisch und Deutsch du Herkunftsprachen zu ersetzen

Nix mit Mehrsprachigkeit. Das sind ausgedachte Gründe, um das gut zu reden. Das passt eher zu den Plänen derer, die langfristig den Englisch-Unterricht durch die Sprachen der Zuwanderer ersetzen möchten. Natürlich ist der Bedarf nach Unterricht in den Herkunft-Sprachen da, und das sind die Realitäten, mit denen umgegangen werden muss. Leider werden diejenigen, die das nicht so wollten und wollen, als hassende Menschen niedergemacht.
http://m.spiegel.de/lebenundlernen/schule/grundschulen-in-nrw-integrationsrat-will-englischunterricht-abschaffen-a-1252415.html

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apotheka 30.03.2019, 12:41
8. Man kann es in noch so hehre Argumente packen

Ich nenne das ganze eine Kapitulation vor den wohl doch nicht so tollen "kognitiven" Fähigkeiten der Zielgruppe. Jetzt also auch noch mehrsprachig in Richtung Hartz IV.
Oder braucht es ein Konjunkturprogramm für arbeitslose Pädagogen, weil den Kommunen die Kohle für die Origamikurse für traumatisierte Mitbürger ausgeht?

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Braveheart Jr. 30.03.2019, 12:42
9. Ist doch logo ...

... wenn es in Deutschland (wie aus einem SPIEGEL Bericht zu erfahren war) viele Schulen gibt, wo sich 90% aller Kinder NICHT als deutsch bezeichnen. Ich selbst sprechen vier europäische Sprachen (fünf, wenn man Latein dazu zählt) und sage immer, daß die Sprache der Schlüssel zur Kultur (und damit zum Selbstverständnis) eines Volkes ist. Und ich glaube fest, daß das auch noch gilt, wenn Alexa-Translate auf jedem Smartphone vorinstalliert ist. Ich fürchte nur, die Multi-Kulti Parallelwelten werden dann immer noch heftigst miteinander kollidieren!

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