Forum: Leben und Lernen
Angebote für Zuwanderer: Bundesländer bieten mehr Unterricht in Herkunftssprachen an
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Einst sollten Kinder der sogenannten "Gastarbeiter" Deutsch und die Sprache ihrer Eltern erlernen. Als Vorbereitung für eine Rückkehr ins Herkunftsland. Die Realität sieht heute meist anders aus.

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kumi-ori 01.04.2019, 02:09
40.

Ich bin nicht grundsätzlich gegen muttersprachlichen Unterricht, aber ich finde, die Eltern sollten das selbst bezahlen. In Deutschland klemmt es an allen Ecken und Enden, und wir müssen einfach Prioritäten setzen.

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Broko 01.04.2019, 06:06
41.

Macht man in Bayern nach Meinung des Spiegels eigentlich irgendetwas richtig? Das muss ja ein vollkommen verrottetes Bundesland sein , wenn man ihm Glauben schenken mag ...

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eunegin 01.04.2019, 06:38
42. Ergebnis: Parallelgesellschaften

Ich lebe in einem bilingualen / binationalem Haushalt und wir achten auf 100% Sprach- und soweit es geht Kulturkenntnis in beiden Sprachen/Ländern. Kinder sind recht flexibel und können die Landessprache jeden Landes flott erlernen, wenn sie denn auch gesprochen wird - denn natürlich wählen sie den praktischsten und bequemsten Weg. Wenn aber, wovon auszugehen ist, zu Hause nicht deutsch gesprochen wird UND in der Schule nicht, wird das Ergebnis sein, dass sie für immer fremd bleiben, aber nicht notwendigerweise deshalb ins Herkunftsland zurückkehren, das sie nicht kennen, aber viel besser als das "fremde" Deutschland finden. Das nennt man dann Parallelgesellschaften.

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eunegin 01.04.2019, 06:44
43. Zweisprachigkeit

Zitat von Claudia_D
"Unsinn. Zweisprachigkeit ist IMMER gut."
Ja, wenn es eine echte Zweisprachigkeit ist. Unterricht in der Sprache, die zu Hause gesprochen wird, nicht aber der Sprache des Landes, in dem man lebt, wird da nicht zu Zweisprachigkeit führen. Die Kinder werden sich mehrheitlich nur in gebrochenem Deutsch verständigen können, wenn sie der Sprache nicht ausgesetzt werden. Folge: Parallelgesellschaften und kaum Berufsaussichten in Deutschland. In meiner Familie wachsen die Kinder bilingual auf; das erfordert gewisse Regeln und ein Umfeld, das eine angemessen Verteilung gewährleistet. Mit 10% Deutsch und 90% Fremdsprache werden sie niemals tatsächlich zweisprachig. Kommt aber darauf an, wo man leben möchte...

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im_ernst_56 01.04.2019, 09:13
44. Frage

Wird eigentlich in den Schulen der klassischen Einwanderungsländer (USA, Kanada, Australien, Neuseeland) für die Einwanderer herkunftssprachlicher Unterricht angeboten und wenn nicht, warum sollte das in Deutschland zweckmäßig sein, wenn man davon ausgeht, dass die Einwanderer überwiegend nicht in ihre Herkunftsländer zurückkehren werden? Sind wir wieder schlauer als der Rest der Welt?

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ditor 01.04.2019, 09:13
45. Aufwand

Zitat von Claudia_D
Unsinn. Zweisprachigkeit ist IMMER gut.
Wenn man den Aufwand dazu vernachlässigt. Nur dann stimmt immer. Der Aufwand zum Erlernen einer zweiten Sprache kann durchaus woanders sinnvoller eingesetzt werden.

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