Forum: Leben und Lernen
Anja Karliczek: "Mein Bildungsweg ist so, wie er ist"
DPA

Die CDU-Abgeordnete Anja Karliczek übernimmt das Bildungsministerium - dabei hat sie sich bisher mit Finanzthemen beschäftigt. Bis sie sich eingearbeitet hat, will sie nur private Fragen beantworten. Also haben wir ihr welche gestellt.

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postit2012 09.03.2018, 22:33
70. Nein, es wird überhaupt keine Zeit für solch einen Unsinn.

Zitat von Der Gras Experte
Wird es nicht langsam Zeit, aus dem Schulsystem eine Bundesangelegenheit zu machen , anstatt es bei einer Ländersache zu belassen
Das Schulsystem ist, wie Sie vielleicht wissen, Ländersache, aber nicht aus Zufall, sondern weil wir ein BUNDESSTAAT sind und eine entsprechende Verfassung haben, in der die Zuständigkeiten ziemlich genau beschrieben sind.

Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie z. B. eine Schulaufsicht arbeiten soll, die von Berlin aus für die ganze Republik zuständig ist?

Im übrigen fände ich es sehr lästig, wenn bundesweit Standards wie z. B,. in NRW oder ähnlichen Ländern festgelegt würden. In Bayern möchten wir so etwas nicht haben.

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gartenkram 09.03.2018, 23:00
71. Den

Mut, neues anzufangen? Nein. Es reicht eben nicht, nur für den anfang mut aufzubringen und dann bricht es wieder zusammen. Es muss das ziel sein, mit mut etwas neues anzufangen und innerhalb der legislaturperiode auch erfolge nachhaltiger art vorzuweisen. Wischiwaschi rumgesülze ist keine planung, sondern nur zeitverschwendung.

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Dark Agenda 09.03.2018, 23:04
72. Halbwegs macht es Sinn

Das Geld zu verteilen ist natürlich ein relevantes Thema im BM, da muss man auch keine Kenntnisse zu Kernforschung und Hirnchirurgie besitzen.
2. Sie ist noch nicht durch Dummheiten aufgefallen wie Maas, Leyen oder Barley und ist auch kein Lakai wie Altmeier, Pluspunkt. Bitte mehr unbekannte Gesichter unter 50 Jahren.
3. Sie hat etwas gelernt und ist kein Langzeitgermanist/Parteiapparatschik wie z.B. Nahles.

Warten wir also ab und weinen nicht schon vorher, es wird noch schlimm genug werden.

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neutralundfrei 09.03.2018, 23:40
73. @theoscab

Zitat von theoscab
Das Grundproblem der FDP ist, unternehmerische Strukturen auf die Politik umzuwelzen. Sie vergessen aber dabei, dass in einem DAX Unternehmen ein Verantwortlicher gehen muss, wenn er Mist baut. Mitunter werden Haftungsfragen bei anderen Unternehmensformen gestellt. neutralundfrei heißt wohl von allem nehmen und zu nichts stehen?!
Es geht darum, ob die Ministerin geeignet für den Job als Bildungsministerin geeignet ist, obwohl sie nicht an einer Präsenz-Universität studiert hat. Das wurde in einem Beitrag auf den ich geantwortet habe abgestritten. Das wurde in dem Beitrag mit Herzoperationen verglichen, die nicht von Herzchirurgen getätigt werden, von Flugzeugen, die nicht durch ausgebildete Piloten geflogen werden. Darauf habe ich geantwortet. Der ursprüngliche Vergleich ist nämlich unangemessen.

Die Ministerin muss nämlich nicht forschen oder in irgendeiner Fach-Richtung lehren. Und Bildung heißt eben nicht nur Uni.

Neutral heißt in dem Zusammenhang: Ich bin kein CDUler. Also nicht verdächtig, die Frau Ministerin als CDUler per se gut zu finden.

Frei heißt: Die Freiheit des Einzelnen als Ziel und als Mittel. Jeder Einzelne soll sich frei fühlen, selbstbestimmt und eigenverantwortlich sein können - soweit zum Ziel. Und Freiheit als Mittel bedeutet für mich, dass man durch mehr Freiheit mehr Chancen für den Einzelnen schafft.

Konkret im Sinne der Bildung: Mehr Freiheit an den Schulen, den Hochschulen in Bezug auf Pädagogik, Lehrerauswahl, Ausstattung, - und dafür finanziell hinreichend ausgestattet zu sein. Mehr Freiheit heißt für mich auch, dass beste Bildung nicht gleich "Uni-Abschluss" ist - sondern die Bildung, die die besten Fähigkeiten und Begabungen zum Vorschein bringt. Freiheit heißt für mich eine höhere Durchlässigkeit zwischen praktischer und akademischer Ausbildung und vice versa. Freiheit heißt für mich die Gleichwertigkeit von praktischer und akademischer Ausbildung. Kurz: Master = Meister. Wertschätzung von Fachkräften... usw. So wie in fast allen anderen Ländern. In den USA, in England, in Griechenland,... bist Du studiert oder ungelernt. Man "studiert" Optiker, man "studiert" Pflege...
Mehr Freiheit für den Einzelne ergäbe sich auch durch vergleichbare Bildungsziele - also das Ziel vorgeben, nicht den Weg dahin...

Und obwohl ich bei der Ministerin wegen ihrer Zugehörigkeit in der CDU gewisse Zweifel hege, ob sie "neu denken" kann - so bin ich doch neutral genug, um zumindest die Hoffnung zu haben, dass sie für mehr Freiheit für den Einzelnen sorgt - und den Bildungseinrichtungen mehr Freiheit lässt.

Zumindest haben sich SPD und CDU auf eine Aufhebung des Kooperationsverbotes zwischen Bund und Kommunen geeinigt. Das war übrigens bei Jamaika nicht machbar. Das wollte damals weder der Herr Seehofer, noch der Herr Kretschmann. Auch diese Einigung macht Hoffnung.

Ich hoffe damit ist klar, warum ich den Ausflug in die Wirtschaft gemacht habe und was neutral und frei grundsätzlich und speziell in diesem Zusammenhang bedeutet.

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neutralundfrei 10.03.2018, 00:08
74. @postit2012 - warum Kinder benachteiligen?

Zitat von postit2012
Das Schulsystem ist, wie Sie vielleicht wissen, Ländersache, aber nicht aus Zufall, sondern weil wir ein BUNDESSTAAT sind und eine entsprechende Verfassung haben, in der die Zuständigkeiten ziemlich genau beschrieben sind. Haben Sie sich schon einmal überlegt, wie z. B. eine Schulaufsicht arbeiten soll, die von Berlin aus für die ganze Republik zuständig ist? Im übrigen fände ich es sehr lästig, wenn bundesweit Standards wie z. B,. in NRW oder ähnlichen Ländern festgelegt würden. In Bayern möchten wir so etwas nicht haben.
Durch die Länderzuständigkeit werden Kinder überall benachteiligt:
- Kinder außerhalb von Bayerns erreichen nicht das Niveau. Bayern ist in den Naturwissenschaften ja oft Spitzenreiter bei den nationalen Bildungsvergleichen. Die Kinder außerhalb von Bayern werden also benachteiligt.
- Bayrische Kinder müssen höheren Maßstäben genügen, als Kinder in anderen Bundesländern. D.h. da sind dann auch gute Noten mit weniger erreichbar. Der Notenschnitt ist aber Eintrittskarte zu Beruf und Studium. Daher ist es unfair den bayrischen Kindern gegenüber, wenn sie mehr leisten müssen, als die anderen Kinder für den gleichen Job. Die Startchancen nach der Schule sind also schlechter - trotz höherem Niveau. Denn es zählt der Notenschnitt.

Wäre es nicht wünschenswert, wenn alle Kinder die gleichen hohen Maßstäbe wie in Bayern erfüllen können? Also wenn man sich bei den Naturwissenschaften auf einheitlich hohe Ziele einigt? - und den Weg dahin den Ländern oder noch besser den Schulen vor Ort überlässt? Die Schulen und die Länder aber entsprechend finanziell ausstattet?

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africa 10.03.2018, 08:24
75. Science Magazine meint...

...meanwhile, researchers are wondering what to expect from the new research and education minister, Anja Karliczek, who trained as a banker and spent 2 decades running her family's hotel.

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Mesi0013 10.03.2018, 08:52
76. Anmerkung aus dem Leben...

Ich kenn die Frau nicht, wenn sie aufgrund Merkels Vorschlag bestimmt wurde, bin ich per se misstrauisch. Allerdings gefällt mir ihr Lebenslauf. Unsere Gesellschaft krankt an Vollakademikern, die bis zum 30. Lebensjahr nur Schul- und Lehrsäle von innen gesehen haben, sonst nix, dann aber mit bestmöglichste Noten -durch Bullemielernen erworben- und null Kompetenz auf die Menschheit losgelassen werden. Gefühlstechnisch dann unterwegs als sebsternannte Führungselite. Aus Erfahrung muss ich sagen, wer im Gastro- und Hotelfach eine Ausbildung gemacht hat und diese gut abschließt toppt viele Frischakademiker in Sachen Eigen-, Zeit-, und Aufgabenmanagement. Selbst im fachfremden Einsatz habe ich gute Eindrücke gewonnen. Bei Akademikern mit vorhergehender technischer oder kaufmännischer Ausbildung bilden oftmals diese Noten das Leistungsvermögen dieser Person besser ab als sonstige Papiere oder Zertifikate. Meine Erfahrung.

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africa 10.03.2018, 09:01
77. Science Magazine schreibt...

The new coalition, the fourth led by Chancellor Angela Merkel, has pledged to boost overall R&D spending from 2.9% to 3.5% of the country's gross domestic product by 2025. That would make Germany a world leader in research spending, behind only South Korea and Israel. But whether the government can deliver remains to be seen; it's not clear where the additional billions would come from. Meanwhile, researchers are wondering what to expect from the new research and education minister, Anja Karliczek, who trained as a banker and spent 2 decades running her family's hotel. Winfried Bauer

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Mesi0013 10.03.2018, 09:07
78. Erfahrungswerte...

Ich kenn die Frau nicht, wenn sie aufgrund Merkels Vorschlag bestimmt wurde, bin ich per se misstrauisch. Allerdings gefällt mir ihr Lebenslauf. Unsere Gesellschaft krankt an Vollakademikern, die bis zum 30. Lebensjahr nur Schul- und Lehrsäle von innen gesehen haben, sonst nix, dann aber mit bestmöglichste Noten -durch Bullemielernen erworben- und null Kompetenz auf die Menschheit losgelassen werden. Gefühlstechnisch dann unterwegs als sebsternannte Führungselite. Aus Erfahrung muss ich sagen, wer im Gastro- und Hotelfach eine Ausbildung gemacht hat und diese gut abschließt toppt viele Frischakademiker in Sachen Eigen-, Zeit-, und Aufgabenmanagement. Selbst im fachfremden Einsatz habe ich gute Eindrücke gewonnen. Bei Akademikern mit vorhergehender technischer oder kaufmännischer Ausbildung bilden oftmals diese Noten das Leistungsvermögen dieser Person besser ab als sonstige Papiere oder Zertifikate. Meine Erfahrung.

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notbehelf 10.03.2018, 09:10
79. Führung

Zitat von theoscab
Das Grundproblem der FDP ist, unternehmerische Strukturen auf die Politik umzuwelzen. Sie vergessen aber dabei, dass in einem DAX Unternehmen ein Verantwortlicher gehen muss, wenn er Mist baut. Mitunter werden Haftungsfragen bei anderen Unternehmensformen gestellt. neutralundfrei heißt wohl von allem nehmen und zu nichts stehen?!
Ein Grundproblem ist, dass der ein oder andere nicht zu verstehen scheint, was „Führung“, egal ob in Unternehmen, Politik, Vereinen etc. , ausmacht. Es geht in allen Fällen um das Miteinander von Menschen.

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