Forum: Leben und Lernen
Anonyme Plagiatsjäger: Stellt Euch nicht!

Feige Denunzianten, linke Wirrköpfe und Nerds mit zu viel Zeit: Dieses Bild zeichnen abschreibende Politiker von Plagiatsjägern im Netz, weil diese ihre Identität nicht preisgeben wollen. Ein verzweifelter Versuch, vom eigenen Betrug abzulenken. Die Aktivisten sollten weiter im Verborgenen bleiben.

Seite 2 von 22
McSteph 13.07.2011, 16:54
10. Keine Doktorarbeit

Oder wie der Sprecher eines gewissen Freiherrn zu formulieren wagte:

Dieses Plagiat ist keine Doktorarbeit .. ääähm, äääh, ich meine ....

ich bin gespannt, ob auf Seiten Doktoren bei den "linken Wirrköpfen" auch so viele Plagiate gefunden werden, wie auf seiten der "Guten" Doktoren.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
RichardT 13.07.2011, 16:57
11. naja ....

Zitat von Suppenelse
... Bis der erste Politiker von SPD, Grünen oder Linken im Fokus steht, wird die Behauptung, es ginge um die Sache bzw. Wissenschaft allein und nicht etwa um politische Motive, weiterhin höchst scheinheilig klingen.
Eben aus diesem Grund bin ich überzeugt, dass da schon länger eifrig gesucht wird.
Glauben Sie wirklich, diese Möglichkeit der Bloßstellung von Grünen oder Linken lassen sich deren politische Gegner entgehen ?
Insofern kann man die Blindheit auf einem Auge solchen Kommentaren hier zurückgeben - einmal wegen der Unterstellung, die Plagiatssuche sei politisch motiviert und andererseits bzgl. der Behauptung, die schwarz-gelbe Ecke würde vornehm auf derlei Mittel verzichten .....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vmontantus 13.07.2011, 17:03
12. Falsche Zahlen ?

Zitat von fo5
In den anderen Parteien sind halt überwiegend Leute mit Hauptschul-/Realabschluss und anschließender Ausbildung oder Studienabbrecher. Folglich gibt es im Bundestag 123 Mitglieder mit Doktortitel wovon gut 1/3 (44) in der Opposition sind. Bei den Profs sieht es genau so aus 2 (CDU) zu 1 (SPD).
Ich komme auf 299 CDU/CSU/FDPler mit mindestens "Höherer Schule" (dort als "Hochschulbildung" deklariert) und 182 bei SPD/GRÜNEN.

http://www.bundestag.de/bundestag/ab...ulbildung.html

Dazu die "Sitzzahlen": CDU/CSU/FDP: 330, SPD/GRÜNE: 214

Quelle:
http://www.bundestag.de/bundestag/pl...erteilung.html

Demnach ist Ihre Argumentation nicht richtig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
fort-perfect 13.07.2011, 17:03
13. Ich finde

alles äusserst dienlich für unsere Gesellschaft, was dazu beiträgt, Lügner, Betrüger, Opportunisten und ähnliches Gesocks an den Pranger zu stellen.
Das es im Falle von Vroniplag Anonyme sind, die diese Arbeit machen ist nur folgerichtig, denn sonst könnten diese Leute von unseren sogenannten Entscheidungsträgern sehr schnell zum Schweigen gebracht werden....
Gegen Anonyme haben öffentlichkeitsgeile Betrüger die Dreck am Stecken haben, halt keine Chance mehr... und das ist gut so!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cone-a 13.07.2011, 17:04
14. Denunziant?

Der Begriff Denunziant trifft die Plagiatsjäger nicht genau. Der Denunziant beschuldigt eine Person der Täterschaft eines Vergehens.

Die Plagiatsjäger machen nichts anderes, als Beweise zu liefern. Jeder hat die Möglichkeit, die Beweise anzuzweifeln. Nur ist es in den Gutten- und Vroni-Fällen schlicht und einfach nicht gelungen.

Wenn nun die böse Tat auf einmal derart offensichtlich wird, daß es einer Beschuldigung gar nicht mehr bedarf, ist das nicht die Schuld der vermeintlichen Denunzianten.

Außer dem beleidigten Geheul der entlarvten Bürgerlichkeit vermag ich der Häme über die Plagiatsjäger nichts entnehmen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
sarrazynismus 13.07.2011, 17:06
15. Maß der Dinge

Zitat von sysop
Feige Denunzianten, linke Wirrköpfe und Nerds mit zu viel Zeit: Dieses Bild zeichnen abschreibende Politiker von Plagiatsjägern im Netz, weil diese ihre Identität nicht preisgeben wollen. Ein verzweifelter Versuch, vom eigenen Betrug abzulenken. Die Aktivisten sollten weiter im Verborgenen bleiben.
Die noble Tat i'm Namen der Wissenschaft in allen Ehren, aber für mich haben diese Plattformen einen faden Beigeschmack der Selbstjustiz. Wenn ein solcher Verdacht aufkommt, sollte man eigentlich umgehend die Zuständige Stelle der Universität informieren, da nur sie sich mit den Vorgaben der Promotionsordnung und den ihr gewohnten Zitierweisen auskennt. Alles andere ist blanke Schikane

Beitrag melden Antworten / Zitieren
shokaku 13.07.2011, 17:10
16. Hier könnte ein Plagiat stehen

Hier sind halt die Universitäten gefordert, nicht mehr über jedes Stöckchen zu springen, welches ihnen hingehalten wird. Sobald anonymen Anschuldigungen nicht mehr nachgegangen wird, ist schnell Schluss mit dem Spuk.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Alderamin 13.07.2011, 17:10
17. Kompetenz

Zitat von joey55
Ich halte die anonyme Plagiatsjagd und auch die Argumente dafür für nicht stichhaltig. Denn zum einen muss niemand der Jäger nachweisen, dass er selbst wissenschaftlich gearbeitet hat und daher überhaupt über die entsprechende Kompetenz verfügt. Zum zweiten ist es aus der Anonymität einfacher Beschuldigungen auszusprechen, man läuft eben nicht Gefahr sich für diese zur Verantwortung gezogen zu werden.
Vergessen Sie nicht, dass es die Universitäten sind, die den Titel entziehen, nicht die Plagiatsjäger. Letztere liefern nur die Hinweise. Die Überprüfung muss immer durch die Uni erfolgen, und bei Guttenberg wurde ja bekanntlich auch sein Doktorvater gehört. Für die notwendige Kompetenz der Entscheidungsträger ist also gesorgt. Außerdem braucht somit niemand anonymes zur Verantwortung gezogen zu werden, denn die Aberkennung des Titels hat nicht der Hinweisgeber, sondern der Prüfer zu verantworten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
vmontantus 13.07.2011, 17:14
18. Widerlegt ....

Zitat von joey55
Ich halte die anonyme Plagiatsjagd und auch die Argumente dafür für nicht stichhaltig. Denn zum einen muss niemand der Jäger nachweisen, dass er selbst wissenschaftlich gearbeitet hat und daher überhaupt über die entsprechende Kompetenz verfügt. Zum zweiten ist es aus der Anonymität einfacher Beschuldigungen auszusprechen, man läuft eben nicht Gefahr sich für diese zur Verantwortung gezogen zu werden. Zum dritten zeigt doch gerade der Fall des Herrn Wolfgang Stock, dass es wichtig ist zu sehen, wer aus welchen Motiven handelt.
Das ist aus drei Gründen falsch.

Zum einen benötigt man keinerlei wissenschaftliche Kenntnisse um zu erkennen, ob ein 1:1 kopierter Text ein solcher ist. Das kann bereits ein Grundschüler.

Zum anderen werden keine "Beschuldigungen" ausgesprochen, sondern etwas wird etwas dokumentiert, was jeder innerhalb von Minuten selbst überprüfen kann: Sowohl die Dissertation als auch die Vorlagen sind in wenigen Mausklicks regelmäßig erreichbar.

Zum dritten gibt es nicht ohne Grund die VeröffentlichungsPFLICHT von Dissertationen. Die Wissenschaftsgemeinde soll profitieren können, d.h. vor allem lesen und studieren können. Und der Verfasser hat, regelmäßig sogar an Eides statt, versichert, dass er ordentlich gearbeitet hat. Nicht ohne Grund, sondern damit nicht jede Dissertation wiederum erst einmal auf ihre Glaubwürdigkeit untersucht werden muss, was ein extremer Zeitaufwand für denjenigen wäre, der sich auf die Quelle verlassen muss. Und solcherart Quellen sind bei einer Dissertation massenhaft zu verarbeiten. Im Gegensatz zu Vroniplag wäre ein einzelner Wissenschaftler damit völlig überfordert, wenn es, wie dokumentiert schon echte Arbeit ist, mit 20 Leuten eine einzige Dissertation zu überprüfen.

Eine Dissertation ist öffentlich. Sie wurde unter Verwendung staatlicher Mittel (Professorenarbeitszeit und Universitätsmitteln) angefertigt. Eine täuschende Dissertation ist Betrug am Staat, am Bürger, der das finanziert. Von dem weiteren (Selbst-)Betrügereien ("Rücktritt? Wieso? Man hätte mich doch auch ohne Doktortitel gewählt?!") ganz zu schweigen. Im Übrigen werden regelmäßig auch die Verlage und die Käufer betrogen. Guttis Diss kostet 88 €, er selbst nennt sie aber Blödsinn. Zahlreiche Unibibliotheken haben sie für das Geld erworben und nun .... dient sie immerhin noch als Demonstration dafür, wie man es NICHT macht?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
takeo_ischi 13.07.2011, 17:17
19. .

Zitat von Suppenelse
Der Kommentator hat Recht, und es trifft ins Leere, die "Denunzianten" zu verurteilen - auch wenn man sich hin und wieder fragt, wie vielen notleidenden Menschen geholfen werden könnte, wenn man diese Arbeit und Energie zusammenrechnet, die die Menschen leidenschaftlich auf solchen Plattformen investieren. Dieser Gedanke lässt sich einfach nicht ausblenden. Dennoch stimmt AUCH DAS eindeutig, was im Artikel selbst anklingt: Es trifft bisher fast ausschließlich Politiker des schwarz-gelben Lagers. Zufall? - Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Bis der erste Politiker von SPD, Grünen oder Linken im Fokus steht, wird die Behauptung, es ginge um die Sache bzw. Wissenschaft allein und nicht etwa um politische Motive, weiterhin höchst scheinheilig klingen.
Erstens weil bei Schwarz-Gelb deutlich mehr einen Titel tragen, zweitens wurde bei Rot-Grün auch eifrig gesucht.
Ein Beispiel ist z.B. der SPD-Vizekaiser von Baden-Württemberg Dr. Nils Schmidt. Da wurde im Vorfeld der Schicksalswahl sehr eifrig gesucht um ihn zu schädigen.
Man wurde gar nicht fündig. Darauf angesprochen, dass sein Dr.-Arbeit ja keinerlei Plagiate enthalte meinte er nur:
'Ich weiss, schliesslich habe ich sie ja selbst geschrieben...'

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 2 von 22