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Anti-Waffen-Proteste in Washington : Sechs Minuten und 20 Sekunden Stille
REUTERS

Es sind die größten Anti-Waffen-Proteste in den USA seit Jahrzehnten: Unter dem Titel "Marsch für unsere Leben" demonstrierten vor allem Schüler in Washington und anderen Städten im ganzen Land für schärfere Gesetze.

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Leonia Bavariensis 24.03.2018, 22:10
1. Beeindruckend

Die klar formulierten Forderungen der jungen Menschen von 9 bis 19 Jahren auf dieser Bühne vor Hunderttausenden von Menschen waren wahrlich beeindruckend. Da wächst eine Generation heran, auf die man große Hoffnungen setzen kann! Ein Lichtblick in diesen trüben Zeiten!

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glise 24.03.2018, 22:25
2.

Die Waffen sind doch gar nicht die Ursache. Sicher mit entsprechenden Verboten kann man vielleicht einige Gewalttaten verhindern, aber die Kernprobleme werden damit sicher nicht beseitigt, die da wären Armut, Ungerechtigkeit, Manipulation, Ausgrenzung usw...
Jemand der zu so einer Tat fähig ist, wird Mittel und Wege finden, auch ohne Schußwaffen.
Das Recht auf Waffenbesitz wurde in den Bill of Rights unter anderem auch zum Schutz des Volkes vor staatlicher Willkür eingeführt.

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fliffis 24.03.2018, 22:30
3. bewegend

Ich habe mir einen Teil des Livestreams angesehen.
Ja, etwas amerikanisch-dramatisch. Nichtsdestrotrotz ganz hervorragend, was diese Jugendlichen (natürlich nicht alleine) auf die Beine gestellt haben. Alleine die Massen an Menschen, sehr viele Jugendliche, die dort zusammengekommen sind.
Ich erinnere mich noch an die Reaktionen in vielen Foren nach dem Amoklauf. Als diese Emma Gonzales ihren ersten Auftritt vor den Bürgern ihrer Stadt hatte: "nette Sache, mehr nicht", "wird sich im Sand verlaufen", "regional und zeitlich begrenzter Aktionismus" und Ähnliches.
Nun sind sie in einem Monat schon bis Washington gekommen, ergänzt durch parallele Veranstaltungen über die Staaten verteilt; viele auch einflussreiche Menschen unterstützen das Ganze, und es hört sich nicht so an, als wenn das nun aufhört. Ja, die großen Kundgebungen wird es nicht geben. Aber man liest sehr viel von den Teilnehmern (die oft noch nicht wählen dürfen): "bald werden wir wählen dürfen und dann haben wir Einfluss" (31 Mio junge Menschen in den USA habe ich irgendwo zwischendurch im Stream aufgeschnappt, vergessen, welche Altersspanne die Zahl umfasst). Oder auch "unsere Generation wird irgendwann auch im Senat und dem Repräsentantenhaus sitzen".
Schade, dass solche traurigen Anlässe wie Amokläufe erst die Menschen zum Agieren bringt.
Aber gut, dass solche Anlässe das bewirken können.

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klausi_maiermüller 24.03.2018, 22:51
4. Endlich haben die USA wieder etwas auf das sie stolz sein können

... DIESE Jugend!
Das ist Hoffnung für uns alle - nicht nur für die Waffengesetze der USA.
Es könnte sogar Vorbild für unsere Jugend sein - nicht nur für unsere Rüstungsgeschäfte..

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hintzeprof 24.03.2018, 22:53
5. Wie süß...

...sind doch diese jungen Amerikaner! Die glauben offenbar wirklich noch an die Möglichkeit einer Veränderung?! Sollte in drei Monaten ein Verbot der Schnellfeuervorrichtungen wirksam werden, wird die Waffenindustrie bis dahin einen Milliardenumsatz gemacht haben. Die Produktion läuft jedenfalls auf Hochtouren.
Und dann gilt noch mehr als jetzt: Das Problem sind nicht die Waffengesetze, das Problem sind die vorhandenen Waffen. Wenn es in der Zukunft weniger Bluttaten geben soll, müssen sich Millionen Amerikaner entwaffnen lassen. Das wird aber nicht geschehen, weil das kollektive Unbewusste immer noch voll berechtigter Angst vor der Rache der Rothäute und der Schwarzen ist, ganz zu schweigen von kriminellen Einwanderern, die kommen, um die USA zu zerstören.
Und was haben Waffen eigentlich mit Stahl zu tun?
Das Schöne an der US-amerikanischen Demokratie ist doch, dass sie absolut frei von Korruption ist. Das liegt einfach daran, dass man sich für einen Wahlkampf völlig legal von wem auch immer finanzieren lassen darf. Und? Ist das dann keine Korruption?
Liebe amerikanische Freunde, ihr dürft natürlich machen, was ihr wollt. Ihr seid aber kein Vorbild in Sachen Demokratie mehr. Das ist vorbei. Das ist auch okay. Das Leben geht weiter. Entwickelt euch weiter!

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jujo 24.03.2018, 23:06
6. ....

Mich hat ein Schild eines Jugendlichen beeindruckt, die politischen Handlanger der NRA sollten es auch sein.
Auf dem Plakat stand: "I march today and vote tomorrow!"
Das Engagement der Jugendlichen wird ja multipliziert durch deren Familien. Welcher Vater kann jetzt noch seinem Kind in die Augen sehen und sagen ich halte zur NRA, bin gegen Verschärfung der Waffengesetze. Es werden kaum noch Politiker es wagen dagegen zu sein, wenn sie im Herbst gewählt werden wollen.
Für mich war das ein historisches Ereignis. Die USA haben sich innerhalb eines Tages verändert.
Trump sollte der alten Weisheit folgen: "Kannst du eine Bewegung nicht aufhalten, dann führe sie an!" Er hätte alle Möglichkeiten, und hielte die stärkste Trumpfkarte zu seiner Wiederwahl in der Hand.

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DerHerrMustermann 24.03.2018, 23:07
7. Hoffnungsschimmer

Es freut mich zu sehen, dass sich nicht alle Amerikaner in die Trump'sche Verdummungsmaschinerie einfügen. Vor allem bin ich begeistert davon, dass junge Menschen eine bessere Zukunft für ihre Generation erkämpfen wollen. Vielleicht gibt es ja doch Hoffnung für die USA. Die dummen alten Männer werden irgendwann abtreten und hoffentlich übernimmt dann eine bessere Generation.

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DrStrang3love 24.03.2018, 23:17
8.

Zitat von glise
Die Waffen sind doch gar nicht die Ursache. Sicher mit entsprechenden Verboten kann man vielleicht einige Gewalttaten verhindern, aber die Kernprobleme werden damit sicher nicht beseitigt, die da wären Armut, Ungerechtigkeit, Manipulation, Ausgrenzung usw... Jemand der zu so einer Tat fähig ist, wird Mittel und Wege finden, auch ohne Schußwaffen. Das Recht auf Waffenbesitz wurde in den Bill of Rights unter anderem auch zum Schutz des Volkes vor staatlicher Willkür eingeführt.
Da ist sie wieder, die NRA-Propaganda… "Nicht Waffen töten, Menschen tun es". Bla bla.

Fakt ist, mit einem Messer oder ähnlichem, hätte der Massenmörder von Parkland nie in sechs Minuten, 20 Sekunden 17 Menschen töten können. Fakt ist, mit wirksamen Beschränkungen zum Waffenkauf hätte er nie legal ein Sturmgewehr kaufen können. Fakt ist, das Pistolen und Gewehre Menschen das Töten erleichtern oder überhaupt erst ermöglichen.

"Das Recht auf Waffenbesitz wurde in den Bill of Rights unter anderem auch zum Schutz des Volkes vor staatlicher Willkür eingeführt."
Mythos. Mehr NRA-Propaganda. Zum einen, in der *Englische* Bill of Rights war der Waffenbesitz erlaubt, weil das damals im 17. Jahrhundert als Grundrecht zu Selbstverteidigungszwecken angesehen wurden. In der *Amerikanischen* Verfassung steht kein Wort davon, dass sich die Bürger mit Waffengewalt gegen irgendeine staatliche Willkür schützen sollen. Die Entwurfsfassungen des Zusatzes machen deutlich, dass die Verfasser vor allem den Schutz gegen *externe* Bedrohungen im Sinn hatten. Keinesfalls war gemeint, dass sich die Bürger gegen ihren eigenen Staat wehren sollten.

Darüberhinaus hatten die Gründerväter wohl kaum halbautomatische Sturmgewehre im Sinn.

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Tolotos 24.03.2018, 23:18
9. Hoffentlich hält das bis zu den nächsten Wahler!

Denn in den meisten sogenannten Demokratien ist die demokratische Willensbildung auf die Wahltermine beschränkt. Danach herrscht wieder demokratische Narrenfreiheit, und die durch Wählen legitimierten Politiker haben das Recht, das entmündigte Volk an die meistbietende Lobbygruppe zu verraten und verkaufen!

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