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Arbeitgeber umgehen Mindestlohn: Vier Monate Praktikum für 120 Euro
Getty Images/Westend61

Eigenes Büro, spannende Aufgaben, nette Kollegen: Ein Student absolviert in einem Ministerium ein Praktikum, das zunächst ideal klingt. Der Haken: kaum Geld. Dabei steht auch Praktikanten der Mindestlohn zu.

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apfeldroid 08.08.2016, 06:36
1.

Es gibt Menschen, doe für ein gutes Praktikum sogar Geld zahlen, nachhinein sich zu beschweren - kein guter Stil!

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ovi100 08.08.2016, 06:47
2. Die Sache ist einfach und doch..

Macht man einen Elefanten daraus: Pflichtpraktika wie der Name sagt sind fester Bestandteil einer Ausbildung und Studiums und man muss froh sein wenn Unternehmen dies anbieten. Praktika die über Pflicht hinausgehen, müssen verboten werden denn dies ist nicht vereinbar wie die Erfahrungswerte nun zeigen mit dem Gesetz. Es sind nun vorgetäuschte Minijobs mit einem anderen Namen um sich gegen die Bezahlung zu drücken!

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grommeck 08.08.2016, 06:48
3. Ausbeuterp***....

Nichts anderes war zu erwarten....

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Robert Redlich 08.08.2016, 06:48
4. weniger

Wenn ich das Gejammere der Arbeitgeber schon höre. Weil sie Studenten und Absolventen nicht mehr ganz so schamlos ausbeuten konnten wie früher, "warnten" sie vor einer Verringerung der Anzahl der "Praktikumsplätze". Unverschämtheit!

Sie haben jahrzehntelang Studenten und fertige Akademiker voll arbeiten lassen und ihnen den Lohn vorenthalten. Kaum eines dieser unsittlichen Beschäftigungsverhältnisse war auch nur annähernd ein echtes Praktikum, das waren einseitige Ausbeutungsverhältnisse. Für die Arbeitgeber war das in der Regel eine legale Möglichkeit, jemand ohne Bezahlung arbeiten zu lassen. Besonders Redakteure wurden jahrelang nur "Praktikumsverträge" statt Arbeitsverträge angeboten. Und wer in seiner Vita schon 2-3 Praktika angab, signalisierte dem Personalmanager, dass man das auch noch ein viertes Mal versuchen könne. Gut, dass inzwischen wenigstens die schlimmsten Ausbeutungs-Praktika so unterbunden wurden.

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shirker 08.08.2016, 06:51
5. Die einzige Lösung:

Werde Guerilla-Praktikant. In der verfügbaren Zeit so viel Unsinn wie möglich anstellen.

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helle_birne 08.08.2016, 06:53
6. Warum überrascht micht jetzt nicht, dass

es ein SPD-regiertes Bundesland war?! Aber was will man von einer Partei, deren Führung TTIP/CETA/TISA unterstützt und versucht, diese Abkommen gegen den Mehrheitswillen der Parteibasis und der Bevölkerung durchzudrücken, auch erwarten. Die SPD hat bisher immer die Interessen der normalen Leute verraten ...

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Dr.Krümelmonster 08.08.2016, 06:57
7. Mal wieder Realsatire zur Frühstückszeit

Zitat von
Schon vor der Einführung des Mindestlohns hatten Arbeitgeberverbände gewarnt, man dürfe vor allem Praktika zur Berufsorientierung nicht wie Arbeitsverhältnisse behandeln. Viele Unternehmen würden sie sonst nicht mehr anbieten. Der Standpunkt der Arbeitgeber: Praktikanten nützen einem Unternehmen nicht nur, sondern kosten auch viel Zeit und Geld.
"Menschen Geld für geleistete Arbeit zahlen? Wie unverfroren. Wo kommen wir denn da hin? Die Bezahlung können doch deren Familien übernehmen oder Papa Staat. Wie, das geht nicht? Das ist alternativlos. Alles andere bedeutet weniger Rendite und dann...dann gehen Arbeitsplätze verloren nach China. Wir müssen wettbewerbsfähig bleiben. Globalisierung, Klimawandel, Terrorismus! Ja, wollen Sie das etwa? Sehen Sie!"

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bezim 08.08.2016, 07:07
8.

Sie schreiben im Artikel, dass freiwillige Praktika während eines Studiums nicht unter das Gesetz fallen. Dann hat das Ministerium im ersten Brief vielleicht schofel aber nicht rechtswidrig gehandelt.

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Actionscript 08.08.2016, 07:19
9. Bezahlung nur fuer 2 Monate

Es war ein unbezahltes Pflichtpraktikum zumindest für 2 Monate. Der Student wollte freiwillig weiterarbeiten. Er hat für 4 Monate E120 bekommen. Das heißt, daß er eigentlich die E120 für 2 Monate bekommen hat, da 2 Monate unbezahlt waren. Er war es, der ein längeres Praktikum wollte. Hat er von vornherein mit dem Arbeitgeber verhandelt, wieviel er tatsächlich bekommen würde? Hat er einen Vertrag gemacht? Ich gebe zu, daß er vom Staat ausgenommen wurde wie eine Kirchenmaus. Jedoch hätte er sich vorher absichern müssen. Sicherlich wird die Behörde trotz SPON Artikel es so hinkriegen, dass er tatsächlich den Mindestlohn für geleistete Arbeit bekommen hat. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.

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