Forum: Leben und Lernen
Arbeitsmarkt: So wenig Auszubildende wie seit 25 Jahren nicht
DPA

Lieber Studium als Lehre: In Deutschland werden in diesem Jahr so wenige Jugendliche ausgebildet wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Gleichzeitig blieben 37.000 Lehrstellen unbesetzt.

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smartphone 12.12.2014, 13:05
1. kein Wunder

Zum einen strebt ja jede Arbeiterfamilie ( keine Wertung ) mit Gewalt dazu, daß die Kinder Abitur machen sollen und Studieren....... Zum anderen ist die Betrachtung des "Fachkräftemangels" der letzten 20 Jahre -speziell MINT sehr interessant ...... Es gibt ihn nicht , ergo haben diese Ings usw größte Schwierigkeiten überhaut nen Job zu finden .......und vorallem setzen die keine Kinder in die Welt --Kinder die heute "erntereif" wären , gell liebe Wirtschaft

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moritz1989 12.12.2014, 13:09
2.

Die Bundesregierung sollte sich nur auf eins konzentrieren und das ist die schulische Ausbildung von der ersten bis zur neunten oder zwölften Klasse. Der Rest ist sowieso verloren, den kriegt man mit weiterbildenden Maßnahmen auch nicht mehr ausbildungstauglich.

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jfoas 12.12.2014, 13:13
3. Kein Wunder

Die Unternehmen die mittlerweile für jeden Job einen Studierten haben wollen dürfen sich nicht wundern.
Zum Beispiel für bis in die Neunziger typische Aufgaben eine Industriekaufmannes (Lehre) werden heute eigentlich nur noch Dipl. Kfm. (BWL-Studium) oder Wirtschaftsingenieure eingestellt.

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Inuk 12.12.2014, 13:17
4.

Klar, in den Ballungsgebieten sind nicht genug Lehrlinge zu finden, auch weil viele Jugendliche schon gescheitert und "kaputt" sind, während in der ländlichen Region Jugendliche rar sind, weil sie in die Ballungsgebiete ziehen, weil dort auch was geboten wird.

Wer will schon Bäcker-, Metzger-, Elektrolehrling etc. im Dorf werden, wenn selbst die Söhne der Ausbilder von den Berufen ihres Vaters nichts mehr wissen wollen.

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cafe_kehse 12.12.2014, 13:18
5. Obwohl es finanziell kaum mehr einen Unterschied gibt...

...zwischen dem Bachelor (= Geselle) eines x-beliebigen Studiengangs und dem Handwerksgesellen als Schlachter z. B., hat der Bachelor selbst von der schlechtesten Hochschule immerhin noch den Vorteil, sich körperlich nicht plagen zu müssen und länger zu leben als Rentner. Hinzu kommt noch das fehlende Image von Handwerksberufen.

Damit ist alles gesagt.

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Hilfskraft 12.12.2014, 13:19
6. tja ...

... das hat sicher seinen Grund.
Lehre mit 16 oder 18, dann Arbeitsplatz wenn man Glück hat.
Ob man Glück hat, weiß man vorher nicht. Ob man mit dem Gehalt auskommen wird, auch nicht.
Die Zeiten der unbefristeten Arbeitsverträge, der sicheren Übernahmen und der Sicherheit, mit Handwerkslöhnen sein Leben, sein Alter und das seiner gerne haben wollenden Familie sichern zu können, sind vorbei.
Also:
So lange, wie möglich zur Schule mit anschließenden Studium. Bis 27 ist man so einigermaßen abgesichert.
Danach sind hier zwar die Aussichten auf ein sorgenfreies Einkommen und Alter auch nicht gesichert, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
Es bleibt eh nichts anderes übrig.
Ich würde heute auch keine Lehre mehr mangels Wertschätzung machen wollen.
PS.: gibt es noch irgendeinen Handwerker im Bundesparlament?
Da sieht man, was das Ansehen einer Lehre noch wert ist ...

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Mcool77 12.12.2014, 13:20
7. zu hohe Anforderungen

Was hier leider von unseren Politikern nicht gesagt wurde, dass die Anforderungen für eine Ausbildung immer höher geschraubt werden. Wo vor 10 Jahren ein guter Hauptschulabschluss für eine Ausbildung zum Elektroinstallateur ausgereicht hat, so muss man heute einen Realschulabschluss, oder besser noch Fachabitur haben, damit man überhaupt eine chance hat, zum Vorstellungsgespräch geladen zu werden.
Das zieht sich durch fast alle Berufszweige durch.

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downloaddude 12.12.2014, 13:21
8. wirklich kein Wunder

alle tollen internationalen Kennzahlen würdigen dies ja nicht, da geht es nur um Studierende-Quoten. Vielleicht sollte man sich mal überlegen, ob dieser ganze OECD-, Pisa-, und sonstige Mist so wichtig ist.
Immerhin sind wir bezüglich "Wissensarbeitern" immer noch die erfolgreichste Nation auf dieser Welt und manchmal muss man halt seinen eigenen Weg gehen. Leider geht es aber im Bildungswesen permanent nur um Randgruppen, Inklusion und der angeblichen Chancen-Ungleichheit. Auf Spitzenleistungen hat es offenbar niemand abgesehen.

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aeolinedulzjan 12.12.2014, 13:21
9.

In den meisten Berufen wird man als Azubi doch eher versklavt als angestellt und soll für ein lächerliches Taschengeld die Arbeit eines Gesellen verrichten. Ich würde mir heute auch gut überlegen ob ich mich nicht noch ein bisschen in der Schule rumdrücke und dann VWL studiere oder 3 Jahre Bäcker lerne. Nur um dann den Rest meines Lebens im 3-Schicht-Betrieb eine Brötchenrollmaschone zu füttern. Heute ärgere ich mich doch auch daß ich einen coolen Beruf gelernt habe, der mir zwar Bewunderung einbringt aber leider keinen Arbeitsplatz, keinen Job und kein Geld. Hätte ich mal besser vorher mein Studium fertig gemacht.

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