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Arbeitspensum von Pädagogen: Sportlehrer sollten endlich mehr arbeiten!
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Was macht mehr Mühe: Goethes "Faust" für die Oberstufe vorbereiten - oder mit dem Fußball in die Turnhalle schlappen? Eben. Ein Deutschlehrer fordert mehr Unterrichtsstunden für seine Sportkollegen.

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rieberger_2 03.05.2018, 07:21
20. Arme Deutschlehrer

Liebe Deutschlehrer, Augen auf bei der Berufs- bzw. Fächerwahl Dann muss man nicht neidisch auf andere blicken!
Überhaupt, kümmert euch um euren eigenen Job, da liegt vieles im Argen.

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quark2@mailinator.com 03.05.2018, 07:24
21.

Die Berufswahl bestimmt unser Leben. Der Sportlehrer hat sich den Job ggf. auch genau aus diesem Grund gesucht. Sie wollen ihm den nun umdefinieren, damit Sie sich besser fühlen. Absurd. Niemand hat Sie gezwungen, ausgerechnet Deutschlehrer zu werden. Sie haben sich selbst und sehenden Auges dafür entschieden (kein Berufsbild ist den Schülern bei ihrer Berufswahl so transparent). Abgesehen davon würde Ihre Forderung wohl darauf hinauslaufen, daß es entweder zuviele Sportlehrer gäbe, oder daß die Schüler mehr Sportunterricht hätten. Aber was mich hier stört ist Ihre Motivation - nicht den Schülern soll es besser gehen, sondern den Sportlehrern mieser, damit Sie sich nicht benachteiligt fühlen. Super ego-zentrische Weltsicht, Glückwunsch.

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bjowei 03.05.2018, 07:24
22. Dauerndes genörgel

Ich sehe das wie der kommentierende Kollege. Sie haben ihre Berufswahl selbst in der Hand und haben ihren Beruf dementsprechend gewählt. Genau wie ihr Kollege den Beruf gewählt hat. Also sollte man sich hinterher nicht hinstellen und rumjammern. Sie haben ihre Fächer studiert, wollten diese Fächer unterrichten, also müssen sie auch mit der Arbeitsbelastung klarkommen. nur weil jemand andere Fächer hat, sollte derjenige nicht mehr arbeiten müssen. Das wäre wiedersinning. Außerdem kann ich mir vorstellen, dass die Belastung während des Sportunterrichts durch Lautstärke und pädagogische Maßnahmen dementsprechend Höhe ist als im Fach Deutsch.

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spanischerkiwi 03.05.2018, 07:26
23. Willkommen in der Arbeitswelt!

Ich kann dieses ewige Gejammere vieler Lehrer nicht mehr hören. Natürlich möchte ich nicht alle über einen Kamm scheren: es gibt ebenso Lehrer, die ihre Arbeit gut machen und Freude an der Ausübung ihres Berufes haben. Lehrer wie der Autor sind es jedoch, die das allgemeine Bild des Lehrers in der Gesellschaft prägen und nachhaltig schädigen. Sämtlichen seiner Kollegen erweist er damit einen Bärendienst.

Er muss 41 Stunden arbeiten? Willkommen im Beruf! Andere müssen 50, 60, evtl. 70 Stunden arbeiten und sitzen dabei nicht die meiste Zeit rum. Soll er mal mit einer Krankenschwester tauschen. Deren Bezahlung ist deutlich schlechter und die Arbeitsbelastung höher.
Er muss Unterricht vor- und nachbereiten? Klar, das macht man - je nach Fächerwahl - mal ein paar Jahre ordentlich und dann betreiben doch viele Lehrer (auch hier wieder: nicht alle) deutlich geringeren Aufwand. Und wenn die Lektüren sich ändern, dann bereitet man diese eben neu vor und unterrichtet 3 Jahre bis zum nächsten Themenwechsel das Gleiche.

Er wird sonntagabends von Eltern angerufen? Lächerlich, ich habe noch von keinem Lehrer gehört, der da ans Telefon geht und Elterngespräche führt. Und selbst wenn: schön blöd, man könnte seine Telefonnummer auch aus dem Telefonbuch streichen oder einfach nicht ran gehen.

Die Liste könnte noch ewig so weiter gehen, aber ganz ehrlich: ich muss stattdessen was arbeiten. Nur eines noch: sein Kollege hatte schon recht. Augen auf bei der Fächerwahl (oder in diesem Fall, wenn man ihm nicht gewachsen ist: bei der Berufswahl)!

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derduden59 03.05.2018, 07:26
24. Wer findet den Fehler?!

Typisch deutsch (zu kurz gedacht): anstatt dafür zu kämpfen, die eigene Situation zu verbessern, sollen die anderen doch bitteschön genauso schlecht gestellt werden!! Ende vom Lied: keinem gehts besser, bzw. allen eben irgendwie schlecht - aber ich fühle mich dabei sooo viel besser...

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milchzahn11 03.05.2018, 07:26
25. Nachtrag

Nochmal zur Argumentation des Kollegen: Natürlich kann man im Sportunterricht auch einfach mal "den Ball reinwerfen". Wie oft habe ich aber in meiner Schulzeit Deutschlehrer erlebt, die 45 Minuten auf ihrem Stuhl kleben bleiben und Zeitung lesen, während die Schüler in Stillarbeit Lektüre (Faust) lesen. Da braucht es schon eine weit differenziertere Betrachtung. (Der Autor dieses Artikels ist Lehrer an einem hessischen Gymnasium)

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akase93 03.05.2018, 07:27
26. ...mag ja sein...

dass die Arbeitsbelastung bei Sportlehrern eher geringer ist , als bei z. B. Deutschlehrern. Aber so kann ihre Rechnung auch nicht ganz stimmen. Welcher Lehrer bereitet denn die Unterrichtsthemen immer wieder neu vor , statt seinen Fundus einmal vorbereiteter Materialien zu benutzen? Und eh sich neueste wissenschaftiche Erkenntnisse bis in den Unterricht durchgefunden haben , vergehen mitunter Jahre. Und wie kann es eigentlich sein , dass man mit angeblich 30 Tagen Urlaub schon in den Osterferien 2 Wochen Aktivurlaub auf Mallorca verbrät (wie im Text eben beschrieben)? In meinem Umfeld habe ich einige Lehrer aus allen Fachbereichen und sehe , wie oft und wie lange deren Urlaube jedes Jahr so dauern. Deren mitleidiges Grinsen auf die 30 Tage Urlaub des Normalarbeitnehmers ohne Beamtenstatus , würde weit weniger süffisant ausfallen , wenn sie auch nur 30 Tage Urlaub hätten.

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snoet 03.05.2018, 07:41
27. Das weiß man doch

Das weiß doch jeder, dass die Deutschlehrer am meisten Arbeit haben von allen Fachlehrern. Allerdings sollte einem das schon VOR der Fächerwahl klar sein und nicht dann im Job neidisch auf die anderen blicken. Wenn ich nochmal die Wahl hätte, würde ich immer wieder Sport und Kunst wählen. Sorry Kollege! Wenn wir in der Sonne liegen, korrigiert ihr 100 Seiten Aufsätze. da hat der Kollege schon recht, Augen auf bei der Fächerwahl!:)

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chriswo 03.05.2018, 07:42
28. Urlaub...

30 Tage Jahresurlaub... ja genau, eher pro Quartal. Was die Lehrer in meinem Bekanntenkreis an "Urlaub/Ferien" haben geht auf keine Kuhhaut. Und je nach Schulform auch noch ein fürstliches Gehalt erhalten. Also jetzt bitte nicht auf hohem Niveau beklagen.

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c124048 03.05.2018, 07:43
29.

Ja, sry, aber das ist doch wie so oft wieder nur eine Neiddebatte. "Der böse Sportlehrer macht ja viel weniger als ich, Mimimi. "

Wie hätte es der Herr denn gerne? Sein eigenes Fach ist der Ausgangspunkt für alle weiteren Berechnungen der Leistungskraft? So in der Art: Deutsch ist Ausgangsfaktor X, Textilgestaltung und Kunst ist X*1,1, Sport gleich X*2, Mathe ist X*1,3?

Albern! Einfach mal mit klar kommen, dass die Welt nicht zu 100% gerecht ist.

(Und:
Ungeachtet der Tatsache, dass viele Unterrichtsvorbereitungen im Lehrerdasein nur exakt EINMAL vorbereitet werden müssen.)

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