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Arbeitsteilung: "Cappuccino-Mütter sind eine Gefahr für die Gleichstellung"
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Hausarbeit ist noch immer ungleich verteilt, zeigt der aktuelle Gleichstellungsbericht. Die Frauenforscherin Barbara Stiegler benennt Ursachen und Lösungsansätze.

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nobronski 22.06.2017, 09:25
1. So...

... kann man es auch darstellen. Frauen, die sich für die Mutterrolle entscheiden, sind von der Gesellschaft "dazu gezwungen worden".
Selbstverständlich. Klar. Und Schuld sind allein die Männer.
Alles klar. Schafft uns einfach ab und baut euch eure eigene, supertolle Welt, liebe Frauen.
Ihr könnt, wisst und macht doch ohnehin alles besser.

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barbara.hoven 22.06.2017, 09:26
2. Man könnte auch sagen:

Zitat: "Hausarbeit ist noch immer ungleich verteilt, zeigt der aktuelle Gleichstellungsbericht"

Erwerbsarbeit ist immer noch ungleich verteilt,.....

oder?

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löwenzahn3 22.06.2017, 09:29
3. Warum nicht?

Wenn Frau zu Hause bei den Kindern bleiben
will?
Laut Autorin geht das gar nicht.
Warum? Nicht gut für die Wirtschaft?
Klar muss die Kinderbetreuung ausgebaut werden, um nach finanzieller Lage und persönlicher Einstellung Familie und Beruf
möglich zu machen.
Aber Kinder nur noch von fremden erziehen
zu lassen, will halt auch nicht jeder.
Liebe Autorin man muss auch das zulassen.

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Nordstadtbewohner 22.06.2017, 09:33
4. Ganz schlimme Meinungs- und Deutungshoheit

"Sie machen dieselbe klassische Arbeitsteilung wie ihre Mütter, sagen aber, sie hätten sich das selbst ausgesucht. Das würde ich als Rollback bezeichnen, wenn Frauen dies als Selbstbestimmung definieren, anstatt auf die Strukturen zu gucken, die dazu führen."



Frau Stiegler spricht mit ihrer Aussage Frauen das Recht auf eine freie Entscheidung ab. Wenn eine Frau/ Mutter zu Hause bleiben will und dies aus freien Stücken selbst entscheidet, so ist das in meinen Augen völlig in Ordnung. Das gilt übrigens auch für Frauen, die lieber Vollzeit arbeiten wollen.

Frau Stiegler und andere Deutungshaber sollten sich daran gewöhnen, dass Menschen eigene Entscheidungen treffen und zwar auf der Basis eigener Wertschätzungen.

Auch die im Artikel kritisierte Arbeitsteilung im Haushalt halte ich für überheblich. Jedes Paar sollte selbst entscheiden, wie es die Hausarbeit aufteilt. Dass sich derart in das Zusammenleben anderer Menschen eingemischt wird, halte ich für ein großes Übel.

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gekreuzigt 22.06.2017, 09:35
5. Grausam finde ich,

Tätigkeiten im Haushalt, ob nun Beschäftigung mit Kindern oder Geschirrspülen etc., als "Carearbeit" zu kommerzialisieren. Da wird offenkundig von "Betroffenen"gruppen ein neuer Popanz aufgebaut, der im Ergebnis absehbar zu einer Vergütung führen soll. Interessant wird es, wenn das dann auch für "Caretätigkeiten" beim Ehemann fällig wird.

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takahe 22.06.2017, 09:38
6. Verallgemeinerung

Diese Verallgemeinerung regt mich auf, genau wie der Gleichstellungswahn (Frauen) mancher Gruppierungen in der Gesellschaft. Bei mir war es total umgekehrt, meine Frau war eine "faule Sau". Ich habe Vollzeit gearbeitet, morgens und abends die Kinder versorgt, eingekauft, gekocht und auch die Wohnung sauber gemacht. Das einzige was sie gemacht hat, war die Waschmaschine bedienen und dann stundenlang Wäsche zusammengelegen. Für jede Tätigkeit brauchte sie die dreifache Zeit! Und nach der Trennung kämpfe ich gegen Windmühlen, wenn es um die Kinder geht. Wo ist da die Gleichstellung des Mannes?

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henson999 22.06.2017, 09:39
7. Was gilt denn als Arbeit?

Gilt es nur als Arbeit, wenn ich damit Geld verdiene? Oder ist Kindererziehung, Haus und Garten pflegen und tausend andere Dinge, die meine Frau täglich machen muss, keine Arbeit? Dann wäre das ja wirklich ungerecht. Da muss ich mal mit ihr reden.

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Überfünfzig 22.06.2017, 09:39
8. Bin mir nicht sicher....

.....ob das hier nur um die ach so arme Hausfrau oder eher schon wieder darum das hier die üblichen Gender-parolen für Zwangsbevorzugung von Frau an den Mann zu bringen? In Teil 1 ging es ja noch irgendwie um die schlechte Vereinbarkeit von Familie und Beruf, was nichts Neues ist, aber in Teil 2 suchte man mit den Parolen des Genderismus das Problem aus Teil 1 zu lösen. Bin mir nicht sicher ob damit irgendetwas gelöst werden kann, wenn man für ein paar Karrierefrauen den roten Teppich ausrollt und Kinder den ganzen Tag nur in staatlich kontrollierten Verwahranstalten aufwachsen sollen und mütter- und väterliche Bindungen nur auf ein paar Stunden am Abend reduzieren.

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Arktuss 22.06.2017, 09:41
9.

Meine Frau meint auch manchmal, ich würde zu wenig im Haushalt machen. Aber wir haben schon eine Diskrepanz in den Arbeitszeiten, sie hat eine 35h Woche und ich meisten 50h+, nur das sie trotzdem mehr verdient als ich und sie ihre Überstunden abbauen kann.
Das eigentlich Problem ist aber, ich mähe alle zwei Wochen den Rasen (700m²), schneide 3-4 mal im Jahr die Hecke (25m lang, 2,50m hoch), die Obstbäume und kümmere mich um die Reparaturen am Haus und den Autos. Alleine die neue Regendrainage hat mehrere Wochen gedauert. Und nein das sind nicht meine Hobbies.
Und wenn dann mal wieder aufkommt, ich würde dieses oder jenes nicht machen, dann zähle ich auf, was ich alles gemacht hab und dann kommt schnell das sie nicht unsere arbeiten aufrechnen will und es ist wieder Ruhe.

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