Forum: Leben und Lernen
Armut in der Schule: "Ich habe mich so geschämt"
DPA

Klassenfahrten, Theaterkurse, Bücher, Ranzen, Stifte - Bildung kostet Geld. Doch was ist, wenn Familien das nicht aufbringen können? Sieben Betroffene erzählen.

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adam01 19.06.2018, 08:12
1. Deutschland

geht es so gut wie nie.
Das ist eine Verdummung hoch drei.
Und es wird noch weitergehen. Die Reichen werden verschont, die Unter- und Mittelschicht wird ausgeblutet.

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Kater Bolle 19.06.2018, 08:15
2. Hier wird es allerhöchste Zeit für die politischen Eliten....

das in Ordnung zu bringen.
Sie schmeißen unser Steuergeld mit vollen Händen raus.
Der größte und teuerste Bundestag aller Zeiten.
Eine überbordende Parteienfinanzierung.
Jedes Jahr lesen wir in den Berichten der Bundes und Landesrechnungshöfe nach, was alles vergeudet
wird.
Unsere Leute reisen durch die Welt und geben zig Mill. bei jeder Geberkonferenz.
Nur für unsere Kinder = Kinder sind Zukunft gibts nichts
Dazu Schulen in teilweise desolaten Zustand.
Ausgestattet mit den Lehrmitteln von annodunemal.
Man redet über die Digitalisierung hat aber ein grottenschlechtes Netz.
Man gibt das Geld scheinbar lieber in EU-Töpfe oder dem neuen EU-Haushalt.
Dann wundert man sich drüber wie die Bevölkerung wählt.
Irgendwann schäumt die Wut über.
Siehe Italien. Da haben die etablierten Parteien es geschafft und wundern sich auch noch.

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index77 19.06.2018, 08:15
3. Aber das ist doch nicht Thema Nr 1!

Dafür war kein Geld da und jetzt ist es das bestimmt auch immer noch nicht. Die SPD hat einzige Partei ein umfassendes Gesetzeswerk zum Thema Arbeitslosigleit und Armut umgesetzt: Die HartzIV Reformen. Nicht so wirklich Sozialdemokratie aber dafür können sie sich ja bald ihre 12 Prozent abholen.

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alex2k 19.06.2018, 08:16
4. Ich hatte sowas aehnliches

schon Mal auch. Bin mit 12 nach Deutschland eingereist. Auf eine meiner ersten Klassenfahrten hat mein Vater mir damals 12 DM gegeben, als Taschengeld. Für glaube ich 10 Tage oder so. Als die anderen Kinder das erfuhren, Haben diese mir dann ihr Geld gespendet.

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Reinhold Schramm 19.06.2018, 08:16
5. Konfuzius hatte keine Ahnung vom Sozialstaat

»Konfuzius hatte keine Ahnung vom Sozialstaat. "Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben" Was für ein Blödsinn. Gib einem Mann jeden Tag einen Fisch und du schaffst neue Arbeitsplätze für die Fischumverteilung an deren Spitze du deine Parteifreunde setzt. Du machst ihn Abhängig von deinen Wohltaten, so dass er dich wählen wird und vergrößerst so deine Macht mit den Fischen anderer Leute. Rede ihm ein, dass er niemals in der Lage sein wird selber zu fischen, sondern das nur du sein Retter sein kannst. Allen die fischen erzählst du sie seien Ausbeuter der Natur und des Menschen, daher ist es nur gerecht, wenn du ihnen die Hälfte ihres Fanges nimmst. So, mein lieber Konfuzius, macht man soziale Politik.« – im Kapitalismus und Bourgeoissozialismus. –

Vgl. User-Kommentar 169. von OLAF auf Spiegel-Online: »Sozialer Aufstieg in Deutschland. Sechs Generationen lang arm. Kinder aus armen Familien verdienen oft später kaum mehr als ihre Eltern. Die OECD hat nun berechnet, wie lange es dauern kann, die Hürde Herkunft zu überwinden.«

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kiwi.pro 19.06.2018, 08:20
6. Überzogene Standards

Selbst wenn man sich es ohne Hilfe leisten kann, frag ich mich warum 5 Tage Klassenfahrt knapp 500? kosten müssen.
U.a. finzieren die Eltern die Fahrt-, Eintritts- und Übernachtungskosten der begleitenden Lehrer, beim Programm wird nicht gekleckert und die Optimierung von Fahrtkosten interessiert offensichtlich nur den, der sie auch bezahlt.
Es sollte verbindliche Höchstgrenzen geben.

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heswer 19.06.2018, 08:21
7. Die 20 % Reichen

zahlen 80 % des Gesamtaufkommens der Einkommensteuer.

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iman.kant 19.06.2018, 08:32
8. Gibt es den keine Zuschüsse für solche Lagen?

Es ist nicht schön dass es solche Verhältnisse gibt. Die Erziehung von Kindern sollte für eine Gesellschaft eine der höchsten Prioritäten darstellen. Auf der einen Seite erleben wir solche prekäre Situationen auf der anderen Seite erleben wir eine Überbordung mit Spielsachen in Kinderzimmern.

Auf der anderen Seite sind es aber auch Kinder aus solchen Lagen die sich einen gewissen Kampfgeist zulegen der Ihnen später von Vorteil gereicht. Es ist die härte des Lebens. Meiner Meinung nach ist es fragwürdig ob zukünftige Generationen den Luxus eines Lebens haben den meine Generation erleben durfte. Wir hatten nicht soviele Spielsachen und wir mußten auch sparen, der große Unterschied war aber dass sämtliche Kinder in meiner Klasse in gleichen Verhältnissen lebten. Wir hatten wenig aber es reichte für den Klassenausflug und das Schullandheim.

Ich bin Dankbar diese Kindheit so erleben zu dürfen. Keiner wurde wegen seinem finanziellen Background gehänselt. Mit 14 Jahren hatte ich meinen ersten Ferienjob aus Amierer und Betonierer. Mit diesem Erlebnis wurde mir klar dass ich mich anstrengen mußte um im Leben etwas zu erreichen. Diese Erfahrung war sehr viel wert.

Eltern können sehr viel geben, auch ohne Geld. Dies sollten sich Eltern aus prekären Lagen vor Augen halten und sich nicht den Selbstzweifeln ergeben, versagt zu haben. Unser Schulsystem in Bayern ist durchlässig und es gibt Chancen für jedes Kind. Zugegeben reiche Kinder haben es in vielen Dingen leichter. Aber die Zufriedenheit mit sich selbst und dem eigenen Leben hängt an vielen Dingen - nicht nur am Geld.

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seppfett 19.06.2018, 08:41
9. Zwei Probleme

1. dass es bei uns relative und absolute Armut gibt ist eine politische Schande!
2. dass man sich schämt (schämen muss) arm zu sein ist eine gesellschaftliche Schande.

Beides ist überwindbar:
Endlich Schluss mit konservativen und rechten Regierungen die absolut kein Interesse haben die Situation zu ändern.
Solidarität und Überwindung der Neidgesellschaft.

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