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Aufnahmetest fürs Medizinstudium: Wiener Universität bevorzugt Frauen
DPA

Da wird mit zweierlei Maß gemessen: Weil beim Aufnahmetest für angehende Ärzte nicht genügend Frauen durchkamen, änderte die Universität Wien das Verfahren - Bewerberinnen brauchen künftig weniger Punkte. Viele Studenten, auch weibliche, wehren sich gegen die "Quotenfrauen"-Regel.

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allemalherhörn 05.08.2012, 16:32
20. haha

Zitat von spon-facebook-10000004408
vielleicht sollte der test auch fragen zur farblehre enthalten und dazu, was für modische accessoires am besten zu einem kittel passen... achja, die bwl basiert zu gut 80% auf zahlen, nur weil man einmal ne marketing- oder ne hrm-vorlesung besucht hat, hat man noch lange kein betriebswirtschaftliches verständnis. zusätzlich sollte wohl klar sein, dass sich das ausgewiesene eigenkapital in einer bilanz nicht durch gutes zureden erhöht. das ganze ähnelt ein bisschen dem fall, in dem beim ksk die anforderungen für frauen gesenkt werden sollten. nur weil auf einmal frauen dabei sind, wird der auftrag nicht leichter. der terrorist denkt sich nicht: "oh da ist eine frau dabei, da schlage ich dann nicht so fest zu" oder "ich bau mein versteck nicht ganz so unzugänglich, damit die frauen einfacher hinkommen". das ganze ist unsinnige political-correctness par excellence, praktisch "frauen um der frauen willen", das hat nichts mehr mit der angestrebten gleichberechtigung zu tun. darum letzte frage für alle befürwörter: kann man auf etwas stolz sein, was man hinterhergeschmissen bekommt, nur wegen eines attributs (geschlecht)? das untergräbt das gesamte prinzip der leistungsgesellschaft. bald fordert bestimmt noch jemand, dass es spezielle medizintest für hauptschüler gibt, denn der jetztige test geht einfach nicht auf ihre stärken ein, aber heutzutage muss ja jeder alles können müssen.
made my day :D

jaja, da sollte doch mal die gleichberechtigungsbeauftragtin vorbeischauinnen.

würde mich mal interessieren ob das auch rechtlich durchginge wenn männer bevorzugt würden...

@ alle die jetz behaupten räumliches verständnis und zahlen würden männer besser liegen: was sagt ihr denn, wenn es heißt männer können besser einparken(räumliches verständnis uns so...) ? dann wird auch wieder geschrien?
sowas hängt nur von der erziehung ab. und da die meistens von den frauen abhängt. ja dann erzieht eure töchter halt mal so, dass sie auch mit zahlen und drei dimensionen was anfangen können.

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gekko88 05.08.2012, 16:38
21.

Zitat von blickkontakt
Ich kann heute nur noch lachen, wenn ich in einer Zeitung lese, Frauen seien in unserer Gesellschaft diskriminiert. Schon zu meiner Studienzeit wurden Studentinnen privilegiert, denn das war "gender-konform". Es ist wie beim 100-Meter-Lauf. Frauen bekommen 75 Meter Vorsprung und dürfen 10 Sekunden früher starten. Den Männern wird noch ein Gewicht ans Bein gebunden. Wenn die Frauen dann zuerst ins Ziel einlaufen, heißt es wieder: Seht her, wie haben es schon immer gewußt! Frauen können alles besser!
Meine Erfahrungen decken sich (leider) mit den Ihren. Auch in meiner Schul- und Studienlaufbahn wurden Frauen bzw. Mädchen durch die Bank weg bevorzugt. Das sah dann z.B. so aus, dass der weibliche Vortrag eines Referats besser als der männliche bewertet wurde, obwohl er kürzer und inhaltlich weniger relevant war (Referatsgruppe bestehend aus Junge und Mädchen). Aber dafür konnte das Mädel dann ja auch nix...

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testthewest 05.08.2012, 16:43
22.

Zitat von Marc87
" Im Studium und später als Ärzte müssen beide die gleiche Leistung bringen, daher muss auch die Leistung des Eignungstests gleich bewertet werden.", sagte er im "Kurier" " Naja: Das hängt von den Prämissen ab. Ich persönlich glaube ja nicht, dass Männer bessere Ärzte als Frauen sind. Wenn dem so ist, dann sollte es im Mittel eigentlich auch gleich viele männliche und weibliche Studenten geben.
Nunja, das ist eben typisch "weiblich": Sie "glauben" irgendwas, von dem sie auch nicht die geringste Ahnung haben.
Es geht darum, dass Mediziner gewissen intelektuelle Fähigkeiten und Fertigkeiten besitzen müssen, z.B. ein gutes Merkvermögen.
Das versucht der Test abzufragen. Wenn diese Fähigkeiten bei den männlichen Bewerbern im Schnitt häufiger vorkommen, dann ist es eben so.
Vielleicht machen Frauen, die auch diese Fähigkeiten haben schlicht lieber was anderes, oder es gibt sie eben nicht in dieser Zahl.

Mag es angehen in körperlichen Sportarten verschiedene Maßstäbe zu haben - doch wenn es nun in geistigen Wettbewerben auch so geht, bedeutet das nichts anderes, als das Frauen hochoffiziell für geistig minderbemittelt eingestuft werden.



Zitat von Marc87
Dem ist aber scheinbar nicht gegeben gewesen. Wieso? Männer und Frauen unterscheiden sich bzgl. ihrer Begabungen, aber vor allem bzgl. ihrer Erziehung. Wenn der Test mehr Männer selektiert hat, dann kann das daran liegen, dass Attribute abgeprüft wurden, die eher auf männlicher Seite ausgeprägt sind(Zahlenlogik).
Entscheidend bei so einem Test ist doch, ob das fürs Endergebnis, nämlich Personen die das Studium schaffen und kompetente Mediziner werden, selektiert.
Zahlenlogik ist in der Medizin sehr wichtig, Merkfähigkeit auch, besondere Empathie nur in einigen Teilgebieten.

Ob der Arzt männlich oder weiblich ist, ist hingegen egal. Einen Test, der überhaupt versucht irgendeiner Geschlechterarytmethik gerecht zu werden ist also verfehlt.

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vielosof 05.08.2012, 16:51
23. Frauenbevorzugungspolitik

Die sogenannte "Gleichberechtigung" treibt immer groteskere Blüten.

Ich habe nichts gegen Gleichberechtigung, wenn man diese als Möglichkeit der Teilhabe von Frauen an allen gesellschaftlichen Bereichen begreift.
Was die Uni Wien hier treibt ist aber nicht Gleichberechtigung, auch nicht Gleichstellung, sondern schlichtweg Frauenbevorzugungspolitik.

Zwischen diesen Begriffen "Gleichberechtigung", "Gleichstellung",und "Frauenbevorzugungspolitik" muss man unterscheiden.

Feministinnen forden so schön "gleiche Arbeit, gleicher Lohn": Das müsste dann aber auch heißen "gleiche Punktzahl (von Mann und Frau) gleiche Zugangsberechtigung". Und eben auch "ungleiche Punktzahl, ungleiche Zugangsberechtigung".


Offenbar aber ist die Gleichstellungslobby schon so mächtig, dass man auch systematische Benachteiligung von Männern unter dem Deckmantel der Gleichberechtigung durchwinken kann.

Die Uni Wien liegt mit ihrer Frauenbevorzugungspolitik eigentlich voll im Zeitgeist. Nächste Schritt der Pseudogleichstellung könnte dann sein, Männern das Studieren von vorneherein zu verbieten, damit mehr Frauen Professoren werden können.

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BesserwisserMichel 05.08.2012, 16:54
24.

Als die Diskussion im letzten Jahr schon mal hochkam hatte ich mir die Verteilung zu Gemüte geführt.
1. Direkt nach der Matura:
Ein Unterschied in den Testergebnissen zwischen Männern und Frauen ist vorhanden, zum Vorteil der Männer. Es bewerben sich mehr Frauen als Männer. Daher kommen mehr Frauen als Männer aus dieser Gruppe zum Tragen.

2. Für Studienwillige die sich ein Jahr später bewerben gilt:
Es bewerben sich mehr Männer als Frauen (wg. Wehrdienst). Männer sind deutlich erfolgreicher im Test. Und zwar so erfolgreich dass insgesamt mehr Männer als Frauen zugelassen werden obwohl sich

Das gibt jetzt die Möglichkeit zu ein paar interessanten Schlußfolgerungen:
- Direkt nach der Matura sind Männer in dem Test genauso gut, sogar leicht besser wie Frauen, obwohl sie, wie auch in Deutschland, schlechtere Abschlußnoten im Gymnasium erreichen. Was nicht unbedingt für die Schulprüfungen spricht.

- Im 2. Versuch oder nach dem Wehrdienst überholen die Männer die Frauen und das obwohl sich ein nicht gerade geringer Teil von Ihnen sich mit dem Wehrdienst herumärgern darf, was die Möglichkeit zur Vorbereitung einschränkt.

Ein Mensch der sich über die Leistung von anderen freuen kann, würde den Männern da gratulieren. Was sagt das über die weißen Ritter, Frauenversteher und Feministinnen in Politik, Medien und Hochschulverwaltung aus, die denen jetzt ins Kreuz springen.

Im Übrigen handelt es sich hier ja nicht um einen Test der bestimmen soll ob einer zum Arzt geeignet ist. Es geht bei dem Test doch darum, dass in Österreich die Entscheidung getroffen wurde dass nur diejenigen das teure Medizinstudium beginnen dürfen, die mit dem Bestehen des Tests beweisen können, dass sie überhaupt in der Lage sind das Studium zu schaffen.

Was Bände aussagt über das Vertrauen, welches österreichische Hochschulen in die Maturanoten setzten. Und mich an meine Profs erinnert wenn sie ihre Triaden über die mathematische Ausbildung in Abi und Fachabi starteten.

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jan.dark 05.08.2012, 16:57
25. Busen statt Leistung

Tolles Signal, dass von einer "wissenschaftlichen" Hochschule ausgeht: wer einen Busen hat, kann auf intellektuelle Leistung verzichten. Vielleicht benennt sich die Universität passend zum Todestag um: "Marilyn-Monroe-Universität".

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AxelSchudak 05.08.2012, 17:11
26. Unterschiedliche Gruppen?

Mit der Aufteilung in unterschiedliche Gruppen VOR der Bewertung führt die Uni gerade die Diskriminierung ein.

Ziel der Gleichberechtigung war doch mal, diese Unterscheidungen nach Geschlecht zu überwinden.

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f_l 05.08.2012, 17:13
27. Quoten?

Ich versteh diese ganze Diskussion um Quoten beim besten Willen nicht mehr. Egal wo man hinschaut, wollen Quoten eingefuehrt werden: Telekom, CSU, EU und nun auch noch bei Einstellungstests? Das gipfelt ja in Wahnsinn.
Sollten Leute nicht in Ihrer Position sein, weil sie die vermeintlich besten Ihres Faches sind und nicht der Quote wegen?
Wie einer meiner Vorschreiber schon sagte, fuer manche Berufsfelder ist die Anzahl der Bewerber einfach unterschiedlich hoch. Es muesste ja wesentlich wahrscheinlicher sein, einen hoeheren Anteil besser qualifizierter Bewerber aus der groesseren Gruppe zu extrahieren. Das waere ja bildlich ausgedrueck so, als wuerde ich eine Muenze einmal 10 mal und einmal 5 mal werfen, jedoch das durchschnittliche Verhaeltnis von Kopf zu Zahl aus rein ideologischen Gruenden einander angleichen. Dann sollte ich die Muenze von vornherein nicht werfen...

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jizzyb 05.08.2012, 17:23
28. Einfach nur köstlich!

Und wieder regen sich alle auf!

Männerbenachteiligung! Männerdiskriminierung! Frauenbevorzugung! Frauenquote! etc... pp...

HÖRT AUF ZU JAMMERN, MÄNNER!

Tut endlich was!
Organisiert euch gegen die tägliche Diskriminierung! Solange die Männerrechtsbewegung um Prof. Amend, Eugen Maus und Arne Hoffmann nur eine Splitterbewegung ist (und sie ist NICHT rechtsradikal, wie uns die Grünen über die Böll-Stiftung weis machen wollen, sondern parteiübergreifend!) und Ihr Deppen nur jammert und euch alles gefallen lasst, wird es so weiter gehen!

Es ist zur Zeit beinahe EGAL, welche Partei ihr wählt, ob CDU oder SPD, beide machen Kotau vor dem Feminismus und diskriminieren Männer.
Von der misandristischen Partei der Grünen rede ich gar nicht erst ...

GEHT HIN, WENN WAHLKAMPF IST!
Macht deutlich, dass wir Männer uns diese Diskriminierung nicht mehr gefallen lassen, macht eure Stimme davon abhängig!

Ich bin FÜR die Gleichberechtigung von Mann und Frau, aber Gleichberechtigung darf keine Einbahnstrasse sein!

Und Gleichberechtigung ist NICHT Gleichstellung! Denn Gleichstellung ist gleichbedeutend mit Diskriminierung!

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gerdMx 05.08.2012, 17:34
29.

Zitat von Munku
Die männlichen Bewerber haben im Mittel 115,8 /- 26,7 Punkte erlangt, die weiblichen Bewerber im Mittel 108,7 /- 25,6 Punkte. Bestehensgrenze für die Männer: 139 Punkte - für die Frauen 131 Punkte.
Danke, dass wenigstens einer konkrete Zahlen lesen/schreiben kann.

Ich verstehe die Diskussion um geschlechterspezifisches Auswerten nicht; das Problem liegt doch ganz woanders. Es sind 83% der männlichen Kandidaten und 83,1 % der weiblichen Kandidaten durchgefallen; fast alle durchgefallenen Männer sind nicht an der Frauenquote gescheitert sondern an der geringen Anzahl der Studienplätze

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