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Aufschieberitis: So klappt es trotzdem mit dem Studium
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Facebook, Kühlschrank, Bett: In der Prüfungsphase ist fast alles attraktiver als der Lernstoff. Ein Psychologe erklärt, wie Studenten ihre Prokrastination überwinden können - in fünf Schritten.

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Al.Ba. 09.06.2016, 10:32
1. Prüfungen

Bei Prüfungen ist das ganze ja noch erträglich weil der Termin irgend wann näher Rückt. Fatal sind Projektarbeiten die kein Abgabetermin haben und Umfang und Themen vom Professor gestellt werden. Der Student/in schiebt auf und der Prof. will den Umfang so weit wie möglich Ausdehnen(kostenlose Arbeit die er bei seinen Wissenschaftlichem Mitarbeiter bezahlen müsste), wodurch die Aufschieberitis noch schlimmer wird.

Deswegen: Liebe Akkreditoren von Studiengängen, schmeißt diese Art von unklaren Leistungen Raus.

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moneysac123 09.06.2016, 10:40
2.

Man muss fairerweise auch erwähnen, dass heutzutage ein großer Anteil Stoff gelernt werden muss, der keinerlei oder geringe Relevanz hat, frei dem Credo "Masse statt Klasse". Das erkennen die Studenten natürlich und das wirkt sich auf die Lernmotivation aus. Sinnvollere Lernpläne wären angebracht!

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RainerCologne 09.06.2016, 10:41
3.

einfach machen...
der erste Schritt ist der schwerste Teil der Reise.

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mam71 09.06.2016, 11:01
4.

Aber darauf achten, das zu Erledigende nicht durch die ständige Planung desselben aufzuschieben...

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steffen.ganzmann 09.06.2016, 11:18
5.

Zitat von moneysac123
Man muss fairerweise auch erwähnen, dass heutzutage ein großer Anteil Stoff gelernt werden muss, der keinerlei oder geringe Relevanz hat, frei dem Credo "Masse statt Klasse" [...]
Ja, war das denn früher anders? Umsonst gab (gibt?) es in der Medizin nicht das geflügelte Wort "Mut zur Lücke" ...

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rico76 09.06.2016, 11:45
6. Tipps, die fast selbstverständlich sind...

...aber keinem wirklich helfen. Ich kam mit dem allgemeinen Druck nicht zurecht. Die Fülle an neuem Stoff, zu wenig Zeit zum Festigen und Wiederholen, zu wenig feste Dozenten, zu viele Honorarkräfte, zu viele Mitstudenten. Es werden immer mehr Soft-skills getrimmt, als auf Inhaltliches (wahrscheinlich, weil die junge Generation keinen Anstand und Mitmenschlichkeit mehr lernt als Ausfluss von facebook und Co.). Die Unterkunft war eine Katastrophe - die Mitbewohner zum Teil auch (Party hier, Party da). Ok, ich habe mich "erst" mit 30 daran versucht zu studieren, nachdem ich bereits lange gearbeitet habe, eine eigene Wohnung hatte und einen geregelten Tagesablauf. Die Umstellung habe ich leider nicht geschafft, nachts nicht mehr geschlafen, Angst zu versagen. So habe ich den Traum aufgeben müssen - da half auch kein Besuch beim Psychologen (Zitat: "Sie müssen eine unsichtbare Mauer um sich herum aufbauen").

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MartinS. 09.06.2016, 11:48
7. ...

Zitat von moneysac123
Man muss fairerweise auch erwähnen, dass heutzutage ein großer Anteil Stoff gelernt werden muss, der keinerlei oder geringe Relevanz hat, frei dem Credo "Masse statt Klasse". Das erkennen die Studenten natürlich und das wirkt sich auf die Lernmotivation aus. Sinnvollere Lernpläne wären angebracht!
Wie meinen sie denn das "heutzutage"?
Ich könnte mich nicht erinnern, dass das mal anders war.

Nur können halt je nach den zukünftigen Tätigkeiten vollkommen unterschiedliche Stoffe relevant sein... und blöderweise weiß man vorher nicht, wer in seiner Zukunft was machen wird.

Aber genau das ist doch auch der Punkt, den sich Studenten in ihrer späteren Zukunft gut bezahlen lassen wollen. Das Lernen von sehr spezifischen Inhalten lässt sich im Rahmen von einer Berufsausbildung deutlich besser realisieren.

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WeissAuchAllesBesser 09.06.2016, 12:49
8.

Zitat von Al.Ba.
Fatal sind Projektarbeiten die kein Abgabetermin haben und Umfang und Themen vom Professor gestellt werden. Der Student/in schiebt auf und der Prof. will den Umfang so weit wie möglich Ausdehnen(kostenlose Arbeit die er bei seinen Wissenschaftlichem Mitarbeiter bezahlen müsste), wodurch die Aufschieberitis noch schlimmer wird.
Das sehe ich komplett anders:

1. Projektarbeiten sind nahe an der Praxis; im Beruf bekommt man die genaue Zielsetzung samt zeitlichem Rahmen nur selten vorgekaut.

2. Projektarbeiten macht man im Regelfall nicht primär für einen Professor, sondern für einen Doktoranden. Und hierbei stehen die Projektarbeiten nicht in Konkurrenz zu Doktorandenstellen, sondern höchstens zu HiWi-Stellen. Da die meisten Lehrstühle finanziell aber sowieso an die Grenze gehen, würden ohne die Projektarbeiten sicher auch nicht mehr HiWi stellen entstehen.

3. Zu einer akademischen Ausbildung gehört auch Forschung, und viele Studenten kommen durch Projektarbeiten überhaupt erst in den Kontakt zu den Arbeiten an den Lehrstühlen.

4. Die eine Projektarbeit die auf alle Studenten früher oder später zukommt ist die Abschlussarbeit. Hier schadet es absolut nichts, schon vor der Abschlussarbeit eigenständiges arbeiten "geübt" zu haben.

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info121 09.06.2016, 13:36
9.

Zitat von WeissAuchAllesBesser
Das sehe ich komplett anders: 1. Projektarbeiten sind nahe an der Praxis; im Beruf bekommt man die genaue Zielsetzung samt zeitlichem Rahmen nur selten vorgekaut. 2. Projektarbeiten macht man im Regelfall nicht primär für einen Professor, sondern für einen Doktoranden. Und hierbei stehen die Projektarbeiten nicht in Konkurrenz zu Doktorandenstellen, sondern höchstens zu HiWi-Stellen. Da die meisten Lehrstühle finanziell aber sowieso an die Grenze gehen, würden ohne die Projektarbeiten sicher auch nicht mehr HiWi stellen entstehen. 3. Zu einer akademischen Ausbildung gehört auch Forschung, und viele Studenten kommen durch Projektarbeiten überhaupt erst in den Kontakt zu den Arbeiten an den Lehrstühlen. 4. Die eine Projektarbeit die auf alle Studenten früher oder später zukommt ist die Abschlussarbeit. Hier schadet es absolut nichts, schon vor der Abschlussarbeit eigenständiges arbeiten "geübt" zu haben.
Haben sie das jetzt aus irgendeinem Studienratgeber abgeschrieben?
Klingt ja in der Theorie alles ganz großartig nur sieht die Praxis leider ganz anders aus.

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