Forum: Leben und Lernen
Ausbildungskosten: So viel kostet ein Schüler im Jahr
DPA

6700 Euro zahlt Deutschland pro Jahr für jedes Schulkind. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern.

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Plasmabruzzler 08.02.2017, 13:45
1. So wenig?

Das sind ja gerade einmal knapp 560 EUR im Monat. Ich finde, bei Schülerinnen und Schülern sollte nicht gespart werden, weil gute (Schul-)Bildung später immer Früchte trägt.

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asdfred 08.02.2017, 13:52
2.

Interessanter wäre doch mal warum Thüringen, Berlin und Hamburg vergleichbare Ausgaben haben und die Ergebnisse trotzdem so gravierend abweichen?
Thüringen: schon immer 12 Jahre und Zentralabitur, in den Pisarankings Top
Hamburg, Berlin: reden wir besser nicht drüber nach den Fiaskos der letzten Zeit.

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horstvonork 08.02.2017, 13:53
3.

Wenn in Schleswig-Holstein auch etwas in die Infrastruktur investiert würde, könnte man sich an den Durchschnitt annhähern. Aber in den Achtigern und Neunzigern wurde für uns auch das Material unserer Eltern verwendet. Im Winter saßen wir mit Jacken in der Klasse, weil die Heizung den ganzen Winter defekt war etc...

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el_grande_reader2 08.02.2017, 14:18
4. Das Berlin und Hamburg...

... so schlecht abschneiden im Vergleich zu den Ausgaben ist so nicht ganz richtig, zumindest ist der Zusammenhang ein anderer. Zuerst muss man sich klar machen, dass Hamburg und Berlin eine vergleichsweise hohe Bevölkerungsdichte haben, darunter auch vergleichsweise viele Immigranten, die es genauso in die Städte zieht wiealle

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widower+2 08.02.2017, 14:19
5. Das liegt doch wohl auf der Hand

Zitat von asdfred
Interessanter wäre doch mal warum Thüringen, Berlin und Hamburg vergleichbare Ausgaben haben und die Ergebnisse trotzdem so gravierend abweichen? Thüringen: schon immer 12 Jahre und Zentralabitur, in den Pisarankings Top Hamburg, Berlin: reden wir besser nicht drüber nach den Fiaskos der letzten Zeit.
Sollten Sie so ein schlaues thüringisches Kerlchen sein, müssten Sie aber auch selbst auf die Ursachen kommen. Na gut! Ich schreibe es trotzdem: Stadtstaaten mit Flächenländern zu vergleichen, ist aufgrund der völlig unterschiedlichen Strukturen der Schülerschaften nicht besonders clever. Ebenso wenig sollte man ein westdeutsches Flächenland mit einem ostdeutschen vergleichen, weil es auch dabei riesige Unterschiede in Bezug auf die Schülerschaft gibt.

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elizar 08.02.2017, 14:20
6.

Zitat von Plasmabruzzler
Das sind ja gerade einmal knapp 560 EUR im Monat. Ich finde, bei Schülerinnen und Schülern sollte nicht gespart werden, weil gute (Schul-)Bildung später immer Früchte trägt.
Immer?
Garantiert nicht immer. Dazu gibts zuviele Schülerinnen und Schüler, die die Schule nur als uncoolen Knast betrachten und nicht verstehen, warum sie es viel besser haben als viele andere Gleichaltrige.

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firefox34 08.02.2017, 14:26
7. Kostenstruktur

Die Kostenstruktur der Länder und Stadtstaaten ist sehr unterschiedlich, weshalb Hamburg und Berlin höhere Kosten haben. In S-H wird seit Jahren bei der Bildung gespart, was u.a. aus der HSH Nordbank Krise resultiert. Damals wurde auch das kostenfrei Kindergartenjahr zurückgezogen. Dazu kommt, dass die Schulmittelfreiheit stark eingeschränkt wurde. Heißt; Die Kosten für Lehrmittel zahlen die Eltern. Deshalb ist der Vergleich auch unnütz, da hier nur die öffentlichen Ausgaben berücksichtigt werden und nicht die Gesamtausgaben pro Schüler.

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el_grande_reader2 08.02.2017, 14:29
8. ...nochmal ich, vertippe mich andauernd...

... also der Punkt ist: Hamburg und Berlin haben vergleichsweise viele Schüler und zudem auch sehr heterogene Klassen. Das erfordert grundsätzlich mehr Aufwand, was aber bitte nicht so verstanden werden soll, dass etwa Immigrantenkinder weniger schnell lernen oder so. Das Problem ist eher, dass sie viel mehr lernen müssen als alle anderen - unsere Sprache z. B. - und dabei unterstützt werden müssen, was dann eben mehr kostet. Zudem ist das Problem erst seit kurzem bekannt, da Deutschland ja bekannter Maßen die Teilnahme an Schulvergleichsstudien bis in die 90er gescheut hat wie der Teufel das Weihwasser. Die Mehrkosten treten daher erst seit kurzem auf, die schlechten Schulleistungen von heute sind aber von gestern. Und da sich Verbesserungen nach jahrzehntelangem Schlendrian (Bundesweit, wohlgemerkt) nun mal entsprechend langsam bemerkbar machen, wird das wohl auch eine Weile noch so bleiben. Geduld also, das wird schon - so lange die Investitionen in Bildung steigen und nicht wieder sinken!

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rainer_daeschler 08.02.2017, 14:47
9. Hauptschule am teuersten?

Ich verstehe nicht, warum für Hauptschüler im Jahr durchschnittlich 8700 € veranschlagt werden. Normalerweise wird dort von den Kultusministerien am wenigsten investiert und die Besoldungsstufen sind niedriger als für das Gymnasium.

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