Forum: Leben und Lernen
Ausbildungskosten: So viel kostet ein Schüler im Jahr
DPA

6700 Euro zahlt Deutschland pro Jahr für jedes Schulkind. Allerdings gibt es große Unterschiede zwischen den Bundesländern.

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Agadir 08.02.2017, 15:47
20.

Es mag schon sein, dass Ihre Rechnung stimmt. Aber Ihr Lösungsvorschlag ist kontraproduktiv. Schule ist kein Wirtschaftsfaktor, sondern die möglichst gebildeten Menschen, die am Ende dabei rauskommen, sind Faktoren für die Wirtschaft.

Es dürfte in der Praxi auch gar nicht machbar sein, Ihre "Strafzahlungen" zu berechnen, geschweige denn durchzusetzen. Es sei denn, Sie setzen einen Controler mit in jede Schule, was sie gegenrechnen müssten.

Was Sie ausserdem gegenrechnen müssten, sind die aufsummierten Beträge, die alle Absolventen im Laufe ihres Arbeitslebens in den Staat einzahlen. Ohne Schule würde da nicht viel bei rauskommen. Allein deshalb wäre es um einiges sinnvoller mehr Geld in die Bildung zu investieren, um:

- Mehr Lehrer eiinzustellen, um die Klassengrößen zu verkleinern
- Weitere Lehrer einzustellen, um die bereits fehlenden Stellen wieder vernünftig aufzustocken und das bestehende Kollegium endlich zu entlasten
- Die Lehrmittelfreiheit und damit Chancengleichheit flächendeckend wieder herzustellen
- Auch Mittel zur Verfügung zu stellen, die den integrativen Ansatz nicht im Keim ersticken
- ...

Ganz abgesehen davon lässt kein Lehrer eine Schulstunde ausfallen, weil er grade mal keine Lust hat. Das passiert, weil das Personal an Schulen genauso zusammengeschrupft wurde, wie überall. Es gibt schlicht zu wenig Lehrer für die Menge an Unterricht, die eigentlich gegeben werden muss.

Noch eine Frage zum Schluss ...

Wenn Sie eine Fortbildung machen, zahlen Sie die dann auch aus eigener Tasche und bekommen obendrein kein Gehalt für die Dauer der Maßnahme?

Ok, doch noch eine anschließende abschließende Frage ...

Wie wird der Erfolg ihrer Fortbildungen evaluiert?

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Agadir 08.02.2017, 15:47
21.

Es mag schon sein, dass Ihre Rechnung stimmt. Aber Ihr Lösungsvorschlag ist kontraproduktiv. Schule ist kein Wirtschaftsfaktor, sondern die möglichst gebildeten Menschen, die am Ende dabei rauskommen, sind Faktoren für die Wirtschaft.

Es dürfte in der Praxi auch gar nicht machbar sein, Ihre "Strafzahlungen" zu berechnen, geschweige denn durchzusetzen. Es sei denn, Sie setzen einen Controler mit in jede Schule, was sie gegenrechnen müssten.

Was Sie ausserdem gegenrechnen müssten, sind die aufsummierten Beträge, die alle Absolventen im Laufe ihres Arbeitslebens in den Staat einzahlen. Ohne Schule würde da nicht viel bei rauskommen. Allein deshalb wäre es um einiges sinnvoller mehr Geld in die Bildung zu investieren, um:

- Mehr Lehrer eiinzustellen, um die Klassengrößen zu verkleinern
- Weitere Lehrer einzustellen, um die bereits fehlenden Stellen wieder vernünftig aufzustocken und das bestehende Kollegium endlich zu entlasten
- Die Lehrmittelfreiheit und damit Chancengleichheit flächendeckend wieder herzustellen
- Auch Mittel zur Verfügung zu stellen, die den integrativen Ansatz nicht im Keim ersticken
- ...

Ganz abgesehen davon lässt kein Lehrer eine Schulstunde ausfallen, weil er grade mal keine Lust hat. Das passiert, weil das Personal an Schulen genauso zusammengeschrupft wurde, wie überall. Es gibt schlicht zu wenig Lehrer für die Menge an Unterricht, die eigentlich gegeben werden muss.

Noch eine Frage zum Schluss ...

Wenn Sie eine Fortbildung machen, zahlen Sie die dann auch aus eigener Tasche und bekommen obendrein kein Gehalt für die Dauer der Maßnahme?

Ok, doch noch eine anschließende abschließende Frage ...

Wie wird der Erfolg ihrer Fortbildungen evaluiert?

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elizar 08.02.2017, 16:31
22.

Zitat von Plasmabruzzler
Das wäre aber kein guter Grund, noch weniger Geld für Bildung in die Hand zu nehmen. Statistische Ausreißer gibt es und man kann trotzdem von "immer" reden.
Ab wann muss man den Terminus "statistischer Ausreißer" verwerfen? 1 Schüler pro Klasse? 2? Wenn es aber eher 10% bis 25% sind, dann wohl aber auf jeden Fall, würde ich meinen.

Und ich habe auch nie geschrieben, dass man weniger Geld in die Hand nehmen sollte. Nur "mehr Geld" ist nicht gleichbedeutend mit "automatisch mehr (Lern-)Erfolg bei allen Schülern"

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montecristo 08.02.2017, 16:40
23. Stimmt schon

Zitat von rainer_daeschler
Ich verstehe nicht, warum für Hauptschüler im Jahr durchschnittlich 8700 € veranschlagt werden. Normalerweise wird dort von den Kultusministerien am wenigsten investiert und die Besoldungsstufen sind niedriger als für das Gymnasium.
Aber die Klassengröße der Hauptschulklassen ist bedeutend kleiner. 30 Gymnasialschüler in einem Raum bekommen Sie im Regelfall unter Kontrolle. 30 Hauptschüler in einer Klasse ...

Ich wünschte die Eltern wüssten wie die Politik und Sessel-xyz der Ministerien die Schule als reinen Kostenfaktor sieht. In den Medien lässt man verlauten "100 neue Lehrer!", nur das im Sommer 200 gegangen sind... verarschen ohne zu Lügen und ohne dabei Rot zu werden. Ja, das können die. Und ständig hat man eine Bildungsministerin die keinen blassen Schimmer hat.

Es ist erbärmlich womit und wie die Schulen arbeiten müssen. Das so mancher Lehrer irgendwann die Motivation verliert wundert nicht.

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Plasmabruzzler 08.02.2017, 17:29
24.

Zitat von elizar
Und ich habe auch nie geschrieben, dass man weniger Geld in die Hand nehmen sollte. Nur "mehr Geld" ist nicht gleichbedeutend mit "automatisch mehr (Lern-)Erfolg bei allen Schülern"
Mit mehr Geld können Unterrichtsausfälle kompensiert werden, Infrastruktur instandgesetzt bzw. neu gebaut werden, kleinere Klassen sind möglich, usw. Man braucht sich nur einmal mit Leitern von Schulen zu unterhalten, an welchen Ecken und Enden zu wenig Geld vorhanden ist. Auch kaputte Fenster bzw. Heizungen könnten dann endlich repariert werden. Und Behaglichkeit beim Lernen (bzw. unterrichten) fördert die Konzentrationsfähigkeit und ist gleichbedeutend mit höherem Lernerfolg. Und dass Unterrichtsausfall gleichbedeutend mit Lernmisserfolg gleichzusetzen ist, dürfte ja klar sein.

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heikef 08.02.2017, 18:02
25.

Da wäre mal interessant wieviel ein Jahr im Gefängnis kostet. Ich finde es viel zu wenig was in die Schulen gesteckt wird um den Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen .

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montecristo 08.02.2017, 18:17
26. Kann man doch in sekundenschnelle googeln

Zitat von heikef
Da wäre mal interessant wieviel ein Jahr im Gefängnis kostet. Ich finde es viel zu wenig was in die Schulen gesteckt wird um den Kindern eine gute Schulbildung zu ermöglichen .
70 - 130 Euro pro Tag. Je nach Quelle, Bundesland und Knast

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asdfred 08.02.2017, 18:31
27.

Zitat von klangschmied
Zitata: 'dass Hamburg und Berlin eine vergleichsweise hohe Bevölkerungsdichte haben, darunter auch vergleichsweise viele Immigranten'... Zitatende Also steigern Immigranten die Kosten, oder senken den Notenschnitt? Wollen sie das echt so stehen lassen? Da müssen sich die Deutschen in BW aber arg schämen, dass einer ihrer Besten Abi-Abgänger ein Immigrant war (ende des 20. JH... meine Wenigkeit) Schlimm diese Asylanten
Tja, damit kommen die Berliner und Hamburger nicht zurecht. BW hat bei Immigranten ähnliche Kostenstrukturen und ist in Summe sogar günstiger. Trotzdem ist BW zusammen mit BY, TH und Sachsen immer vorne dabei.

Problem bei den Jungs in B und HH liegt also wo?

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bert1966 08.02.2017, 18:54
28. Gesamtschule vs. Gymnasium

Wer die Originalpublikation liest, der erfährt etwas mehr über den unterschiedlichen Aufwand für Gesamtschüler und Gymnasiasten. Tatsächlich gibt es nur 3 Bundesländer, in denen mehr Mittel für Gymnasiasten aufgewendet werden (Hessen und Niedersachsen mit je 400 Euro mehr, Saarland mit 800 Euro mehr / Gymnasiast), dagegen gibt es 7 Bundesländer (darunter 3 Stadtstaaten, dafür aber auch das bevölkerungsstärkste Bundesland NRW), in denen deutlich mehr Geld für Gesamtschulen aufgewendet wird (allein in Berlin 1300 Euro mehr pro Gesamtschüler), dabei werden die Kentnisse von Gesamtschulabsolventen in den Universitäten generell mehr bemängelt als die von Gymnasiasten. Erstaunlicherweise ist die pauschale Aussage gemittelt über alle Länder aber: Aufwendungen für Gymnasiasten und Gesamtschüler sind mit 7800 Euro / Jahr gleich (auch wenn es das Gesamtschulsystem in 6 Bundesländern gar nicht gibt!). Wie passt das zusammen? Ist es nur ein Zufall, daß das Hätschelkind Gesamtschule vor allem in SPD regierten Ländern mehr Geld zugeschustert bekommt (Ausnahme: Niedersachsen)? Wohl kaum. Will man die starke Subventionierung der Gesamtschulen absichtlich verschleiern? Selbst Statistikinterpretationen des Statistischen Bundesamtes sind offensichtlich nicht ganz objektiv.

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rk10437 08.02.2017, 21:54
29. kosten der lehrkräfte vermutlich nicht richtig berücksichtigt

Ich nehme an, dass bei den Kosten, größter Brocken sind die Lohnkosten, Pensionen nicht berücksichtigen. Das führt dazu, dass die Kosten von Berlin höher ausgewiesen sind als in den Bundesländern die Lehrer verbeamten. Berlin verbeamtet nicht, dafür erhalten Lehrer von Anfang an, die höchste Besoldung, insgesamt aber deutlich weniger als Beamte.
Daher stimmt der Vergleich allein deswegen nicht, nicht nur weil Flächenländer anders strukturiert sind.

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