Forum: Leben und Lernen
Austausch-Log Brasilien: Vom eigenen Gastvater ausspioniert
Vera Eirich

In nur zwei Austauschmonaten hat , 15, schon ein Bad geflutet, versehentlich den Pastor angemacht und notgedrungen die Familie gewechselt. Doch trotz der vielen Fragen nach Hitler, Bier und Sonnenschein, gefällt es ihr in Brasilien ziemlich gut.

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euenos 05.11.2013, 14:05
10. Überwachung durch den

würde ich nicht unbedingt als negativ betrachten. Schließlich hat eine Verantwortung, dass sein Schützling nicht in schlechte Gesellschaft gerät, und das ist im Internet leicht möglich.

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flug430 05.11.2013, 14:14
11. Ein taffes Mädchen!

Tolle Story und ein Mädel, was sich vom Elternhaus frei schwimmt. Vera diese Erlebnisse formen einen Menschen. Weiterhin viel Glück in Brasilien!

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AMF69 05.11.2013, 14:18
12.

Zitat von stu_baker
da wußte jeder in meiner Klasse und von meinen Freunden, das Portugiesisch die Landessprache der Brasilianer ist etc.... Niveausturz trotz traumhafter Möglichkeiten. (...)
Na ja, so ganz aus der Welt und unberechtigt ist die Frage nach "portugiesisch oder brasilianisch" ja nicht!

Sprechen weite Teile der Schweiz Deutsch oder Schwyzerdütsch?

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pauschaltourist 05.11.2013, 14:34
13.

Zitat von flug430
...was sich vom Elternhaus frei schwimmt.
Wer diese Auslandsexkursion wohl bezahlt...

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david-39 05.11.2013, 14:42
14. tsss

Zitat von sysop
In nur zwei Austauschmonaten hat Vera Eirich, 15, schon ein Bad geflutet, versehentlich den Pastor angemacht und notgedrungen die Familie gewechselt. Doch trotz der vielen Fragen nach Hitler, Bier und Sonnenschein, gefällt es ihr in Brasilien ziemlich gut.
Wenn man seine Accs offen stehen lässt auf seinem Rechner, dann ist das, wie die Briefe an die heimliche Geliebte auf dem WG-Küchentisch liegen zu lassen.

Wer so wenig sensibilisiert ist, was "neue" Medien angeht, der ist selbst Schuld, wenn seine Kommunikation gelesen wird.
Man lässt auch die Auto- oder Haustür nicht offenstehen, oder?

Unwissenheit ist ein Zeichen von Ignoranz oder fehlender/ flascher Allgemeinbildung. Wie und warum die Weltkarte so aussieht und nicht anders, sollte man selbst mit 15 Jahren, zumindest grobkörnig wissen.

Leider lernt man, soweit ich mich erinnern kann, mit 15, das Chlodwig der Merowinger, Franken und Germanen unterwarf und... gähn.

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Meinungsmarktbeiträger 05.11.2013, 15:01
15. Stimmt.

Zitat von karsten rohde
[...] Die jungen Brasilianer habern schon ihre Gruende, so schlecht ueber das eigene Land zu sprechen, fehlender Patriotismus ist es aber nicht.
Ja. Zum Glück gibt es eine Mittelschicht, der es zwar recht gut geht, die sich aber um ihre Zukunft derzeit berechtigte Sorgen macht, denn dank der derzeit hohen Inflation geht es denen inzwischen "ans Eingemachte".
Die positive Erkenntnis daraus: Früher hatten die allermeisten Menschen mit dem Organisieren des alltägliche (Über-)Lebens genug Sorgen und wären nie auf die Idee gekommen, zu demonstrieren.

Und über derjenigen, die sich in Deutschland Gedanken über ihre Zukunft und ihr Leben im Alter machen müssen, möchte ich mich an dieser Stelle nicht auslassen:
In Deutschland wartet man derzeit gemächlich auf den großen Knall ....
Vielleicht hat Vera, um die es in diesem Beitrag geht, trotz ihrer erst 15 Jahre nach ihren Erlebnissen vor Ort auch mal die Möglichkeit sich an dieser Stelle dazu zu äußern :-)

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blackpride 05.11.2013, 15:27
16. Hallo Vera,

ich wünsche dir auch weiterhin viele wunderbare Eindrücke und Erlebnisse in Brasilien. Du wirst deinen Horizont unglaublich öffnen durch das Eingewöhnen in und Anpassen an die fremde Kultur wo Mutti und Papa mal eben nicht so schnell intervenieren können! Genieße es!

Und wie wir "alten" Hasen mit Erfahrung im Leben im Ausland wissen:

Der Kulturschock kommt, wenn man nach Deutschland zurückkehrt. Die Distanz zu Deutschland tut gut und viele deiner Landsleute bzw. deren Eigenschaften oder Marotten wirst du nach Brasilien nicht mehr nachvollziehen können. Auch die "Probleme" von manchen Deutschen wirst du nicht mehr als Probleme erkennen können.

Habe weiterhin viel Spaß, sammle Kontakte und halte die Kontakte! Brasilien ist ein Land mit sehr viel Potential und wer mit westlicher Bildung (Studium etc.) dort hingeht, kann eigentlich alles werden, wenn er nur gut genug Brasilianisch (kleiner Scherz, ist natürlich Portugiesisch) spricht.

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AMF69 05.11.2013, 16:02
17.

Zitat von blackpride
(...) kleiner Scherz, ist natürlich Portugiesisch) spricht.
Der daneben ging. ;-)

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karsten rohde 05.11.2013, 17:38
18.

Zitat von Meinungsmarktbeiträger
Früher hatten die allermeisten Menschen mit dem Organisieren des alltägliche (Über-)Lebens genug Sorgen und wären nie auf die Idee gekommen, zu demonstrieren.
Das ist auch heute nicht anders. Die brasilianische Sozialhilfe (Euro pro Familie pro Monat) beginnt bei 12 Euro und endet mit dem Hoechstsatz von 120 Euro, da muessen aber schon 3 Kinder der Schulpflicht nachkommen, was ueberprueft wird.
Klar, das kann den Unterschied zwischen hungern und satt sein bedeuten, aber herumlungern oder demonstrieren waehrend der Arbeitszeit ist da nicht drin. Morgens um 6 zur Arbeit, aberds um 6 zu Hause, Samstag nur bis Mittag - das ist der Alltag des brasilianischen Arbeiters, dafuer kriegt er nicht mehr als 300 Euro und selbstverstaendlich keine Sozialhilfe mehr.
Brasilien ist kein tropisches Deutschland, man muss schon ein dickes Fell haben hier, und wenn ich richtig arbeiten muesste fuer meinen Lebensunterhalt, waer ich laengst schon wieder weg. Fuer die jungen Brasilianer aus dem Bericht von Vera ist das nicht so einfach, aber viele schaffen es mit einer guten Ausbildung oder als Billigarbeiter. Gute Ausbildung ist sicher besser.

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dubmaid 08.11.2013, 18:37
19. Gerne gelesen

War ja zunächst etwas skeptisch: die nächste Möchte-Gern-Intellektuelle, die nach zwei Lektionen Sprachunterricht glaubt, sie kenne Land und Kultur. Dann lese ich, wie sie in Fettnäpfchen tritt, stelle mir den typisch deutschen Trampel (auch ich habe gepflegte Vorurteile), nur um mein Vorurteil schon im nächsten Satz mit Freude wieder abzulegen, denn sie ist angekommen und angenommen worden. Gute Zeit noch - und ja: apenas é diferente, nada mais, nada menos.

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