Forum: Leben und Lernen
Azubis im Hotel: Tägliche Schikanen und fliegende Pfannen

Draußen funkelt die Vier-Sterne-Fassade, drinnen regiert ein überaus harter Ton. Julia und Daniel sind Auszubildende in noblen Hotels. Beim Abendessen in Berlin erzählen sie, wie sie ihren einstigen Traumberuf im Alltag erleben - mit brüllenden Chefs, 16-Stunden-Schichten und Lächelzwang.

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dotd 30.07.2010, 13:04
130. ...

Zitat von hannostamm
Leider sind die genannten Umstände doch eher normal. Mein erster Job nach 3 Jahren Hotelfachschule war als Nachtrezeptionist. Tierisch Überstunden und (damals) DM 2,200 brutto. Auf der anderen Seite ist es vieleicht nicht schlecht wenn Azubis gleich merken auf was sie sich einlassen.....
Dann würde ich Sie gerne direkt fragen. Wie behandeln Sie Ihre Angestellten? Halten Sie Arbeitszeitgesetze ein? Wahren Sie grundlegende Persönlichkeitsrechte? Treten Sie einfach blind nach unten oder verstehen Sie es als qualifizierte Führungskraft den Angestellten / Auszubildenden vor Streß zu schützen? Wie gehen Sie mit Fehlverhalten in mittleren Führungsebenen um?

In meinem Beruf sind Überstunden auch inklusive. Das ist in der Gehaltsklasse auch ok. Überstunden dienen aber immer zum kurzfristigen Abfangen von Spitzen, die nicht vorhersehbar waren. Es gib halt mal Tage oder auch 2 Wochen wo alles schief geht, was schief gehen kann. Wenn Sie jedoch jedes Jahr wieder und wieder 6 Tage die Woche a 16h arbeiten müssen, muss ich Ihnen ganz persönlich sagen, dass Sie als Führungskraft etwas flasch machen, da offensichtlich ihre Ressourcen und Personaleinsatzplanung falsch ist. Da ist es auch keine Begründung rechtswidrige und unangemessene Beschäftigungssituationen mit den Preisvorstellungen der Kunden zu rechtfertigen. Wenn Sie eine Dienstleistung rechtlich und menschlich einwandfrei nicht wirtschaftlich anbieten können, können sie diese Dienstleistung nicht anbieten und nicht durch Gesetzesverstöße und unwürdige Arbeitsbedingungen kompensieren.

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