Forum: Leben und Lernen
Azubis im Hotel: Tägliche Schikanen und fliegende Pfannen

Draußen funkelt die Vier-Sterne-Fassade, drinnen regiert ein überaus harter Ton. Julia und Daniel sind Auszubildende in noblen Hotels. Beim Abendessen in Berlin erzählen sie, wie sie ihren einstigen Traumberuf im Alltag erleben - mit brüllenden Chefs, 16-Stunden-Schichten und Lächelzwang.

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Domander 27.07.2010, 12:14
10. handwerk und gewerkschaften

das problem mit der gastronomie ist in der tat die schlechte organisation der mitarbeiter untereinander, wie soll dies auch passieren. in den wenigsten hotels und restaurants gibt es betriebsräte, es gibt so gut wie keine starke gewerkschaft, die wie bei den metallern oder dem öffentlichen dienst mal eben den generalstreik ausrufen könnten.
die gastronomiebetriebe müssen niemals ihre finanzen offen legen, wie es bei börsennotierten unternehmen der fall ist, so das der kleine arbeiter nie erkennen kann ob es dem laden grade gut geht oder nicht. so kann der chef ständig aufs "geld verdienen" pochen, kann ständig bei personal und gehalt einsparen und sich selber die taschen vollmachen.
ich als koch kenne das alles zu gut, arbeite deshalb auch nicht (mehr) in hotels und kleineren ausbeuter/touristenrestaurants. mieses arbeitsklima, keine privatsphäre, wenig pausen und wochenenden/urlaub muss ich mir als gelernte fachkraft einfach nicht geben.

es wird höchste zeit das die fachlichen ausbildungsberufe in der gastronomie unter das handwerk fallen, grade die berufe restaurantfachmann und koch. eine fairere bezahlung und ein menschlicherer umgang wäre das ergebnis

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sozialfall 27.07.2010, 12:15
11. Solche Vorgesetzten auf Arbeit,

hätten mit mir aber ein sehr großes Problem. Würde jemand so mit mir umspringen, würde er sich ganz schnell im Krankenhaus wieder finden. Auf den Job sei dann geschissen. Solchen Menschendrangsaliertypen sind die Lebensverlierer schlechthin!

Sich dagegen wehren ist leider aber nicht Jedermanns Sache

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tulamidan 27.07.2010, 12:15
12. Wenig hilfreich...

..ist dieser Artikel. Es ist bekannt, dass gerade Azubis im Hotelgewerbe die Deppen vom Dienst sind. Was in diesem Artikel wirklich haette stehen muessen sind Hinweise was ein betroffener Azubi tatsaechlich machen kann. So eine Situation verbessert sich ja nicht von alleine. Auch haette besser recherchiert werden sollen, warum die IHK nichts unternimmt.

Auch die rechtliche Situation wurde nicht erwaehnt (ok kurz) aber alles in allem einfach nur Schaumschlaegerei.

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MC8 27.07.2010, 12:17
13. schwarze Schafe

Ich arbeite selbst in der Branche und habe auch in Berlin gelernt, sicher geht es in deutschen top Hotels und Kuechen hart zu aber das macht uns auch zu den best ausgebildesten and begehrtesten unser Branche international gesehen.

Diese beiden Beispiele sind ganz bestimmt nicht der Norm und wie es sich anhoert handelt es sich hier um private Hotels. Eine internationale Kette koennte sich so etwas nicht erlauben, deshalb ist es ratsam lieber bei einer grossen kette zu lernen / arbeiten.

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neuronom1000 27.07.2010, 12:18
14. Arbeitsbedingungen und Motivation?

Zitat von the_flying_horse
Chefs, die sich wie hier beschrieben, ihren Mitarbeitern gegenüber derart respektlos verhalten, sind keine Chefs sondern ganz arme Schweine. Ein richtiger Chef hat es nicht nötig, seine Mitarbeiter anzubrüllen oder zu mobben; wer weiss, wozu er die nochmal braucht?
das sind eben "hochgediente". die heiße kartoffel wird von einer generation an die andere weitergereicht.

meine persönlichen erfahrungen sprechen eindeutig gegen ein hohes maß sozialer aufwärtsmobilität. wer von "unten" kommt verhält sich zumeist auch so. die angst vor arbeitslosigkeit kommt noch hinzu ... denn den chefs geht es meist nicht besser. leistungsvorgaben minimieren ihre handlungsspielräume und zwingen zum "erfolg".

oder: mit "abhängig beschäftigen" kann man eigentlich machen was man will, selbst wenn man sie noch braucht. arbeiten müssen sie so oder so. und dass arbeitsbedingungen und motivation in einer kausalverbindung stehen ist in diesem sektor eben eine binsenweisheit.

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blanche5000 27.07.2010, 12:20
15. Nicht so viel rumheulen

Natürlich ist eine Ausbildung manchmal hart und gerade im Hotelfach wird einem einiges abverlangt, aber anstatt dass der Spiegel darüber berichtet, dass diejenigen Hotelfachleute die die Ausbildung in den Top-Hotels durchstehen, danach in der ganzen Welt heiss begehrt sind, sich tolle Möglichkeiten eröffnen (und das auch gerade weil die Ausbildung hart und anspruchsvoll ist) wird hier nur über die unfairen Arbeitsbedingungen rumgeheult. So ist das eben, einfach mal die A-Backen zusammenkneifen oder sich was anderes suchen, es gibt ja genug anderer die den Platz gerne übernehmen.
Obwohl ich schon vor 10 Jahren die gleichen Erfahrungen wie hier beschrieben gemacht habe, blicke ich heute mit Stolz auf diese Zeit zurück und gebracht hat es mir auch viel.

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kdshp 27.07.2010, 12:21
16. aw

Zitat von the_flying_horse
Chefs, die sich wie hier beschrieben, ihren Mitarbeitern gegenüber derart respektlos verhalten, sind keine Chefs sondern ganz arme Schweine. Ein richtiger Chef hat es nicht nötig, seine Mitarbeiter anzubrüllen oder zu mobben; wer weiss, wozu er die nochmal braucht?
Hallo,

zumal er das auch wieder bekommt DA muss nur einer mal rache üben und schon zahlt der chef drauf. Habe ich schon selber so erlebt als ich mal in einem messebau betreib gearbeitet habe. Der chef da war auch so ein A... und das ging los das sich leute kurz vor wichtigen dingen krank gemeldet haben, wichtige betriebsmittel plöztlich kaputt waren oder kunden wurden entsprechend schlecht behandelt so das sie woanders sich haben ihren messestand aufbauen lassen.

PS Die firma ist heute pleite!

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cherubian 27.07.2010, 12:21
17. Meine Schwester...

...hat Hotelkauffrau gelernt und berichtete aehnliche Ergebnisse. 7 Tage Wochen, angeschrien werden - DAS war normal. Das Schlimmste allerdings war, dass sie nach der normalen Schicht oft noch im Service (sprich Restaurant) 5-6 Stunden aushelfen musste. Und dass, obwohl sie Hotelkauffrau, nicht-fachfrau gelernt hat.

Ausnahemen schein es leider wenige in diesem Bereich zu geben. gearbeitet hat sie spaeter im Empfangsbereich eines 4-Sterne Hotels in Heideolberg (mit bekanntem Namen). Auch dort war es nicht besser. Sie hatte einen freien Tag in der Woche. Das konnte mal ein Monta, mal ein Donnerstag sein. Immer unterschiedlich. Dazu musste sie an Weihnachten UND Silvester arbeiten.

Mittlerweile hat sie diesen Beruf aufgegebn und studiert erfolgreich. Lehrjahre moegen keine Herrenjahre sein. Aber muss man als Azubi angeschrien werden und unfaires Verhalten erdulden? Die Antwort ist wohl leider: ja. So ist das in Deutschland. All dies sollte man im Hinterkopf behalten, wenn man das naechste Mal im Hotel uebernachtet. Ein Lob und ein ordentliches Trinkgeld sollten das Minimum sein.

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BUwe 27.07.2010, 12:24
18. Macht und Verantwortung

Viele Deutsche haben schon immer Probleme mit Macht und Verantwortung in adäquater Form gehabt.

Viele haben einen unterdrückten, neurotischen Zwangscharakter und dürften nicht auf Menschen losgelassen werden.

In Zeiten von Cdu und Fdp und dem losgetretenen Neo-"Liberalismus", bei dem sich vor allem alles ums Geld dreht (siehe auch Loveparade), sind einzelne Menschen völlig egal.

Hoffentlich ist bald SCHLUSS mit diesen MIESEN, WIDERLICHEN Dingen. Man sieht wo es endet - in Tod und Schikane.

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kikolo 27.07.2010, 12:25
19. filmen

kauft fuer acht euro diese schluesselanhaenger kameras und filmt diese uebergriffe .....

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